Poster zum Film In einem Land das es nicht mehr gibt

In einem Land das es nicht mehr gibt

🎬 Film 100 Min. Drama
⚡ Kurz gesagt

Aelrun Goette gelingt mit diesem Film ein ehrlicher Blick auf die DDR-Endzeit, der weder verklärt noch verurteilt. Marlene Burow überzeugt als Protagonistin zwischen Anpassung und Rebellion, die Ausstattung ist detailreich und authentisch. Das gemächliche Tempo mag nicht jeden ansprechen, aber wer sich darauf einlässt, bekommt ein bewegendes Zeitporträt. Besonders empfehlenswert für Geschichtsinteressierte und Liebhaber des deutschen Arthouse-Kinos. Watcher-Score 7,8/10.

⚖️ Zum Urteil 📺 Wer streamt's? ▶ Trailer
📺

Wer streamt In einem Land, das es nicht mehr gibt?

Verfügbarkeit DE

Stand 23.07.2026: In einem Land, das es nicht mehr gibt läuft im Abo bei Prime Video – mit deutscher Synchronfassung. Leihen oder Kaufen geht ab 3,99 €.

Verfügbarkeit Deutschland · Stand 23.07.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.

✍️

Die Kritik

von Tribun
Ach, die DDR im Film – ein Thema, das mich seit Jahren beschäftigt. „In einem Land das es nicht mehr gibt“ von Aelrun Goette wirft einen Blick auf die letzten Jahre der DDR, diesmal durch die Augen einer jungen Frau, die zwischen Anpassung und Rebellion gefangen ist. Marlene Burow spielt Suzie, die nach einem Schulrauswurf in der Modewelt des Ostens landet und dort mehr findet als nur einen Job. Ein Film über Träume, Kompromisse und die Frage, was Freiheit wirklich kostet – und einer, der mich überrascht hat.

Quick Answer: Ist In einem Land das es nicht mehr gibt sehenswert?

Kurze Antwort: JA – Ein authentischer, emotional berührender Blick auf die DDR-Endzeit, der ohne Klischees auskommt und starke Charaktere bietet.

Für wen geeignet: DDR-Interessierte, Fans von Coming-of-Age-Geschichten, Liebhaber authentischer deutscher Filme, Mode-Enthusiasten.

Nicht geeignet für: Action-Suchende, Historien-Muffel, Zuschauer die schnelle Erzähltempi brauchen.

Mein Urteil: Goette gelingt ein feinfühliges Porträt einer Generation im Umbruch. Marlene Burow trägt den Film mit einer Performance, die zwischen Verletzlichkeit und Stärke changiert. Ein wichtiger Film über eine Zeit, die wir nicht vergessen sollten.

Worum geht es in In einem Land das es nicht mehr gibt?

Die 18-jährige Suzie wird kurz vor dem Abitur von der Schule geworfen und muss als Arbeiterin im Kabelwerk Oberspree arbeiten – bis ein Zufallsfoto in der Straßenbahn ihr Leben völlig verändert. Sie landet bei VHB Exquisit und schließlich auf dem Cover der Sibylle, der legendären Modezeitschrift der DDR.

Berlin, Ende der 1980er Jahre. Während sich die DDR ihrem Ende nähert, kämpft Suzie mit den ganz normalen Problemen einer jungen Frau: Liebe, Träume, der Wunsch nach Selbstbestimmung. Das System hat sie bereits abgeschrieben – rausgeflogen aus der Schule, verdammt zur Fabrikarbeit. Doch dann entdeckt sie der Fotograf Rudi in der S-Bahn, und plötzlich öffnet sich eine Tür zu einer Welt, die sie nie für möglich gehalten hätte.

Die Modewelt der DDR war etwas Besonderes – weit entfernt vom westlichen Konsumwahn, aber trotzdem ein Ort der Kreativität und des stillen Aufbruchs. Chefredakteurin Dr. Elsa Wilbrodt von der Sibylle wird zu Suzies Mentorin und zeigt ihr Möglichkeiten auf, die das System eigentlich nicht vorsieht. Parallel dazu lernt Suzie die Berliner Untergrund-Szene kennen – Menschen, die aus Duschvorhängen und Stoffresten ihre eigene Mode kreieren, weit ab von den offiziellen Richtlinien.

