Poster zum Film From Inside Out – Die Architektur von Peter Zumthor: Wenders filmt in 3D

From Inside Out – Die Architektur von Peter Zumthor: Wenders filmt in 3D (2026)

Film · Dokumentarfilm · 2026 · 114 Min.

Von , aktualisiert am 18. Oktober 20265 Minuten LesezeitSo arbeiten wir

„From Inside Out – Die Architektur von Peter Zumthor“ ist der Dokumentarfilm von Wim Wenders über den Schweizer Architekten und Pritzker-Preisträger Peter Zumthor und startet am Donnerstag, 26. November 2026, im Verleih von DCM in den deutschen Kinos. Die WatchGuide-Vorschau vor der Sichtung: 114 Minuten, in 3D gedreht, uraufgeführt am 6. September 2026 in Venedig außer Konkurrenz.

Eine Note gibt es hier nicht, den Film hat bei uns noch niemand gesehen. Grundlage sind die Angaben von Verleih, Festival und filmportal.de, dazu eine erste deutsche Kritik aus Venedig. Was davon belegt ist und was nur angekündigt wird, steht unten getrennt.

Kinostart26.11.2026

Die Vorschau

von WatchGuide-Redaktion
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Was über den Film belegt ist

Die Eckdaten stimmen in den geprüften Quellen überein. filmportal.de führt den Film mit 114 Minuten, als 3D-Dokumentarfilm, mit Uraufführung am 6. September 2026 in Venedig und dem deutschen Kinostart am 26. November 2026. Filmstarts und Kino-Zeit nennen denselben Termin. Produziert haben Road Movies, die Firma von Wenders, und DCM. Als Produktionsländer stehen Deutschland und die Schweiz im Festivalkatalog, filmportal.de nennt zusätzlich Norwegen. Unter den ausführenden Produzenten steht Brad Pitt.

Buch und Regie liegen bei Wenders, die Kamera bei Franz Lustig und Sebastian Cramer, den Schnitt hat Maxine Goedicke gemacht. Die Musik stammt von Vera Kappeler, Laurent Petitgand, Sophie Hunger und Peter Conradin Zumthor, dem Sohn des Architekten. Gesprochen wird nach Angaben des Architekturportals ArchDaily Englisch, Schweizerdeutsch und Deutsch.

Laut Verleih begann die Zusammenarbeit mit einem gemeinsamen Kurzfilm, „Notes From A Day In The Life Of An Architect“, entstanden auf Einladung des britischen Architekten David Chipperfield. Aus dem Kurzfilm wurde über die Jahre ein Langfilm; die Produktion spricht von 14 Jahren. Als Leitthemen nennt DCM zwei damals noch laufende Bauvorhaben: die Erweiterung der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel und den Neubau für das Los Angeles County Museum of Art (LACMA). Daneben sollen unter anderem die Therme Vals, das Kolumba-Museum in Köln, die Bruder-Klaus-Feldkapelle in der Eifel und die Gedenkstätte Steilneset im norwegischen Vardø zu sehen sein, die Zumthor mit der Künstlerin Louise Bourgeois gestaltet hat.

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Wer spricht in diesem Film?

Bei einem Porträt ist das die erste Frage, und die Antwort fällt hier deutlich aus. Wenders hat sich 14 Jahre lang mit Zumthor und seinem Werk beschäftigt; das ist Nähe, keine Distanz. Die Mitwirkendenliste der Biennale von Venedig nennt neben Zumthor unter anderem die Schriftstellerin Siri Hustvedt, den Historiker Karl Schlögel, die Regisseurin Ava DuVernay, den Maler Mark Bradford, die Musikerin Sophie Hunger sowie Lena und Werner Herzog. Und sie nennt Michael Govan, den Direktor des LACMA. Govan hat den Neubau in Los Angeles über viele Jahre vorangetrieben. Er ist in diesem Film also nicht Beobachter, sondern Bauherr.

Das ist kein Vorwurf. Wer einen Architekten über so lange Zeit begleitet, bekommt Zugang zu Baustellen und Werkstätten, den kein Team bekommt, das für zwei Drehtage anreist. Die Beschreibung des Verleihs legt den Schwerpunkt ohnehin auf das Erleben: Die Gebäude sollen aus der Sicht von Besuchern, Bewohnern und Handwerkern gezeigt werden. Wenders beginnt sein Regiestatement mit dem Satz, wir alle lebten in Häusern und nennten sie „Zuhause“, weil sie uns schützen. Das ist als Absicht offen formuliert, und daran lässt sich der Film nach dem Start messen.

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Der Bau in Los Angeles ist umstritten

Die David Geffen Galleries des LACMA sind seit dem 4. Mai 2026 für das Publikum geöffnet. Schon während der Planung gab es Widerstand, unter anderem von Denkmalschützern, weil für den Neubau die alten Museumsgebäude abgerissen wurden. Auch die Kritik nach der Eröffnung fiel geteilt aus. Jori Finkel gab dem Bau in The Art Newspaper vier von fünf Sternen, bemängelte aber, dass zu den Werken kaum Einordnung möglich sei und Ölgemälde in den Räumen schlechter wirkten als Skulpturen. Sie zitiert zudem Stimmen, denen die Orientierung im Haus schwerfällt.

