Vom 5. bis 15. November 2026 läuft das 75. Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg, verteilt auf Kinos in beiden Städten. Im Wettbewerb ON THE RISE stehen 16 erste und zweite Spielfilme, alle als Deutschlandpremiere. Dazu kommen eine Hommage an die dänische Schauspielerin Trine Dyrholm, eine Retrospektive über Zukunftsentwürfe im Kino und ein eigenes Programm für Kinder und Jugendliche.
Was ist das IFFMH 2026 und wann findet es statt?
Das Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg gibt es seit 1952, vom 5. bis 15. November 2026 läuft die 75. Ausgabe in Kinos beider Städte. Im Wettbewerb ON THE RISE laufen 16 Erst- und Zweitfilme als Deutschlandpremieren. Der WatchGuide-Tipp: Am ersten Wochenende kommen Hommage-Gast Trine Dyrholm, das Nosferatu-Stummfilmkonzert und der Familientag zusammen. Karten gibt es ab dem 19. Oktober.
Was steht schon mit Termin fest?
Das komplette Programm erscheint Mitte Oktober, die Newsseite nennt dafür den 10., die Pressemitteilungen den 16. Oktober. Mit Termin stehen schon fest, Stand 8. Oktober 2026:
| Wann | Wo | Was | Eintritt laut Festival |
|---|---|---|---|
| Fr., 6.11., 19:00 | Planken Lichtspiele, Mannheim | Ehrung von Trine Dyrholm mit Filmvorführung | Ticket nötig |
| Sa., 7.11., 11:00 | Festival-Lounge Heidelberg | Lesung mit Ingo Siegner, ab 4 Jahren | Kinder 5 Euro |
| Sa., 7.11., 15:30 | Festival-Lounge im Karlstorbahnhof, Heidelberg | Masterclass mit Trine Dyrholm | kostenfrei |
| Sa., 7.11., 19:30 | OPAL, Oper am Luisenpark, Mannheim | Nosferatu (1922) mit dem Orchester des Nationaltheaters | 30 Euro, ermäßigt 20 Euro |
| So., 8.11., 11:00 bis 17:00 | Stadthaus N1, Mannheim | Familientag, um 11:00 „Mein Nachbar Totoro“, um 15:30 „Dante“ | Workshops kostenlos, Filme mit Ticket |
| Fr., 13.11., 22:00 | Alte Feuerwache, Mannheim | Party zum Jubiläum, DJ Lars Eidinger | Tickets über die Alte Feuerwache |
Bei der Ehrung am 6. November nennen Newsseite und Pressemitteilung übrigens unterschiedliche Filme. Welcher läuft, klärt das Gesamtprogramm.
Welche Filme laufen beim IFFMH 2026?
Aus dem Wettbewerb sind unter anderem angekündigt: „The Guest“ aus Dänemark, „Gelegenheitsdiebe“, „Lovers Sleep Alone“ über einen jungen Iraner in Berlin, „Body of Glass“, „The World Before“ aus Südkorea und „A Day in the Life of Jo: Chapter Phaedra“, in Venedig mit dem Orizzonti Award für die beste Regie ausgezeichnet. An vier der 16 Filme waren laut Festival Alumni des festivaleigenen Cutting Edge Talent Camps beteiligt.
Außerhalb des Wettbewerbs laufen unter anderem „You Don’t Belong Here“ von Florin Șerban (Goldener Leopard in Locarno), „Club Kid“ von Jordan Firstman, „Ink“ von Danny Boyle und die 3D-Dokumentation „From Inside Out“ von Wim Wenders über den Architekten Peter Zumthor.
Die Retrospektive „Back to the Futures“ zeigt zwölf Filme über die Zukunft aus den Jahren 1956 bis 2023, darunter „2001: Odyssee im Weltraum“, „Stalker“, „Touki Bouki“ und „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Was mir beim Durchgehen auffällt: Trine Dyrholm taucht zweimal auf, als Ehrengast mit „Der Tanz“, „Die Kommune“ und „Königin“ und als Mutter im Wettbewerbsfilm „The Guest“.
In welcher Sprache laufen die Filme?
Laut der Seite zur Zugänglichkeit laufen die Filme mit deutschen und englischen Untertiteln, deutsche Filme nur mit englischen, englische nur mit deutschen. Als Beispiele nennt die Seite allerdings noch Filme von 2025, für 2026 bestätigt sich das erst mit dem Programm. Eröffnung und Preisverleihung werden in Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Beim Jungen Filmfest werden sechs der sieben Filme live auf Deutsch eingesprochen, „Gugu’s World“ läuft mit deutschen Untertiteln.
Was kosten die Tickets?
Der Vorverkauf startet am 19. Oktober, online und an Vorverkaufsstellen in Mannheim und Heidelberg. Erwachsene wählen im solidarischen Preissystem selbst: Basis-Ticket 8 Euro für alle mit kleinem Budget, Standard-Ticket 12 Euro, Soli-Ticket 14 Euro. Kinder bis 18 Jahre zahlen beim Jungen Filmfest 3,50 Euro. Kurz nachgerechnet: Zwei Erwachsene und zwei Kinder kommen beim Familienfilm auf 31 Euro mit Standard- oder 23 Euro mit Basis-Ticket. Festivalpässe nennt die Seite bisher nicht. Einen Online-Stream gibt es laut Stream-Seite nicht mehr, auch wenn die Startseite noch darauf hinweist.
Wo wird gespielt?
In Mannheim unter anderem im Cineplex (N7, 17), im Cinema Quadrat (K1, 2), in den Planken Lichtspielen (P4, 13) und im Stadthaus N1, in Heidelberg im Luxor-Filmpalast (Eppelheimer Straße 6), im Gloria (Hauptstraße 146) sowie im Karlstorkino und Karlstorbahnhof am Marlene-Dietrich-Platz 3. Praktisch für Rollstuhlfahrer: Das Festival listet pro Kino Rollstuhlplätze, Aufzüge und WCs auf, im Gloria gibt es zum Beispiel kein barrierefreies WC.
Was für ein Festival ist das IFFMH?
Angefangen hat es 1952 als Mannheimer Kultur- und Dokumentarfilmwoche, Heidelberg steht seit 1994 im Namen. Das Festival sieht sich nach der Berlinale als traditionsreichstes in Deutschland und zählt Truffaut, Fassbinder, Wenders und Jarmusch zu seinen früheren Newcomern. Veranstalter ist die IFFMH Filmfestival Mannheim gGmbH, ein Unternehmen der Stadt Mannheim, Festivalleiter ist Sascha Keilholz.
Für wen lohnt sich der Besuch?
Für alle, die neues Weltkino sehen wollen, bevor es regulär startet oder überhaupt hier ankommt, und für Familien, die Kinder an Filme in Originalsprache heranführen wollen. Wer nur einen Tag hat, ist am ersten Wochenende gut aufgehoben. Gesehen haben wir die Filme noch nicht, eine Wertung gibt es von WatchGuide deshalb an dieser Stelle nicht.
Wo finde ich weitere Informationen?
Alles zum Festival steht auf der Seite des IFFMH, der Vorverkauf läuft über Tickets, das Kinderprogramm steht beim Jungen Filmfest, Rollstuhlplätze und Untertitel unter Zugänglichkeit. Weitere Festivals, Conventions und Filmbörsen bis Ende 2027 stehen in unserem Eventkalender, was 2026 regulär ins Kino kommt, bei unseren Kinofilmen 2026.