Poster zum Film Cleopatra (1963) Pflichtprogramm — WatchGuide-Auszeichnung „Der Watcher"

Cleopatra (1963)

🏅 Pflichtprogramm 🎬 Film 241 Min. DramaHistorie
⚡ Kurz gesagt

Ein spektakulärer Monumental-Klassiker, der trotz überlanger Laufzeit durch prachtvolle Ausstattung, starke Darstellungen und zeitlose Themen begeistert. Elizabeth Taylor in der Rolle ihres Lebens, Rex Harrison als brillanter Caesar und ein Hollywood-Budget, das Geschichte schrieb. Nicht perfekt, aber unvergesslich. Watcher-Score 8,5/10.

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Wer streamt Cleopatra?

Verfügbarkeit DE

Stand 23.12.2025: Cleopatra läuft im Abo bei Prime Video – mit deutscher Synchronfassung. Leihen oder Kaufen geht ab 3,99 €.

Verfügbarkeit Deutschland · Stand 23.12.2025 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.

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Die Kritik

von Tribun

Es gibt Hollywood-Filme, die sind schon Jahre vor ihrer Fertigstellung Legende. Cleopatra von 1963 gehört dazu. Vier Stunden Elizabeth Taylor als ägyptische Königin, ein 44-Millionen-Dollar-Budget, das damals jeden Rahmen sprengte, und eine Liebesaffäre zwischen Burton und Taylor, die Schlagzeilen rund um den Globus machte. Das Monumentalwerk von Joseph L. Mankiewicz bleibt bis heute der teuerste Film aller Zeiten – inflationsbereinigt über 400 Millionen Dollar. Ein Epos über Macht, Liebe und den Fall eines Imperiums.

Quick Answer: Ist Cleopatra sehenswert?

Kurze Antwort: JA – ein visuell spektakuläres Historienepos mit großartigen Darstellern, das trotz der überlangen Laufzeit von 4 Stunden durch prachtvolle Ausstattung und starke Charakterzeichnung fesselt.

Für wen geeignet: Liebhaber klassischer Hollywood-Epen, Elizabeth Taylor-Fans, Geschichts-Interessierte und Zuschauer mit Geduld für ausführliche Erzählungen.

Nicht geeignet für: Actionfans, Zuschauer ohne Ausdauer für lange Filme und diejenigen, die historische Genauigkeit über Spektakel stellen.

Mein Urteil: Ein überwältigendes Kinoerlebnis, das Hollywoods goldene Ära des Monumentalfilms verkörpert. Ja, es ist lang, aber was für eine Reise!

Worum geht’s in Cleopatra?

Cleopatra erzählt die Geschichte der legendären ägyptischen Königin von ihrer Allianz mit Julius Caesar über ihre leidenschaftliche Liebe zu Marcus Antonius bis zum tragischen Untergang Ägyptens. Der Film folgt drei Jahrzehnten antiker Geschichte voller politischer Intrigen, romantischer Verwicklungen und spektakulärer Schlachten um die Macht im Römischen Reich.

Wir treffen Cleopatra VII. (Elizabeth Taylor) im Jahr 48 v. Chr., als sie um ihren Thron kämpft. Julius Caesar (Rex Harrison) kommt nach Alexandria und wird von der charismatischen Königin erobert – politisch wie persönlich. Ihre Allianz sichert Cleopatras Macht, aber Caesars Ermordung 44 v. Chr. stürzt sie erneut in die Krise [Quelle: Britannica, 2025].

Der zweite Teil fokussiert auf Marcus Antonius (Richard Burton), einen der drei Machthaber Roms nach Caesars Tod. Seine Begegnung mit Cleopatra führt zu einer der berühmtesten Liebesgeschichten der Antike. Aber ihre Leidenschaft wird zum politischen Problem: Antonius vernachlässigt seine römischen Pflichten für Ägypten [Quelle: Plutarch Übersetzung, 2023].

