Countdown zum Kinostart
How to Rob a Bank: David Leitch macht Bankräuber zu Social-Media-Stars ist noch nicht erschienen. Streaming-Anbieter tragen wir ein, sobald der Film nach dem Start verfügbar ist. Termin kann sich verschieben.
Die Vorschau
von CineTomAm 3. September 2026 startet „How to Rob a Bank“ in den deutschen Kinos, David Leitchs Action-Comedy über eine Bankräuber-Crew, die ihre Coups live ins Netz streamt.
Leitch und ein Heist, das klingt für mich erstmal nach Peak Cinema. Der Mann kommt vom Stunt-Department, und seine Action hat Wucht statt Wackelkamera. Mit Nicholas Hoult und Zoë Kravitz vorne dran und einer viralen Raub-Idee bin ich sofort dabei. Die einzige Frage ist, ob der Gimmick trägt.
David Leitch heißt echte Stunts, kein CGI-Gewackel
Leitch war jahrelang Stuntman und Stunt-Coordinator, bevor er 2014 „John Wick“ mitinszenierte. Danach kamen „Atomic Blonde“, „Deadpool 2“, „Bullet Train“ 2022 und 2024 „The Fall Guy“. Mit seiner Firma 87North steht er für Action, die man lesen kann, weil die Kamera draufbleibt statt jeden Schlag wegzuschneiden. Genau deshalb vertraue ich dem Projekt.
Wer sehen will, was ich meine, schaut sich The Fall Guy an, Leitchs Liebeserklärung ans Stunt-Handwerk, oder den ersten John Wick, an dem er mitgebaut hat. Diese Schule sieht man in jedem Trailer-Frame von „How to Rob a Bank“. Die Bewegungen wirken echt, und das ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr.
Leitch und seine Produzentin Kelly McCormick haben mit 87North quasi eine eigene Action-Marke aufgebaut. Was da rauskommt, hat fast immer Tempo und ein Gespür fürs Timing. Selbst wenn die Story mal dünn ausfällt, sitzt bei ihm die Bewegung. Bei einem Heist, der von Coups und Fluchten lebt, ist das schon die halbe Miete, bevor überhaupt ein Wort gesprochen wird.
Bankraub als Livestream
Die Idee ist frech: Eine Crew raubt Banken aus und sendet die Coups direkt an ihre wachsende Online-Fangemeinde. Der virale Ruhm macht sie zu Stars und zu Zielscheiben, denn ein altgedienter FBI-Agent und ein begabter Software-Ingenieur kommen ihnen auf die Spur. Trotzdem treibt die Bande ihren ehrgeizigsten Coup voran.
Das ist 2026 gedacht, und ich mag, dass der Film den sozialen Medien nicht ausweicht, sondern sie zum Motor macht. Ein Raub, der gefilmt und geteilt wird, erzeugt eine eigene Dynamik. Wenn Leitch diese Idee ernst nimmt und nicht nur als Deko nutzt, hat „How to Rob a Bank“ mehr als nur schicke Action.
Mich erinnert der Ansatz an die spielerische Frechheit der „Ocean’s“-Filme, nur ins Social-Media-Zeitalter verlegt. Das Publikum im Film wird Teil des Coups, jeder Stream erhöht den Einsatz. Daraus kann eine richtig clevere Spannungsmechanik werden, weil die Crew nicht nur die Polizei austricksen muss, sondern auch ihr eigenes Rampenlicht. Reichweite ist hier Waffe und Falle in einem.
Diese Besetzung ist absurd tief
Vorne stehen Nicholas Hoult als Ryan und Zoë Kravitz als Reagan Gardner. Dahinter ein Aufgebot, das selbst Nebenrollen aufwertet: John C. Reilly als FBI-Agent West, Pete Davidson, Christian Slater, Anna Sawai aus „Shogun“ und Tati Gabrielle. Acht prominente Namen in einem Heist, das ist Casting auf Blockbuster-Niveau.
