Poster zum Film Der Nebel: Frank Darabont und das härteste Ende der 2000er (2007)

Der Nebel: Frank Darabont und das härteste Ende der 2000er (2007)

🎬 Film 124 Min. HorrorScience Fiction
⚡ Kurz gesagt

Der Nebel ist Frank Darabonts kühnster Film, ein Stephen-King-Stoff den er aus einer offenen Novelle in eine geschlossene moralische Hinrichtung verwandelt hat. Marcia Gay Harden gibt eine der besten Performances des Horrorgenres der 2000er als Mrs. Carmody, jene Frau die aus Angst und Bibel eine Sekte zimmert und beweist dass das Monster im Nebel weniger gefährlich ist als das Monster im Supermarkt. Toby Jones als Ollie Weeks, klein und ruhig und mit einer Pistole im Drogerieregal, ist die zweite große Überraschung. Die Effekte sind 2007 schon halb digital und sehen es manchmal aus, aber Dara Watcher-Score 7,3/10.

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Stand 25.04.2026: Der Nebel läuft im Abo bei Prime Video – mit deutscher Synchronfassung. Leihen oder Kaufen geht ab 4,99 €.

Verfügbarkeit Deutschland · Stand 25.04.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.

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Die Kritik

von NordNoir

Der Nebel von Frank Darabont, deutscher Kinostart 17. Januar 2008, ist die beste Stephen-King-Verfilmung die nicht Shawshank oder Stand by Me heißt – und der Hauptgrund dafür sind die letzten zehn Minuten.

124 Minuten Supermarkt-Klaustrophobie mit Marcia Gay Harden in der Performance ihres Lebens. Toby Jones überrascht. Das Ende verfolgt einen wochenlang. 7,3 von 10, und das ist eher konservativ.

Reden wir zuerst übers Ende, weil ich ohne dieses Ende über Der Nebel gar nicht reden kann ohne zu lügen, und weil dieses Ende der Grund ist warum ich diesem Film 7,3 von 10 gebe und nicht eine halbe Stufe weniger – obwohl der Mittelteil mir manchmal zu lang läuft, obwohl Marcia Gay Hardens fanatische Mrs. Carmody in der Mitte des Films dramatischer wird als das Drehbuch sie eigentlich braucht. Aber dieses Ende, dieser eine Schnitt der die letzten zehn Minuten zu einem der grausamsten Stücke amerikanischen Mainstream-Kinos der 2000er macht – das ist der Grund warum man Der Nebel sieht, das ist der Grund warum Frank Darabont 2007 etwas geschafft hat was Stephen King in seiner Novelle 1980 nicht geschrieben hat. King mochte das Filmende übrigens besser. Sagt einiges über King.

124 Minuten dauert dieser Film und er ist dazwischen nicht durchgehend brillant. Es gibt eine Stelle nach etwa fünfzig Minuten, da steigt David Drayton, gespielt von Thomas Jane mit dieser leicht abgenutzten Mittelvater-Energie die ihm einfach gut steht, in den Lagerraum hinab, und ich saß zum dritten Mal vor diesem Film und dachte: das hätte zwölf Minuten kürzer sein können. Es gibt ein paar Nebenfiguren die man fast vergisst – Andre Braugher als der zugezogene Anwalt Brent Norton verdient eigentlich mehr als das Drehbuch ihm gibt, und sein Tod ist einer dieser Momente die nur funktionieren weil Braugher als Schauspieler einfach Würde mitbringt selbst wenn er gerade in den Nebel rausläuft um zu beweisen dass die Hippie-Apokalypse-Spinner falsch liegen.

Aber. Aber. Das ist der Punkt mit Darabont und mit diesem Film. Er hat verstanden dass Horror nicht das ist was im Nebel lebt. Horror ist das was Marcia Gay Harden in diesem Supermarkt mit den Leuten macht. Horror ist die Frau die in einer alten Haarspray-Wolke und unter Neonröhren eine Sekte gründet und am Ende dafür sorgt dass eine Mutter ihre Tochter dem Altar übergibt. Horror ist Toby Jones, dieser kleine ruhige Stellvertretende Filialleiter Ollie Weeks, der im Drogerieregal eine Pistole findet und damit irgendwann, viel zu spät, das einzige tut was getan werden muss. Hardens Mrs. Carmody ist die beste Performance des Films und sie ist auch der Grund warum The Mist beim Original-Stephen-King-Standard liegt – Mrs. Carmody ist eine direkte Schwester der Annie Wilkes aus Misery und sie zeigt was in einer christlich-fundamentalistischen Kleinstadt-Stimme schon immer gesteckt hat, was Darabont bewusst lokal verortet und 2007 als Trump-Vorahnung in seinen Maine-Supermarkt setzt – der Film ist im Prinzip ein einziges Argument darüber wie schnell Menschen die nichts mehr wissen jemandem hinterherrennen der ihnen sagt dass die Schuld bei den Lehrern, den Liberalen, den Soldaten oder bei einem fünfjährigen Jungen liegt.

