Poster zum Film The Crow (2024)

The Crow (2024)

🎬 Film 110 Min. ActionFantasy FSK 18
⚡ Kurz gesagt

The Crow (2024) ist handwerklich okay, aber emotional ein Totalausfall. Manchmal sollte man Meisterwerke einfach in Ruhe lassen. 4.5/10 Punkte. Watcher-Score 4,5/10.

⚖️ Zum Urteil 📺 Wer streamt's? ▶ Trailer
📺

Wer streamt The Crow?

Verfügbarkeit DE

Stand 28.07.2026: The Crow läuft im Abo bei Prime Video – mit deutscher Synchronfassung. Leihen oder Kaufen geht ab 3,99 €.

Verfügbarkeit Deutschland · Stand 28.07.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.

✍️

Die Kritik

von Tribun
Als ich 1994 zum ersten Mal „The Crow“ mit Brandon Lee sah, war ich 20 und dachte, Gothic-Kino kann nicht besser werden. 30 Jahre später sitze ich vor Rupert Sanders‘ Neuverfilmung mit Bill Skarsgård und frage mich: Warum? Warum musste man an diesem tragischen Meisterwerk herumfummeln? Manche Filme sollten einfach in Frieden ruhen – aber Hollywood hört ja bekanntlich nie auf mich.

Quick Answer: Ist The Crow (2024) sehenswert?

Kurze Antwort: NEIN – eine blasse, seelenlose Kopie eines unsterblichen Klassikers, die trotz solider Technik die Magie des Originals komplett verfehlt.

Für wen geeignet: Neugierige ohne Originalkenntnisse, Bill Skarsgård-Fans, Gothic-Action-Liebhaber, Sammler von Remakes.

Nicht geeignet für: Fans des 94er-Originals, Brandon Lee-Verehrer, alle die emotionale Tiefe erwarten.

Mein Urteil: Als jemand, der mit dem Original aufgewachsen ist, tut mir dieser Film richtig weh. Technisch okay, aber komplett ohne Seele – wie ein Zombie, der versucht zu leben.

Worum geht es in The Crow (2024)?

Eric Draven und seine Verlobte Shelly leben als Außenseiter in einer heruntergekommenen Stadt, finden aber in ihrer Liebe einen sicheren Hafen. Als sie der düsteren Umgebung entfliehen wollen, werden sie Opfer eines brutalen Überfalls. Eric stirbt, Shelly wird schwer verletzt, doch Eric kehrt mit übernatürlichen Kräften von den Toten zurück, um einen erbarmungslosen Rachefeldzug zu führen.

Ich muss ehrlich sagen: Die Grundgeschichte ist identisch mit dem Original von 1994, aber irgendwie fühlt sie sich völlig anders an. Wo Alex Proyas damals eine poetische Meditation über Liebe, Tod und Rache schuf, liefert Sanders hier eine ziemlich geradlinige Rachegeschichte ab. Die mystischen Elemente sind zwar da – der Rabe als Seelenführer, die übernatürlichen Fähigkeiten – aber sie wirken mehr wie Pflichtübung denn als organischer Teil der Erzählung.

Was mich besonders stört: Die Liebesgeschichte zwischen Eric und Shelly bleibt erschreckend oberflächlich. Wir sollen glauben, dass diese Liebe so stark ist, dass sie Eric von den Toten zurückholt, aber die Chemie zwischen Skarsgård und FKA Twigs ist… nun ja, vorhanden, aber nicht überwältigend. Im Original hatte ich nach 20 Minuten Tränen in den Augen, hier checke ich nach 20 Minuten, wie lange der Film noch läuft.

Die Handlung folgt der bekannten Struktur: Eric erwacht, erinnert sich an den Überfall, macht sich auf die Suche nach den Tätern und arbeitet sich methodisch durch die Verbrecherhierarchie. Neu sind einige Hintergrunddetails zu Shellys Vergangenheit und eine modernisierte Darstellung der urbanen Hölle, in der alles spielt. Aber ehrlich? Diese Änderungen bringen nichts Wesentliches zur Geschichte hinzu.

Wie inszeniert Regisseur Rupert Sanders The Crow?

Sanders versucht sich an einer düsteren, visuell beeindruckenden Neuinterpretation, die sich stärker an modernen Action-Filmen orientiert als am Gothic-Horror des Originals. Seine Kameraführung ist technisch versiert, aber ihm fehlt das poetische Auge von Alex Proyas – The Crow wird zu einem stylischen, aber emotionsarmen Rachefilm.

