Countdown zum Kinostart
Jackass: Best and Last und der letzte große Rausch mit Knoxville ist noch nicht erschienen. Streaming-Anbieter tragen wir ein, sobald der Film nach dem Start verfügbar ist. Termin kann sich verschieben.
Die Vorschau
von CineTomAm 25. Juni 2026 schickt Paramount mit „Jackass: Best and Last“ den fünften und endgültig letzten Jackass-Film ins Kino, und ich habe mir den Donnerstag im Kalender schon dick angestrichen.
26 Jahre nachdem Johnny Knoxville sich zum ersten Mal für unsere Belustigung freiwillig verletzt hat, soll jetzt wirklich Schluss sein. Best-of der härtesten alten Nummern, dazu komplett neue Stunts und nie gezeigtes Material, rund zwei Stunden lang. Mein Hype ist peinlich hoch, und ein kleines bisschen mulmig ist mir trotzdem. Ich versuche, das hier halbwegs nüchtern einzuordnen, was bei diesem Thema ehrlich gesagt schwerfällt. Den Trailer habe ich übrigens schon dreimal hintereinander angeschaut.
Das letzte Mal. Angeblich.
Jackass: Best and Last ist offiziell der fünfte Kinofilm der Reihe und laut Johnny Knoxville der natürliche Schlusspunkt nach 26 Jahren. Regie führt wie bei jedem Teil Jeff Tremaine, hinter der Produktion steht Paramount, der deutsche Kinostart fällt auf den 25. Juni 2026. Die Crew ist seit dem MTV-Start im Jahr 2000 zusammen.
Knoxville ist mittlerweile 55 und sagt offen, dass der Körper das nicht ewig mitmacht. Genau das macht den Abschied für mich so reizvoll, weil die Beteiligten diesmal wirklich etwas zu verlieren haben. Schon Jackass Forever war 2022 spürbar von Verletzungspausen und Krankenhausbesuchen begleitet, und seitdem sind noch einmal vier Jahre vergangen. Wer den finalen Teil nicht verpassen will, kann ihn sich schon jetzt im Kinokalender vormerken, und wer mehr von der lauten Sorte sucht, wird bei unseren Action-Filmen fündig. Ein letzter großer Auftritt, bevor die Reihe endgültig ins Regal wandert.
Steve-O, ein Roboter namens Larry und eine Liste von Arztrechnungen
Der erste Trailer lief im April 2026 auf der CinemaCon, und er macht genau da weiter, wo Jackass Forever 2022 aufgehört hat. Steve-O, seit 2008 clean und trocken, lässt sich von einem Roboter namens Larry eine Prostatauntersuchung verpassen. Das ist der Tonfall des ganzen Films in einer einzigen Szene.
Dazu kommt Sean McInerney, den alle nur Poopies nennen, der mit einem Schock-Halsband an einer empfindlichen Stelle über einen Balken balancieren soll, und ein „Escape Room aus der Hölle“, der die ganze Truppe durchprügelt. Wer die Details nachlesen will, findet sie bei Variety. Was ich daran liebe: kein CGI, keine Greenscreen-Tricks, echte Körper und echter Schmerz. In einer Kinolandschaft voller digitaler Armeen ist diese Ehrlichkeit fast schon erfrischend.
26 Jahre Quatsch, der sich tatsächlich gerechnet hat
Jackass ist eine der profitabelsten Comedy-Marken überhaupt. Jackass 3D spielte 2010 weltweit rund 170 Millionen Dollar ein und ist damit der erfolgreichste Teil. Bad Grandpa folgte 2013 mit etwa 151 Millionen. Jackass Forever holte 2022 über 80 Millionen Dollar, bei lächerlichen 10 Millionen Produktionskosten.
