Die Kritik
von TribunInterview mit einem Vampir (1994) bleibt nach über 30 Jahren der Goldstandard des Gothic-Vampirfilms – Neil Jordans Adaption von Anne Rices Kultklassiker erreicht 7.5/10 auf IMDb.
Tom Cruise als Lestat, Brad Pitt als Louis, eine elfjährige Kirsten Dunst, die beide an die Wand spielt. Und mittendrin ein Casting-Skandal, der Hollywood 1993 in Aufruhr versetzte.
Quick Answer: Ist Interview mit einem Vampir sehenswert?
Kurze Antwort: JA – ein visuell opulentes, düsteres Vampir-Epos mit überragenden Schauspielleistungen und einer Atmosphäre, die ihresgleichen sucht. Wer Gothic-Horror mit Tiefgang will, kommt an diesem Film nicht vorbei.
Für wen geeignet: Fans von atmosphärischem Horror, Gothic-Ästhetik, Anne Rice, Vampirfilmen jenseits von Teenie-Romantik, opulenten Historienfilmen.
Nicht geeignet für: Wer schnelle Action erwartet, wem Vampirfilme grundsätzlich zu theatralisch sind, unter 16 Jahren (FSK 16).
Mein Urteil: Ein Film, der Vampirismus als existenzielle Tragödie inszeniert. Kein Popcorn-Horror – sondern eine melancholische Meditation über Unsterblichkeit, Einsamkeit und den Preis ewigen Lebens.
Worum geht es in Interview mit einem Vampir?
Im heutigen San Francisco erzählt der Vampir Louis de Pointe du Lac einem jungen Journalisten seine 200 Jahre währende Lebensgeschichte – von seiner Verwandlung im New Orleans des 18. Jahrhunderts durch den charismatischen Lestat de Lioncourt bis zur Konfrontation mit einer Vampir-Gemeinde im Paris des 19. Jahrhunderts.
Louis war Plantagenbesitzer in Louisiana. Ein Mann, gebrochen vom Tod seiner Frau und seines Kindes, der sich den Tod wünschte. Lestat gab ihm stattdessen die Ewigkeit. Was folgt, ist keine romantische Vampirgeschichte. Es ist eine Partnerschaft, die auf Manipulation basiert, eine dysfunktionale Familie mit einem Kindvampir namens Claudia und eine Odyssee durch zwei Jahrhunderte europäischer Dekadenz.
Anne Rice schrieb das Drehbuch selbst – basierend auf ihrem 1976 erschienenen Roman, den sie nach dem Tod ihrer fünfjährigen Tochter Michele verfasst hatte. Diese persönliche Trauer durchzieht den gesamten Film. Claudia, gefangen im Körper eines Kindes für alle Ewigkeit, ist Rices schmerzhafte Verarbeitung dieses Verlustes [Wikipedia].
Wer spielt in Interview mit einem Vampir mit?
Tom Cruise übernimmt die Rolle des Lestat de Lioncourt, Brad Pitt spielt den tragischen Louis de Pointe du Lac, und die damals elfjährige Kirsten Dunst liefert als Kindvampir Claudia eine der beeindruckendsten Kinderdarstellungen der Filmgeschichte ab. Antonio Banderas tritt als mysteriöser Armand auf, Christian Slater gibt den Journalisten Daniel Molloy.
Cruise bekam für die Rolle 10 Millionen Dollar plus Gewinnbeteiligung [Quelle: Variety, 2024]. Nicht schlecht für einen Part, den die halbe Welt ihm nicht zutraute. Rice wollte Daniel Day-Lewis oder Jeremy Irons. Day-Lewis lehnte ab – er wollte keinen Vampir spielen. Ihr berühmtes Zitat damals: Tom Cruise sei „so wenig mein Lestat wie Edward G. Robinson Rhett Butler ist.“
Dann sah sie den fertigen Film auf VHS. Und nahm alles zurück. Rice verglich Cruise‘ Lestat mit Laurence Oliviers Hamlet. Kein Witz.