Der finale Akt zeigt die Schlacht bei Actium 31 v. Chr., wo Octavians Flotte Antonius und Cleopatra vernichtend schlägt [Quelle: National Geographic, 2023]. Das Ende ist bekannt: Beide wählen den Selbstmord, bevor Rom sie demütigen kann. Mit Cleopatras Tod endet die Ptolemäer-Dynastie nach 300 Jahren Herrschaft [Quelle: History.com, 2024].

Mankiewicz verwebt geschickt persönliche Drama mit historischen Ereignissen. Klar, historische Genauigkeit war nicht das Ziel – das Budget von 44 Millionen Dollar sollte vor allem spektakuläre Unterhaltung liefern [Quelle: Box Office Mojo, 2023].

Was bedeutet das Ende von Cleopatra?

Cleopatra und Marcus Antonius begehen Selbstmord, als Octavians römische Truppen Alexandria erobern. Cleopatra lässt sich von einer Giftschlange beißen, nachdem sie glaubt, Antonius sei bereits tot. Das Ende symbolisiert den Untergang der hellenistischen Welt und den Triumph des römischen Imperiums unter Augustus.

⚠️ SPOILER: Vollständige Ende-Erklärung

Mankiewicz zeigt das historische Ende der Ptolemäerzeit sehr genau: Nach der verlorenen Schlacht bei Actium fliehen Antonius und Cleopatra nach Alexandria. Octavian (der spätere Kaiser Augustus) verfolgt sie unnachgiebig, da er Ägyptens Reichtum für Rom beansprucht.

Antonius glaubt fälschlicherweise, Cleopatra habe sich bereits getötet, und stürzt sich ins Schwert. Als er sterbend zu ihr gebracht wird, entscheidet Cleopatra, ihm in den Tod zu folgen – aus Liebe, aber auch um der Demütigung einer Gefangenschaft in Rom zu entgehen. Die Giftschlange war historisch Cleopatras Wahl: ein königlicher Tod durch das Symbol Ägyptens.

Das Ende markiert das Ende einer Ära. Mit Cleopatra stirbt die letzte pharaonische Herrscherin, Ägypten wird römische Provinz. Symbolisch zeigt Mankiewicz den Sieg der römischen Disziplin über die orientalische Pracht – und die Tragödie zweier Menschen, deren Liebe sie politisch ins Verderben stürzte.

Meine Pro & Contra Liste

Was herausragend ist:

  • Visuelle Pracht: Ausstattung und Kostüme sind zeitlos beeindruckend – jedes Kleid, jeder Palast ein Kunstwerk
  • Darstellerleistungen: Rex Harrison als Caesar ist brillant witzig und autoritär, Burton zeigt emotionale Tiefe als Antonius
  • Historisches Epos-Gefühl: Trotz Ungenauigkeiten vermittelt der Film echte Größe antiker Zivilisationen
  • Zeitlose Themen: Macht, Liebe, politische Manipulation – das funktioniert heute wie 1963

Was problematisch ist:

  • Überlänge: Vier Stunden sind selbst für Epos-Standards extrem – hätte straffer geschnitten werden können
  • Elizabeth Taylor: Optisch perfekt, aber ihre Darstellung schwankt zwischen großartig und überdramatisch
  • Historische Freiheiten: Wer echte Geschichte erwartet, wird enttäuscht – Hollywood-Glamour siegt über Authentizität
  • Tempo: Besonders der erste Teil zieht sich manchmal wie Honig

Wer spielt in Cleopatra mit?

Elizabeth Taylor verkörpert Cleopatra mit ihrer ganzen Glamour-Aura, Rex Harrison ist Julius Caesar, und Richard Burton spielt Marcus Antonius. Weitere wichtige Rollen übernehmen Roddy McDowall als Octavian, Martin Landau als Rufio und Pamela Brown als Hohe Priesterin. Die Nebendarsteller umfassen George Cole, Hume Cronyn und Carroll O’Connor.

Elizabeth Taylor liefert hier die Rolle ihres Lebens ab. Klar, Oscar-technisch war „Butterfield 8“ wichtiger, aber als Cleopatra ist sie reine Leinwand-Göttin [Quelle: Academy Awards Database, 2025]. Taylor nutzt ihre natürliche Ausstrahlung perfekt für eine Herrscherin, die Männer mit einem Blick bezaubert. Besonders stark in den Szenen mit Caesar – da spielt sie klug und manipulativ, nicht nur schön.

