Countdown zum Kinostart
Asterix und das Königreich Nubien: Gallier als Kinder, Afrika als Ziel — ich bin dabei ist noch nicht erschienen. Streaming-Anbieter tragen wir ein, sobald der Film nach dem Start verfügbar ist. Termin kann sich verschieben.
Die Vorschau
von CineTomAm 3. Dezember 2026 kommen Asterix und Obelix zurück ins Kino — und diesmal werden die Gallier zu Kindern.
Ja. Kinder. Ein Verjüngungselixier landet im Zaubertrank und das ganze Dorf schrumpft auf Grundschulgröße. Ich hab den Teaser gesehen und musste Linus erklären warum ich am Schreibtisch lache. Er hat nicht gelacht. Er lacht nie bei Filmsachen. Aber hey — 30 Millionen Dollar Budget, ein komplett neuer Regisseur und eine Originalstory die auf keinem Comic basiert. Das klingt nach einem Film der entweder richtig gut wird oder richtig daneben geht. Dazwischen gibt es bei sowas nicht viel.
30 Millionen Dollar und ein neuer Typ am Steuer
Okay, real talk: Alexandre Heboyan übernimmt die Regie. Nicht Alexandre Astier, der die letzten beiden CGI-Asterix-Filme gemacht hat. Das ist eine Ansage. Astier hat mit Das Geheimnis des Zaubertranks 2018 fast 4 Millionen Zuschauer allein in Frankreich eingesammelt, weltweit über 46 Millionen Dollar an den Kinokassen [Box Office Mojo]. Und jetzt kommt jemand Neues.
Heboyan. Kenne ich nicht. Ihr wahrscheinlich auch nicht. Genau das macht mich nervös UND neugierig. Manchmal ist frisches Blut das was eine Reihe braucht. Manchmal ist es das Gegenteil. Es gibt kein Dazwischen bei sowas. Entweder der neue Typ bringt eine eigene Vision mit oder er verwaltet nur was Astier aufgebaut hat.
Das Budget liegt bei 30 Millionen Dollar. Klingt nach viel bis man bedenkt dass Pixar für einen Film locker das Fünffache raushaut. Aber die Vorgänger haben mit ähnlichem Budget funktioniert — Land der Götter hat 2014 über 51 Millionen Dollar weltweit eingespielt, mit ungefähr dem gleichen Budget. Europäische Animation kann das. Hat es bewiesen. Muss es jetzt nochmal beweisen.
Gallier die zu Kindern werden. Leute.
Die Prämisse ist lowkey genial. Ein seltenes Verjüngungselixier gerät in den Zaubertrank von Miraculix. Und statt Superkraft gibt es Kindheit. Das komplette Dorf schrumpft. Stellt euch das vor. Asterix als Grundschüler. Obelix als — okay, Mini-Obelix ist wahrscheinlich immer noch größer als die meisten Erwachsenen. Das ist so ein Konzept wo man sofort Bilder im Kopf hat. Wie eine Filler-Episode in einem Anime die plötzlich zur besten Episode der Staffel wird.
Die Römer wittern ihre Chance. Klar. Was sonst. Unbezwingbare Gallier plötzlich unbezwingbar-niedlich. Und mittendrin müssen Asterix und Obelix ins ferne Königreich Nubien reisen. Ein Baobab-Samen soll das Gegenmittel sein. Afrika. Asterix in Afrika. Das gab es noch nie in der CGI-Reihe.
Nubien liegt im heutigen Sudan und Südägypten. Eigene Pyramiden, eigene Schrift, ein Handelsnetzwerk das bis nach Rom reichte. Quasi eine Zivilisation die in Filmen und Popkultur fast nie vorkommt. Wenn der Film auch nur zehn Prozent davon visuell einfängt wird das Setting allein den Kinobesuch wert sein. Worldbuilding-Potenzial: hoch. Sehr hoch.
Christian Clavier. Schon wieder. Immer noch.
Der Mann spricht Asterix seit dem Realfilm von 1999. Über ein Vierteljahrhundert. Clavier IST Asterix im französischen Kino, so wie man eben seit 25 Jahren den gleichen Kaffee trinkt — man probiert nichts Neues weil das Alte funktioniert. François-Xavier Demaison als Obelix, Bernard Alane als Miraculix. Die Stammbesetzung steht.
Neu dabei: Issa Doumbia als Duplicatha. Der Name allein klingt nach einem Charakter den ich mögen werde. Eye Haïdara in einer noch nicht angekündigten Rolle. Die deutsche Synchronbesetzung? Noch komplett unbekannt. Das nervt. Deutschland erfährt immer als Letztes wer die Stimmen macht. Typisch.
