Vom 28. Oktober bis 1. November 2026 laufen in Biberach an der Riß die 48. Biberacher Filmfestspiele. Rund 60 deutschsprachige Filme zeigt das Festival im Cineplex Biberach, eröffnet wird am Mittwochabend in der Stadthalle. Mehr als 130 Filmschaffende werden erwartet und kommen nach den Vorführungen mit dem Publikum ins Gespräch. Den Ehrenbiber bekommt in diesem Jahr Adele Neuhauser.
Was sind die Biberacher Filmfestspiele und wann finden sie 2026 statt?
Die Biberacher Filmfestspiele sind ein Festival für deutschsprachige Filme, das es seit 1979 gibt und das der Verein Biberacher Filmfestspiele e.V. ausrichtet. Die 48. Ausgabe läuft vom 28. Oktober bis 1. November 2026 im Cineplex Biberach und in der Stadthalle. Der WatchGuide-Tipp: Fast jeder Langfilm läuft zweimal, wer einen Termin verpasst, hat meist eine zweite Chance.
Was läuft bei den Biberacher Filmfestspielen 2026?
Eröffnet wird am Mittwoch, 28. Oktober, um 19:30 Uhr in der Stadthalle mit „Lieblingsmenschen“ von Helena Hufnagel, laut Festival eine Komödie über die Freundschaft zwischen der 101-jährigen Agnes und dem 31-jährigen Amir, gespielt von Katharina Thalbach und Bardo Böhlefeld. Im Wettbewerb geht es um acht Preise im Gesamtwert von 27.000 Euro, die Filmfest-Biber. Sechs vergeben Fachjurys in den Kategorien Spielfilm, Debüt-Spielfilm, Fernsehfilm, Dokumentarfilm, mittellanger Film und Kurzfilm, dazu kommen der Publikums-Biber und der Jugend-Biber. Als Weltpremiere laufen die Fernsehfilme „Der Geier – Blut und Zweifel“ mit Philipp Hochmair und „Wenn das Licht gefriert“ mit Adele Neuhauser und Erwin Steinhauer.
Wann läuft welcher Film?
So stehen die Langfilme im Online-Programm, Stand 8. Oktober 2026. Bis auf die Eröffnung läuft alles im Cineplex Biberach.
| Film | Kategorie | Erster Termin | Zweiter Termin |
|---|---|---|---|
| Lieblingsmenschen | Spielfilm, Eröffnungsfilm | Mi., 28.10., 19:30, Stadthalle | So., 1.11., 13:30 |
| Vaterstadt | Dokumentarfilm | Do., 29.10., 16:00 | läuft nur einmal |
| Gropiusstadt Supernova | Debüt | Do., 29.10., 16:15 | Fr., 30.10., 19:00 |
| Eisgrab – Das Haus am Gletscher | Fernsehfilm | Do., 29.10., 18:00 | Sa., 31.10., 21:30 |
| Run me Wild | Debüt | Do., 29.10., 18:15 | Sa., 31.10., 12:15 |
| Frieda | Spielfilm | Do., 29.10., 18:30 | So., 1.11., 13:00 |
| Wir sind da | Debüt | Do., 29.10., 18:45 | Sa., 31.10., 14:45 |
| Tatort: Zwischenwelten | Fernsehfilm | Do., 29.10., 20:30 | So., 1.11., 11:15 |
| Die Blutgräfin | Spielfilm | Do., 29.10., 21:00 | läuft nur einmal |
| Biermann | Dokumentarfilm | Do., 29.10., 21:15 | Fr., 30.10., 13:45 |
| Erinnerungen eines Waldes | Debüt | Fr., 30.10., 14:00 | Sa., 31.10., 16:30 |
| Lord | Debüt | Fr., 30.10., 16:15 | Sa., 31.10., 17:00 |
| Die Heilung – Eine Geschichte vom Weitermachen | Dokumentarfilm | Fr., 30.10., 16:30 | So., 1.11., 16:15 |
| Wiener Blues – The loneliest Man in Town | Spielfilm | Fr., 30.10., 16:45 | Sa., 31.10., 11:15 |
| Fake it till you break shit | Debüt | Fr., 30.10., 18:15 | Sa., 31.10., 16:15 |
| Zoey & Ben | Spielfilm | Fr., 30.10., 18:30 | Sa., 31.10., 14:00 |
| Der unsichtbare Zeuge | Fernsehfilm | Fr., 30.10., 19:15 | Sa., 31.10., 11:45 |
| Glückspilze isst man nicht | Fernsehfilm | Fr., 30.10., 20:45 | So., 1.11., 16:30 |
| Eisfrauen | Dokumentarfilm | Fr., 30.10., 21:00 | Sa., 31.10., 18:45 |
| Eurotrash | Spielfilm | Fr., 30.10., 21:15 | So., 1.11., 13:45 |
| Ungehor§am | Dokumentarfilm | Sa., 31.10., 18:45 | So., 1.11., 11:00 |
| Der Geier – Blut und Zweifel | Fernsehfilm, Weltpremiere | Sa., 31.10., 19:00 | So., 1.11., 13:45 |
| Wenn das Licht gefriert | Fernsehfilm, Weltpremiere | Sa., 31.10., 21:15 | So., 1.11., 16:15 |
| Drei Kameradinnen | Spielfilm | Sa., 31.10., 21:45 | So., 1.11., 15:45 |
Dazu kommen vier Kurzfilmblöcke, die je zweimal laufen, drei Blöcke mit mittellangen Filmen und eine Sonderreihe mit vier Filmen. Was mir beim Durchgehen auffällt: Fernsehfilme haben hier einen eigenen Wettbewerb, ein Tatort läuft also ganz selbstverständlich im Kinosaal. Und Genrefans gehen nicht leer aus, im Kurzfilmblock 3 steht die Horrorkomödie „Dosenmutter“, in der Sonderreihe „Transferatu“, laut Programm eine moderne Adaption von Nosferatu.