Im Zentrum steht auch ihre Liebesgeschichte mit dem Fotografen Coyote, dessen künstlerische Visionen zu radikal für die staatlich kontrollierten Medien sind. Ihre gemeinsame Reise ans Meer wird zu einer Metapher für die Sehnsucht nach Freiheit – aber diese Freiheit hat ihren Preis, wie Suzie schmerzhaft lernen muss.

Wie inszeniert Aelrun Goette die DDR-Endzeit?

Regisseurin Aelrun Goette verzichtet bewusst auf die üblichen DDR-Klischees und zeigt stattdessen eine Gesellschaft im Wandel, voller Widersprüche und menschlicher Komplexität. Ihre Inszenierung ist subtil, atmosphärisch dicht und emotional ehrlich.

Was mir sofort aufgefallen ist: Goette malt nicht schwarz-weiß. Die DDR in ihrem Film ist weder das graue Jammertal noch das verkitschte Ostalgie-Paradies, sondern ein komplexer Raum mit eigenen Regeln und Möglichkeiten. Sie zeigt Menschen, die innerhalb der Grenzen des Systems ihre eigenen Freiräume schaffen – manchmal erfolgreich, manchmal nicht.

Besonders beeindruckend finde ich, wie sie die Modewelt der DDR einfängt. Die Sibylle war tatsächlich ein Phänomen – eine Zeitschrift, die zwischen staatlicher Kontrolle und künstlerischem Anspruch navigierte. Goette macht spürbar, welche Bedeutung Mode als Ausdrucksform in einer Gesellschaft hatte, in der andere Formen der Selbstdarstellung limitiert waren.

Die Kameraführung von Jörg Widmer ist dabei nie aufdringlich, sondern folgt Suzie mit einer dokumentarischen Nähe, die authentisch wirkt. Die 16mm-Optik verleiht den Bildern eine warme, fast nostalgische Qualität, ohne dabei verklärt zu wirken. Goette nutzt oft natürliches Licht und reale Schauplätze – das spürt man in jeder Einstellung.

Auch das Tempo der Erzählung spiegelt die Zeit wider. Hier wird nicht gehetzt oder künstlich dramatisiert. Stattdessen nimmt sich der Film Zeit für die kleinen Momente, für Blicke, für das Ungesagte. Das mag manchmal etwas langatmig wirken, aber es entspricht dem Lebensgefühl einer Zeit, in der Veränderungen langsam und oft unmerklich stattfanden.

Überzeugt Marlene Burow als Suzie?

Marlene Burow liefert eine beeindruckende Hauptrolle ab – authentisch, vielschichtig und ohne die typischen Coming-of-Age-Klischees. Sie macht Suzie zu einer glaubwürdigen jungen Frau zwischen Anpassung und Rebellion, deren Entwicklung man gerne folgt.

Burow hat etwas, was viele junge Schauspielerinnen heute vermissen lassen: eine natürliche Präsenz ohne Eitelkeit. Ihre Suzie ist nicht perfekt, nicht immer sympathisch, aber immer menschlich. Sie zeigt die Unsicherheit einer 18-Jährigen genauso überzeugend wie deren plötzliches Selbstbewusstsein, wenn sie auf dem Laufsteg steht oder sich gegen Autoritäten stellt.

Besonders stark ist Burow in den ruhigeren Momenten. Wenn Suzie mit ihrer Mutter streitet oder sich von Coyote entfernt, spricht sie mehr über Mimik und Körpersprache als über große Dialoge. Das ist echtes Schauspielhandwerk, das man heute leider selten sieht.

Sabin Tambrea als Rudi gibt den desillusionierte Fotografen überzeugend, der zwischen Kunst und Kommerz gefangen ist. David Schütter macht aus Coyote mehr als nur den rebellischen Künstler-Freund – er zeigt einen Mann, der seine eigenen Kämpfe austrägt und dabei manchmal Kollateralschäden in Kauf nimmt.

Eine Besetzung, die besonders hervorsticht, ist Claudia Michelsen als Dr. Elsa Wilbrodt. Sie verkörpert die Chefredakteurin der Sibylle mit einer Mischung aus Professionalität und mütterlicher Wärme, die niemals ins Klischeehafte abrutscht. Michelsen zeigt eine Frau, die gelernt hat, innerhalb der Systemgrenzen zu agieren, ohne dabei ihre Integrität zu verlieren.