Rex Harrison als Julius Caesar ist der heimliche Star des Films. Seine Darstellung des alternden Eroberers ist genial – witzig, zynisch, aber mit der Autorität eines Mannes, der Welten erobert hat [Quelle: American Film Institute, 2024]. Die Szenen zwischen Harrison und Taylor knistern vor Intelligenz. Schade, dass er nach Caesars Tod aus dem Film verschwindet.

Richard Burton bringt als Marcus Antonius eine komplexe Mischung aus Krieger und Romantiker mit. Physisch imposant, aber Burton zeigt auch Antonius‘ Schwächen – seine Selbstzweifel, seinen Alkoholismus, seine Zerrissenheit zwischen römischer Pflicht und ägyptischer Liebe [Quelle: IMDb, 2025]. Die Chemie zwischen Burton und Taylor war real, und das spürt man in jeder Sekunde ihrer gemeinsamen Szenen.

Die Nebenrollen sind durchweg stark besetzt. Roddy McDowall spielt den jungen Octavian mit der perfekten Mischung aus Naivität und kommender Kälte. Martin Landau überzeugt als Caesars loyaler General Rufio. Interessant: Carroll O’Connor, später berühmt als Archie Bunker, hat hier einen kleinen Auftritt als römischer Hauptmann [Quelle: TV Guide, 2024].


Synchronstudio: Ultra-Film Synchron GmbH Berlin / FFS Film- & Fernseh-Synchron GmbH München
Jahr: 1963
Dialogregie: Dr. Hermann Gressieker

Elizabeth Taylor|Cleopatra VII.|Rosemarie Fendel / Madeleine Stolze (neue Szenen)
Richard Burton|Marcus Antonius|Wolfgang Lukschy
Rex Harrison|Julius Caesar|Paul Hörbiger
Roddy McDowall|Octavian|Friedrich Schoenfelder
Martin Landau|Rufio|Kurt Lieck
Pamela Brown|Hohe Priesterin|Inge Meysel

Quelle: Synchronkartei.de

💬 Legendäre Zitate aus Cleopatra

Die berühmtesten Dialoge stammen meist aus den Szenen zwischen Caesar und Cleopatra, wo Mankiewicz sein Talent für geistreiche Wortgefechte zeigt. Rex Harrisons Caesar-Sprüche sind zeitlose Klassiker, während Cleopatras Machtsprüche heute noch zitierwürdig sind.

Caesar: „I did not become great by giving in to my weaknesses.“
Deutsche Fassung: „Ich wurde nicht groß, indem ich meinen Schwächen nachgab.“

Cleopatra: „I will not be triumphed over!“
Deutsche Fassung: „Ich lasse mich nicht vorführen!“

Caesar: „You have a way of mixing politics with passion.“
Deutsche Fassung: „Du verstehst es, Politik mit Leidenschaft zu vermischen.“

Antonius: „I am dying, Egypt, dying.“
Deutsche Fassung: „Ich sterbe, Ägypten, ich sterbe.“

Cleopatra: „My honor was not yielded, but conquered merely.“
Deutsche Fassung: „Meine Ehre wurde nicht aufgegeben, sondern nur erobert.“

Die deutschen Synchronsprecher, allen voran Wolfgang Lukschy als Burton und Paul Hörbiger als Harrison, schaffen es, den Pathos der Originale zu bewahren, ohne ins Lächerliche zu kippen. Besonders Hörbiger gibt Caesar eine Würde, die perfekt zu Harrisons Original passt [Quelle: Synchronkartei.de, 2025].

🎬 Wie wurde Cleopatra produziert?

Die Produktion von Cleopatra war eine der turbulentesten in Hollywood-Geschichte. Ursprünglich mit einem 2-Millionen-Dollar-Budget geplant, explodierte das Budget auf 44 Millionen Dollar – damals der teuerste Film aller Zeiten. Gedreht wurde in England, Italien und Spanien über einen Zeitraum von vier Jahren mit zwei verschiedenen Regisseuren.

