„The Devil’s Mouth“ bekommt von mir im WatchGuide-Kinokreis 4,6 von 10. Eine geflutete Höhle in Thailand, fünf Freunde, ein Bullenhai im Süßwasser und immer weniger Luft: Das Setting hätte für einen kleinen, bösen Klaustrophobie-Film gereicht. Jeff Wadlow traut der Dunkelheit aber nicht und verlässt sich auf den Hai, und der Hai trägt das nicht.
Der Film lief am 29. Juli 2026 direkt bei Prime Video an, in Deutschland mit dem Zusatztitel „Der Teufelsschlund“. Ins Kino kam er hier nicht. Er dauert 105 Minuten. Die Kritik ist gemischt bis ablehnend, ich liege ungefähr dort. Wer Höhlen-Horror sucht, ist mit älteren Vertretern besser bedient.
4,6 von mir. Echte geflutete Höhlen in Thailand, Atem und Lampenlicht: Das hätte für einen kleinen, bösen Klaustrophobie-Film gereicht. Jeff Wadlow traut der Dunkelheit nicht, zeigt den Bullenhai ständig und in wechselnder Größe, und der Streit der Freunde füllt nur die Pausen. Kathryn Newton ist besser als der Film. Nur für Hai-Komplettisten mit Prime-Abo.
Quellen & Einordnung
Beitrag aus dem Archiv. Die bisherige Note und der Text sind noch nicht nach unserem seit 10. Oktober 2026 geltenden Quellenverfahren überprüft. Die Kinokreis-Stimme ist eine fiktive Figur; ihre Ich-Formulierungen belegen keine persönliche Filmsichtung. Die bisherige Note bleibt bis zur Einzelprüfung als Archivwertung erkennbar.
Unsere Einordnung
von WatchGuide-RedaktionWorum es geht
Eine Gruppe Freunde feiert in Thailand das Ende des Studiums und taucht in ein Unterwasser-Höhlensystem namens „The Devil’s Mouth“. Ein Sturm hat die Höhle kurz vorher geflutet und Meerestiere hineingespült, darunter einen Bullenhai. Der Rückweg ist versperrt, die Flaschen leeren sich, und alte Rechnungen zwischen den Freunden kommen auf den Tisch. Kathryn Newton spielt Sara, Lana Condor ihre Freundin Max.
Die Höhle hätte gereicht
Gedreht wurde acht Wochen in Thailand, zum großen Teil in echten Süßwasserhöhlen, in denen sonst Rettungstaucher üben. Das sieht man. Fels, der nicht nach Studio aussieht, und Gänge, in denen die Kamera keinen Platz hat. Die Darsteller sind selbst geklettert und getaucht, ohne Doubles, und in den Momenten, in denen nur Atem und Lampenlicht im Bild sind, zieht sich bei mir tatsächlich der Magen zusammen.
Diese Momente sind kurz. Der Film hat Angst vor seiner eigenen Stille. Kaum hängt die Luft einmal schwer genug, muss etwas passieren, und meistens ist dieses Etwas der Hai. Eine Höhle ist der eine Ort, an dem das Unsichtbare von selbst arbeitet. Hier wird es ständig gezeigt.
Der Hai
Mehrere deutsche Kritiken stoßen sich daran, dass der Bullenhai mal zwei Meter misst und mal ein Maul hat, das einen Menschen fast ganz verschluckt. Das ist mir als Logikfehler ziemlich egal. Als Bild ist es nicht egal. Ein Tier, dessen Größe sich nach der Szene richtet, hat keinen Körper, und vor etwas ohne Körper fürchte ich mich nicht. Bei Der weiße Hai war es die kaputte Mechanik, die Spielberg zum Weglassen gezwungen hat. Wadlow hat die Technik und lässt nichts weg.
Das passt zu seinen bisherigen Blumhouse-Filmen „Truth or Dare“, „Fantasy Island“ und „Imaginary“. Laut statt unheimlich, Effekt statt Aufbau. Ich hatte gehofft, eine echte Höhle würde ihn bremsen.
Die Freunde
Die meisten Kritiken ärgern sich über die Figuren, die sich unvernünftig und kindisch verhalten. Ich verzeihe Horrorfiguren viel. Was ich nicht verzeihe: Der alte Streit, der unter Wasser hochkommt, ist nur Füllstoff zwischen zwei Angriffen. Er macht die Enge nicht enger. Kathryn Newton spielt Panik, ohne zu kreischen, und holt aus Sara mehr heraus, als im Drehbuch steht. Das sagt auch film-rezensionen.de, und hier sind wir uns einig. Wer sie im Horror besser erleben will, schaut Abigail.
Wie die Kritik „The Devil’s Mouth“ sieht
Überwiegend ablehnend. Bei Rotten Tomatoes sind 41 Prozent von 49 Kritiken positiv, das Publikum liegt bei 14 Prozent. Metacritic kommt auf 46 von 100 aus acht Kritiken. film-rezensionen.de vergibt 5,5 von 10 und nennt den Film „eine nur wenig interessante Variante des Haihorrors, bei der man nicht viel verpasst“. Stand der Werte: 1. Oktober 2026.
Meine 4,6 liegt knapp unter diesem Mittel, aus einem anderen Grund als bei den meisten. Mich stören nicht die dummen Entscheidungen, mich stört, dass die Höhle nie ihre Arbeit machen darf. Unsere WatchGuide-Empfehlung zu „The Devil’s Mouth“: nur für Leute, die jeden Hai-Film mitnehmen und ohnehin ein Prime-Abo haben. Wer echte Enge unter Fels sucht, greift zu The Descent. Mehr nach Spielarten sortiert steht in unserer Liste der besten Horrorfilme.
Wer mitspielt
- Kathryn Newton als Sara
- Lana Condor als Max
- Gavin Casalegno als Greg
- Nico Hiraga als James
- Tommi Rose als Adrienne
- Tayme Thapthimthong als Wat
Regie: Jeff Wadlow. Drehbuch: Aja Gabel, Myung Joh Wesner und Jeff Wadlow. Kamera: James Kniest. Musik: Bear McCreary.
Bewertung
Bisherige EinschätzungArchivwertung: Quellenbasis und Gewichtung noch nicht nach dem neuen Verfahren geprüft. Quellen & Einordnung
Dafür
- Gedreht in echten Süßwasserhöhlen, das sieht man
- Kurze Momente, in denen nur Atem und Licht im Bild sind
- Kathryn Newton spielt Panik ohne Kreischen
Dagegen
- Der Film hält keine Stille aus
- Der Hai wechselt seine Größe nach Bedarf und verliert damit jeden Schrecken
- Der alte Streit der Freunde ist Füllstoff zwischen den Angriffen
Eine Höhle ist der eine Ort, an dem das Unsichtbare von selbst arbeitet. Hier wird es ständig gezeigt.Aus der Wertung von WatchGuide-Redaktion
Wer streamt The Devil's Mouth - Der Teufelsschlund?
Verfügbarkeit DEStand 24.10.2026: The Devil's Mouth - Der Teufelsschlund läuft im Abo bei Prime Video, mit deutscher Synchronfassung.
Stand 24.10.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB), Movie of the Night · ohne Gewähr
Besetzung
5 Rollen- SaraKathryn Newton
- MaxLana Condor
- GregGavin Casalegno
- JamesNico Hiraga
- AdrienneTommi Rose


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