Aber ehrlich? Kirsten Dunst stiehlt beiden die Show. Eine Elfjährige, die überzeugend Wut, Verzweiflung und mörderische Kälte transportiert. Für ihre Leistung erhielt Dunst eine Golden-Globe-Nominierung als Beste Nebendarstellerin [Quelle: Golden Globes, 1995].
Die tragischste Besetzungsgeschichte betrifft jemanden, der nicht im Film ist: River Phoenix sollte den Journalisten spielen. Er starb am 31. Oktober 1993, vier Wochen vor seinem Drehstart, vor Johnny Depps Viper Room. Christian Slater übernahm die Rolle und spendete seine komplette Gage von 250.000 Dollar an zwei von Phoenix‘ Lieblingsorganisationen – EarthSave und Earth Trust. Der Film endet mit der Widmung „In Memory of River Phoenix 1970–1993.“
Wie gut ist die Regie von Neil Jordan?
Neil Jordan, der irische Regisseur, der ein Jahr zuvor für The Crying Game einen Oscar gewonnen hatte, verwandelt Rices Roman in ein opulentes, atmosphärisch dichtes Kinoerlebnis, das zwischen New Orleans, Paris und San Francisco über zwei Jahrhunderte hinweg mäandert.
Jordan drehte von Oktober 1993 bis März 1994 – fünf Monate, verteilt auf drei Kontinente [Quelle: IMDb, Production]. New Orleans wurde am Destrehan Plantation und Oak Alley Plantation zum Leben erweckt, die Pariser Vampir-Katakomben entstanden auf der legendären 007 Stage in den Londoner Pinewood Studios. Produktionsdesigner Dante Ferretti, den Roger Ebert als Schöpfer „eines der großartigsten Filmsets der Geschichte“ bezeichnete, baute komplette Straßenzüge am Mississippi, aus denen nachträglich moderne Brücken und Funktürme herausretuschiert wurden.
Jordans Regie-Entscheidung, Vampirismus nie als etwas Glamouröses zu zeigen, unterscheidet den Film von praktisch allem, was das Genre davor und danach hervorgebracht hat. Hier gibt es keine coolen Vampir-Posen. Hier gibt es Einsamkeit, Ekel vor dem eigenen Hunger und den langsamen Wahnsinn der Unsterblichkeit.
Was macht das Drehbuch von Anne Rice besonders?
Rice adaptierte ihren eigenen Roman – eine Seltenheit in Hollywood, die dem Film eine Authentizität verleiht, die externe Drehbuchautoren kaum hätten erreichen können.
Was viele nicht wissen: Zwischenzeitlich schrieb Rice Louis‘ Figur als Frau um, weil sie befürchtete, Hollywood würde die homoerotische Spannung zwischen Louis und Lestat nicht akzeptieren. Cher war für die Rolle im Gespräch. Am Ende blieb Louis männlich – und die Spannung zwischen Cruise und Pitt ist im fertigen Film unübersehbar, auch wenn sie nie explizit wird.
Der Dialog pendelt zwischen poetischer Überhöhung und brutaler Direktheit. Manche Sätze klingen wie aus einem viktorianischen Roman, andere schneiden wie Rasierklingen. Rice verstand, dass Vampire im Kern tragische Figuren sind – nicht die Monster aus Nosferatu, nicht die Verführer aus der Hammer-Ära, sondern verlorene Seelen in perfekten Körpern.
Wie ist die Kameraarbeit in Interview mit einem Vampir?
Kameramann Philippe Rousselot, der für seinen Look von A River Runs Through It den Oscar gewonnen hatte, taucht Interview mit einem Vampir in ein goldenes Kerzenlicht, das den Film wie ein lebendig gewordenes Gemälde von Caravaggio aussehen lässt.
Die Farbpalette wechselt clever zwischen Epochen: Das 18. Jahrhundert in New Orleans glüht in warmen Ockertönen, das Paris des 19. Jahrhunderts wird kühler, grauer, bedrohlicher. San Francisco 1994 wirkt dagegen fast steril – fluoreszierend, modern, kalt. Rousselot nutzt natürliches Kerzenlicht in einer Weise, die an Barry Lyndon erinnert. Kein Zufall – Kubrick war ein erklärter Einfluss.
