Vom 14. bis 18. Oktober 2026 läuft in Tegernsee das 23. Internationale Bergfilm-Festival. Fünf Tage, fünf Säle mitten im Ort, Filme über Alpinismus, Natur und das Leben in den Bergen, fremdsprachige fast alle mit deutschen Untertiteln. Eine Abendkasse gibt es nicht, Tickets kauft man online, notfalls noch am Eingang.
Was ist das Bergfilm-Festival Tegernsee und wann findet es statt?
Das Internationale Bergfilm-Festival Tegernsee zeigt seit 2003 im Oktober Berg-, Natur- und Abenteuerfilme, Herausgeber ist die Stadt Tegernsee. Die 23. Ausgabe läuft vom 14. bis 18. Oktober 2026 in Barocksaal, Kinozelt, Medius, Sporthalle und Schalthaus. Der WatchGuide-Tipp: Tickets vorher online kaufen, denn eine Abendkasse gibt es nicht, und fremdsprachige Filme laufen fast alle mit deutschen Untertiteln.
Welche Höhepunkte hat das Programm 2026?
Von Donnerstag bis Samstag laufen tagsüber Nonstop-Blöcke im Schalthaus, um 17 Uhr und um 19:30 Uhr dann Programme parallel in mehreren Sälen. Die festen Termine, so steht es im Programm des Festivals, Stand 8. Oktober 2026:
| Wann | Saal | Veranstaltung | Programm und Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Mi., 14.10., 9:30 | Kinozelt | Kinderkino | „Checker Tobi 3“, auch Do. und Fr. um 9:30 Uhr |
| Mi., 14.10., 19:30 | Barocksaal | Eröffnungsfeier | „Six Days to the Edge“ und „Forever Young“, zu Gast u. a. Valentin Rapp und Stefan Glowacz |
| Mi., 14.10., 19:45 | Sporthalle | Eröffnung II | dasselbe Programm ein zweites Mal |
| Do., 15.10., 19:30 | Barocksaal | Bayern2-Abend „Abenteuerinnen“ | „Fifty-Fifty“, „The Queen Swing“ und als Weltpremiere „Where She Belongs“ |
| Do., 15.10., 19:30 | Schalthaus | Otto-Guggenbichler-Retrospektive | zwei Filme des Festivalgründers über das Karwendel und den Mont Blanc |
| Fr., 16.10., 19:30 | Barocksaal | DAV-Abend „Lawinen und Risiken“ | „Fathom“ und „Better Up There“, dazu ein Expertengespräch |
| Fr., 16.10., 19:30 | Kinozelt | Nepal-Abend | Jennifer Peedoms „Sherpa“ von 2015, zu Gast Basanta Thapa |
| Sa., 17.10., 17:00 | Kinozelt | Bergauf-Bergab-Edition | „Eigerman“ und ein Film über die Eiger-Nordwand-Tragödie von 1936, zu Gast Malte Roeper und Robert Jasper |
| Sa., 17.10., 19:00 | Barocksaal | Schlussfeier mit Preisverleihung | „Der Zeit ihre Steine“, Siegerfilme in Ausschnitten, Buffet inklusive |
| So., 18.10., 9:30 | Kinozelt und Medius | Matinee | die Siegerfilme, das Programm erscheint am Samstagabend |
| So., 18.10., 19:00 | Kinozelt | Festivalpremiere | zwei Filme über den Nanga Parbat, zu Gast David Göttler und Tom Dauer |
Was beim Durchgehen auffällt: Der letzte Abend gehört zweimal dem Nanga Parbat, einmal einer steirischen Expedition von 1976, einmal David Göttlers fünf Versuchen in zwölf Jahren. Beim zweiten führte Festivaldirektor Tom Dauer Co-Regie. Und die Sprachenliste liest sich wie eine Reise durch die Gebirge der Welt: Ladinisch, Rätoromanisch, Friaulisch, Baskisch, Isländisch, Quechua und Aymara.
In welcher Sprache laufen die Filme?
