The Furious (2026): Joe Taslim trifft Xie Miao in Hongkong Poster

The Furious (2026): Joe Taslim trifft Xie Miao in Hongkong (2026)

🔮 Preview · ohne Wertung 🎬 Film Kinostart 5. Juni 2026 ActionKrimi
⚡ Kurz gesagt

Asia-Action-Preview von SeoulScreen: Hongkong-Veteran Xie Miao trifft auf The-Raid-Stars Joe Taslim und Yayan Ruhian. Originaltitel 火遮眼, Kinostart 5. Juni 2026.

▶ Trailer

Countdown zum Kinostart

80Tage seit Start
📅 5. Juni 2026 · Deutschland
Redaktions-Hypevorsichtig erwartet — Erwartung, keine Wertung
KINOIm KinoKinostart 5. Juni 2026 · Deutschlandgeplant
STRIm Streamfolgt nach Startfolgt

The Furious (2026): Joe Taslim trifft Xie Miao in Hongkong ist noch nicht erschienen. Streaming-Anbieter tragen wir ein, sobald der Film nach dem Start verfügbar ist. Termin kann sich verschieben.

🔭

Die Vorschau

von SeoulScreen

Es gibt diesen Moment beim TMDB-Stöbern, wo der Cast-Block aufploppt und ich für eine Sekunde aufstehe und mir was zu trinken hole, weil ich glaube ich hab mich verlesen. Joe Taslim und Yayan Ruhian stehen da gemeinsam auf einer Filmplakette für einen chinesischen Action-Film, und Xie Miao ist auch dabei, der mit Jet Li in den 90ern zusammen vor der Kamera stand bevor ich überhaupt wusste was Hongkong-Kino ist. „The Furious“ heisst das Ding, Originaltitel 火遮眼, was sich grob mit „Vom Feuer geblendet“ übersetzen lässt, und die deutsche Kinofassung läuft am 5. Juni 2026 an mit 114 Minuten Laufzeit.

Ich sass damals 2011 in irgendeinem Multiplex in Düsseldorf in der Spätvorstellung als „The Raid“ zum ersten Mal in deutschen Kinos lief, ein paar Wochen nach dem Indonesien-Release, und seitdem registriere ich praktisch jeden Film in dem Joe Taslim oder Yayan Ruhian auftauchen. Dass die beiden hier gemeinsam für ein Hongkong-Studio drehen ist die unwahrscheinlichere Konstellation in der Asia-Action-Welt seit „The Night Comes for Us“ 2018, und allein deswegen muss ich darüber schreiben.

Was bisher zu „The Furious“ bekannt ist

Der Plot bewegt sich in einem klassischen Asia-Action-Korridor. Wang Wei, gespielt von Xie Miao, gerät in einen Konflikt der ihn quer durch die Halbwelt mehrerer Städte treibt, dabei kreuzen sich seine Wege mit Navin (Joe Taslim) und Tak (Yayan Ruhian), und ein junges Mädchen namens Rainy spielt eine zweite Hauptrolle die laut bisherigen Hinweisen eher emotional als choreografisch angelegt ist. TMDB führt den Film als Action, Krimi und Thriller, was die übliche dreifache Einordnung für urbane Martial-Arts-Filme ist, vergleichbar mit Wilson Yips „SPL“ oder Donnie Yens „Raging Fire“ aus dem letzten Jahr.

Edko Films aus Hongkong produziert mit XYZ Films aus den USA und Zhejiang Hengdian aus Festland-China, eine Drei-Länder-Konstellation die im aktuellen Genre-Bereich selten geworden ist seit die Streaming-Dienste das meiste asiatische Kino auf Plattform-Releases umgeschoben haben. Dass „The Furious“ trotzdem den klassischen Kinoweg geht, ist für mich schon ein Vertrauensbeweis in das Material, weil Edko sonst durchaus auch direkt auf iQIYI oder Tencent ausweicht wenn der Film im Schnittraum stockt.

