Poster zum Film Es (2017): Bill Skarsgaard hat Pennywise neu erfunden und ich war skeptisch (2017) Pflichtprogramm — WatchGuide-Auszeichnung „Der Watcher"

Es (2017): Bill Skarsgaard hat Pennywise neu erfunden und ich war skeptisch (2017)

🏅 Pflichtprogramm 🎬 Film 135 Min. HorrorThriller FSK 16
⚡ Kurz gesagt

Ich war 2017 im Cinedom Köln und ich bin als Zweifler reingegangen. Tim Curry war für mich immer Pennywise und ich war überzeugt dass kein Schauspieler der Welt das nochmal machen könnte ohne enttaeuschend zu sein. Skarsgaard hat es geschafft. Anders, klar, sehr anders sogar – aber genau deshalb funktioniert es. Wo Curry Theater war, ist Skarsgaard ein Wesen. Wo Curry einen anguckt als würde er etwas planen, guckt Skarsgaard einen an als würde er gerade von etwas anderem traeumen das schlimmer ist als alles was er hier tut. Beide Pennywises sind großartig. Beide sind anders. Und Muschie Watcher-Score 8,5/10.

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Wer streamt Es?

Verfügbarkeit DE

Stand 08.04.2026: Es läuft im Abo bei Sky, Max und Prime Video – mit deutscher Synchronfassung. Leihen oder Kaufen geht ab 3,99 €.

Verfügbarkeit Deutschland · Stand 08.04.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.

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Die Kritik

von NordNoir

Es. Andy Muschiettis Kinoadaption von 2017. 35 Millionen Dollar Budget, 700 Millionen weltweit, ein Bill Skarsgaard der Pennywise nochmal komplett neu erfunden hat.

Ich bin am Eroeffnungswochenende ins Cinedom gegangen, allein, in der Spaetvorstellung, mit der Erwartung dass ich enttaeuscht sein wuerde – weil ich Tim Curry liebe und weil 1990 fuer mich diese Pennywise-Stimme im Kopf hat – und nach zwei Stunden fuenfzehn bin ich mit komplett feuchten Haenden raus, mit dem Gefuehl als haette mir jemand kalten Kaffee in den Magen geschuettet, und ich musste mich vor dem Cinedom an einer Litfasssaeule festhalten weil meine Beine sich nicht entschieden haben ob sie noch zur Strassenbahn wollen oder lieber zurueck ins Foyer um den Film nochmal zu schauen. 8 von 10 von mir, manchmal 8.5 wenn ich gerade gut gelaunt bin, und Skarsgaard hat tatsaechlich etwas geschafft das ich nicht fuer moeglich gehalten habe: Er hat einen anderen Pennywise gespielt der trotzdem funktioniert.

Cinedom Koeln. Spaete Vorstellung. Allein.

Ich gehe oft allein in Horror-Vorfuehrungen weil Stefan irgendwann immer aufgegeben hat und Tom 2017 ehrlich gesagt zu jung fuer den Film war – er war 20, und er haette ihn nicht so genossen wie er ihn 2024 jetzt geniesst, mit der Erfahrung von ein paar mehr Horror-Reviews unter dem Guertel. Im Cinedom war an diesem Abend vielleicht halbvoll, eher Studierende und Paare, und das Faszinierende war dass ich mehrere Leute beobachtet habe wie sie waehrend der Eroeffnungssequenz mit Georgie und dem Papierschiff angefangen haben sich an ihre Begleitung anzulehnen oder ihre Tasche fester zu greifen. Das passiert nicht oft in modernem Mainstream-Horror. Das passiert wenn ein Regisseur weiss wie man eine Eroeffnungsszene baut die sofort eine Welt etabliert und gleichzeitig sofort eine Bedrohung erzeugt.

Andy Muschietti ist Argentinier, kommt urspruenglich aus dem indie-Horror, hat 2013 mit Mama debuetiert – ein Guillermo-del-Toro-produziertes kleines Horror-Stueck mit Jessica Chastain das mir damals besser gefallen hat als den meisten Kritikern – und er hatte 2017 mit Es seinen ersten Mega-Budget-Job. Was er damit gemacht hat ist beeindruckend in vielen Dimensionen. Er hat die 1990er Miniserie nicht ignoriert, aber er hat sich auch nicht versucht an ihr abzuarbeiten. Er hat einen eigenen Film gemacht der aus seiner eigenen Vision heraus funktioniert, mit eigenen Tonalitaeten und eigenen Designentscheidungen, und das ist die richtige Herangehensweise wenn man eine Vorlage hat die schon mal verfilmt wurde und eine Vorlage die so gross und seltsam ist wie Stephen Kings Roman.