Welche Musik hat Interview mit einem Vampir?
Elliot Goldenthals orchestraler Score verbindet barocke Eleganz mit modernem Unbehagen – eine Komposition, die für den Oscar und den Golden Globe als Beste Filmmusik nominiert wurde, aber in beiden Fällen gegen Hans Zimmers Der König der Löwen verlor [Quelle: Academy Awards, 1995].
Goldenthal arbeitete bereits zuvor mit Jordan zusammen und schuf eine Klanglandschaft, die Glasharmonika, Harpsichord und volles Orchester verschmilzt. Händels Konzert Nr. 6 für Harfe taucht in Claudias frühen Vampir-Jahren auf – ein Stück, das ihre Unschuld unterstreicht, bevor die Erkenntnis einsetzt, dass sie nie älter werden wird.
Aufgenommen in den Manhattan Center Studios, New York, mit Jonathan Sheffer am Dirigentenpult [Quelle: Soundtrack-Credits]. Guns N‘ Roses steuerten für den Abspann ein Cover von „Sympathy for the Devil“ bei – die Rolling-Stones-Nummer passt thematisch, auch wenn der Stilbruch gewollt irritiert.
Was sind die größten Stärken von Interview mit einem Vampir?
Die größte Stärke des Films ist seine Weigerung, Vampirismus zu verherrlichen. Hier ist das ewige Leben eine Strafe, keine Gabe.
Drei Dinge ragen heraus:
Erstens: Cruise als Lestat. Ich war damals skeptisch – 1994, Tom Cruise als aristokratischer Blutsauger? Der Mann aus Top Gun? Aber er verschwindet komplett in der Rolle. Die Arroganz, die spielerische Grausamkeit, die versteckte Verzweiflung hinter dem Zynismus. Sein Lestat ist kein Monster. Er ist ein gelangweilter Gott.
Zweitens: Kirsten Dunst. Elf Jahre alt und sie spielt Szenen, bei denen erwachsene Schauspieler scheitern würden. Die Szene, in der Claudia begreift, dass sie für immer ein Kind bleibt – ihr stilles Entsetzen vor dem Spiegel – das vergisst man nicht.
Drittens: Die Ausstattung. Dante Ferrettis Sets erhielten zurecht eine Oscar-Nominierung für Beste Ausstattung [Quelle: Academy Awards, 1995]. Das Paris der Théâtre-des-Vampires-Sequenzen sieht aus wie ein Fiebertraum von Gustave Doré.
Welche Schwächen hat Interview mit einem Vampir?
Brad Pitts Louis ist das schwächste Glied – eine Figur, die zwei Stunden lang leidet, ohne sich weiterzuentwickeln, gespielt von einem Schauspieler, der während der Dreharbeiten selbst litt.
Pitt gab 2011 in einem Interview mit Entertainment Weekly zu, er sei „miserable“ gewesen und habe versucht, sich aus seinem Vertrag herauszukaufen. Man sieht es ihm an. Sein Louis wirkt stellenweise nicht melancholisch, sondern schlicht genervt. Das Problem: Louis ist die Erzählfigur, der moralische Kompass. Wenn der nicht funktioniert, fehlt dem Film sein emotionales Zentrum.
Auch der dritte Akt schwächelt. Nach Claudias Tod – ach, Spoiler für einen 30 Jahre alten Film – verliert die Geschichte an Dringlichkeit. Paris wird zur Kulisse für eine Handlung, die sich im Kreis dreht. Antonio Banderas als Armand ist zwar visuell faszinierend, bleibt aber als Charakter blass. Und das Finale in San Francisco? Hastig. Roger Ebert brachte es auf den Punkt: „Nicht sehr viel passiert im Sinne der Handlung.“
Wie war die Kontroverse um Tom Cruise als Lestat?
Die Besetzung von Tom Cruise als Lestat de Lioncourt war 1993 der größte Casting-Skandal in Hollywood – Anne Rice selbst führte den Protest an, bis sie den fertigen Film sah und alles zurücknahm.