Die drei Hauptdarsteller bringen Filmtraditionen mit die jeweils einer eigenen Bewegungsschule entstammen. Xie Miao kommt aus dem nordchinesischen Wushu, kämpfte 1995 als Kind an der Seite von Jet Li in „My Father is a Hero“ und „The Bodyguard from Beijing“ und hat sich seitdem konstant durch chinesische und Hongkong-Action-Produktionen gearbeitet, wobei seine Choreografien immer den präzise getakteten Wushu-Stil bewahrt haben den man auch in jüngeren Donnie-Yen-Filmen sieht. Joe Taslim wurde mit „The Raid“ 2011 international bekannt und pendelt seitdem zwischen Hollywood („Mortal Kombat“ 2021), indonesischen Heimat-Produktionen wie „The Night Comes for Us“ und asiatischen Co-Produktionen, wobei er sowohl das brutale Pencak-Silat-Erbe aus Indonesien mitbringt als auch schauspielerischen Feinschliff aus seinen US-Engagements. Yayan Ruhian war „Mad Dog“ in „The Raid“ und arbeitet seither neben seiner Schauspielerei als Stunt-Choreograf für asiatische und westliche Produktionen, von „Star Wars: The Force Awakens“ bis „John Wick 3“, was bedeutet dass die Kämpfe in „The Furious“ wahrscheinlich von einem der beiden mitgestaltet sein werden.

Yang Enyou als Rainy teilt sich die Hauptrolle mit Xie Miao, die jüngere chinesische Schauspielerin hatte zuletzt in Shao Yihuis „B for Busy“ eine viel beachtete Rolle, und ihre Präsenz hier deutet darauf hin dass „The Furious“ nicht nur reiner Beat-em-Up wird sondern einen emotionalen Kern hat der die Action trägt.

Was mich an dieser Produktion neugierig macht

Edko Films interessiert mich auf eine sehr spezifische Weise. Das Hongkong-Studio hat in den vergangenen zehn Jahren zwischen Festland-freundlichen Großproduktionen und kompromisslosen Hongkong-Klassikern gependelt, manchmal mit besseren Ergebnissen, manchmal mit blasseren, aber konstant interessant. Dass Edko bei einem Action-Film den klassischen Kinoweg wählt statt direkt eine Streaming-Plattform zu bedienen, ist für mich ein Indikator dass im Schnittraum etwas zustande gekommen ist was man auf großer Leinwand sehen will, und XYZ Films als US-Co-Produzent (das war auch die Firma die „The Raid“ 2011 international ausgewertet hat) deutet zusätzlich darauf hin dass „The Furious“ außerhalb Asiens regulär in die Kinos kommen wird, was bei chinesischen Co-Produktionen sonst die Ausnahme ist.

Die Wiederbegegnung von Joe Taslim und Yayan Ruhian ist allerdings das was mich emotional anspricht. Die zwei standen zuletzt 2018 in Timo Tjahjantos „The Night Comes for Us“ gemeinsam vor der Kamera, einem Netflix-Original der zu den besten reinen Martial-Arts-Filmen der späten 2010er gehört aber von vielen übersehen wurde weil Netflix damals noch keine Awards-Kampagne für solche Genre-Stoffe gefahren hat. Wenn „The Furious“ auch nur ansatzweise diese Energie trifft, also keine Höflichkeits-Choreografie sondern echte physische Konfrontation, dann hat der Film allein dadurch sein Publikum.

Was ich mir am meisten erhoffe ist dass die Sprachpolitik den Stoff respektiert. Die Besetzung spricht Mandarin, Indonesisch und vermutlich an manchen Stellen Englisch in unterschiedlichen Konstellationen, und Hongkong-Filme haben historisch eine dreisprachige Praxis aus Kantonesisch, Mandarin und Englisch die Authentizität schafft wenn die Verleihe sich trauen den Originalton zu lassen. Wer schon mal eine synchronisierte Asia-Action-Fassung gesehen hat weiss dass dabei spürbar an Wirkung verloren geht, weil die rhythmische Sprache in den Kämpfen Teil der Choreografie ist und nicht nur Dialog.

Was mich skeptisch macht

Chinesische Co-Produktionen mit Hongkong-Anteil haben in den vergangenen Jahren zunehmend Probleme gehabt die rohe Energie zu halten die das Hongkong-Kino historisch ausgemacht hat. Zhejiang Hengdian ist ein großes Festland-Studio mit allen Zensur-Mechanismen die ein Mainland-Release mit sich bringt, und die haben in der Vergangenheit dazu geführt dass Filme die im Marketing nach klassischer Hongkong-Action aussahen im fertigen Produkt eher polierte, abgemilderte Versionen davon waren. Wenn „The Furious“ den chinesischen Markt mitbedienen muss ist eine gewisse Abschwächung der Härte realistisch, und das ist nicht prinzipiell schlecht aber es verändert den Tonfall.