Das Budget war 35 Millionen. Das ist fuer modernen Horror viel und fuer modernen Studio-Horror praktisch nichts. Box Office Mojo verzeichnet 700,4 Millionen weltweit. Es ist der erfolgreichste Horrorfilm aller Zeiten, ein Phaenomen das vor keinem Menschen wirklich vorhergesagt war. Stephen King hat den Film selbst als "deutlich besser als ich erwartet hatte" bezeichnet, und King hat wenig Filzhandschuh wenn es um Adaptionen seiner Buecher geht.

Skarsgaard.

Bill Skarsgaard war 27 als er Pennywise gespielt hat und niemand ausserhalb der Familienverbindungen hat ihn vorher wirklich auf dem Radar gehabt. Sein Bruder Alexander war Eric in True Blood, sein Vater Stellan ist eine schwedische Schauspiel-Institution, und Bill war der jungere Bruder von dem man immer sagte er sei talentiert aber bisher in keiner Rolle wirklich angekommen. Pennywise war seine Ankunft. Was Skarsgaard mit der Figur macht ist fundamental anders als Curry und ich glaube das ist der einzig richtige Weg gewesen die Rolle nochmal anzugehen.

Currys Pennywise war Theater. Curry war ein Mensch in Make-up der eine Figur spielt. Skarsgaards Pennywise ist ein Wesen. Skarsgaard hat ein Lazy Eye reingebracht – das er tatsaechlich kann, ohne CGI – und seine Stimme klingt wie ein Falsett das jemand aus einer Tiefe heraufholt die nicht mehr menschlich ist. Wenn Curry einen einladend angeguckt hat als wuerde er gleich essen wollen, dann guckt Skarsgaard einen an als wuerde er gerade von etwas anderem getraeumt haben das deutlich verstoerender ist als das was er gerade tut. Beide Versionen von Pennywise sind grossartig und beide funktionieren weil beide Schauspieler eine andere Antwort auf dieselbe Frage gegeben haben: Was ist eigentlich der Schrecken dieser Figur?

Die Rotten Tomatoes Wertung bei 85 Prozent ist verdient, und die Mehrheit der Kritiker hat sich speziell auf Skarsgaards Performance gestuerzt. Ich habe in den Wochen nach Release des Films lange Diskussionen mit Sylvia gefuehrt – Sylvia ist eine Freundin aus dem Kinokreis-Umfeld, sie hasst Horror normalerweise, sie hat sich Es trotzdem reingequalmt – und Sylvia war der erste Mensch den ich kannte der sagte: Ich finde Skarsgaard schlimmer als Curry. Ich kann das nicht erklaeren aber er macht mir mehr Angst. Ich habe Sylvia damals widersprochen weil ich Curry schuetzen wollte. Heute, mit ein paar Jahren Abstand, glaube ich Sylvia hatte recht. Beide funktionieren, aber Skarsgaard macht etwas das tiefer reingeht – weil es nicht performativ ist sondern wesentlich.

Die Looser's Club Kinder die der Film alleinmacht

Wenn Es 2017 nur Skarsgaard waere, waere der Film ein Curio. Was ihn zu mehr macht sind die Kinder. Muschietti hat mit einem der besten Kinder-Casts der letzten zehn Jahre gearbeitet, und das ist keine Uebertreibung. Jaeden Martell als Bill Denbrough ist das emotionale Zentrum, mit einem Stottern das er weder uebertreibt noch versteckt, und mit einer Kindertrauer um Georgie die in den ersten 20 Minuten des Films den Boden fuer alles legt was danach kommt. Sophia Lillis als Beverly Marsh hat in dieser Rolle einen Durchbruch hingelegt der sie seitdem in Hollywood zu einer der gefragtesten jungen Schauspielerinnen ihrer Generation gemacht hat – sie spielt das emotionale Trauma einer Figur deren Vater sie missbraucht ohne dass eine einzige expliziet Szene das zeigt, und das ist Schauspielerei auf einem Level das ich von einer 14-Jaehrigen nicht erwartet haette.