Was im Nebel kriecht und was im Markt bricht

Greg Nicoteros Practical Effects sind 2007 schon halb durch CGI ersetzt und das sieht man, manche der größeren Tentakel im ersten Akt sehen mehr nach Playstation 3 als nach Cthulhu – aber Darabont hat verstanden dass man das Monster nie ganz zeigen darf, und so haben wir diese eine Szene im Lagerraum mit der ersten Tentakel die einen Karton-Boy frisst, die so präzise inszeniert ist dass sie heute noch funktioniert. Und dann später die Spinnen. Die Spinnen die in der zweiten Hälfte des Films auftauchen sind ekelhaft auf eine Art die Hollywood selten erlaubt, und sie tun einer Figur Dinge an die man nicht vergisst wenn man eine Stunde später vor dem eigenen Garten steht.

Das alles für 18 Millionen Dollar Budget. The Mist hat weltweit etwa 57 Millionen eingespielt, was den Film knapp im Plus hält und vor allem einer der Gründe ist warum Darabont danach beim Walking Dead Pilot so gerne genommen wurde – er konnte beweisen dass er für wenig Geld Horror inszenieren kann der ernst genommen wird. Bei Rotten Tomatoes steht der Tomatometer bei 65 Prozent, das Audience bei 74, der Metacritic bei 58, Letterboxd-Schnitt 3,4 von 5. Das sind die Zahlen eines respektierten Films, nicht eines Klassikers. Was er aber meiner Meinung nach in genau einer Hinsicht ist: Der Nebel ist die beste Stephen-King-Verfilmung die nicht The Shawshank Redemption oder Stand by Me heißt, und er ist der Beweis dass Darabont trotz Mist mit AMC und der kläglichen Fernsehserien-Adaption von 2017 immer noch der einzige Regisseur ist der Kings sentimentale und gleichzeitig pessimistische Stimme wirklich verstanden hat.

Frank Darabont, Stephen King und die längste fruchtbare Beziehung des modernen Horror-Kinos

Frank Darabont und Stephen King, das ist die längste fruchtbare Beziehung des modernen Horror-Kinos. The Shawshank Redemption 1994. The Green Mile 1999. The Mist 2007. Drei Filme, drei sehr unterschiedliche Tonarten, ein Regisseur der immer wieder zu King zurückgeht weil er versteht dass Kings Genie nicht in den Monstern liegt sondern in den Menschen die in den Räumen mit den Monstern eingesperrt sind. The Mist basiert auf einer 1980 erschienenen Novelle aus dem Sammelband Skeleton Crew. King hatte die Story ursprünglich offen gelassen, ohne klare Auflösung. Davids letzte Worte in der Novelle sind das einzige Wort hope. Darabont hat sich entschieden dieses hope mit einem Schwert zu zerschneiden und durch etwas zu ersetzen das einen am Ende des Films nicht mehr zu Atem kommen lässt. Mehr will ich nicht sagen, aber wer den Film nicht kennt sollte ihn jetzt sehen und nicht weiterlesen.

Was die Story angeht: nach einem schweren Sturm liegt morgens ein dichter weißer Nebel über dem Long Lake in Maine. David Drayton, ein Plakatmaler und Vater des fünfjährigen Billy, fährt mit seinem Sohn und seinem zugezogenen Nachbarn Brent Norton in den lokalen Supermarkt um Vorräte und Material zu kaufen. Während sie an der Kasse stehen kriecht der Nebel über den Parkplatz heran. Ein Mann mit blutender Nase rennt in den Laden und ruft dass im Nebel etwas ist. Die Türen werden geschlossen. Die Stromversorgung bricht ein. Über die nächsten Stunden und Tage wird klar dass etwas, irgendetwas, im Nebel lebt – größere und kleinere Wesen die alles fressen oder zerstören was den Markt verlässt. Die Eingeschlossenen fangen an sich zu organisieren, dann zu streiten, dann zu zerfleischen. Marcia Gay Hardens Mrs. Carmody, die örtliche Bibel-Frau, redet erst leise von der Apokalypse, dann lauter, dann hat sie eine Gefolgschaft. David, Billy, die Lehrerin Amanda Dunfrey die Laurie Holden mit angenehmer Härte spielt, der alte Lehrer Dan Miller, der Stellvertretende Filialleiter Ollie Weeks und die Seniorin Irene Reppler beschließen irgendwann auszubrechen.