Rice wollte Daniel Day-Lewis. Der lehnte ab. Dann Jeremy Irons. Auch nein. Julian Sands, den die Fans favorisierten, war dem Studio zu unbekannt. Als Warner Bros. Cruise ankündigte, explodierte die Fanbase. Rice nahm an Buchsignierstunden teil, bei denen Leser zum Boykott aufriefen. Sie stimmte ihnen zu.
Regisseur Neil Jordan sah es anders: „Lestat wird als groß, schlaksig und blondhaarig beschrieben. Tom war nichts davon. Aber er hatte eine Überzeugungskraft und eine Art eisige Zentralität, die ich großartig fand“ [Variety, 2024]. Cruise wurde tatsächlich auf Podeste gestellt, um den Größenunterschied zu seinen Mitspielern auszugleichen.
Rices Kehrtwende kam per VHS-Kassette. Sie schrieb Cruise einen Entschuldigungsbrief und nahm ein Zwei-Minuten-Video auf, das auf VHS-Kopien des Films als Vorfilm lief. Ihre Worte: „Ich glaube, Toms Lestat wird in Erinnerung bleiben wie Oliviers Hamlet.“
Wie schneidet Interview mit einem Vampir an der Kinokasse ab?
Bei einem Budget von 60 Millionen Dollar spielte Interview mit einem Vampir weltweit 223,7 Millionen Dollar ein – davon 105,3 Millionen in Nordamerika und 118,4 Millionen international [Box Office Mojo].
Das Eröffnungswochenende brachte 36,4 Millionen Dollar [Quelle: Box Office Mojo] – zum damaligen Zeitpunkt das vierthöchste Eröffnungswochenende aller Zeiten, hinter Jurassic Park, Batman Returns und Batman. Gleichzeitig war es das größte Nicht-Sommer-Opening und das beste R-Rated-Opening überhaupt. Warner Bros. hatte einen Volltreffer gelandet.
Die Kritiken waren gemischt: 65% auf Rotten Tomatoes bei 63 Reviews [Stand: Januar 2026], 62/100 auf Metacritic bei 20 Kritikern [Stand: Januar 2026], IMDb 7.5/10 [Stand: Januar 2026]. Das CinemaScore-Publikum vergab ein solides B+ – gut, aber nicht überragend.
Wie endet Interview mit einem Vampir?
⚠️ Achtung Spoiler – Klicken zum Aufdecken
Louis beendet seine Erzählung in San Francisco. Der Journalist Daniel Molloy (Christian Slater) ist fasziniert und will selbst zum Vampir werden. Louis reagiert wütend – hat er den Sinn seiner Geschichte nicht verstanden? Das ewige Leben ist eine Last, keine Gabe.
Daniel verlässt das Gebäude und steigt in sein Auto. Auf dem Weg über die Golden Gate Bridge wird er plötzlich von Lestat angegriffen – der offensichtlich seinen „Tod“ in New Orleans überlebt hat, geschwächt, aber unsterblich wie eh und je. Lestat bietet Daniel die Wahl an, die er Louis einst aufzwang. Der Film endet mit Guns N‘ Roses‘ „Sympathy for the Devil“ und der Gewissheit, dass der Kreislauf von vorne beginnt.
Wer spielt in Interview mit einem Vampir mit? – Die komplette Besetzung
Tom Cruise führt als Lestat de Lioncourt das Ensemble an, Brad Pitt gibt den grüblerischen Louis, Kirsten Dunst den Kindvampir Claudia, Antonio Banderas den geheimnisvollen Armand und Christian Slater den Journalisten Daniel Molloy.
- Tom Cruise als Lestat de Lioncourt
- Brad Pitt als Louis de Pointe du Lac
- Kirsten Dunst als Claudia
- Antonio Banderas als Armand
- Christian Slater als Daniel Molloy
- Stephen Rea als Santiago
- Domiziana Giordano als Madeleine
- Thandiwe Newton als Yvette
Synchronstudio: FFS Film- & Fernseh-Synchron GmbH, München
Jahr: 1994
Dialogregie: Michael Brennicke
Tom Cruise|Lestat de Lioncourt|Stephan Schwartz
Brad Pitt|Louis de Pointe du Lac|Axel Malzacher
Kirsten Dunst|Claudia|Laura Maire
Christian Slater|Daniel Molloy|Jan Odle
Antonio Banderas|Armand|Torsten Münchow
Stephen Rea|Santiago|Martin Umbach
Domiziana Giordano|Madeleine|Kathrin Simon
Thandiwe Newton|Yvette|Irina Wanka
George Kelly|Gravedigger|Manfred Erdmann
Roger Lloyd Pack|Klavierlehrer|Gert Wiedenhofen
Quelle: Synchronkartei.de
Was sind die besten Zitate aus Interview mit einem Vampir?