Finn Wolfhard als Richie Tozier ist die Comic Relief und das funktioniert weil Wolfhard auch ein begnadeter Comedian ist – und ja, das ist derselbe Wolfhard der in Stranger Things Mike Wheeler spielt, was zu einer der haeufigsten Witze der Es-Promotionsphase wurde weil beide Projekte 80er-Jahre-Kinderbanden mit uebernatuerlichem Schrecken kombinieren. Finn Wolfhards 80er-Jahre-Karriere ist eine Studie fuer sich. Er ist gut in beidem.

Was Muschietti mit den Kindern zusammen geschafft hat ist ein Coming-of-Age-Film der zufaellig auch ein Horrorfilm ist. Es gibt diese laengeren Mittelteile in Es 2017 in denen einfach nur die Kinder miteinander reden, am See, im Klubhaus, auf ihren Faraedern durch Derry – und diese Szenen sind mit so viel Liebe und Detail gefilmt dass sie mir naeher sind als die meisten Coming-of-Age-Filme die ich aktuell schaue. Es gibt einen Grund warum Es 2017 oft im selben Atemzug mit Stand By Me genannt wird. Beide sind Stephen-King-Adaptionen, beide sind Coming-of-Age, beide tragen Trauer als ihren Kern.

Was die Muschietti-Version besser macht als die Miniserie

Ich habe in meinem Es 1990 Review ausfuehrlich darueber geschrieben warum die ABC-Miniserie ihre eigenen Tugenden hat und warum Tim Curry fuer mich immer Pennywise sein wird. Hier ist die ehrliche Bilanz in die andere Richtung: Was macht Muschietti BESSER? Eine ganze Menge eigentlich.

Die Coming-of-Age-Schicht ist in der Muschietti-Version deutlich tiefer ausgearbeitet. Wallace hatte 1990 nicht das Budget und nicht die Zeit, jedem Looser einen eigenen emotionalen Bogen zu geben. Muschietti hat es. Beverly bekommt eine Figur. Eddie bekommt eine Figur. Mike, Stan, Ben – alle bekommen Momente die sie als Menschen etablieren bevor das Grauen ihnen passiert. Das ist der Unterschied zwischen einem Horror-Film der Schrecken aufeinanderstapelt und einem Horror-Film der Charaktere hat um die ich mich Sorgen mache. Ich mache mir um Muschiettis Looser's Club Sorgen. Das ist der Test.

Die Cinematographie von Chung-hoon Chung – ein koreanischer Kameramann der vorher mit Park Chan-wook gearbeitet hat – ist weltklasse. Die Farbpalette ist warm-orange in den Sommerszenen und kuehl-blau in den Pennywise-Szenen, und der Wechsel zwischen beiden ist visuelles Erzaehlen ohne ein einziges Wort. Wallace 1990 hatte das TV-Bild seiner Zeit und er hat damit gemacht was er konnte. Muschietti 2017 hat 35 Millionen Dollar und er nutzt sie alle.

Und das Tempo. Die Miniserie hat das Network-TV-Tempo seiner Zeit, mit Werbepausen-bedingten Hooks und mit dehnenden Szenen die lange auf den Punkt warten. Muschietti hat ein Kino-Tempo, dichter, drueckender, manchmal fast hektisch – aber immer mit der Atempause die ein guter Horrorfilm braucht. Das funktioniert.

Was die Miniserie BESSER macht

Ich muss auch das sagen, weil ich sonst mit Stefan einen Streit bekomme und Stefan hat manchmal recht. Curry. Curry ist besser als Skarsgaard in einer ganz spezifischen Sache: in der Fragezeichen-Aufmerksamkeit die Pennywise braucht. Currys Pennywise hat einen Moment in seinem Schauspiel wo er ein Kind anguckt und das Kind merkt: Das ist nicht die Aufmerksamkeit die ich von einem Erwachsenen will. Skarsgaard hat das auch, aber Currys Version ist subtiler, weniger grotesk, mehr falsch-freundlich. Skarsgaard ist sofort offensichtlich ein Monster. Curry braucht einen Moment.

