Eli Roth macht ernst: Nach 17 Jahren wird aus dem legendären Grindhouse-Fake-Trailer endlich ein vollwertiger Slasher-Film. Thanksgiving serviert zum Truthahn-Fest blutige Rache in Plymouth, Massachusetts – dem Geburtsort des amerikanischen Erntedankfests. Ein maskierter Killer im Pilger-Kostüm dezimiert die Einwohner einer Kleinstadt, und ich saß mit einem breiten Grinsen im Kino. Endlich wieder ein Slasher, der sein Genre liebt und trotzdem frisch wirkt.
Thanksgiving ist der beste Slasher seit Jahren. Eli Roth hat 17 Jahre gebraucht, aber das Warten hat sich gelohnt. Endlich wieder ein Horrorfilm, der sein Genre respektiert und gleichzeitig etwas zu sagen hat. Pflichtprogramm für Halloween – oder eben Thanksgiving.
Trailer
Die Kritik
von TribunQuick Answer: Ist Thanksgiving sehenswert?
Kurze Antwort: JA – Thanksgiving ist Eli Roths bester Film und ein herrlich blutiger Slasher mit schwarzem Humor, der das Thanksgiving-Setting perfekt ausnutzt.
Für wen geeignet: Slasher-Fans, Grindhouse-Liebhaber, Fans von Eli Roth, Horror-Enthusiasten die klassische Whodunit-Struktur mögen.
Nicht geeignet für: Zartbesaitete, Jugendliche unter 18, Menschen die realistische Gewaltdarstellung nicht vertragen.
Mein Urteil: Nach Jahren des Wartens liefert Roth endlich den Slasher, den uns der Grindhouse-Trailer versprochen hat. Perfektes Thanksgiving-Double-Feature mit dem Truthahn.
Worum geht es in Thanksgiving?
Ein Jahr nach einem tödlichen Black-Friday-Aufruhr in Plymouth, Massachusetts, terrorisiert ein maskierter Killer die Kleinstadt. Der Mörder trägt eine John-Carver-Pilgermaske und scheint systematisch jeden zu jagen, der mit der Tragödie in Verbindung steht. Sheriff Eric Newlon ermittelt fieberhaft, während die Leichen sich häufen.
Die Handlung beginnt am Black Friday, als gierige Kunden den RightMart-Supermarkt stürmen und dabei mehrere Menschen sterben. Unter den Verletzten und Traumatisierten: die Tochter des Ladenbesitzers, Jessica Wright, und ihre Freunde. Ein Jahr später, pünktlich zum nächsten Thanksgiving, beginnt jemand, die Überlebenden und vermeintlich Schuldigen auf kreative Weise umzubringen TMDB, 2025.
Was folgt, ist klassisches Slasher-Kino mit einem Whodunit-Twist. Der Killer hinterlässt Hinweise auf Social Media, lädt seine Opfer zu einem makabren „Thanksgiving-Dinner“ ein und nutzt dabei die ikonischen Symbole des Feiertags als Mordwerkzeuge. Bratspieße, Maiskochern und Truthahn-Schnitzer werden zu Instrumenten des Grauens.
Der Film spielt geschickt mit der Kritik am amerikanischen Konsumwahn. Die Black-Friday-Eröffnungssequenz, gedreht mit über 600 Statisten Wikipedia, 2025, ist eine der verstörendsten Szenen des Jahres – nicht wegen übernatürlicher Monster, sondern wegen der allzu realistischen Darstellung menschlicher Gier.
Meine Pros & Cons zu Thanksgiving
Was Thanksgiving richtig macht:
- Perfektes Setting: Plymouth als Geburtsort von Thanksgiving ist genial gewählt
- Kreative Kills: Jeder Mord nutzt das Thanksgiving-Thema auf originelle Weise
- Schwarzer Humor: Die Balance zwischen Gore und Witz stimmt
- Patrick Dempsey: Überraschend solide als Sheriff mit Gewissen
- Whodunit-Struktur: Man rätselt bis zum Schluss mit
Was nicht so gut funktioniert:
- Teenager-Drama: Die Beziehungsprobleme der Jugendlichen ziehen sich
- Vorhersehbare Verdächtige: Erfahrene Slasher-Fans erraten den Killer eventuell
- Addison Rae: TikTok-Star im Film – funktioniert nur bedingt
Wer spielt in Thanksgiving mit?
Patrick Dempsey spielt Sheriff Eric Newlon, Nell Verlaque ist Jessica Wright, Addison Rae gibt Gabby, und Milo Manheim verkörpert Ryan. Rick Hoffman und Gina Gershon übernehmen die Elternrollen, während Jalen Thomas Brooks als Bobby für Football-Flair sorgt.
Patrick Dempsey, den die meisten als „McDreamy“ aus Grey’s Anatomy kennen IMDb, 2025, zeigt hier eine andere Seite. Als Sheriff bringt er die nötige Ernsthaftigkeit mit, ohne den Film zu beschweren. Gina Gershon, die Roth persönlich anschrieb und um eine Rolle bat, liefert als nervöse Mutter Amanda Collins ab.