Für Eurotrash und den Kurzfilmblock 4 am Freitag sowie Drei Kameradinnen, Transferatu und den dritten Block mittellanger Filme am Samstag nennt der gedruckte Festivalplan frühere Anfangszeiten als die Website. Laut Festival gilt der Stand online, deshalb stehen hier die Zeiten der Website.
Welche Gäste kommen 2026 nach Biberach?
Zur Eröffnung werden Helena Hufnagel und Bardo Böhlefeld erwartet. Adele Neuhauser steht bei „Glückspilze isst man nicht“ am Freitag um 20:45 Uhr auf der Gästeliste, beim Special „Überleben in Brandenburg“ am Samstag um 14:15 Uhr und bei beiden Terminen von „Wenn das Licht gefriert“. Am Freitag bei „Glückspilze isst man nicht“ sind außerdem Maria Furtwängler und Philipp Hochmair angekündigt, Hochmair auch zur Weltpremiere von „Der Geier – Blut und Zweifel“. Die Pressemitteilung nennt dazu Petra Schmidt-Schaller, Henriette Confurius, Andreas Pietschmann, Erwin Steinhauer, Jens Meurer und Florian Baxmeyer. Änderungen bei den Gästen sind laut Festival möglich.
Was kosten die Tickets und wann startet der Vorverkauf?
Eine Kinokarte kostet 12 Euro, für Schüler, Schülerinnen und Studierende 8 Euro, in der Luxusloge 15 Euro. Der Vorverkauf startet am Samstag, 24. Oktober, um 9 Uhr an der Kinokasse im Cineplex und online, Vereinsmitglieder kaufen schon am Freitag davor ab 14 Uhr. Karten für die Eröffnung (12 oder 8 Euro) und die Gala (15 oder 10 Euro) gibt es beim Kartenservice im Rathaus Biberach oder online. Reservieren geht nicht, aber das Festival verrät selbst: Kurz vor Filmbeginn gibt es oft noch Resttickets für ausverkaufte Filme.
Kurz nachgerechnet: Wer am Samstag in Saal 1 bleibt, sieht ab 11:30 Uhr den Kurzfilmblock 1, Zoey & Ben, Erinnerungen eines Waldes, die Weltpremiere von „Der Geier – Blut und Zweifel“ und um 21:30 Uhr „Eisgrab – Das Haus am Gletscher“. Fünf Vorstellungen für 60 Euro, ermäßigt 40 Euro.
Was gibt es neben den Filmen?
Am Sonntag, 25. Oktober, beginnt die Festivalwoche mit einem Nachwuchstag, kostenlose Workshops zu Drehbuch, Schauspiel, Kamera und Schnitt für Jugendliche ab der 9. Klasse und junge Erwachsene. Ohne Eintritt laufen unter anderem die Filmfestparty am Freitag ab 21 Uhr und der Filmtalk am Samstag um 12 Uhr, beide im Hotel Kapuzinerhof, eine Lesung mit Roman Klementovic, Autor der Romanvorlage zu „Wenn das Licht gefriert“, am Samstag um 19 Uhr in der Stadtbücherei und „Meet the Jury“ am Sonntag um 11 Uhr im Café Lieb.es. Das Seniorenkino am Mittwoch um 15:15 Uhr kostet 6,50 Euro. Den Schluss macht am Sonntag um 19 Uhr die Gala mit Preisverleihung in der Stadthalle.
Wo liegen die Spielorte?
Festivalkino ist das Cineplex Biberach in der Waldseer Straße 3 mit acht Sälen. Eröffnung und Gala laufen in der Stadthalle in der Theaterstraße 6. Das Festivalhotel Kapuzinerhof in der Kapuziner Straße 17 liegt laut Festival 600 Meter Fußweg vom Kino entfernt. Mit dem Auto ist die Tiefgarage Museum am nächsten am Kino, die Tiefgarage Stadthalle liegt vier Gehminuten entfernt. Für das „Sternchen“, wo zwei Filme der Sonderreihe laufen, nennt die Festivalseite keine Adresse.
Für wen lohnt sich der Besuch?
Das Festival versteht sich als Bühne für deutschsprachige Filme, die noch nicht öffentlich präsentiert wurden, und als Publikumsfestival, bei dem der Film nicht mit dem Abspann endet. Seit 2003 richtet es ein gemeinnütziger Verein aus, künstlerischer Leiter ist der Regisseur Douglas Wolfsperger, für ihn ist es nach drei Jahren die letzte Ausgabe. Es lohnt sich also für alle, die solche Filme früh sehen und danach mit den Leuten reden wollen, die sie gemacht haben. Untertitel nennt das Programm bei keinem Film. Gesehen haben wir die Filme noch nicht, eine Wertung gibt es von WatchGuide deshalb an dieser Stelle nicht.
Wo finde ich weitere Informationen?
Das ganze Programm mit allen Spielzeiten und Gästen steht auf der Programmseite der Biberacher Filmfestspiele, Preise und Vorverkauf auf der Ticketseite. Das Programmheft gibt es als PDF. Weitere Festivals, Conventions und Filmbörsen bis Ende 2027 stehen in unserem Eventkalender, und wer danach weitere Dramen sucht, findet unsere Kritiken unter Dramen.