Lestat de Lioncourt (Tom Cruise)
„Evil is a point of view. God kills indiscriminately and so shall we. For no creatures under God are as we are, none so like him as ourselves.“
(„Das Böse ist eine Frage der Perspektive. Gott tötet wahllos, und das werden wir auch tun. Denn keine Kreatur unter Gott ist wie wir, keine ihm so ähnlich wie wir selbst.“)
Louis de Pointe du Lac (Brad Pitt)
„I’m flesh and blood, but not human. I haven’t been human for two hundred years.“
(„Ich bin Fleisch und Blut, aber nicht menschlich. Ich bin seit zweihundert Jahren nicht mehr menschlich.“)
Claudia (Kirsten Dunst)
„Which of you made me the way I am? Which of you did it?“
(„Wer von euch hat mich so gemacht, wie ich bin? Wer von euch war es?“)
Was muss man über die Produktion von Interview mit einem Vampir wissen?
Neil Jordan drehte von Oktober 1993 bis März 1994 an Originalschauplätzen in New Orleans, Paris und San Francisco sowie in den Londoner Pinewood Studios, wo Dante Ferretti die ikonischen Interieurs der Vampir-Welt erschuf.
Die Plantagen-Szenen entstanden am Destrehan Plantation und Oak Alley Plantation westlich von New Orleans. Für die historischen Straßenzüge baute die Produktion komplette Kulissen am Mississippi-Ufer bei den Jackson Barracks – eine ehemalige Nationalgarde-Kaserne. Moderne Elemente wie die Greater New Orleans Bridge wurden nachträglich digital entfernt und durch Segelschiffe des 18. Jahrhunderts ersetzt.
Die Katakomben des Théâtre des Vampires wurden auf der 007 Stage der Pinewood Studios errichtet – derselben Bühne, auf der zahllose James-Bond-Sets standen. Jordan filmte die Friedhofs-Szenen auf dem Lafayette Cemetery No. 1 im Garden District von New Orleans, weitere Außenaufnahmen entstanden am Palais-Royal und der Opéra Garnier in Paris.
Fun Fact, den ich großartig finde: Brad Pitt wohnte während der London-Dreharbeiten in einem Haus, das zuvor Peter Cushing gehörte – dem legendären Van Helsing der Hammer-Filme. Ob er das als Omen deutete?
Während der Kino-Montage, die den Verlauf der Jahrhunderte zeigt, taucht ein Hahn aus Nosferatu (1922) auf – eine Verbeugung vor dem Urgroßvater aller Vampirfilme.
Was sind die spannendsten Fakten zu Interview mit einem Vampir?
- Cher als Louis: Anne Rice schrieb die Figur zwischenzeitlich als Frau um, weil sie Hollywoods Homophobie fürchtete. Cher war als weiblicher Louis im Gespräch, bevor die Idee verworfen wurde.
- River Phoenix: Die Rolle des Daniel Molloy war ursprünglich für River Phoenix vorgesehen. Nach seinem Tod am 31. Oktober 1993 übernahm Christian Slater – und spendete seine gesamte Gage von 250.000 Dollar an EarthSave und Earth Trust.
- Cruise auf Podesten: Um den Größenunterschied zwischen Tom Cruise (1,70 m) und seinen Mitspielern zu kaschieren, stand er in mehreren Szenen auf erhöhten Plattformen.
- Brad Pitts Martyrium: Pitt versuchte, sich aus seinem Vertrag herauszukaufen. Er wurde gefragt, was das kosten würde: 40 Millionen Dollar. Er blieb.