Wie authentisch wirkt die Bildsprache von In einem Land das es nicht mehr gibt?

Die visuelle Umsetzung ist bemerkenswert authentisch – von den Kostümen über die Schauplätze bis hin zur Farbgebung stimmt alles. Kameramann Jörg Widmer schafft eine glaubwürdige Zeitreise ohne Museum-Atmosphäre.

Was mir sofort ins Auge fällt: Die Kostüme von Katharina Ost sind perfekt. Nicht perfekt im Sinne von „zu schön“, sondern perfekt im Sinne von „genau richtig für die Zeit und die Menschen“. Die Mode der Sibylle wirkt tatsächlich wie ein Fenster in eine andere Welt – elegant, aber auf eine sehr eigene, ostdeutsche Art. Die Alltagskleidung dagegen ist unspektakulär real, ohne dabei wie ein Kostümfundus zu wirken.

Die Schauplätze sind ein Traum für jeden DDR-Nostalgiker und gleichzeitig völlig frei von Verklärung. Das Kabelwerk sieht aus wie ein echtes Kabelwerk, die Redaktionsräume der Sibylle haben diese typische Mischung aus sozialistischer Funktionalität und intellektuellem Anspruch. Selbst die Wohnungen wirken gelebt, nicht wie Filmsets.

Widmers Kameraarbeit unterstützt diese Authentizität durch eine zurückhaltende, aber präzise Bildsprache. Er filmt oft aus Suzies Perspektive, lässt uns ihre Welt durch ihre Augen sehen. Die Farbpalette ist gedämpft, aber nicht grau – sie spiegelt die gedämpfte Hoffnung einer Zeit wider, in der Veränderung in der Luft lag, aber noch nicht greifbar war.

Besonders gelungen sind die Szenen am Meer. Hier öffnet sich die Bildsprache, wird weiter, heller – ein visueller Ausdruck der Freiheit, die Suzie und Coyote dort finden. Diese Kontraste zwischen Enge und Weite, zwischen Grau und Farbe, zwischen Kontrolle und Freiheit durchziehen den ganzen Film.

Wie funktioniert die Musik in In einem Land das es nicht mehr gibt?

Komponist Tobias Wagner schafft einen Soundtrack, der die Zeitstimmung perfekt einfängt – melancholisch, hoffnungsvoll und authentisch für die späten 1980er Jahre. Die Musik unterstützt die Emotionen, ohne sich jemals in den Vordergrund zu drängen.

Wagner arbeitet hauptsächlich mit elektronischen Elementen, die der Zeit entsprechen, kombiniert sie aber geschickt mit orchestralen Arrangements. Das Ergebnis ist ein Sound, der zeitgemäß wirkt, ohne dabei wie eine billige 80er-Jahre-Nostalgie zu klingen. Die Musik fühlt sich an wie die echte Soundtrack einer Generation, die zwischen zwei Welten gefangen war.

Besonders schön ist der Umgang mit Diegese – also Musik, die auch im Film selbst zu hören ist. Die Songs im Radio, die Musik in den Clubs, sogar die Melodien, die Suzie summt, fügen sich nahtlos in die Gesamtkomposition ein. Das ist handwerklich saubere Arbeit, die man heute leider nicht oft sieht.

Die emotionalen Höhepunkte werden nie überdramatisiert. Wenn Suzie und Coyote am Meer sind, bleibt die Musik zurückhaltend, lässt Raum für die Stille und die Naturgeräusche. Wenn Suzie durch Berlin läuft, untermalt die Musik ihre inneren Kämpfe, ohne dabei pathetisch zu werden.

Was mir besonders gut gefällt: Der Soundtrack verzichtet auf bekannte Hits der Zeit. Stattdessen schafft Wagner eine eigenständige musikalische Welt, die authentisch wirkt, ohne dabei von nostalgischen Erinnerungen an bekannte Songs überlagert zu werden.

Was sind die größten Stärken von In einem Land das es nicht mehr gibt?

Der Film punktet vor allem durch seine authentische Darstellung einer komplexen Zeit, starke schauspielerische Leistungen und eine Geschichte, die ohne große Gesten auskommt, aber trotzdem berührt. Goettes Verzicht auf DDR-Klischees macht den Film zu einem ehrlichen Zeitdokument.