Hoult ist gerade extrem heiß, ob als Graf Orlok in Nosferatu oder in seinen letzten Dramen. Und Kravitz hat als Catwoman in The Batman bewiesen, dass sie Coolness und Gefahr gleichzeitig spielen kann. Die beiden als Zentrum einer Raub-Crew, das hat Funkenpotenzial.
Wer Kravitz als Catwoman gefeiert hat, kann sich bei uns übrigens durch die komplette Batman-Filme-Reihenfolge arbeiten, während er auf den September wartet. John C. Reilly als FBI-Mann ist außerdem ein Glücksgriff, weil der die Komik und die Schwere gleichzeitig kann. Genau so einen Gegenspieler braucht ein guter Heist, sonst läuft die Crew ins Leere.
Wer die Bank knackt und wer sie jagt
- Nicholas Hoult als Ryan, Kopf der viralen Raub-Crew
- Zoë Kravitz als Reagan Gardner. Nach ihrer Catwoman traue ich ihr jede Coolness zu.
- John C. Reilly als FBI-Agent West, der Mann, der die Bande zur Strecke bringen soll
- Pete Davidson als Vince, dazu Christian Slater als Walton
- Anna Sawai, frisch aus „Shogun“, und Tati Gabrielle als Skyler runden die Crew ab
Wo ich trotzdem nervös werde
Action-Comedy ist ein Drahtseilakt. Kippt der Ton zu sehr Richtung Gag, verpufft die Spannung des Heists, wird er zu ernst, wirkt der Social-Media-Witz aufgesetzt. „Bullet Train“ hat diese Balance 2022 gehalten, andere Filme sind daran krachend gescheitert. Bei einer so großen Besetzung ist die Gefahr real, dass jeder nur seinen Moment abholt und der Film in lauter kleine Auftritte zerfällt, statt eine echte Crew mit gemeinsamem Puls zu zeigen. Genau das hat schon manchen Star-Heist auseinanderfallen lassen.
Und dann ist da der Gimmick selbst. Virale Raube können clever sein oder peinlich, je nachdem wie nah der Film an echten Netz-Phänomenen bleibt. Ich will keine Erwachsenen sehen, die so tun, als wüssten sie, wie TikTok funktioniert. Leitch muss hier den richtigen Ton treffen, sonst altert der Film schneller als sein eigener Trailer.
Dazu kommt meine ewige Sorge bei Studio-Action: zu viel digitaler Glanz. Leitchs Stärke ist das Echte, das Handgemachte. Wenn Amazon MGM den Film mit glatter CGI zukleistert, geht genau der Reiz verloren, für den ich überhaupt komme. Ich hoffe sehr, dass die Stunts hier wirklich gefahren und nicht im Rechner gebaut wurden, sonst bleibt vom Leitch-Versprechen wenig übrig.
Wann, wo und über wen
Hinter dem Film stehen Amazon MGM Studios. In Deutschland startet „How to Rob a Bank“ am 3. September 2026 im Kino, in den USA einen Tag später am 4. September. Eine spätere Auswertung auf Prime Video gilt als gesetzt, ist aber noch nicht datiert. Eine FSK-Freigabe steht aus, erwartet wird eine 16. Für mich ist der Termin clever gewählt, der frühe September ist traditionell hungrig nach einem schnellen, unterhaltsamen Kinoabend, bevor das schwere Herbstprogramm anrollt. Genau in diese Lücke passt ein Leitch-Heist perfekt.
Erwartungen vor dem Start
keine Wertung✅ Darauf freuen wir uns
- David Leitch und echte, lesbare Stunt-Action
- Hoult und Kravitz als Zentrum der Crew
- Frische Heist-Idee mit Live-Stream-Twist
❓ Das macht uns nervös
- Action-Comedy-Ton kann leicht kippen
- Viraler Gimmick könnte peinlich altern
- Riesen-Cast, in dem Rollen untergehen können
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