Und die TV-Aesthetik der Miniserie hat etwas was Muschietti nie haben wird. Das matte 1990er-Bild fuehlt sich an wie eine Kindheitserinnerung. Muschiettis Bild fuehlt sich an wie Kino. Beides hat seinen Wert, aber es gibt Zuschauer die gerade die Erinnerungs-Aesthetik wollen und das ist nichts was Muschietti rekonstruieren koennte selbst wenn er wollte.

Zusammengefasst: Muschietti ist der bessere Film. Curry ist die bessere Pennywise-Performance. Beide Aussagen sind wahr und beide widersprechen sich nur scheinbar.

Die Looser's Club – und das Ding aus dem Gully

  • Bill Skarsgaard als Pennywise the Dancing Clown / Es – eine Karrieredefinition fuer den jungen Skarsgaard. Sein Lazy Eye macht er ohne CGI. Das ist allein schon einen Eintritt wert.
  • Jaeden Martell als Bill Denbrough – das emotionale Zentrum, mit dem Stottern und der Trauer. Martell ist seit Es einer der gefragtesten jungen Schauspieler seiner Generation.
  • Sophia Lillis als Beverly Marsh – ein Jahrhundert-Talent. Sie war 14 als sie das gedreht hat und sie spielt Beverly mit einer Tiefe die mir Gaensehaut macht. Hat seitdem in Sharp Objects, Gretel & Hansel und vielen weiteren Projekten weiter ueberzeugt.
  • Finn Wolfhard als Richie Tozier – ja, der Stranger-Things-Junge. Comedy als Schutzschild und Wolfhard kann beides.
  • Jeremy Ray Taylor als Ben Hanscom – der Junge mit dem New-Kids-on-the-Block-Faible und dem Crush auf Beverly. Taylor gibt ihm Waerme die der Charakter dringend braucht.
  • Chosen Jacobs als Mike Hanlon – der einzige schwarze Junge im Looser's Club, mit einer Familiengeschichte die der Film leider weniger Raum gibt als sie verdient haette.
  • Jack Dylan Grazer als Eddie Kaspbrak – der hypochondrische Junge mit der Asthma-Inhaler-Mutter. Grazer ist hyperaktiv-perfekt und stiehlt mehrere Szenen.
  • Wyatt Oleff als Stanley Uris – der ruhigste Looser, der zugleich am meisten leidet. Oleff spaeter beruhmter durch I Am Not Okay With This.
  • Nicholas Hamilton als Henry Bowers – der menschliche Boesewicht, der manchmal schlimmer ist als das Ding im Gully.


Synchronstudio: Interopa Film GmbH (Berlin)
Jahr: 2017
Dialogregie: Tobias Meister

Bill Skarsgaard|Pennywise|Tobias Meister
Jaeden Martell|Bill Denbrough|Bruno Schubert
Sophia Lillis|Beverly Marsh|Lina Rabea Mohr
Finn Wolfhard|Richie Tozier|Vincent Borko
Jeremy Ray Taylor|Ben Hanscom|Christian Zeiger
Chosen Jacobs|Mike Hanlon|Aaron Albrecht
Jack Dylan Grazer|Eddie Kaspbrak|Lasse Dreyer
Wyatt Oleff|Stanley Uris|Marvin Linke

Quelle: Synchronkartei.de

Was nach Es kam. Und was Muschietti danach noch wagte.

Andy Muschietti hat 2019 die direkte Fortsetzung gedreht: Es Kapitel 2, mit Jessica Chastain, James McAvoy, Bill Hader und Bill Skarsgaard nochmal als Pennywise. Der Film ist nicht so gut. Ich sage das mit Bedauern weil ich wirklich wollte dass er gut ist. Es Kapitel 2 hat dasselbe Problem wie die Miniserie hatte: Die Erwachsenen-Phase ist schwerer zu verfilmen als die Kinder-Phase, weil im Buch die Erwachsenen-Phase im Wesentlichen daraus besteht dass sich erwachsene Menschen erinnern was ihnen als Kindern passiert ist, und das ist im Film langwierig und repetitiv. Bill Hader als erwachsener Richie ist die emotionale Ausnahme – Hader spielt eine Rolle die ihm 2019 niemand zugetraut haette und er ist exzellent. Aber der Film als Ganzes scheitert an Stoffen die Stephen King 1986 in einem Buch leichter erzaehlen konnte als ein Film es kann.