Die größte Stärke ist meiner Meinung nach die Authentizität. Hier wird nicht mit dem Zeigefinger gewedelt, nicht verklärt und nicht verurteilt. Stattdessen zeigt Goette Menschen in einem System, die das Beste aus ihren Möglichkeiten machen. Das macht die Figuren glaubwürdig und sympathisch, auch wenn sie nicht immer die richtigen Entscheidungen treffen.

Marlene Burows Performance ist ein weiterer Trumpf. Sie trägt den Film mit einer Natürlichkeit, die heute selten geworden ist. Ihre Suzie ist eine junge Frau, die man gerne kennenlernen möchte – mit all ihren Fehlern und Träumen. Das ist die Art von Schauspielkunst, die einen Film unvergesslich macht.

Auch die Detailtreue verdient Lob. Von der Mode über die Einrichtung bis hin zu den sozialen Codes der Zeit – hier stimmt alles. Man merkt, dass hier Menschen am Werk waren, die diese Zeit entweder selbst erlebt haben oder sich intensiv damit beschäftigt haben. Das hebt den Film weit über das Niveau der üblichen historischen Kostümfilme hinaus.

Die emotionale Ehrlichkeit ist ein weiterer Pluspunkt. Der Film zeigt Liebe, Enttäuschung, Hoffnung und Verlust, ohne dabei ins Melodramatische abzurutschen. Die Konflikte sind echt, die Lösungen nicht immer befriedigend – genau wie im echten Leben.

Wo hat In einem Land das es nicht mehr gibt seine Schwächen?

Das gemächliche Erzähltempo und einige erzählerische Unschärfen können Zuschauer abschrecken, die einen dynamischeren Film erwarten. Manche Nebenfiguren bleiben zu blass, und der Schluss wirkt etwas zu offen.

Das größte Problem ist wahrscheinlich das Tempo. Goette lässt sich Zeit für ihre Geschichte, manchmal vielleicht etwas zu viel Zeit. Es gibt Sequenzen, in denen der Film ins Stocken gerät, besonders in der Mitte. Zuschauer, die an das schnelle Tempo moderner Filme gewöhnt sind, könnten hier ungeduldig werden.

Einige Nebenfiguren hätten mehr Tiefe verdient. Suzies Kollegen im Kabelwerk, ihre Freundinnen, selbst ihre Mutter bleiben oft nur Sketches. Das ist schade, weil gerade diese Figuren die gesellschaftlichen Verhältnisse hätten verdeutlichen können. Hier verschenkt der Film Potenzial für zusätzliche emotionale Resonanz.

Der Schluss wirkt auf mich etwas zu offen. Ich verstehe, dass Goette nicht alles auflösen wollte – das Leben ist ja auch kein Hollywood-Film. Aber manche Handlungsstränge werden einfach fallengelassen, ohne dass klar wird, warum. Das kann frustrierend sein, auch wenn es der Realität entsprechen mag.

Manchmal hätte ich mir auch mehr politische Schärfe gewünscht. Der Film zeigt das System DDR sehr human und verständnisvoll, aber die Mechanismen der Unterdrückung, die Angst, die Überwachung kommen etwas zu kurz. Das macht den Film sympathischer, aber manchmal auch etwas zahnlos.

Für wen ist In einem Land das es nicht mehr gibt der richtige Film?

Der Film spricht vor allem Zuschauer an, die sich für deutsche Geschichte interessieren, authentische Charakterfilme schätzen und Geduld für eine langsamere Erzählweise mitbringen. Fans von Coming-of-Age-Geschichten und DDR-Thematik werden hier fündig.

Geschichtsinteressierte werden den Film lieben. Wer schon immer wissen wollte, wie das Leben in der DDR jenseits der großen politischen Ereignisse aussah, bekommt hier authentische Einblicke. Besonders die Darstellung der Modewelt und der kulturellen Szene ist faszinierend und lehrreich zugleich.

Liebhaber des deutschen Films sollten zugreifen. „In einem Land das es nicht mehr gibt“ zeigt, was deutsches Kino kann, wenn es nicht versucht, Hollywood zu kopieren, sondern seine eigenen Stärken ausspielt: Authentizität, emotionale Tiefe, gesellschaftliche Relevanz.