Rupert Sanders kenne ich noch aus „Snow White and the Huntsman“ von 2012 – ein Film, der auch visuell beeindruckend war, aber emotional kalt blieb. Hier macht er denselben Fehler wieder. Sanders kann definitiv Bilder komponieren, seine Kamera schwenkt elegant durch die verfallenen Stadtlandschaften, und die Action-Choreografie ist durchaus kompetent. Aber wo ist die Seele?

Das Original lebte von dieser ganz besonderen Atmosphäre – dieser Mix aus Gothic, Industrial und Poesie. Proyas schuf damals eine Welt, die wie ein düsterer Traum wirkte. Sanders hingegen gibt uns eine sehr konkrete, sehr reale verfallene Stadt. Das ist nicht per se schlecht, aber es nimmt dem ganzen die mystische Komponente.

Besonders auffällig ist Sanders‘ Fokus auf Action. Wo das Original eher ein Gothic-Horror-Film mit Action-Elementen war, ist diese Version eindeutig ein Action-Film mit Gothic-Anstrich. Die Kampfszenen sind länger, brutaler und technisch ausgefeilter – aber sie ersetzen nicht die emotionale Intensität des Originals.

Ein Punkt, den ich Sanders hoch anrechne: Er hat sich bemüht, eine eigene visuelle Sprache zu finden, statt das Original 1:1 zu kopieren. Die Farbpalette ist anders, die Kostüme sind moderner, die Kulissen zeitgemäßer. Das zeigt wenigstens Respekt vor dem Original – auch wenn das Ergebnis mich nicht überzeugt.

Wie schlägt sich Bill Skarsgård als Eric Draven?

Skarsgård gibt zweifelsohne alles und zeigt seine Wandlungsfähigkeit nach seiner ikonischen Pennywise-Rolle. Physisch ist er beeindruckend, emotional bemüht sich der schwedische Schauspieler redlich – aber er kann nicht aus dem überwältigenden Schatten Brandon Lees heraustreten. Ihm fehlt die mysteriöse, poetische Ausstrahlung seines Vorgängers.

Puh, das ist hart für mich als Kritiker, weil ich Skarsgård grundsätzlich mag. Der Mann kann schauspielen, keine Frage. Seine Wandlung von dem gruseligen Pennywise zu diesem tragischen Rächer zeigt seine Bandbreite. Er trainierte monatelang für die Rolle, führte viele Stunts selbst aus, und man merkt seine Hingabe in jeder Szene.

Aber – und das ist ein großes Aber – Brandon Lee ist einfach unersetzbar. Lee hatte diese natürliche Melancholie, diese poetische Ausstrahlung, die perfekt zu Eric Draven passte. Wenn Lee auf der Leinwand war, glaubte man ihm sofort, dass dieser Mann von den Toten zurückgekehrt ist. Bei Skarsgård denke ich eher: „Da spielt jemand sehr gut einen Untoten.“

Skarsgårds Eric ist wütender, roher, weniger kontrolliert als Lees Version. Das ist eine bewusste Entscheidung, und in gewisser Weise auch eine logische – so vermeidet er die direkte Kopie. Aber diese Interpretation macht Eric weniger sympathisch, weniger tragisch. Statt eines poetischen Racheengels bekommen wir einen ziemlich brutalen Killer mit übernatürlichen Fähigkeiten.

Was mir positiv auffällt: Skarsgård hat die ikonische schwarz-weiße Gesichtsbemalung selbst aufgetragen, bei jedem Take etwas anders. Das verleiht der Figur eine gewisse Unperfektheit, die menschlich wirkt. Schade nur, dass der Rest der Performance nicht ganz mithalten kann.

Wie überzeugt FKA Twigs als Shelly Webster?

FKA Twigs ist tatsächlich einer der wenigen Lichtblicke in diesem Remake. Die Musikerin, die hier ihre erste große Filmrolle übernimmt, bringt eine natürliche Verletzlichkeit und Authentizität mit, die ihrer Figur echte Tiefe verleiht. Schade nur, dass sie viel zu wenig Screentime bekommt und die Chemie zu Skarsgård nicht ganz stimmt.