- Rices Entschuldigung: Anne Rice nahm ein Zwei-Minuten-Video auf, das auf VHS-Kopien des Films als Vorfilm lief – eine beispiellose öffentliche Kehrtwende.
- Verdunkeltes New Orleans: Die Stadt stimmte zu, Gebäude und Straßenlaternen für die Dreharbeiten abzuschalten, um das historische Setting glaubwürdig zu machen.
Welche Filme sind ähnlich wie Interview mit einem Vampir?
Wer Interview mit einem Vampir mochte, sollte diese Gothic-Horror-Klassiker und Vampirfilme kennen:
- From Dusk Till Dawn (1996) – Robert Rodriguez‘ Vampir-Actionfilm mit George Clooney: Das genaue Gegenteil von Jordans elegischem Ton, aber Pflichtprogramm für Vampir-Fans
- The Lost Boys (1987) – Joel Schumachers Teenievampir-Kultfilm: Coolness statt Melancholie, aber ebenso ein Kind der 80er/90er-Vampirwelle
- Der Exorzist (1973) – William Friedkins Horror-Meilenstein teilt die Ernsthaftigkeit, mit der übernatürliches Material behandelt wird
- Shining (1980) – Kubricks Meisterwerk über den langsamen Wahnsinn in einer isolierten Umgebung – thematisch verwandt
- Bram Stoker’s Dracula (1992) – Francis Ford Coppolas opulente Dracula-Adaption, die zwei Jahre zuvor denselben Gothic-Zeitgeist bediente
Bewertung
Watcher-Score · redaktionelle EinzelwertungBewertet von Tribun — eine Person, ein begründetes Urteil.
Evil is a point of view. God kills indiscriminately and so shall we.— aus der Wertung von Tribun
Wer streamt Interview mit einem Vampir?
Verfügbarkeit DEStand 30.01.2026: Interview mit einem Vampir ist derzeit in keinem Streaming-Abo enthalten, lässt sich aber ab 3,99 € leihen oder kaufen (z. B. bei Apple TV+).
Verfügbarkeit Deutschland · Stand 30.01.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.
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Antworten Schnelle Antworten zu Interview mit einem Vampir
Wo kann ich Interview mit einem Vampir streamen?
Interview mit einem Vampir gibt es zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Google Play, YouTube, maxdome, MagentaTV, Videoload, freenet Video und Amazon. Stand September 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.
Wie lange dauert Interview mit einem Vampir?
Interview mit einem Vampir hat eine Laufzeit von rund 117 Minuten (1 Stunde und 57 Minuten).
Lohnt sich Interview mit einem Vampir?
Unsere Redaktion vergibt Interview mit einem Vampir einen Watcher-Score von 8,0 von 10. Ein Film, der Vampirismus als existenzielle Tragödie inszeniert statt als Spektakel. Tom Cruise liefert seine unterschätzteste Performance, Kirsten Dunst ist mit elf Jahren besser als die meisten erwachsenen Schauspieler, und Neil Jordans Regie gibt dem Stoff die Würde, die er verdient. Nicht perfekt – Brad Pitts Louis bleibt blass, der dritte Akt verliert an Tempo – aber in seinen besten Momenten einer der atmosphärischsten Horrorfilme der 90er Jahre. 8/10.
Für wen ist Interview mit einem Vampir geeignet?
Interview mit einem Vampir ist vor allem etwas für Horror und Drama-Fans und alle, die solide Genre-Unterhaltung suchen.
Worum geht es in Interview mit einem Vampir?
Der Vampir Louis erzählt in der Jetztzeit dem Journalisten Malloy die Geschichte seiner Existenz: Als Plantagenbesitzer wird er, nachdem er im Anschluß an den Tod seiner Frau jeden Lebensmut verloren hat, im Jahre 1791 von dem Vampir Lestat auf eigenen Wunsch gebissen und selbst …
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Besetzung
FAQ zu Interview mit einem Vampir
Wie lang ist Interview mit einem Vampir?
Warum war Anne Rice gegen Tom Cruise als Lestat?
Wem ist der Film gewidmet und warum?
Hat Interview mit einem Vampir Oscars gewonnen?
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