Skarsgaard hat seitdem mehrere weitere Rollen gespielt – Barbarian war eine kleine Horror-Perle die ich sehr empfehle, und seine Rolle in The Crow Reboot war eine Enttaeuschung die nicht seine Schuld war. Pennywise wird ihn fuer immer verfolgen wie Curry ihn verfolgt hat. Es gibt schlimmere Schicksale fuer Schauspieler. Curry hat Frank N. Furter immer als sein Vermaechtnis behandelt – Skarsgaard wird Pennywise irgendwann auch so sehen.

Wer Es 2017 mochte und mehr will, sollte sich neben Es Kapitel 2 noch The Conjuring anschauen, weil Muschietti von dort aus filmischen Erbstrang fortfuehrt, und natuerlich die 1990er Miniserie – weil man die beiden Versionen erst dann wirklich vergleichen kann, wenn man beide gesehen hat. Ich behaupte dass die Doppelschau lohnt. Erst Curry, dann Skarsgaard. Oder umgekehrt. Aber beide.

#Es2017 #Pennywise #BillSkarsgaard #AndyMuschietti #StephenKing #SophiaLillis #JaedenMartell #FinnWolfhard #LosersClub #WatchGuide

⚖️

Das Urteil

Watcher-Score · redaktionelle Einzelwertung
Story8,5
Schauspiel9,0
Effekte8,5
Ton8,0

Dafür

  • Bill Skarsgaards Pennywise definiert die Rolle neu
  • Beste Kinder-Cast im Mainstream-Horror der letzten Jahre
  • Cinematographie von Chung-hoon Chung weltklasse
  • Coming-of-Age-Schicht funktioniert

Dagegen

  • Manche CGI-Pennywise-Momente weniger effektiv als Skarsgaards Spiel
  • Henry Bowers Subplot zu kurz
They float, Georgie. They all float down here.— aus der Wertung von NordNoir
Ich war 2017 im Cinedom Koeln und ich bin als Zweifler reingegangen. Tim Curry war fuer mich immer Pennywise und ich war ueberzeugt dass kein Schauspieler der Welt das nochmal machen koennte ohne enttaeuschend zu sein. Skarsgaard hat es geschafft. Anders, klar, sehr anders sogar – aber genau deshalb funktioniert es. Wo Curry Theater war, ist Skarsgaard ein Wesen. Wo Curry einen anguckt als wuerde er etwas planen, guckt Skarsgaard einen an als wuerde er gerade von etwas anderem traeumen das schlimmer ist als alles was er hier tut. Beide Pennywises sind grossartig. Beide sind anders. Und Muschiettis Film hat ausserdem die besten Kinderschauspieler die der Mainstream-Horror in den letzten zehn Jahren produziert hat. Sophia Lillis als Beverly ist ein Wunder. Jaeden Martell als Bill ist das emotionale Zentrum. 8.5 von 10 und ich bereue nichts.

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Wo kann ich Es streamen?

Es läuft aktuell im Abo bei Sky, Max und Prime Video; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, Google Play, YouTube, maxdome, MagentaTV, Videoload und freenet Video. Stand Juli 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.

Ab welchem Alter ist Es freigegeben?

Es ist in Deutschland ab FSK 16 freigegeben. Für jüngere Zuschauer ist den Film damit nicht freigegeben.

Wie lange dauert Es?

Es hat eine Laufzeit von rund 135 Minuten (2 Stunden und 15 Minuten).

Lohnt sich Es?

Unsere Redaktion vergibt Es einen Watcher-Score von 8,5 von 10. Ich war 2017 im Cinedom Köln und ich bin als Zweifler reingegangen. Tim Curry war für mich immer Pennywise und ich war überzeugt dass kein Schauspieler der Welt das nochmal machen könnte ohne enttaeuschend zu sein. Skarsgaard hat es geschafft. Anders, klar, sehr anders sogar – aber genau deshalb funktioniert es. Wo Curry Theater war, ist Skarsgaard ein Wesen. Wo Curry einen anguckt als würde er etwas planen, guckt Skarsgaard einen an als würde er gerade von etwas anderem traeumen das schlimmer ist als alles was er hier tut. Beide Pennywises sind großartig. Beide sind anders. Und Muschie

Für wen ist Es geeignet?