Wer da so spricht
- Christian Clavier als Asterix — seit 1999, über 25 Jahre, das ist Dedication
- François-Xavier Demaison als Obelix
- Bernard Alane als Miraculix (im französischen Original: Panoramix)
- Issa Doumbia als Duplicatha — neuer Charakter, noch keine Infos, bin gespannt
- Eye Haïdara — Rolle noch unter Verschluss. Spannend.
- François de Brauer in ebenfalls noch unbekannter Rolle
Deutsche Synchronbesetzung zum Zeitpunkt dieser Vorschau noch nicht angekündigt.
14 Filme in 49 Jahren. Das Franchise lebt.
Asterix hat insgesamt vierzehn Filme produziert — handgezeichnet, CGI, Live-Action. Die handgezeichneten Klassiker aus den 60ern und 70ern haben ihren Charme. Die Live-Action-Filme mit Depardieu als Obelix waren ein eigenes Ding. Aber die CGI-Ära ab 2014 hat dem Franchise visuell ein komplett neues Level gegeben. Ich erinnere mich noch wie Land der Götter im Kino lief und mein erster Gedanke war: Das sieht nicht aus wie Budgetware. Das sieht aus wie jemand der es ernst meint mit europäischer Animation.
René Goscinny und Albert Uderzo haben die Comics 1959 erschaffen. 67 Jahre her. Die verkaufen sich immer noch. Die Filme kommen immer noch. Das Franchise atmet immer noch. Vergleicht das mit anderen europäischen IPs dieser Größenordnung. Tim und Struppi. Lucky Luke. Und dann wird es dünn. Asterix ist Europas Antwort auf die großen amerikanischen Animationsstudios. Leiser vielleicht. Aber mit Charakter.
Warum mich das mehr interessiert als es sollte
Stefan würde jetzt sagen: Tom, das ist ein Kinderfilm. Und ich würde sagen: Stefan, Chihiros Reise ins Zauberland ist technisch auch ein Kinderfilm. Animation IST Kino. Punkt. Kein Nebengenre. Kein Kinderkram. Und wer was anderes behauptet hat Spider-Verse nicht gesehen.
Die Drehbuchautoren Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière haben diesmal eine komplette Originalstory geschrieben. Kein Comic als Vorlage. Das ist mutig. Das letzte Mal dass ein Asterix-Film komplett ohne Vorlage lief war Das Geheimnis des Zaubertranks — und der hat funktioniert. M6 Studio und Superprod Animation produzieren, SND übernimmt den internationalen Vertrieb. Dasselbe Team das die CGI-Reihe seit 2014 aufgebaut hat.
In meiner Filmpalette-Schicht letzte Woche hat ein Stammkunde gefragt ob ich wüsste wann der neue Asterix kommt. Dezember, hab ich gesagt. Er hat gelächelt. Asterix bringt Leute zusammen die sonst nie im selben Kinosaal sitzen würden. Omas und Enkel und Typen wie ich die eigentlich wegen der Animation da sind.
Der Teaser zeigt fast nichts. Absicht?
Seit November 2025 ist ein erster Teaser online. Kurz. Viel Landschaft, erste Blicke aufs Dorf, die Anfänge der Verwandlung. Nicht genug um wirklich zu urteilen. Aber die Farbpalette stimmt. Warm. Afrikanisch. Erdtöne mit goldenen Akzenten. Sieht aus als hätte jemand tatsächlich recherchiert und nicht einfach generischen Wüstensand auf den Screen geworfen.
Was mich stört: Man sieht fast nichts von den Kinderversionen der Gallier. Das ist doch DER Selling Point. Zeigt mir Klein-Asterix. Zeigt mir Mini-Obelix mit seinem Hinkelstein der plötzlich viel zu groß ist. Entweder ist das strategisch clever oder die Animationen sind noch nicht fertig. Beides möglich bei einem Release Ende 2026. Aber wenn der richtige Trailer im Sommer kommt und das Kinderdorf zeigt — dann wird es interesting.
Und wenn Königreich Nubien es schafft visuell aufzuholen und gleichzeitig den gallischen Humor beizubehalten — dann haben wir was. Kein kleines Was. Ein richtiges Was. Linus meinte gestern: „Ist das nicht der Typ mit dem Helm?“ Ja, Linus. Das ist der Typ mit dem Helm. Und er geht nach Afrika. Am 3. Dezember. Ich bin dabei.
Erwartungen vor dem Start
keine Wertung✅ Darauf freuen wir uns
- Originalstory statt Comic-Nacherzählung
- Nubien als visuell komplett neues Setting
- Bewährtes Voice-Cast-Team kehrt zurück
❓ Das macht uns nervös
- Neuer Regisseur ohne große Referenzen
- Teaser zeigt fast nichts von der Kernprämisse
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