Wer da im Markt steht und warum jede einzelne Person zählt

  • Thomas Jane als David Drayton – er macht es genau richtig. Drayton ist Plakatmaler, fährt mit Pinsel und Baseballcap durch die Maine-Dörfer und muss jetzt im Supermarkt sechs Erwachsene führen. Jane spielt das ohne Heldenpose, mit der nötigen Erschöpfung, mit dem ständigen Blick auf den fünfjährigen Billy. In der letzten Szene reicht ihm die Stille, die er hat.
  • Marcia Gay Harden als Mrs. Carmody – die heimliche Hauptfigur. Einsame Bibelleserin, im Markt anfangs Randfigur, baut über zwei Stunden eine Sekte. Harden zeigt jeden kleinen Schritt: lauter werden, schmälere Augen, ein Satz aus der Offenbarung in der leeren Konservenabteilung. Eine der besten Antagonistinnen des Horror-Kinos der Nuller Jahre, ebenbürtig mit Kathy Bates‘ Annie Wilkes.
  • Toby Jones als Ollie Weeks – die Überraschung. Britischer Charakterdarsteller (Capote, Tinker Tailor Soldier Spy) als kleiner amerikanischer Stellvertretender Filialleiter mit Brille. Sein Schießen ist das einzige aktiv heroische Stück Gewalt des Films, zugleich befreiend und sehr traurig.
  • Laurie Holden — Amanda Dunfrey, die Lehrerin, Davids zweite Säule. Manchmal zu reaktiv, aber im finalen Auto: ein wunderbarer Moment ohne Worte.
  • Andre Braugher als Brent Norton: der zugezogene Anwalt, dessen Tod auf dem Parkplatz nur funktioniert weil Braugher Würde mitbringt selbst beim Sterben. (Verstorben 2023, vermisst.)
  • William Sadler — Jim. Der von Carmody schnell überzeugte Mitläufer. Beunruhigend genau gespielt.
  • Jeffrey DeMunn als Lehrer Dan Miller, Frances Sternhagen als die alte Irene Reppler mit der Stange Insektenspray (kleiner Comic Relief), Sam Witwer als der mitschuldige Soldat Jessup mit einem der grausamsten Tode des Films.
  • Nathan Gamble: Billy Drayton — quietschend gut auf jene Art die nur Kinderdarsteller können wenn ein Vater daneben sitzt dem man das Brechen ansieht.

Inszenierung, Tempo, der Mut zur Unbequemlichkeit

Was Darabont an The Mist anders macht als die meisten Horror-Filme dieser Größenklasse ist seine Haltung zur Zeit. Er nimmt sich Zeit für Gespräche im Markt. Er nimmt sich Zeit für die Carmody-Predigten. Er lässt die Kamera auf Gesichtern bleiben bis sie unangenehm wird. Er hat von Romero, von Carpenter und von einer langen Tradition der claustrophobic-horror-Idee gelernt – Night of the Living Dead 1968, The Thing 1982, dieselbe Grundform: eine Gruppe Menschen sitzt in einem Raum, draußen ist etwas, drinnen sind sie selbst. Aber Darabont ist sentimentaler als Carpenter und gleichzeitig brutaler. Das macht The Mist zu einem Film den ich gerne mit Bekannten zusammen sehe und nach dem ich nie weiß ob ich allein nach Hause fahren will.

Visuell ist der Film konsequent. Die digitale Fotografie von Rohn Schmidt ist absichtlich grobkörnig, fast handheld, ohne Glamour, mit den hässlichen Neonröhren des Supermarkts als Hauptlichtquelle. Darabont hat ursprünglich eine Schwarz-Weiß-Fassung im Kopf gehabt und sie liegt der Blu-Ray bei – sie ist meiner Meinung nach die bessere Version, und ich empfehle jedem der den Film schon kennt sie als zweiten Run zu sehen. Die Reduktion auf graue Werte schärft das Maine-Setting, sie nimmt der Mrs.-Carmody-Performance noch einmal Würze, und sie macht aus dem Schluss einen Stummfilm-Moment der noch härter trifft als die Farbfassung.

Mark Isham hat den Score geschrieben und er ist sparsam eingesetzt, was richtig ist. Der Film vertraut auf die Geräusche im Supermarkt – das Zischen der Eis-Truhen, die Plastikregale, draußen das Klopfen, die Schreie. Wenn Isham doch eintritt, dann meistens mit einem dieser tiefen Streicher-Momente die nicht entscheidend sind, aber den Schluss-Moment mit dem berühmten Stück das man sich nicht spoilern lässt – das vergisst man nicht.

