Biermann: Das Porträt zum 90., fünfzig Jahre nach der Ausbürgerung Poster

Biermann: Das Porträt zum 90., fünfzig Jahre nach der Ausbürgerung (2026)

🔮 Preview · ohne Wertung 🎬 Film Kinostart 29. Oktober 2026 Dokumentarfilm
⚡ Kurz gesagt

„Biermann“ ist ein Dokumentarfilm von Jens Meurer über den Liedermacher Wolf Biermann und startet am Donnerstag, 29. Oktober 2026, in den deutschen Kinos, im Verleih ... Weiterlesen ...

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Countdown zum Kinostart

25Tage bis zum Kinostart
📅 29. Oktober 2026 · Deutschland
Redaktions-Hypesolide erwartet (Erwartung, keine Wertung)
KINOIm KinoKinostart 29. Oktober 2026 · Deutschlandgeplant
STRIm Streamfolgt nach Startfolgt

Biermann: Das Porträt zum 90., fünfzig Jahre nach der Ausbürgerung ist noch nicht erschienen. Streaming-Anbieter tragen wir ein, sobald der Film nach dem Start verfügbar ist. Termin kann sich verschieben.

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Die Vorschau

von MarenKessler

„Biermann“ ist ein Dokumentarfilm von Jens Meurer über den Liedermacher Wolf Biermann und startet am Donnerstag, 29. Oktober 2026, in den deutschen Kinos, im Verleih von Majestic. Die WatchGuide-Einschätzung vor der Sichtung: ein zweistündiges Porträt zum 90. Geburtstag, das Biermanns Lieder, unveröffentlichtes Archivmaterial und Begegnungen mit Weggefährten verbindet, und an dessen Drehbuch seine Frau Pamela Biermann mitgeschrieben hat.

Eine Note gibt es hier nicht. Grundlage sind der deutsche Trailer, die Angaben von Verleih und Filmfest Hamburg und die Filmdatenbanken. Was belegt ist und was sich erst im Kino beantworten lässt, steht unten getrennt.

Kinostart29.10.2026

Was über den Film belegt ist

Der Film läuft 120 Minuten, filmportal.de und Filmstarts führen ihn ohne Altersbeschränkung, das Filmfest Hamburg empfiehlt ihn ab zwölf Jahren. Seine Weltpremiere hatte er dort am 2. Oktober 2026 in der Reihe „Große Freiheit“, mit Wolf Biermann im Saal. Schon im September hatte er auf der Filmkunstmesse Leipzig den Gilde Filmpreis als bester Dokumentarfilm gewonnen, das melden filmportal.de und die AG Kino.

Produziert hat Meurers Firma Instant Film zusammen mit Zeitsprung Pictures, zero fiction film, dem WDR und Clouds Hill, laut filmportal.de mit Michael Souvignier, Johann Scheerer und Martin Hagemann als weiteren Produzenten. Vor der Kamera stehen laut Filmfest Hamburg neben Biermann selbst Joachim Gauck, Armin Mueller-Stahl, Campino, Wolfgang Niedecken und die Schriftstellerin Barbara Honigmann. Filmstarts nennt außerdem Pamela Biermann und die Musiker Ulrich Gumpert und Günter „Baby“ Sommer.

Wer erzählt hier eigentlich?

Das ist bei diesem Film die Frage, die vor allen anderen steht. Im Drehbuch stehen drei Namen: Dirk Kämper, Jens Meurer und Pamela Biermann, die Ehefrau des Porträtierten. Als Musik ist Wolf Biermann selbst genannt. Ein Porträt, an dessen Buch die Familie mitarbeitet, bekommt Zugang zu Privatarchiven, Fotos und Gesprächen, die einem fremden Team verschlossen blieben. Der Verleih spricht ausdrücklich von bisher unveröffentlichtem Archivmaterial. Dieselbe Nähe legt aber auch fest, was erzählt wird und was nicht.

Dazu passt die Auswahl der Gesprächspartner. Gauck, Mueller-Stahl, Niedecken und Campino stehen Biermann nahe oder haben seine Lieder interpretiert. Eine Stimme, die ihm widerspricht, nennt bisher keine der Ankündigungen. Das muss kein Mangel sein, ein Geburtstagsporträt darf feiern. Es sollte dann aber auch als solches gelesen werden und nicht als abschließende Biografie.