Ehrlich gesagt kannte ich FKA Twigs hauptsächlich aus der Musikszene, und ihre schauspielerischen Fähigkeiten haben mich überrascht. Sie wirkt nie wie jemand, die zum ersten Mal vor der Kamera steht. Ihre Shelly ist fragil, aber nicht hilflos, verletzlich, aber nicht naiv. Das ist eine schwierige Balance, die sie gut hinbekommt.

Das Problem ist nur: Die Rolle ist viel zu klein geschrieben. Im Original war Shelly präsenter, sowohl in den Rückblenden als auch als emotionale Motivation für Eric. Hier verschwindet sie relativ früh aus der Handlung und taucht nur sporadisch in Erinnerungssequenzen auf. Das schwächt die ganze Liebesgeschichte erheblich.

Twigs hat monatelang für die Rolle trainiert, Schauspiel- und sogar Kampftraining absolviert, obwohl sie kaum Action-Szenen hat. Diese Professionalität merkt man ihr an. Sie nimmt ihre erste große Filmrolle ernst, und das zahlt sich aus.

Was die Chemie zu Skarsgård angeht: Sie funktioniert, aber sie ist nicht überwältigend. Die beiden wirken wie ein Paar, aber nicht wie ein Paar, dessen Liebe den Tod überwinden kann. Das ist mehr ein Drehbuchproblem als ein schauspielerisches, aber es fällt natürlich trotzdem auf sie zurück.

Wie sieht The Crow (2024) aus?

Visuell ist Sanders‘ The Crow durchaus beeindruckend – die Kameraarbeit von Martijn van Broekhuizen schafft stimmungsvolle Bilder einer verfallenen Großstadt, die Kostüme sind zeitgemäß-düster, und die Produktionsdesigner haben ganze Arbeit geleistet. Aber die sterile Perfektion moderner Filmtechnik kann die organische, dreckige Atmosphäre des Originals nicht ersetzen.

Die Dreharbeiten fanden hauptsächlich in Prag statt, und die tschechische Hauptstadt bietet perfekte Kulissen für eine düstere Urban-Fantasy. Die verfallenen Industriebauten, die nebligen Straßen, die gothic-industrielle Architektur – all das kommt sehr gut zur Geltung.

Kameramann van Broekhuizen, den ich aus anderen europäischen Produktionen kenne, liefert technisch einwandfreie Arbeit ab. Seine Kamera gleitet elegant durch die Szenen, die Lichtsetzung ist stimmungsvoll, die Farbpalette konsequent düster. Aber irgendwie wirkt alles zu sauber, zu perfekt komponiert.

Das Original von 1994 hatte diesen körnigen, dreckigen Look, der perfekt zur Geschichte passte. Hier ist alles hochaufgelöst und digital poliert. Das nimmt der Welt ihre Rauheit, macht sie weniger glaubwürdig als Ort, an dem so etwas passieren könnte.

Die Kostüme sind ein zweischneidiges Schwert. Einerseits hat das Team über 20 verschiedene Versionen des Crow-Outfits entwickelt, bevor sie sich für die finale Version entschieden. Das Ergebnis ist durchaus gelungen – eine Hommage an das Original, aber mit modernen Elementen. Andererseits sieht es aus wie… nun ja, wie etwas aus einem Hot Topic-Laden. Zu clean, zu designt.

Wie klingt The Crow (2024)?

Komponist Bobby Krlic (The Haxan Cloak) liefert einen düsteren, elektronisch-orchestralen Score ab, der thematisch gut zum Film passt. Aber er kann nicht ansatzweise an den legendären Soundtrack des Originals mit The Cure, Nine Inch Nails und Stone Temple Pilots heranreichen – ein Soundtrack, der selbst zum Kulturgut wurde.

Das ist vielleicht der schmerzlichste Vergleich für mich. Der Soundtrack von 1994 war nicht nur Begleitmusik, er war Teil der DNA des Films. „Love Song“ von The Cure, „Burn“ von The Cure, „Dead Souls“ von Nine Inch Nails – diese Songs sind untrennbar mit dem Film verbunden und haben eine ganze Generation geprägt.

Krlic, den ich aus „Midsommar“ kenne, ist ein talentierter Komponist für Horrorfilme. Seine elektronischen, industriellen Sounds passen theoretisch perfekt zum Material. Aber sein Score hier ist zu generisch, zu austauschbar. Es klingt wie „düstere Filmmusik“, nicht wie die Seele des Films.

Was besonders fehlt, sind prägnante Songs. Das Original lebte von diesen Gothic-Rock-Hymnen, die über die Szenen gelegt wurden und sie emotional aufgeladen haben. Hier haben wir hauptsächlich Untermalung, keine Musik, die einem im Kopf bleibt.