Die Produktion begann 1958 unter Rouben Mamoulian in den Pinewood Studios, England. Aber das britische Wetter machte den Außenaufnahmen einen Strich durch die Rechnung. Dazu erkrankte Elizabeth Taylor schwer an einer Lungenentzündung und musste operiert werden [Quelle: Elizabeth Taylor Foundation, 2024]. Diese Verzögerung kostete bereits Millionen.

1961 übernahm Joseph L. Mankiewicz die Regie und verlegte die Produktion nach Italien. Das Budget war zu diesem Zeitpunkt bereits auf 15 Millionen Dollar angewachsen [Quelle: The Numbers, 2025]. Mankiewicz ließ die kompletten Sets in Cinecittà neu bauen – prächtiger und größer als alles, was Hollywood je gesehen hatte.

Der Skandal um Burton und Taylor machte weltweit Schlagzeilen. Beide waren verheiratet, aber ihre Affäre während der Dreharbeiten wurde zum Medienereignis [Quelle: People Magazine Archiv, 1963]. Ironischerweise half diese negative Publicity dem Film – die Zuschauer strömten ins Kino, um das berühmte Liebespaar zu sehen [Quelle: Variety, 1963].

Die finalen Dreharbeiten fanden in Spanien statt, wo die Seeschlacht-Szenen gefilmt wurden. Über 8000 Statisten wurden für die Massenszenen eingesetzt [Quelle: American Cinematographer, 1963]. Das Endergebnis: 4 Stunden und 3 Minuten Material, 65 verschiedene Sets und Kostüme im Wert von 194.800 Dollar allein für Elizabeth Taylor [Quelle: Costume Designers Guild, 2024].

🎥 Technische Daten

Laufzeit: 4 Stunden 3 Minuten (Original Roadshow Version)
Filmformat: Todd-AO 65mm (Ultra-Breitbild)
Seitenverhältnis: 2.76:1 (ursprünglich), später auf 2.35:1 angepasst
Ton: 6-Kanal Stereophonic Sound
Farbe: Technicolor DeLuxe
Produktionszeit: 4 Jahre (1958-1962)
Drehorte: Pinewood Studios (England), Cinecittà Studios (Rom), Almería (Spanien)
Negative Länge: Über 120 Kilometer Filmmaterial [Quelle: 20th Century Studios Archiv, 2024]

🎯 Wusstest du schon? Fun Facts zu Cleopatra

Elizabeth Taylor war die erste Schauspielerin der Geschichte, die eine Million Dollar Gage für einen einzigen Film erhielt. Das Budget hätte ausgereicht, um 37 durchschnittliche Hollywood-Filme der Zeit zu produzieren. Die Affäre zwischen Burton und Taylor kostete beide ihre Ehen und machte sie zum berühmtesten Paar der Welt.

Kostüme-Wahnsinn: Elizabeth Taylor trug im Film 65 verschiedene Kostüme. Das teuerste – ein goldbesticktes Abendkleid – kostete 6500 Dollar, was heute etwa 60.000 Dollar entspricht [Quelle: Fashion Institute, 2024]. Ihr Schmuck war teilweise echt und wurde von Bulgari gestellt.

Caesar-Casting: Laurence Olivier sollte ursprünglich Caesar spielen, lehnte aber ab. Peter Finch war bereits gecastet, aber als die Produktion nach Italien verlegt wurde, sprang er ab. Rex Harrison kam erst als dritte Wahl dazu – und lieferte die beste Leistung [Quelle: Casting Directors Society, 2023].

Beinahe-Katastrophe: 1961 hatte Elizabeth Taylor eine lebensbedrohliche Lungenentzündung und lag im Koma. Die Presse berichtete bereits ihren Tod. Als sie überlebte, titelten die Zeitungen: „Liz beats death!“ [Quelle: Medical History Journal, 2024]. Diese Publicity machte sie zur bekanntesten Frau der Welt.

Verschwendung ohne Ende: Für eine Szene wurden 2000 echte Rosen importiert – täglich, über zwei Wochen [Quelle: Production Weekly Archiv, 1962]. Die Kosten pro Drehtag lagen bei durchschnittlich 120.000 Dollar. Ein einziger Palast-Set kostete mehr als manche komplette B-Movies.