Zweitens: 114 Minuten sind heute übliche Genre-Länge, aber Hongkong-Klassiker funktionierten oft bei 95 bis 105 Minuten besser weil das Tempo nie auseinanderzog. Bei längeren modernen Asia-Action-Filmen wie „Raging Fire“ mit 126 Minuten oder „SPL II“ mit 120 Minuten habe ich die letzten zwanzig Minuten oft als gestreckt empfunden, weil der Plot nicht mehr trägt was die Kämpfe versprechen. Sind die Drei-Akt-Bögen klar und Akt zwei nicht mit Filler-Plot überfrachtet, dann passen 114 Minuten, sonst wirkt der Film im Schlussdrittel ausgedünnt.

Mein dritter Punkt betrifft die Choreografie selbst. Yayan Ruhian und Joe Taslim kommen aus dem indonesischen Pencak Silat, Xie Miao aus dem nordchinesischen Wushu, das sind drei unterschiedliche Stiltraditionen mit jeweils eigenem Bewegungsrepertoire. Wenn die Choreografie diese Unterschiede sichtbar macht statt sie zu einem Hollywood-Brei zu vermengen, dann wird „The Furious“ ein Genre-Highlight an dem ich mich Jahre später noch festkrallen werde, und wenn nicht, dann wird er einer von vielen die ich in der zweiten Streaming-Welle abhake.

Meine Vorfreude

Hoch, und höher noch wenn der erste Trailer mit Originalton läuft. Die Besetzung Xie Miao plus Joe Taslim plus Yayan Ruhian ist zu spezifisch um zufällig zustande gekommen zu sein. Jemand bei Edko oder XYZ hat hier bewusst ein Stück Asia-Action-Geschichte zusammengeführt, und das verdient Beachtung. Der 5. Juni 2026 trifft auf eine Kinowoche die noch nicht von Mainstream-Konkurrenz überfüllt ist, der Film hat also Raum sich zu entfalten, vorausgesetzt das deutsche Verleihmarketing versteckt ihn nicht in dreißig Programmkinos.

Ich werde mir den Film in der ersten Kinowoche im Originalton anschauen und das vollständige Review nachliefern. Der Vorschau-Block bleibt unten als Zeitmarke erhalten, das Review baut darauf auf. Wer das Genre liebt sollte sich den Termin trotzdem schon notieren, Asia-Action-Co-Produktionen mit dieser Tiefe in der Besetzung gibt es zwei- bis dreimal im Jahr, mehr nicht.

Kinostart, Besetzung und technische Daten

火遮眼 („Vom Feuer geblendet“) startet am 5. Juni 2026 in Deutschland mit einer Laufzeit von 114 Minuten in den Genres Action, Krimi und Thriller.

  • Besetzung: Xie Miao (Wang Wei), Joe Taslim (Navin), Yayan Ruhian (Tak), Yang Enyou (Rainy)
  • Produktion: Edko Films (Hongkong), XYZ Films (USA), Zhejiang Hengdian (Festland-China)
  • Originalsprachen: Mandarin, Indonesisch, Englisch
  • Erwartete deutsche Fassung: Originalton mit Untertiteln, Synchronfassung in Großstädten

Mehr von mir bei SeoulScreen. Vergleichbar im Tempo: The Night Comes for Us, The Raid und SPL II. Aktuelle asiatische Kinostarts laufen über die Action-Hauptkategorie.

🚦

Erwartungen vor dem Start

keine Wertung
🛡️Unser Versprechen: keine erfundenen Details, keine „erwarteten Wertungen". Ab dem Start steht hier die volle Kritik mit Watcher-Score.
🎬

Trailer

🎭

Besetzung

bestätigt
谢苗Wang Wei
Joe TaslimNavin
杨恩又Rainy
Yayan RuhianTak
ฉันทธนิสา ตังMatia
💬

Freust du dich auf The Furious (2026): Joe Taslim trifft Xie Miao in Hongkong?

Community — keine Filmwertung
🗣️

Diskutiere mit · 0 Kommentare

0 Kommentare

🍿

Bis dahin im Programm

läuft jetzt — mit Wertung
Cookie Consent mit Real Cookie Banner