Die Kritik
von TribunEs ist soweit. HBO Max hat heute Morgen in acht weiteren europäischen Ländern den Betrieb aufgenommen – darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Die Sache hat allerdings einen Haken, oder naja, eher eine Besonderheit: Wer HBO Max hierzulande nutzen will, muss den Umweg über Amazon Prime Video nehmen. Eine eigene App? Gibt’s nicht. Zumindest nicht in den deutschsprachigen Märkten.
Warner Bros. Discovery hat sich für ein Vertriebsmodell entschieden, das man so eher selten sieht – der komplette Dienst läuft als Channel innerhalb von Prime Video, ähnlich wie man das von Paramount+ oder anderen Anbietern kennt. Italien, Luxemburg und Liechtenstein wurden übrigens genauso angebunden.
Warum dieser Weg? Die Antwort ist simpel. Amazon hat die Infrastruktur, die Reichweite und – was vielleicht am wichtigsten ist – bereits Millionen zahlender Kunden in Deutschland. WBD spart sich den teuren Aufbau einer eigenen Plattform und bekommt direkten Zugang zu einem etablierten Kundenstamm.
Das Angebot selbst kann sich sehen lassen. „House of the Dragon“, „The Last of Us“, „Succession“ – die HBO-Flaggschiffe sind alle dabei. Dazu kommen diverse Warner Bros.-Produktionen aus dem Filmbereich.
In Israel und Griechenland startete der Dienst ebenfalls heute. Damit nähert sich HBO Max der vollständigen Abdeckung des europäischen Marktes – ein Ziel, das Warner Bros. Discovery seit dem ursprünglichen US-Launch 2020 (oder war das 2021? Ich müsste nachschauen) verfolgt.
Ob diese Prime-Video-Strategie langfristig funktioniert? Das wird sich zeigen. Für Amazon-Kunden ist der Zugang jedenfalls maximal unkompliziert.
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