Fans von starken weiblichen Charakteren kommen voll auf ihre Kosten. Suzie ist eine Protagonistin, die ihre eigenen Entscheidungen trifft, auch wenn sie nicht immer die richtigen sind. Marlene Burows Performance macht sie zu einer der interessantesten Filmfiguren der letzten Jahre.

Auch für Mode-Enthusiasten ist der Film ein Muss. Die Darstellung der DDR-Modewelt, der kreativen Arbeit mit begrenzten Mitteln und der Bedeutung von Stil als Ausdrucksform ist einzigartig im deutschen Kino.

Weniger geeignet ist der Film für Zuschauer, die Action oder schnelle Unterhaltung suchen. Auch wer historische Filme grundsätzlich langweilig findet oder sich nicht für deutsche Geschichte interessiert, wird hier nicht glücklich. Das langsame Tempo und die subtile Erzählweise erfordern Aufmerksamkeit und Geduld.

Wer spielt in In einem Land das es nicht mehr gibt mit?

  • Marlene Burow als Suzie
  • Sabin Tambrea als Rudi
  • David Schütter als Coyote
  • Claudia Michelsen als Dr. Elsa Wilbrodt
  • Sven-Eric Bechtold als Professor Grünwald
  • Jördis Triebel als Gisela
  • Bernd Hölscher als Petzke
  • Gabriele Völsch als Christiane
  • Hannah Ehrlichmann als Marina
  • Sira Topic als Uta
  • Zoé Höche als Kerstin
  • Bernd Schneider als Vater Klaus

Fazit: Lohnt sich In einem Land das es nicht mehr gibt?

„In einem Land das es nicht mehr gibt“ ist ein Film, der mich positiv überrascht hat. Aelrun Goette schafft es, die komplexe Realität der späten DDR ohne Verklärung oder Verurteilung zu zeigen. Marlene Burow trägt den Film mit einer Performance, die zwischen Verletzlichkeit und Stärke changiert und dabei immer authentisch bleibt. Die detailreiche Ausstattung und die ehrliche Erzählweise machen ihn zu einem wichtigen Zeitdokument, das auch emotional berührt. Wer Geduld für eine langsamere Gangart mitbringt und sich für deutsche Geschichte interessiert, bekommt hier einen Film, der lange nachhallt. 7.8/10 Punkte.

⚖️

Das Urteil

Watcher-Score · redaktionelle Einzelwertung

Bewertet von — eine Person, ein begründetes Urteil.

Ein authentisches DDR-Porträt ohne Klischees - Marlene Burow trägt den Film mit natürlicher Präsenz durch eine Zeit im Umbruch.— aus der Wertung von Tribun
Aelrun Goette gelingt mit diesem Film ein ehrlicher Blick auf die DDR-Endzeit, der weder verklärt noch verurteilt. Marlene Burow überzeugt als Protagonistin zwischen Anpassung und Rebellion, die Ausstattung ist detailreich und authentisch. Das gemächliche Tempo mag nicht jeden ansprechen, aber wer sich darauf einlässt, bekommt ein bewegendes Zeitporträt. Besonders empfehlenswert für Geschichtsinteressierte und Liebhaber des deutschen Arthouse-Kinos.

Schnelle Antworten

Antworten Schnelle Antworten zu In einem Land, das es nicht mehr gibt

Wo kann ich In einem Land, das es nicht mehr gibt streamen?

In einem Land, das es nicht mehr gibt läuft aktuell im Abo bei Prime Video; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, Google Play, YouTube, maxdome, MagentaTV, Videoload und freenet Video. Stand Juli 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.

Wie lange dauert In einem Land, das es nicht mehr gibt?

In einem Land, das es nicht mehr gibt hat eine Laufzeit von rund 100 Minuten (1 Stunde und 40 Minuten).

Lohnt sich In einem Land, das es nicht mehr gibt?

Unsere Redaktion vergibt In einem Land, das es nicht mehr gibt einen Watcher-Score von 7,8 von 10. Aelrun Goette gelingt mit diesem Film ein ehrlicher Blick auf die DDR-Endzeit, der weder verklärt noch verurteilt. Marlene Burow überzeugt als Protagonistin zwischen Anpassung und Rebellion, die Ausstattung ist detailreich und authentisch. Das gemächliche Tempo mag nicht jeden ansprechen, aber wer sich darauf einlässt, bekommt ein bewegendes Zeitporträt. Besonders empfehlenswert für Geschichtsinteressierte und Liebhaber des deutschen Arthouse-Kinos.