Diese Zahlen erklären, warum Paramount die Crew immer wieder ziehen lässt. Forever startete laut Wikipedia mit 23,5 Millionen Dollar am ersten Wochenende und schlug damit deutlich teurere Blockbuster aus dem Feld. Für ein Franchise, das im Kern aus Männern besteht, die sich gegenseitig wehtun, ist das eine echte Hausnummer. Best and Last muss diese Erwartung gar nicht toppen, sondern die Reihe nur würdig abschließen. Zum Vergleich: schon der allererste Kinofilm Jackass: The Movie spielte 2002 bei nur 5 Millionen Dollar Budget weltweit über 79 Millionen ein und legte den Grundstein. Wenn ihr Lust auf weitere kommerzielle Überraschungen habt, lohnt ein Blick in unsere Komödien.
Bam. Das offene Kapitel.
Der größte emotionale Brocken im Trailer ist Bam Margera. Er wurde während der Produktion von Jackass Forever 2022 gefeuert, war dort nur in einer einzigen Szene zu sehen und ging anschließend juristisch gegen die Produktion vor. Sein Verhältnis zur Crew war jahrelang sichtbar zerrüttet.
Für Best and Last hat Margera einen Deal unterschrieben, taucht im Film aber ausschließlich über Archivmaterial auf. Das ist bittersüß. Wer die alten Teile kennt, weiß, wie zentral Bam einmal war, mit seiner Skateboard-Energie und seinem Hang zur Eskalation. Ihn jetzt nur als Erinnerung zu sehen, trifft einen Nerv. Für viele Fans war Bam spätestens ab Jackass Number Two von 2006 das chaotische Herz der Reihe, weshalb dieser stumme Archiv-Auftritt umso schwerer wiegt. Genau deshalb schreiben einige, der Trailer bringe einen fast zum Weinen, und ich glaube ihnen das sofort.
Warum das auf die große Leinwand gehört
Jackass funktioniert im Kino besser als zu Hause, weil das gemeinsame Zusammenzucken den halben Spaß ausmacht. Wenn ein ganzer Saal gleichzeitig die Luft anhält und dann loslacht, entsteht etwas, das kein Stream auf der Couch nachbaut. Forever habe ich 2022 mit drei Freunden gesehen, und wir haben durchgehend gequietscht wie kleine Kinder. Genau dieses kollektive Mitleiden ist der Grund, warum die Reihe vier Kinostarts lang funktioniert hat, während viele Found-Footage-Comedys längst im Stream verschwunden sind.
Tonal liegt das näher an der hemmungslosen Energie von Austin Powers oder dem entfesselten Chaos von Babylon als an einer braven Wohlfühl-Komödie. Und wer ein deutsches Großereignis fürs Kino sucht, hat mit Das Kanu des Manitu sein Gegenstück. Best and Last ist der Abschied von einer Idee, die so dumm wie ehrlich ist. Ich bin am Eröffnungsabend dabei, da gibt es für mich keine Diskussion.
Wer sich diesmal ein letztes Mal opfert
- Johnny Knoxville, inzwischen 55, der Mann, der im Jahr 2000 mit einem Elektroschocker angefangen hat und bis heute nicht aufhören kann
- Steve-O, seit 2008 nüchtern und trotzdem bereit, sich von Roboter Larry untersuchen zu lassen
- Chris Pontius, das ewige Grinsen der Truppe
- Jason Acuña, den wirklich alle nur Wee Man nennen
- Dave England und Preston Lacy, das Duo für die unappetitlichsten Nummern
- Ehren McGhehey, der im Kreis traditionell den schlimmsten Job abbekommt
- Sean McInerney alias Poopies, das jüngere Schmerzensopfer mit dem Schock-Halsband
- Bam Margera, diesmal nur im Archivmaterial, nach allem, was zwischen ihm und der Produktion lag
Erwartungen vor dem Start
keine Wertung✅ Darauf freuen wir uns
- Echte Stunts statt CGI
- Letzter Auftritt der Original-Crew
- Best-of plus komplett neues Material
❓ Das macht uns nervös
- Die Crew ist nicht mehr die Jüngste
- Bam nur noch im Archiv
- Kann brachial albern werden
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