Die Soundeffekte und die Tonmischung sind technisch einwandfrei. Die Action-Szenen klingen wuchtig, die leisen Momente atmosphärisch. Aber das ist Handwerk, keine Kunst. Und The Crow braucht Kunst, nicht nur Können.

Was sind die größten Stärken von The Crow (2024)?

Die technische Umsetzung ist durchweg professionell, FKA Twigs‘ Performance überrascht positiv, und die Action-Choreografie ist deutlich ausgefeilter als im Original. Skarsgård zeigt Einsatz und Wandlungsfähigkeit, auch wenn er nicht an Lee heranreicht. Die Produktionswerte sind hoch, und visuell ist der Film durchaus sehenswert.

Ich will nicht unfair sein, also hier die Dinge, die funktionieren: Die Action-Szenen sind wirklich gut choreografiert. Skarsgård hat monatelang trainiert, und das merkt man. Die Kampfsequenzen sind brutal, aber elegant, und sie nutzen die übernatürlichen Fähigkeiten der Figur kreativ aus.

FKA Twigs ist, wie gesagt, eine echte Entdeckung. Ihre wenigen Szenen gehören zu den besten des Films, weil sie Authentizität und Emotion reinbringt, wo sonst oft nur Leere herrscht.

Die Produktionsdesigner haben beeindruckende Arbeit geleistet. Die verfallene Stadtlandschaft wirkt glaubwürdig und atmosphärisch. Man merkt, dass hier nicht am Budget gespart wurde – die Kulissen sind detailreich und durchdacht.

Sanders zeigt durchaus handwerkliches Können. Seine Inszenierung ist nie langweilig, die Pacing stimmt größtenteils, und er schafft es, die 111 Minuten Laufzeit nicht langweilig werden zu lassen.

Ein weiterer Pluspunkt: Der Film versucht nicht krampfhaft, das Original zu kopieren. Das ist respektvoller, als es viele andere Remakes sind, auch wenn das Endergebnis nicht überzeugt.

Was sind die größten Schwächen von The Crow (2024)?

Die emotionale Kälte ist das Hauptproblem – wo das Original eine poetische Meditation über Liebe und Tod war, liefert Sanders nur eine geradlinige Rachegeschichte ab. Die Liebesgeschichte bleibt oberflächlich, die mythischen Elemente wirken wie Pflichtübung, und der ganze Film verfehlt die magische Atmosphäre des Originals komplett.

Wo soll ich anfangen? Das größte Problem ist, dass dieser Film nicht versteht, was The Crow ausmacht. Es ist nicht nur die Geschichte eines Racheengels – es ist eine Meditation über Liebe, Verlust und die Macht der Erinnerung. All das fehlt hier.

Die Liebesgeschichte zwischen Eric und Shelly ist der emotionale Kern der Geschichte, aber hier bleibt sie seltsam blutleer. Wir sollen glauben, dass diese Liebe so stark ist, dass sie den Tod überwindet, aber die beiden wirken wie ein beliebiges Filmpärchen, nicht wie Seelenverwandte.

Der Rache-Plot ist viel zu geradlinig. Im Original hatte jeder Mörder eine eigene Persönlichkeit, eine eigene Beziehung zu Eric. Hier sind es größtenteils austauschbare Bösewichte, die abgearbeitet werden. Das macht die ganze Rachejagd mechanisch statt emotional.

Was mir besonders fehlt, ist die Poesie. Das Original war voller kleiner, magischer Momente – Eric, der mit dem Raben spricht, die Art, wie er sich an Shelly erinnert, diese mystische Verbindung zwischen Leben und Tod. Hier ist alles sehr literal, sehr direkt.

Der Dialog ist oft holperig. Wo Brandon Lee poetische Monologe hatte, bekommt Skarsgård oft nur funktionale Racheschwüre. Das macht seine Figur weniger interessant, weniger vielschichtig.

Für wen eignet sich The Crow (2024)?

Am ehesten für Zuschauer, die das Original nicht kennen und einen düsteren Action-Film mit übernatürlichen Elementen suchen. Bill Skarsgård-Fans könnten seine Performance schätzen, und wer moderne Gothic-Ästhetik mag, findet visuell durchaus Gefallen. Aber Fans des 94er-Klassikers sollten vorsichtig sein – die Enttäuschung ist programmiert.