Was der Trailer zeigt

Der Trailer dauert zwei Minuten und 17 Sekunden. Er beginnt mit einem alten Mann, der von einer Uferwiese auf Containerkräne am anderen Ufer blickt, und springt dann ins Archiv: Schwarzweißbilder eines Bahnhofs mit Güterwagen, ein altes Foto einer Frau mit einem kleinen Jungen, Biermann in den Siebzigern am Tonbandgerät. Eine Texttafel behauptet, es gebe kein Leben, das mehr für die deutsch-deutsche Geschichte stehe als seines. Wer das sagt, steht nicht dabei.

Später zeigt der Trailer Biermann vor einem Notenständer im Plenarsaal des Bundestags. Dort sang er im November 2014 bei der Gedenkstunde zum Mauerfall und beschimpfte bei der Gelegenheit die Linksfraktion. Ob der Film diesen Auftritt als Triumph zeigt oder auch den Streit darüber, verrät der Trailer nicht. An dieser Stelle lässt sich gut ablesen, wie viel Abstand der Film zu seiner Hauptfigur hält.

Warum der Start im Herbst 2026 kein Zufall ist

Am 13. November 1976 sang Biermann in der Kölner Sporthalle auf Einladung der IG Metall, drei Tage später bürgerte ihn die DDR aus. Im November 2026 jährt sich das zum 50. Mal, am 15. November wird Biermann 90 Jahre alt. Laut Pressetext bilden Ausschnitte aus dem Kölner Konzert von 1976 und aus einem Konzert vom November 2025 das „Rückgrat der Erzählung“. Wer sich für die Ausbürgerung und ihre Folgen interessiert, findet bei uns mit „In einem Land, das es nicht mehr gibt“ einen Spielfilm über die späte DDR, erzählt aus einer ganz anderen Ecke des Landes.

Für wen sich der Kinobesuch lohnen dürfte

Unsere WatchGuide-Einschätzung vor der Sichtung: „Biermann“ dürfte denen am meisten geben, die seine Lieder kennen oder wissen wollen, warum ein Konzert in Köln 1976 deutsch-deutsche Geschichte geschrieben hat. Die Besetzung und das Archiv sprechen für einen reichen Film. Wer eine kritische Biografie mit Gegenstimmen erwartet, sollte die Frage nach der Distanz mit ins Kino nehmen, denn die Familie hat am Buch mitgeschrieben.

Weitere Starts der nächsten Wochen sammeln wir unter Demnächst im Kino, unsere Beiträge zu Dokumentarfilmen unter Dokumentation.

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Erwartungen vor dem Start

keine Wertung
Ein Porträt, an dessen Drehbuch die Ehefrau mitschreibt, öffnet Archive, die sonst verschlossen blieben. Wie viel Abstand dabei übrig bleibt, ist die eigentliche Frage an diesen Film.Vorab eingeschätzt von MarenKessler

✅ Darauf freuen wir uns

  • Bisher unveröffentlichtes Archivmaterial laut Verleih
  • Gauck, Mueller-Stahl, Honigmann, Campino und Niedecken vor der Kamera
  • Ausschnitte aus dem Kölner Konzert von 1976
  • Gilde Filmpreis als bester Dokumentarfilm

❓ Das macht uns nervös

  • Pamela Biermann hat am Drehbuch mitgeschrieben, die Musik stammt vom Porträtierten selbst
  • Keine widersprechende Stimme angekündigt
  • Texttafel im Trailer ohne Quelle
  • Zwei Stunden Laufzeit
🛡️Unser Versprechen: keine erfundenen Details, keine „erwarteten Wertungen". Ab dem Start steht hier die volle Kritik mit Watcher-Score.
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Besetzung

bestätigt
Wolf BiermannSelf
❓

FAQ zu Biermann: Das Porträt zum 90., fünfzig Jahre nach der Ausbürgerung

Wie lang ist „Biermann“, und ab welchem Alter ist er geeignet?
Der Film dauert 120 Minuten und ist laut filmportal.de ohne Altersbeschränkung freigegeben. Das Filmfest Hamburg hat ihn ab zwölf Jahren empfohlen, was eher etwas über das Thema sagt als über die Bilder.
Ab wann ist „Biermann“ im Kino?
Ab dem 29. Oktober 2026 bundesweit, Infos zum Film gibt es beim Verleih Majestic. Ein Kino in der Nähe findet unser Kinofinder.
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