Laut Programmübersicht läuft jeder fremdsprachige Film mit deutschen Untertiteln, bis auf eine Ausnahme: „The Fast Line“ am Freitag um 17 Uhr im Medius läuft schweizerdeutsch ohne Untertitel. Das Familienkino „Die Eiche“ am Samstag um 15 Uhr läuft laut Programm ohne Sprache, beim Stop-Motion-Film „Kronoshock“ ist gar keine angegeben. Wer kein Englisch oder Französisch kann, ist hier also gut aufgehoben.
Was kosten die Tickets für das Bergfilm-Festival?
Ein Nonstop-Block und die Vorstellungen um 17 Uhr kosten je 11 Euro, die Abendprogramme um 19:30 Uhr 14 Euro, die Matinee am Sonntag 16 Euro und die Schlussfeier mit Buffet 30 Euro. Ermäßigt sind es 10, 12, 14 und 25 Euro, jeweils zuzüglich Systemgebühr. Ermäßigung gibt es für Menschen mit Behinderung, Jugendliche unter 18 Jahren und DAV-Mitglieder mit gültigem Ausweis.
Kurz nachgerechnet: Wer am Donnerstag den Nonstop-Block um 12 Uhr, eine Vorstellung um 17 Uhr und eine um 19:30 Uhr sieht, zahlt 36 Euro, ermäßigt 32 Euro. Den DAV-Ausweis einzustecken lohnt sich also. Wichtig: Es gibt keine Abendkasse. Tickets gibt es online bis unmittelbar vor Beginn, über das Festival und München-Ticket, außerdem in der Tourist-Information in der Hauptstraße 2, während des Festivals täglich von 9 bis 20 Uhr.
Wo liegen die Säle?
Barocksaal im Gymnasium, Schlossplatz 1c: 200 Plätze. Kinozelt im Kurgarten: 195. Medius, Kurgarten 1: 199, dort ist auch die Mountain Lounge als Treffpunkt. Sporthalle, Seestraße 31: 170. Schalthaus, Hochfeldstraße 3: nur 99, wer dort sitzen will, kauft besser früh. Und für die Eröffnung gibt es eine zweite Chance, sie läuft parallel in der Sporthalle.
Was für ein Festival ist das?
Gegründet hat es der Natur- und Dokumentarfilmer Dr. Otto Guggenbichler 2003 in seinem Heimatort. Deutscher Alpenverein, Bayerischer Rundfunk und Tegernseer Tal Tourismus sind laut Festivalseite seit Beginn dabei, über 100 Leute helfen ehrenamtlich. Tegernsee gehört zur International Alliance for Mountain Film, mit Festivals von Telluride bis Kathmandu.
Eine internationale Jury vergibt den Großen Preis der Stadt Tegernsee und Preise in den Kategorien „Erlebnisraum Berg“, „Naturraum Berg“ und „Lebensraum Berg“, dazu kommen der Otto-Guggenbichler-Nachwuchspreis und der Bayern2-Publikumspreis. Außerdem gibt es den LOWA Young Talents Award, 5.000 Euro für junge Filmschaffende. Der Termin für 2027 steht schon im Programmheft: 13. bis 17. Oktober.
Für wen lohnt sich der Besuch?
Für alle, die in den Bergen unterwegs sind oder gern Dokumentarfilme sehen, und für Familien, für die es morgens das Kinderkino gibt. Wer selbst raus will, findet am Samstagmorgen die LOWA Community Runs und Hikes. Gesehen haben wir die Filme noch nicht, eine Wertung gibt es von WatchGuide deshalb an dieser Stelle nicht.
Wo finde ich weitere Informationen?
Das Filmprogramm mit Ticketlinks und alle Infos stehen beim Bergfilm-Festival Tegernsee, das ganze Programmheft gibt es als PDF. Weitere Festivals, Conventions und Filmbörsen stehen in unserem Eventkalender, und wer danach weiter Dokus sehen will, findet unsere Kritiken unter Dokumentarfilme.