Wo The Mist heute steht und woran er sich messen lassen muss

Wo The Mist heute steht: ich glaube er ist gewachsen. 2007 wurde er in Deutschland erst im Januar 2008 ins Kino gelassen und nicht groß beworben, in den USA lief er gegen Beowulf und Enchanted, und kein Mensch wollte einen Stephen-King-Schocker mit Frank Darabont der Anti-Mainstream-Ende. Der Film hat sich auf DVD und Blu-ray seine Fanbase aufgebaut, dann durch die schwächere AMC-Serie 2017 noch einmal Aufmerksamkeit bekommen, und heute steht er meiner Meinung nach als drittbeste King-Verfilmung neben Shawshank und Stand by Me, vor Kubricks Shining wenn man King fragt und vor allem vor den meisten der billigeren Horror-Adaptionen die in den 2010ern nachgekommen sind.

Was er nicht ist: ein Klassiker des Genre-Horrors auf der Höhe von The Thing oder Alien. Dafür ist die Mitte zu zerdehnt, dafür sind die Effekte zu inkonsistent, dafür ist die Botschaft am Ende einen Hauch zu didaktisch. Wer kühlen, sehr körperlichen Horror sucht wie ihn Hereditary 2018 oder The Witch 2015 vorgemacht haben, wird hier eine wärmere, breitere, Hollywood-ische Version finden. Darabont hat einen Mainstream-Horrorfilm gemacht und er hat ihn so weit getrieben wie das Hollywood-System es 2007 erlaubt hat. Das alleine ist eine Leistung.

Wo läuft Der Nebel in Deutschland

Was als nächstes auf den Player gehört

Vergleichbar im Tonfall – falls man nach The Mist noch nicht ins Bett kann – sind ein paar Filme die ich gerne nebenan empfehle. Event Horizon von Paul W.S. Anderson 1997 ist die Sci-Fi-Variante derselben claustrophobischen Idee, ein Raumschiff statt eines Supermarkts, eine ähnliche Mischung aus körperlicher Bedrohung und religiöser Apokalypse. Hannibal von Ridley Scott 2001 ist sehr anders im Ton aber zeigt was Darabont bei King so gut macht: die Treue zur Vorlage und gleichzeitig die Bereitschaft das Ende zu drehen. Wer diese beiden noch nicht kennt, dem lege ich beide ans Herz – Event Horizon erlebt seit ein paar Jahren eine berechtigte Re-Evaluation, und Hannibal ist im Kanon unterschätzt.

Wer die psychologische Komponente von The Mist noch genauer studieren will, dem empfehle ich die Serie Mr. Robot. Sam Esmail hat dort eine ähnlich ruhige Hand für ideologische Verführung und für die Frage wie schnell Menschen einer Stimme folgen die ihnen einen Sündenbock liefert. Das ist Sci-Fi statt Horror, eine andere Kategorie, aber thematisch verwandter als man denkt.

Soll ich The Mist empfehlen. Ja. Mit allen Einschränkungen die ich oben aufgezählt habe, ja. Es ist ein Horrorfilm mit Hirn, mit Schauspiel, mit einem Regisseur der sich traut, und mit einem Ende das man Frank Darabont nie ganz vergessen wird. Wer ein nettes Horror-Wochenende plant und nichts gegen 124 Minuten Dauerdruck hat, dem ist The Mist ein guter Begleiter. Wer einen leichten Genre-Snack will, sollte irgendwo anders schauen. Und wer noch nicht weiß was ein Hollywood-Mainstream-Film aus den Nullern darf wenn ein Regisseur nicht für die Zielgruppe sondern für die Geschichte arbeitet – der muss diesen Film sehen.

Darabont, der Letzte seiner Art

Frank Darabont hat seit The Mist nicht mehr Regie für einen großen Kinofilm geführt. Er war kurz beim Walking Dead-Pilot, hat sich dann mit AMC verkracht, und hat uns damit eines seiner produktivsten potentiellen Jahrzehnte gestohlen. The Mist ist sein letzter großer Filmregie-Akt, und er ist so gut dass man sich fragen muss wieso die Industrie diesem Mann nicht mehr Türen geöffnet hat. Vielleicht ist das auch eine Antwort auf den Film selbst: niemand mag eine Stimme die einem das Leichte verweigert. Aber wer Horror ernst nimmt, wer Stephen King ernst nimmt, wer 124 Minuten in einen Supermarkt steigen will der nicht wieder rauslässt – bei dem steht Der Nebel im Regal an einer der oberen Stellen.