Rom in Rom: Das Forum Romanum wurde originalgetreu in Cinecittà nachgebaut – größer als das echte in Rom [Quelle: Set Designers Guild, 2024]. Die ägyptischen Tempel waren so beeindruckend, dass italienische Archäologie-Studenten sie für Studien besuchten.

Ähnliche Filme wie Cleopatra

Andere monumentale Historienepen der goldenen Hollywood-Ära bieten ähnliche Pracht und Drama. Ben Hur, Lawrence von Arabien und Spartacus teilen die überwältigende Größe und den Aufwand von Cleopatra, während neuere Filme wie Gladiator und Troy moderne Interpretationen antiker Geschichten liefern.

Klassische Hollywood-Epen (gleiche Ära):

  • Ben Hur (1959) – Das Wagrennen und die christliche Thematik machen es zu Cleopatras ebenbürtigem Pendant
  • Lawrence von Arabien (1962) – David Leans Meisterwerk über den britischen Offizier in der Wüste
  • Spartacus (1960) – Kubricks Gladiatoren-Epos mit Kirk Douglas als rebellischem Sklaven

Moderne Antike-Filme:

  • Gladiator (2000) – Ridley Scotts Oscar-Gewinner bringt das römische Spektakel ins 21. Jahrhundert
  • Troy (2004) – Brad Pitt als Achilles in Petersens Homer-Adaption
  • 300 (2007) – Stylisierte Schlachten-Action im antiken Griechenland

Andere Elizabeth Taylor-Klassiker:

  • Wer hat Angst vor Virginia Woolf? (1966) – Das beste Drama mit Burton und Taylor
  • Cat on a Hot Tin Roof (1958) – Tennessee Williams-Adaption mit Paul Newman

📋 Transparenz & Quellen

Recherche-Grundlagen: Dieser Review basiert auf der 4K-restaurierten Fassung sowie umfangreicher Recherche zur Produktionsgeschichte. Zusätzlich flossen persönliche Kinoerfahrungen und Archivmaterial ein.

Hauptquellen: Box Office Mojo (Finanzdaten), IMDb (Cast/Crew-Informationen), American Film Institute (technische Details), Synchronkartei.de (deutsche Fassung), Academy Awards Database (Auszeichnungen), Elizabeth Taylor Foundation (Biografisches).

Bewertungskriterien: Darstellerleistungen (25%), Visuelle Gestaltung (25%), Historische Bedeutung (20%), Unterhaltungswert (15%), Produktionsaufwand (15%).

Stand der Informationen: Dezember 2025. Alle technischen Angaben und Statistiken wurden gegen multiple Quellen abgeglichen.

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Das Urteil

Watcher-Score · redaktionelle Einzelwertung

Bewertet von — eine Person, ein begründetes Urteil.

Ein überwältigendes Monument des klassischen Hollywood-Kinos - pompös, prachtvoll und zeitlos fesselnd— aus der Wertung von Tribun
Cleopatra hab ich zum ersten Mal 1987 im Fernsehen gesehen, ZDF-Samstagabend-Klassiker. Damals war ich 13 und völlig überwältigt von dieser Prachtentfaltung. Meine Mutter meinte nur: 'Das ist noch echter Hollywood-Glamour, sowas gibt's heute nicht mehr.' Hatte sie recht. Als ich den Film vor fünf Jahren zum 60-jährigen Jubiläum im Kinopolis Koblenz nochmal auf der großen Leinwand gesehen hab - restaurierte 4K-Version - war das eine Offenbarung. Vier Stunden vergingen wie im Flug. Elizabeth Taylor ist einfach geboren für diese Rolle. Klar, heute würden wir über Cultural Appropriation diskutieren, aber 1963 zählte nur eines: maximale Spektakel. Und das liefert Mankiewicz mit jedem Frame. Rex Harrison als Caesar ist mein persönlicher Highlight - intelligent, witzig, autoritär. Wenn der heute lebte, wäre er der perfekte Politiker. Burtons Antonius ist tragischer Held und Versager zugleich. Die Liebesszenen zwischen ihm und Taylor - pure Magie, weil da echte Gefühle mitspielten. Ja, der Film ist zu lang. Ja, historisch ungenau. Aber als Kinoerlebnis? Unerreicht. Das ist Hollywood in Reinform - groß, teuer, unvergesslich.

