Countdown zum Serienstart
Silo: Staffel 3 steht vor dem Finale, danach bleibt genau eine Staffel ist noch nicht erschienen. Streaming-Anbieter tragen wir ein, sobald die Serie nach dem Start verfügbar ist. Termin kann sich verschieben.
Die Vorschau
von CineTomAm Freitag, dem 4. September 2026, beendet die Folge „Troy“ die dritte Staffel von Silo auf Apple TV+ – weltweit gleichzeitig, also auch in Deutschland.
Neun der zehn Folgen sind draußen, und diese Staffel hat die Serie tiefer umgebaut als alles seit dem Start 2023. Ich sortiere, was man bis Freitag wissen muss. Eine Wertung gibt es von mir erst nach dem Finale, vorher wäre sie geraten.
Juliette ist jetzt Bürgermeisterin. Und erinnert sich an nichts.
Staffel 3 läuft seit dem 3. Juli 2026, immer freitags eine neue Folge. Rebecca Ferguson spielt Juliette Nichols diesmal als neue Bürgermeisterin des Silos, die sich weder an ihre Zeit draußen noch an ihre eigene Vergangenheit erinnert. Zehn Folgen hat die Staffel, die letzte kommt am 4. September.
Ein Gedächtnisverlust als Staffelauftakt kann das billigste Werkzeug der Welt sein. Hier ist er ein Hebel: Die Serie zwingt ihre Hauptfigur, das eigene Silo noch einmal so anzusehen wie wir alle in Folge 1. Wer wissen will, warum dieser Kniff funktioniert, schaut auf die Figur Camille Sims. Alexandria Riley hatte die Rolle schon 2023, aber erst diese Staffel gibt ihr Raum, und sie nimmt ihn sich Folge für Folge. Mehr verrate ich nicht, die offiziellen Folgenbeschreibungen spoilern ohnehin schon zu viel.
Thurman. Keene. Anna. Buchleser sitzen gerade sehr aufrecht.
Die Serie basiert auf Hugh Howeys Silo-Trilogie, deren erster Teil „Wool“ 2011 im Selbstverlag erschien und erst über die Leser zum Bestseller wurde. Staffel 3 holt mit Senator Thurman (Laura Innes), Daniel Keene (Ashley Zukerman) und Charlotte Keene (Jessica Brown Findlay) genau die Namen ins Bild, die im zweiten Roman „Shift“ die Vorgeschichte der Silos tragen.
Und die Serie versteckt das nicht mal: Da besucht ein Keene mit einer Frau namens Helen einen Empfang, da taucht eine Reporterin auf, da gibt es Wahlkampf. Solche Szenen kann es im Silo-Alltag mit seinen Ebenen und Schichten nicht geben. Ein Teil dieser Staffel spielt erkennbar in einer Welt, die noch Himmel über sich hat, und damit rückt die Frage ins Bild, die seit 2023 unter jeder Folge steht: Wie kam die Menschheit in dieses Loch? Deutsche Zuschauer kennen dieses Spiel mit zwei Zeitebenen aus Dark, und Silo zieht es ähnlich geduldig durch.
Apple leistet sich mit Silo und Severance gerade zwei Mystery-Maschinen gleichzeitig, und beide halten dieselbe seltene Balance: Die Antworten sind die Fragen tatsächlich wert.
Drei Staffeln, und die Weltregeln halten immer noch
Das Silo hat 144 Ebenen, keinen Aufzug und eine Wendeltreppe, an der jedes Leben vorbeiführt. Diese Regeln gelten seit der ersten Folge vom 4. Mai 2023, und in 29 ausgestrahlten Folgen habe ich keine einzige Abkürzung gesehen, die sich die Serie aus Bequemlichkeit genehmigt hätte. Produziert wird von Apple Studios und AMC Studios, Showrunner ist Graham Yost.
Warum ich darauf so herumreite: Ich habe bei Westworld zugesehen, wie eine Serie ihre eigene Mythologie überholt und dann verliert. Silo macht es andersherum, erzählt lieber langsamer und lässt dafür jedes Rätsel halten, was es verspricht. Bei TMDB steht die Serie nach 2.529 Stimmen bei 8,2 von 10, und die Zahl deckt sich mit dem, was ich sehe.
Wer seine Endzeit lieber dreckig und draußen mag, hat mit Fallout und The Last of Us zwei Nachbarn im Regal. Silo ist der aufgeräumteste der drei, und genau diese Ordnung ist hier das eigentliche Grauen.
Ferguson vorne, dahinter ein Neuzugang nach dem anderen
- Rebecca Ferguson als Juliette Nichols (auch Ilsa Faust in Mission: Impossible)
- Tim Robbins als Bernard Holland (auch Andy Dufresne in Die Verurteilten)
- Common spielt Robert Sims, den Sicherheitsapparat in Person, seit drei Staffeln
- Ashley Zukerman: Daniel Keene, neu in Staffel 3 und sofort im Zentrum
- Laura Innes spielt Senator Thurman, und ihre Szenen haben Raumtemperatur
- Jessica Brown Findlay ist Charlotte Keene. Downton-Abbey-Zuschauer kennen das Gesicht.
- Alexandria Riley als Camille Sims, für mich die Entdeckung der Staffel
- Morven Christie als Anna
Staffel 4 ist bestellt. Als Schluss. Zum Glück.
Apple hat Silo um eine vierte und letzte Staffel verlängert, einen Starttermin gibt es noch nicht. Damit deckt die Serie am Ende Howeys komplette Trilogie ab, „Wool“, „Shift“ und „Dust“, erschienen zwischen 2011 und 2013. Vier Staffeln für drei Bücher, das ist ein Plan mit Enddatum und kein Melkbetrieb.
Einen guten englischsprachigen Überblick über den Stand der Serie führt Space.com, die Eckdaten zur Produktion sammelt die IMDb. Im WatchGuide-Serienkalender ist der 4. September der wichtigste Streaming-Termin der Woche. Und die WatchGuide-Empfehlung für alle, die noch nicht angefangen haben: Silo gehört in jede Gesprächsrunde über die besten Serien aller Zeiten der letzten Jahre, aber bitte in Reihenfolge schauen, die Serie belohnt Geduld.
Erwartungen vor dem Start
keine WertungDrei Staffeln lang hat diese Welt jede ihrer Regeln gehalten. So ein Finale hat sich mein Vertrauen verdient.— vorab eingeschätzt von CineTom
✅ Darauf freuen wir uns
- Weltbau, der seine eigenen Regeln seit 2023 hält
- Ferguson trägt auch eine Juliette ohne Erinnerung
- Die Vorgeschichte der Silos bekommt endlich Gesichter
❓ Das macht uns nervös
- Auf die letzte Staffel warten wir danach ohne Termin
- Zehn Folgen pro Staffel heißt: jede ruhige Folge wiegt doppelt
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