Wer nach Der Nebel mehr Horrorfilme sucht, die ähnlich tief unter die Haut gehen, sollte in der WatchGuide-Sammlung weitere Stephen-King-Verfilmungen wie Dreamcatcher und Zimmer 1408 nicht übersehen. Wer mehr Frank Darabont sehen will, dem lege ich nochmal The Green Mile ans Herz.

⚖️

Das Urteil

Watcher-Score · redaktionelle Einzelwertung

Bewertet von — eine Person, ein begründetes Urteil.

As a species, we're fundamentally insane. Put more than two of us in a room, we pick sides and start dreaming up reasons to kill one another.— aus der Wertung von NordNoir
Der Nebel ist Frank Darabonts kühnster Film, ein Stephen-King-Stoff den er aus einer offenen Novelle in eine geschlossene moralische Hinrichtung verwandelt hat. Marcia Gay Harden gibt eine der besten Performances des Horrorgenres der 2000er als Mrs. Carmody, jene Frau die aus Angst und Bibel eine Sekte zimmert und beweist dass das Monster im Nebel weniger gefährlich ist als das Monster im Supermarkt. Toby Jones als Ollie Weeks, klein und ruhig und mit einer Pistole im Drogerieregal, ist die zweite große Überraschung. Die Effekte sind 2007 schon halb digital und sehen es manchmal aus, aber Darabonts Inszenierung des Lagerraums, der Parkplatz-Szene mit Norton und vor allem der Ausbruch im letzten Akt sind so präzise gebaut dass man es ihm verzeiht. Und dann das Ende. Dieses Ende. Die letzten zehn Minuten sind eine der mutigsten Schlussbewegungen des amerikanischen Mainstream-Kinos der 2000er, und sie heben den Film aus dem soliden Horrorthriller in etwas das man nicht vergisst. Stephen King hat selbst gesagt er möge dieses Ende lieber als sein eigenes - das heißt etwas. Wer Horror ernst nimmt, wer The Thing und Night of the Living Dead in der Sammlung hat, der sollte The Mist sehen. Wer einfach nur Spinnen und Tentakel will, kommt auch auf seine Kosten, sollte aber wissen dass das eigentliche Monster Mrs. Carmody ist und dass Darabont am Ende des Films mehr von einem nimmt als man bereit ist zu geben.

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Wo kann ich Der Nebel streamen?

Der Nebel läuft aktuell im Abo bei Prime Video; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, MagentaTV und Videoload. Stand Juli 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.

Wie lange dauert Der Nebel?

Der Nebel hat eine Laufzeit von rund 124 Minuten (2 Stunden und 4 Minuten).

Lohnt sich Der Nebel?

Unsere Redaktion vergibt Der Nebel einen Watcher-Score von 7,3 von 10. Der Nebel ist Frank Darabonts kühnster Film, ein Stephen-King-Stoff den er aus einer offenen Novelle in eine geschlossene moralische Hinrichtung verwandelt hat. Marcia Gay Harden gibt eine der besten Performances des Horrorgenres der 2000er als Mrs. Carmody, jene Frau die aus Angst und Bibel eine Sekte zimmert und beweist dass das Monster im Nebel weniger gefährlich ist als das Monster im Supermarkt. Toby Jones als Ollie Weeks, klein und ruhig und mit einer Pistole im Drogerieregal, ist die zweite große Überraschung. Die Effekte sind 2007 schon halb digital und sehen es manchmal aus, aber Dara

Für wen ist Der Nebel geeignet?

Der Nebel ist vor allem etwas für Horror und Science Fiction-Fans und alle, die solide Genre-Unterhaltung suchen.

Worum geht es in Der Nebel?

Ein mysteriöser Nebel, der die gesamte Landschaft einhüllt, zwingt die Bewohner einer amerikanischen Kleinstadt, sich in ihrem Supermarkt zu verschanzen. Doch die Mauern können den Schutzsuchenden nur scheinbar Sicherheit bieten.

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Trailer

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Besetzung

Thomas JaneDavid Drayton
Laurie HoldenAmanda Dunfrey
Toby JonesOllie Weeks
Marcia Gay HardenMrs. Carmody
Andre BraugherBrent Norton
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1 Kommentar

Varagard
Varagard ★ 7.0

Den habe ich schon ewig nicht mehr geschaut, aber ich habe von der DVD eine Special Edition und die sehe ich fast täglich. Die sieht auch gut aus. Irgendwo muss ich auch die US-DVD haben – wahrscheinlich wegen einer alternativen Schnittfassung. Ich glaube es wäre wirklich mal wieder an der Zeit mir den anzusehen.






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