Das ist eine schwierige Frage, weil ich selbst so vorbelastet bin. Wenn ich versuche, objektiv zu sein: Jemand, der The Crow von 1994 nie gesehen hat, könnte durchaus Gefallen an diesem Film finden. Es ist ein solider Action-Fantasy-Film mit Gothic-Elementen.

Bill Skarsgård-Fans werden seine Wandlungsfähigkeit schätzen. Nach Pennywise zeigt er hier eine ganz andere Seite, und das ist durchaus beeindruckend. Wer seine anderen Filme mochte, wird auch hier nicht enttäuscht.

Gothic-Liebhaber könnten die Ästhetik ansprechen. Die düstere Stadtlandschaft, die schwarzen Outfits, die Industrial-Atmosphäre – das ist alles da, auch wenn es nicht die Perfektion des Originals erreicht.

Action-Fans bekommen gut choreografierte Kampfszenen und eine ordentliche Portion Brutalität. Die FSK-16-Freigabe ist gerechtfertigt – es wird nicht zimperlich zugegangen.

Aber Fans des Originals? Schwierig. Ich kenne viele Leute aus meinem Bekanntenkreis, die nach diesem Film erstmal eine Weile das Original schauen mussten, um den schlechten Geschmack loszuwerden. Das sagt eigentlich alles.

Wer spielt in The Crow (2024) mit?

**Hauptbesetzung:**
– Bill Skarsgård als Eric Draven
– FKA Twigs als Shelly Webster
– Danny Huston als Vincent Roeg
– Laura Birn als Mina
– Jordan Bolger als Tommy
– Isabella Wei als Zadie

**Weitere wichtige Rollen:**
– Sami Bouajila als Roeg’s Handlanger
– Karel Dobrý als Skinhead
– Paul Maynard als Kronos

**Deutsche Synchronisation:**
– Tim Knauer als Eric Draven (Bill Skarsgård)
– Victoria Frenz als Shelly Webster (FKA Twigs)
– Thomas Nero Wolff als Vincent Roeg (Danny Huston)
– Sonja Spuhl als Mina (Laura Birn)
– Amadeus Strobl als Tommy (Jordan Bolger)
– Lea Kalbhenn als Zadie (Isabella Wei)

Fazit: Lohnt sich The Crow (2024)?

Nach 111 Minuten sitze ich da und denke: Was war der Sinn? Diese Neuverfilmung ist das perfekte Beispiel dafür, warum Hollywood aufhören sollte, an Kultfilmen herumzufummeln. Es ist nicht so, dass der Film komplett schlecht wäre – aber er ist überflüssig.

Sanders und sein Team haben handwerklich solide Arbeit geleistet. Die Action stimmt, die Optik überzeugt, Skarsgård bemüht sich redlich. Aber all das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier die wichtigste Zutat fehlt: die Seele.

Das Original von 1994 war mehr als nur ein Film – es war ein Gefühl, eine Stimmung, ein Lebensgefühl für eine ganze Generation. Diese Neuverfilmung ist nur ein Film. Ein Film, der versucht, etwas Unsterbliches zu kopieren, und dabei das Wesentliche verliert.

Mein Rat? Schaut euch das Original an. Oder nochmal an. Brandon Lees Vermächtnis bleibt unangetastet, und das ist auch gut so. 4.5/10 Punkte.

⚖️

Das Urteil

Watcher-Score · redaktionelle Einzelwertung

Bewertet von — eine Person, ein begründetes Urteil.

Eine technisch solide, aber emotional hohle Kopie eines unsterblichen Klassikers— aus der Wertung von Tribun
Als jemand, der mit dem Original von 1994 aufgewachsen ist, fühlt sich diese Neuverfilmung wie ein gut gemeinter, aber verfehlter Versuch an, lightning in a bottle einzufangen. Sanders liefert technisch saubere Arbeit ab, Skarsgård gibt alles, und FKA Twigs überrascht positiv. Aber all das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass diesem Film die Seele fehlt. Wo das Original eine poetische Meditation über Liebe, Tod und Rache war, bekommen wir hier nur eine geradlinige Action-Rachegeschichte mit Gothic-Anstrich. Die Liebesgeschichte bleibt oberflächlich, die mythischen Elemente wirken wie Pflichtübung, und Brandon Lees Schatten ist einfach zu überwältigend. Für Neulinge mag es ein solider düsterer Action-Film sein, aber für Fans des Originals ist es eine schmerzhafte Erinnerung daran, dass manche Filme einfach unantastbar sind.

