Die Kritik
von TribunNetflix setzt alles auf Japan. Der Streaming-Gigant hat sein bisher umfangreichstes japanisches Programm vorgestellt – insgesamt 24 Produktionen. 13 Serien, 8 Anime-Titel, 3 Filme. Dazu kommen Live-Übertragungen japanischer Baseball-Spiele.
Das dickste Ding? Ein Reboot von Tohos Klassiker Human Vapor aus dem Jahr 1960 – oder wie er im Original heißt: Gasu Ningen Dai Ichigo. Der Science-Fiction-Film gilt in Japan als Kultfilm, international kennen ihn aber die wenigsten.
Für Anime-Fans wird es richtig interessant. Kyoto Animation arbeitet an einer neuen Serie für Netflix. Das Studio – von Insidern liebevoll Kyo-Ani genannt – hat mit Violet Evergarden und A Silent Voice einige der emotionalsten Anime der letzten Jahre produziert. Was genau sie diesmal planen? Noch unter Verschluss.
Auch Reality-TV kommt nicht zu kurz. The Boyfriend und Badly in Love bekommen neue Staffeln. Beide Dating-Shows haben sich, ehrlich gesagt überraschend schnell, eine treue internationale Fangemeinde aufgebaut. Auf WatchGuide haben wir bereits über den Erfolg japanischer Reality-Formate berichtet.
Mit den Baseball-Übertragungen wagt Netflix einen Schritt in komplett neues Terrain – Sport war bisher nicht gerade die Stärke des Streaming-Dienstes, aber Japan liebt Baseball wie kaum ein anderes Land. Ob das funktioniert? Abwarten.
Die massive Investition zeigt klar: Netflix will den asiatischen Markt nicht nur bedienen, sondern dominieren. Japan zählt zu den wichtigsten Märkten in der gesamten Region, und authentische lokale Produktionen sind der Schlüssel dazu – das hat der Erfolg koreanischer Serien ja eindrucksvoll bewiesen.
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