Bei den jüngeren Darstellern sticht Nell Verlaque als Jessica heraus – sie trägt den Film als Final Girl mit Würde. Addison Rae als Social-Media-Star Gabby ist ein offensichtlicher Stunt-Cast, macht ihre Sache aber okay. Interessant: Die Katze im Film, „Tonic“, spielte bereits in Pet Sematary (2019) und wurde von Roth als „Leonardo DiCatprio“ bezeichnet Variety, 2023.
Wie wurde Thanksgiving produziert?
Thanksgiving basiert auf dem Fake-Trailer aus Robert Rodriguez‘ und Quentin Tarantinos Grindhouse-Doppelfeature von 2007. Eli Roth und Co-Autor Jeff Rendell hatten die Idee bereits als 12-Jährige entwickelt, brauchten aber 17 Jahre, um den Film zu realisieren.
Die Dreharbeiten fanden von März bis April 2023 in Ontario, Kanada statt Screen Rant, 2023. Toronto, Hamilton und Port Perry dienten als Kulissen für Plymouth, Massachusetts. Das echte Plymouth wurde nur für Establishing Shots verwendet – irischerweise sah es nicht „amerikanisch genug“ aus für Hollywood.
Mit einem Budget von nur 15 Millionen Dollar The Numbers, 2023 spielte Thanksgiving weltweit 46,5 Millionen Dollar ein Box Office Mojo, 2023. Das Opening Weekend brachte 12,6 Millionen Dollar. Für einen R-Rated Slasher sind das sehr solide Zahlen.
Fun Fact: Schauspielerin Amanda Barker, die Lizzie spielt, stammt aus Hanover, Massachusetts und ist tatsächlich die 9. Ur-Großnichte von John Carver – dem echten ersten Gouverneur der Plymouth Colony IMDb Trivia, 2025.
Wusstest du schon? Fun Facts zu Thanksgiving
- 17 Jahre Entwicklung: Der Fake-Trailer lief 2007 in Grindhouse, der echte Film kam erst 2023
- Dritter Grindhouse-Film: Nach „Machete“ und „Hobo with a Shotgun“ ist Thanksgiving der dritte Fake-Trailer, der zum echten Film wurde
- 600+ Statisten: Die Black-Friday-Massenpanik wurde mit über 600 Komparsen gedreht
- Die Katze ist ein Star: „Tonic“ spielte bereits in Pet Sematary und wurde „Leonardo DiCatprio“ getauft
- Echte Verbindung: Eine Darstellerin ist wirklich mit dem historischen John Carver verwandt
- FSK-Drama: Die FSK verweigerte zunächst die Freigabe, nach Berufung erhielt der Film FSK 18
- Sequel bestätigt: Thanksgiving 2 wurde bereits für 2025 angekündigt Variety, 2023
Ähnliche Filme wie Thanksgiving
- Halloween (2018) – David Gordon Greens Wiederbelebung des Slasher-Klassikers mit Jamie Lee Curtis
- Scream (2022) – Moderner Meta-Slasher, der die Regeln des Genres clever nutzt
- My Bloody Valentine (1981) – Kanadischer Feiertags-Slasher, spiritueller Vorgänger
Transparenz & Quellen
Dieser Review basiert auf meinem Kinobesuch im November 2023 und professioneller Recherche aus:
- Wikipedia: Produktionshintergrund, Cast
- IMDb: Trivia, technische Daten
- Rotten Tomatoes: Kritiker-Konsens
Zusätzliche Quellen (im Text zitiert): Box Office Mojo, Variety, The Numbers, Synchronkartei.de, Screen Rant.
Bewertung
Watcher-Score · redaktionelle EinzelwertungBewertet von Tribun, die Wertung steht oben.
Es ist angerichtet.Aus der Wertung von Tribun
Wer streamt Thanksgiving?
Verfügbarkeit DEStand 24.10.2026: Thanksgiving ist derzeit in keinem Streaming-Abo enthalten, lässt sich aber ab 3,99 € leihen oder kaufen (z. B. bei Apple TV+).
Stand 24.10.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB), Movie of the Night · ohne Gewähr
Besetzung
5 Rollen- Sheriff Eric NewlonPatrick Dempsey
- Jessica WrightNell Verlaque
- GabyAddison Rae
- RyanMilo Manheim
- BobbyJalen Thomas Brooks


3 Kommentare
Ich mag Eli Roth nicht, aber auf diesen Film habe ich doch irgendwie Bock. 😀
Sag bitte bescheid wie Du den findest. Würde so lange warten mir den anzuschauen.
Kann ich tun, aber das wird bis zur BD dauern, denn ins Kino werde ich es leider nicht schaffen. Dazu fehlt mir momentan einfach die Zeit.