Schnelle Antworten

Antworten Schnelle Antworten zu The Crow

Wo kann ich The Crow streamen?

The Crow läuft aktuell im Abo bei Prime Video; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, Google Play, YouTube, maxdome, MagentaTV, Videoload und freenet Video. Stand Juli 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.

Ab welchem Alter ist The Crow freigegeben?

The Crow ist in Deutschland ab FSK 18 freigegeben. Für jüngere Zuschauer ist den Film damit nicht freigegeben.

Wie lange dauert The Crow?

The Crow hat eine Laufzeit von rund 110 Minuten (1 Stunde und 50 Minuten).

Lohnt sich The Crow?

Unsere Redaktion vergibt The Crow einen Watcher-Score von 4,5 von 10. The Crow (2024) ist handwerklich okay, aber emotional ein Totalausfall. Manchmal sollte man Meisterwerke einfach in Ruhe lassen. 4.5/10 Punkte.

Für wen ist The Crow geeignet?

The Crow ist vor allem etwas für Action und Fantasy-Fans, die auch über Schwächen hinwegsehen. Wegen der Freigabe ab FSK 18 ist den Film nichts für jüngere Zuschauer.

🎬

Trailer

🎭

Besetzung

Bill SkarsgårdEric
FKA twigsShelly Webster
Danny HustonVincent Roeg
Josette SimonSophia Webster
Laura BirnMarion

FAQ zu The Crow

Ist The Crow (2024) eine direkte Neuverfilmung des 94er-Films?
Jein. Beide Filme basieren auf James O'Barrs Comic, aber die 2024er-Version ändert einige Handlungselemente und modernisiert die Geschichte. Die Grundidee – ein Mann kehrt von den Toten zurück, um seine und seiner Verlobten Mörder zu rächen – ist identisch, aber die Umsetzung unterscheidet sich deutlich.
Gibt es Hommagen an Brandon Lee im neuen Film?
Ja, der Abspann enthält eine Widmung an Brandon Lee, und einige ikonische Kameraeinstellungen wurden bewusst nachgestellt. Allerdings gibt es keine direkten Erwähnungen von Lee im Film selbst – die Hommagen sind subtil gehalten.
Wie brutal ist der neue Crow im Vergleich zum Original?
Tatsächlich ist die Neuverfilmung in mancher Hinsicht expliziter. Moderne Filmtechnik ermöglicht realistischere Gewaltdarstellungen, und der Film nutzt diese Möglichkeiten. Die FSK-16-Freigabe ist definitiv gerechtfertigt – wer empfindlich auf Gewalt reagiert, sollte vorsichtig sein.
Hat James O'Barr, der Comic-Schöpfer, den Film unterstützt?
Ja, interessanterweise hat O'Barr im Gegensatz zu früheren Fortsetzungen dieses Remake unterstützt und sogar als kreativer Berater mitgewirkt. Das ist überraschend, da er das 94er-Original lange als definitive Version bezeichnet hatte.
Lohnt sich der Film für Fans des Originals?
Das ist schwierig zu beantworten. Die meisten Fans des 94er-Films sind enttäuscht, weil der neue Film nicht die gleiche emotionale Tiefe und den Gothic-Charme erreicht. Wer aber neugierig ist und den Film als eigenständiges Werk betrachten kann, findet vielleicht Gefallen daran.
Wird es weitere Filme in der Reihe geben?
Das hängt vom kommerziellen Erfolg ab. Der Film hatte ein Budget von etwa 50 Millionen Dollar, und die Einspielergebnisse waren... nun ja, bescheiden. Eine Fortsetzung ist daher eher unwahrscheinlich, auch wenn die Möglichkeit nicht komplett ausgeschlossen ist.
📣

Der Saal

Community — getrennt von der Redaktion

Schon gesehen? Bewerte in 2 Sekunden — deine Stimme zählt für den Saal, nie für den Watcher-Score.

🌟 Community Bewertung

Noch keine Community-Bewertung

Sei der Erste!

📝 Deine Bewertung
Klicke zum Bewerten (wird temporär gespeichert)
💬

Wie reagierst du auf das Review?

🗣️

Diskutiere mit · 0 Kommentare

0 Kommentare

🚪

Ähnliche Filme

aus derselben Kammer
Cookie Consent mit Real Cookie Banner