Es ist vor allem etwas für Horror und Thriller-Fans und alle, die herausragende Filme suchen. Wegen der Freigabe ab FSK 16 ist den Film nichts für jüngere Zuschauer.

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Trailer

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Besetzung

Jaeden MartellBill Denbrough
Jeremy Ray TaylorBen Hanscom
Sophia LillisBeverly Marsh
Finn WolfhardRichie Tozier
Chosen JacobsMike Hanlon

FAQ zu Es (2017): Bill Skarsgaard hat Pennywise neu erfunden und ich war skeptisch

Soll ich Es 1990 oder Es 2017 zuerst schauen?
Ich empfehle 1990 zuerst, weil die Miniserie als Erlebnis kleiner ist und Muschiettis Film danach groesser wirkt. Aber ehrlich: Beide Reihenfolgen funktionieren. Wer mit Skarsgaard anfaengt und dann zu Curry kommt wird Curry weniger physisch erschreckend finden, aber dafuer Currys subtilere Bedrohung mehr schaetzen. Wer mit Curry anfaengt und dann zu Skarsgaard kommt wird vom Budget und der Cinematographie ueberwaeltigt sein. Beide Wege bringen euch ans gleiche Ziel.
Ist Es 2017 zu gruselig fuer Teenager?
Der Film ist FSK 16 und das halte ich fuer richtig. Es ist nicht der gruseligste Horrorfilm der letzten zehn Jahre – Hereditary ist gruseliger, The Babadook ist gruseliger, sogar Talk to Me ist gruseliger – aber er hat genug Moemnte die einem 13-Jaehrigen einen Schock geben koennen. Ich wuerde sagen ab 14 mit aufmerksamer Begleitung, ab 16 alleine. Aber kommt drauf an wie sensibel das Kind ist. Mein Bruder Mads in Kopenhagen wuerde nach 20 Minuten ausmachen. Mads ist 38.
Wie viele Es-Filme gibt es eigentlich von Muschietti?
Zwei Spielfilme: Es (2017) und Es Kapitel 2 (2019). Zusammen erzaehlen sie die ganze Geschichte aus Stephen Kings Roman – der erste Film konzentriert sich auf die Kinder-Phase 1989, der zweite auf die Erwachsenen-Phase 27 Jahre spaeter. Es gibt seit 2024 auch eine Prequel-Serie auf Max namens Welcome to Derry die ich noch nicht beurteilen kann weil ich sie noch nicht komplett gesehen habe. Erste Reaktionen sind vorsichtig positiv.
Hat Bill Skarsgaard wirklich ein Lazy Eye in Es?
Ja, ohne CGI. Skarsgaard hat in mehreren Interviews bestaetigt dass er sein eigenes Lazy Eye fuer Pennywise verwenden kann – eine Faehigkeit die er nach eigenen Angaben seit der Kindheit hat. Das macht die Performance noch verstoerender weil das Auge in Real-Time waehrend einer Szene wandert, was kein CGI 100 Prozent natuerlich abbilden koennte.
Stimmt es dass Es der erfolgreichste Horrorfilm aller Zeiten ist?
An den Kinokassen: ja, mit Abstand. 700 Millionen Dollar weltweit bei 35 Millionen Budget – das ist eine Marge die selbst Marvel-Filme selten erreichen. Es war 2017 das Phaenomen das Hollywood beweist hat: Horror ist Mainstream-tauglich, Horror kann teuer sein, Horror kann Box-Office-Rekorde brechen. Ohne Es 2017 haette es kein Talk to Me in dem Mainstream-Vertriebs-Format gegeben das wir heute kennen.
Ist die deutsche Synchronisation von Es 2017 gut?
Solide. Tobias Meister, der die Dialogregie gemacht hat, hat sich selbst auch als Pennywise besetzt was ungewoehnlich ist aber funktioniert – Meister kennt das Material. Die Kinder-Synchronstimmen sind gut gewaehlt, besonders Bruno Schubert als Bill und Lina Rabea Mohr als Beverly. Ich wuerde trotzdem das Original empfehlen weil Skarsgaards Stimme einen Teil der Performance traegt der in der Synchro zwingend verloren geht.
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