Countdown zum Kinostart
Hokum: Adam Scott und die Hexe in der Hochzeitssuite ist noch nicht erschienen. Streaming-Anbieter tragen wir ein, sobald der Film nach dem Start verfügbar ist. Termin kann sich verschieben.
Die Vorschau
von NordNoir„Hokum“ startet am Donnerstag, 31. Dezember 2026, bei DCM in den deutschen Kinos. Damian McCarthy, der irische Regisseur von „Caveat“ und „Oddity“, schickt Adam Scott als Schriftsteller Ohm Bauman in ein abgelegenes Hotel in Irland, in dessen Hochzeitssuite eine Hexe gefangen sein soll. Die WatchGuide-Vorschau hält fest, was der deutsche Trailer zeigt und was bis zum Start offen ist. Eine Wertung gibt es noch nicht, weil die Redaktion den Film noch nicht gesehen hat.
In den USA, in Großbritannien und in Irland kam „Hokum“ am 1. Mai 2026 in die Kinos. Hierzulande stand er im September auf dem Programm des Fantasy Filmfest, regulär kommt er erst zum Jahreswechsel.
Worum geht es in Hokum?
Ohm Bauman ist Romanautor, Amerikaner und mit der Asche seiner Eltern unterwegs. Er will sie in Irland verstreuen und quartiert sich dafür in einem kleinen Hotel auf dem Land ein. Dort erzählt man ihm von einer Hexe, die seit Jahrhunderten die Gegend heimsucht und jetzt in der Hochzeitssuite des Hauses festgehalten wird. Ohm tut das als Humbug ab. Genau das heißt der Titel: „hokum“ ist im Englischen fauler Zauber, Unsinn. Dann wird eine Angestellte des Hotels vermisst, und Ohm fängt an, den Geheimnissen des Hauses nachzugehen.
Mehr verraten Verleih und Festivaltexte nicht. Mehr muss man vorher auch nicht wissen.
Was der deutsche Trailer zeigt
Zuerst kommt der Ton. Eine Stimme fängt an zu erzählen wie in einem alten Märchen, darunter liegt leeres grünes Land, eine Straße, Wolken. Dann eine Steinfigur im Moos, eine Frau, neben ihr ein Kind. Danach fast nur noch Innenräume.
Was mir an diesen Bildern auffällt, ist das Licht. Fast jede Lampe steht mit im Bild: zwei Wandleuchten in einem tiefroten Flur, in dem ein alter Mann im Rollstuhl vor einem schmiedeeisernen Gitter sitzt. Nackte Glühbirnen an der Wand eines engen Schachts. Eine einzelne Lampe in einem gemauerten Gang, ein Keller, in dem Dinge von der Decke hängen, darunter etwas Rotes in Herzform. Was außerhalb dieser Lichtinseln liegt, bleibt schwarz. Ein Trailer schneidet natürlich nur die stärksten Einstellungen zusammen und sagt nichts darüber, wie lange der Film sie hält. Aber er zeigt, wo McCarthy die Angst sucht: in Räumen, in die man nicht ganz hineinsehen kann.
Die Dialoge laufen im deutschen Trailer synchronisiert. Ein Satz bleibt hängen, sinngemäß der Rat, nach Hause zu fahren, solange man noch so aussieht wie auf seinem Passbild. Die Texttafeln werben mit den Produzenten von „Weapons“ und „Barbarian“ und zitieren US-Seiten: „Ein purer Albtraum“ (Bloody Disgusting), „Tief verstörender Horror“ (Dread Central). Ein Datum nennt der Trailer nicht, am Ende steht nur „Demnächst im Kino“.
Ganz am Schluss zeigt er eine Gestalt in Weiß hinter einem Vorhang, vor dem Gesicht eine Maske mit langen Ohren. Die zeigt er sehr deutlich. Mir wäre lieber gewesen, sie bliebe bis zum Kino ein Gerücht.
Wer ist Damian McCarthy?
McCarthy stammt aus dem County Cork, und genau dort wurde „Hokum“ im Februar und März 2025 gedreht. Seine beiden ersten Spielfilme hat er selbst geschrieben und inszeniert: „Caveat“ (2020), bei dem er auch den Schnitt übernahm, und „Oddity“ (2024), der beim Festival South by Southwest einen Publikumspreis gewann. „Hokum“ gilt als sein Hollywood-Debüt. Produziert haben unter anderem Roy Lee und Steven Schneider, dazu die irische Tailored Films. Kamera führte Colm Hogan, die Musik schrieb Joseph Bishara.
Adam Scott kennt man hierzulande vor allem als Mark aus Severance. Neben ihm spielen Peter Coonan (Mal), David Wilmot (Jerry) und Florence Ordesh (Fiona).
Wie die Kritik in den USA reagiert hat
Weltpremiere hatte „Hokum“ am 14. März 2026 beim Festival South by Southwest. Bei Rotten Tomatoes stehen 90 Prozent positive Besprechungen aus 209 Kritiken, Metacritic kommt auf 76 von 100 aus 32 Kritiken, beides abgerufen am 30. September 2026. Das sind fremde Einschätzungen. Sie sagen, dass die Kritik überwiegend zufrieden war. Ob einem der Film unter die Haut geht, sagen sie nicht.
Start, Fassung und Termin
Den 31. Dezember 2026 nennen der Verleih DCM in seinem Pressebereich, Filmstarts und der Filmdienst. Ein einzelnes Kinoportal führt abweichend den 1. Januar 2027. Maßgeblich ist die Angabe des Verleihs.
Eine deutsche Synchronfassung gibt es, der Trailer beweist es. Ich hätte die irischen Stimmen trotzdem gern im Original gehört. Ob es zum Start auch Vorstellungen im Original mit Untertiteln gibt, ist bisher nicht angekündigt.
Irische Folklore, ein altes Haus, eine Figur, die seit Jahrhunderten wartet: „Hokum“ liegt zwischen unseren Übersichten zu Folk Horror und zu Geister- und übernatürlichem Horror. Was sonst in den nächsten Wochen anläuft, steht unter Demnächst im Kino.
Erwartungen vor dem Start
keine WertungJede Lampe steht im Bild. Das Dunkel dazwischen gehört der Hexe.Vorab eingeschätzt von NordNoir
✅ Darauf freuen wir uns
- Licht aus Lampen im Bild statt Ausleuchtung von außen
- Irische Folklore, gedreht in McCarthys Heimat Cork
- Überwiegend positive Kritiken aus den USA
❓ Das macht uns nervös
- Der Trailer zeigt die Maskenfigur schon sehr deutlich
- Originalfassung mit Untertiteln zum Start noch nicht angekündigt
0 Kommentare