Für wen ist In einem Land, das es nicht mehr gibt geeignet?

In einem Land, das es nicht mehr gibt ist vor allem etwas für Drama-Fans und alle, die solide Genre-Unterhaltung suchen.

Worum geht es in In einem Land, das es nicht mehr gibt?

Suzie steht in Ostberlin 1989 kurz vor dem Abitur, als sie von der Schule fliegt und sich plötzlich alleine durchschlagen muss. Auf dem Weg zu ihrem Job als Facharbeiterin im Kabelwerk Oberspree wird sie zufällig fotografiert.

🎬

Trailer

🎭

Besetzung

Marlene BurowSuzie
Sabin TambreaRudi
David SchütterCoyote
Claudia MichelsenDr. Elsa Wilbrodt
Jördis TriebelGisela

FAQ zu In einem Land das es nicht mehr gibt

Ist In einem Land das es nicht mehr gibt eine wahre Geschichte?
Der Film basiert nicht auf einer spezifischen wahren Geschichte, sondern erzählt eine fiktive Handlung vor dem authentischen Hintergrund der DDR-Endzeit. Die Modezeitschrift Sibylle gab es wirklich und gilt als "Vogue des Ostens".
Wann spielt In einem Land das es nicht mehr gibt?
Die Handlung ist in den späten 1980er Jahren angesiedelt, kurz vor dem Fall der Berliner Mauer. Es ist die Zeit des Umbruchs und der ersten Risse im DDR-System.
Wie lange läuft In einem Land das es nicht mehr gibt?
Der Film hat eine Laufzeit von 100 Minuten und erzählt in diesem Rahmen eine komplette Coming-of-Age-Geschichte vor historischem Hintergrund.
Ist der Film politisch oder eher persönlich?
Der Film fokussiert auf die persönliche Geschichte von Suzie, zeigt aber geschickt die politischen und gesellschaftlichen Umstände der Zeit. Politik wird durch persönliche Erfahrungen vermittelt, nicht durch große Reden.
Für welches Alter ist In einem Land das es nicht mehr gibt geeignet?
Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben und behandelt Themen wie erste Liebe, berufliche Orientierung und den Umgang mit gesellschaftlichen Zwängen - interessant für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen.
Braucht man Vorkenntnisse über die DDR?
Grundkenntnisse über die DDR sind hilfreich, aber nicht zwingend notwendig. Der Film erklärt die wichtigsten Zusammenhänge durch die Handlung und macht auch ohne Detailwissen über die Zeit Sinn.
📣

Der Saal

Community — getrennt von der Redaktion

Schon gesehen? Bewerte in 2 Sekunden — deine Stimme zählt für den Saal, nie für den Watcher-Score.

🌟 Community Bewertung

Noch keine Community-Bewertung

Sei der Erste!

📝 Deine Bewertung
Klicke zum Bewerten (wird temporär gespeichert)
💬

Wie reagierst du auf das Review?

🗣️

Diskutiere mit · 3 Kommentare

3 Kommentare

Varagard

Nein.

Ich kann keine deutschen Filme mir anschauen. Halte ich nicht aus. Zumindest nicht dies was in den letzten Jahrzehnten produziert wurde.

Dabei war Deutschland mal das Filmland und da gab es wirklich tolle Produktionen, aber das ist alles lange lange her und ich weiß nicht, was dann irgendwann passiert ist, aber irgendwo muss es gekippt sein, dass es mit unseren Filmen und Schauspielern bergab ging.

Tribun
Tribun AUTOR

Ja sehe ich ähnlich, aber es gibt Ausnahmen.
Wenn Du Komödien magst, schau Dir mal die „Eberhofer Krimis“ an.

Varagard

Komödien sind noch schlimmer. Denn ich finde es gibt kaum bis keine witzigen deutschen Komiker oder auch Komödien.

Liegt auch ein bisschen an mir, denn ich hab eine komische Art an Humor, aber ich find die alle nicht witzig. Manche sind unterhaltsam, aber unter unterhaltsam fällt vieles.

🚪

Ähnliche Filme

aus derselben Kammer
Cookie Consent mit Real Cookie Banner