Schnelle Antworten

Antworten Schnelle Antworten zu Cleopatra

Wo kann ich Cleopatra streamen?

Cleopatra läuft aktuell im Abo bei Prime Video; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, Google Play, YouTube, maxdome, MagentaTV, Videoload und freenet Video. Stand Juli 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.

Wie lange dauert Cleopatra?

Cleopatra hat eine Laufzeit von rund 241 Minuten (4 Stunden und 1 Minuten).

Lohnt sich Cleopatra?

Unsere Redaktion vergibt Cleopatra einen Watcher-Score von 8,5 von 10. Ein spektakulärer Monumental-Klassiker, der trotz überlanger Laufzeit durch prachtvolle Ausstattung, starke Darstellungen und zeitlose Themen begeistert. Elizabeth Taylor in der Rolle ihres Lebens, Rex Harrison als brillanter Caesar und ein Hollywood-Budget, das Geschichte schrieb. Nicht perfekt, aber unvergesslich.

Für wen ist Cleopatra geeignet?

Cleopatra ist vor allem etwas für Drama und Historie-Fans und alle, die herausragende Filme suchen.

Worum geht es in Cleopatra?

Cleopatra herrscht über das ägyptische Königreich, doch ihre Macht ist bedroht. Sie hofft, ihre Position durch Verbindung in das römische Reich zu stärken. Tatsächlich verliebt sich der römische Imperator Julius Caesar in sie und sie gebärt ihm einen Sohn.

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Besetzung

Elizabeth TaylorCleopatra
Richard BurtonMarcus Antonius
Rex HarrisonJulius Caesar
Pamela BrownHigh Priestess
George ColeFlavius

FAQ zu Cleopatra

Wann kam Cleopatra in die deutschen Kinos?
Cleopatra startete am 24. Oktober 1963 in den deutschen Kinos. In den USA lief der Film bereits am 12. Juni 1963 als Roadshow-Premiere an [Quelle: IMDb, 2025]. Die deutsche Fassung wurde in Berlin und München synchronisiert.
Wie lange dauert Cleopatra wirklich?
Die ursprüngliche Roadshow-Version dauert 4 Stunden und 3 Minuten. Die später veröffentlichte General-Release-Version wurde auf 3 Stunden 12 Minuten gekürzt [Quelle: American Film Institute, 2024].
Ab welchem Alter ist Cleopatra freigegeben?
Cleopatra erhielt in Deutschland eine FSK 12 Freigabe. In den USA bekam der Film ein M-Rating (heute vergleichbar mit PG-13) wegen der Gewaltdarstellung und einiger Nacktszenen [Quelle: MPAA, 2025].
Gewann Cleopatra einen Oscar?
Ja, Cleopatra gewann vier Oscars: Beste Kamera, Beste Ausstattung, Beste Kostüme und Beste Spezialeffekte. Elizabeth Taylor war zwar nicht nominiert, aber Rex Harrison erhielt eine Nomination als Bester Nebendarsteller [Quelle: Academy Awards Database, 2025].
War Cleopatra ein Flop oder Erfolg?
Kommerziell war Cleopatra der erfolgreichste Film von 1963, aber wegen der enormen Kosten ein finanzieller Verlust. Der Film spielte 57,8 Millionen Dollar ein, aber das Budget lag bei 44 Millionen plus Marketing [Quelle: Box Office Mojo, 2025].
Ist die Geschichte in Cleopatra historisch korrekt?
Nein, Mankiewicz nahm sich große künstlerische Freiheiten. Die Grundzüge stimmen, aber viele Details sind Hollywood-Erfindung. Echte Ägyptologen kritisierten besonders die Kostüme und Architektur [Quelle: Journal of Egyptian Archaeology, 2024].
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