Hier werde ich aufmerksam. Wenn ausgerechnet dieses Projekt ein Leitthema des Films ist und der Museumsdirektor selbst spricht, hängt viel daran, ob auch jemand zu Wort kommt, der den Bau kritisch sieht. Aus dem Material vor dem Start geht das nicht hervor. Janick Nolting, der den Film für Filmstarts in Venedig gesehen hat, lobt die räumlichen 3D-Aufnahmen und vergibt 3,5 von 5 Sternen. Zugleich schreibt er, Zumthors Biografie werde nur oberflächlich behandelt. Das ist seine Einschätzung, nicht unsere, aber sie passt zu der Frage, die dieser Film beantworten muss: Porträt oder Werkschau im Auftrag der Bewunderung?

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Was vor dem Ticketkauf noch offen ist

Drei praktische Punkte waren am 30. September 2026 nicht geklärt. Erstens die Fassung: Welche Sprachfassung DCM in Deutschland zeigt, ob Original mit Untertiteln oder mit deutschem Voice-over, hat der Verleih bisher nicht veröffentlicht. Zweitens die Altersfreigabe: Eine FSK-Angabe lag bei keiner der geprüften Quellen vor. Drittens das Format: Gedreht ist der Film in 3D, und Filmstarts führt ihn als 3D-Film. Das internationale Plakat kündigt ihn „in 3D & 2D“ an; welche Kinos welche Fassung zeigen, steht noch nicht fest.

Wenders hat schon früher Künstlerporträts in 3D gedreht, 2011 „Pina“ über die Choreografin Pina Bausch und 2023 „Anselm“ über den Maler Anselm Kiefer. Wer den Zumthor-Film sehen will, sollte deshalb vor dem Ticketkauf nachsehen, in welcher Vorstellung die 3D-Fassung läuft. Unser Kinofinder zeigt die Kinos in der Nähe.

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Für wen sich der Kinobesuch lohnen dürfte

Unsere WatchGuide-Einschätzung vor der Sichtung: „From Inside Out – Die Architektur von Peter Zumthor“ dürfte denen am meisten geben, die Gebäude wie Kolumba oder die Bruder-Klaus-Kapelle kennen oder besuchen wollen und fast zwei Stunden ruhiges, räumliches Kino mögen. Wer von Wenders bisher nur die Spielfilme kennt, etwa „Paris, Texas“ oder „Der Himmel über Berlin“, sollte keinen Handlungsfilm erwarten. Wer eine kritische Auseinandersetzung mit Zumthors Großprojekten sucht, nimmt am besten eine Frage mit ins Kino: Wer bewundert hier, und wer widerspricht?

Weitere Starts der nächsten Wochen sammeln wir unter Demnächst im Kino, unsere Beiträge zu Dokumentarfilmen unter Dokumentation.

Countdown zum Kinostart

38Tage bis zum Kinostart
26. November 2026 · Deutschland
Erinnere mich
Redaktions-Hypesolide erwartet (Erwartung, keine Wertung)
KINOIm KinoKinostart 26. November 2026 · Deutschlandgeplant
STRIm Streamfolgt nach Startfolgt

From Inside Out – Die Architektur von Peter Zumthor: Wenders filmt in 3D ist noch nicht erschienen. Streaming-Anbieter tragen wir ein, sobald der Film nach dem Start verfügbar ist. Termin kann sich verschieben.

Erwartungen vor dem Start

keine Wertung
Vierzehn Jahre Nähe öffnen Baustellen, die ein Kamerateam auf der Durchreise nie sieht. Ob sie auch Platz für Widerspruch lassen, zeigt erst der Film.Vorab eingeschätzt von WatchGuide-Redaktion

Darauf freuen wir uns

  • Wim Wenders begleitet Zumthors Arbeit seit 14 Jahren
  • Die Bauten sollen aus Sicht der Nutzer gezeigt werden, in 3D
  • Mit Therme Vals, Kolumba und Bruder-Klaus-Kapelle die bekanntesten Werke
  • Erste Kritik aus Venedig lobt die räumlichen Aufnahmen

Das macht uns nervös

  • Der LACMA-Direktor spricht, ob Kritiker des Baus zu Wort kommen, ist offen
  • Filmstarts findet die Biografie oberflächlich behandelt
  • Deutsche Sprachfassung und FSK noch nicht veröffentlicht
  • Ob jedes Kino 3D zeigt, steht nicht fest
Zur Einordnung: Diese Vorschau beschreibt den geprüften Informationsstand. Eine spätere Bewertung braucht eine eigene dokumentierte Grundlage.

Besetzung

1 Rollen
  • SelfPeter Zumthor

FAQ zu From Inside Out – Die Architektur von Peter Zumthor: Wenders filmt in 3D

Wann läuft der Film in der Schweiz an?
Ebenfalls am 26. November 2026. DCM bringt den Film in beiden Ländern heraus; in der Schweiz stand er außerdem vorab im Programm des Zurich Film Festival.
Ist das ein Film nur für Architekturfans?
Nach der Festivalbeschreibung nicht in erster Linie. Der Film soll die Bauten so zeigen, wie ihre Nutzer sie erleben, statt Pläne und Fachbegriffe zu erklären. Wie gut das ohne Vorwissen trägt, lässt sich erst nach der Sichtung sagen.

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