Poster zum Film Practical Magic 2: Die Schwestern stimmen, der Fluch hat keine Regeln

Practical Magic 2: Die Schwestern stimmen, der Fluch hat keine Regeln (2026)

Film · Fantasy, Drama · 2026 · 130 Min. · FSK 12

Von , aktualisiert am 1. Oktober 20264 Minuten LesezeitSo arbeiten wir

„Practical Magic 2“, in Deutschland mit dem Zusatz „Zauberhafte Schwestern“, bekommt von mir im WatchGuide-Kinokreis 5,4 von 10. Sandra Bullock und Nicole Kidman haben ihre Chemie von 1998 nicht verloren, und Dianne Wiest und Stockard Channing stehlen als Tanten jede Szene. Aber der Film hat 130 Minuten und erstaunlich wenig Magie, und der Fluch, um den sich alles dreht, funktioniert eher wie ein Drehbuchmotor als wie eine Regel dieser Welt.

Der Film läuft seit dem 10. September 2026 im Verleih von Warner Bros. in den deutschen Kinos und ist ab 12 Jahren freigegeben. Die Kritik ist gespalten, ich liege im unteren Mittelfeld. Für Fans des ersten Teils ist es ein Wiedersehen mit Abstrichen, für alle anderen kein Pflichttermin.

Kinostart10.09.2026
Kurz gesagt

5,4 von mir. Bullock und Kidman haben ihre Chemie behalten, und Dianne Wiest und Stockard Channing stehlen als Tanten jede Szene. Aber 130 Minuten mit wenig Magie, ein Fluch, der nach Bedarf funktioniert statt nach Regeln, und ein Drehbuch, das Komödie, Familiendrama und Fluchgeschichte zugleich sein will. Für Fans des ersten Teils ein Wiedersehen mit Abstrichen, für alle anderen kein Pflichttermin.

Quellen & Einordnung

Beitrag aus dem Archiv. Die bisherige Note und der Text sind noch nicht nach unserem seit 10. Oktober 2026 geltenden Quellenverfahren überprüft. Die Kinokreis-Stimme ist eine fiktive Figur; ihre Ich-Formulierungen belegen keine persönliche Filmsichtung. Die bisherige Note bleibt bis zur Einzelprüfung als Archivwertung erkennbar.

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von WatchGuide-Redaktion
1

Worum es geht

Auf den Owens-Frauen liegt seit Generationen ein Fluch: Jeder Mann, der sich in eine von ihnen verliebt, stirbt einen unnatürlichen Tod. Sally (Bullock) und Gillian (Kidman) dachten, sie hätten das hinter sich. Jetzt erreicht der Fluch Sallys Töchter Kylie (Joey King) und Antonia (Maisie Williams), und die Schwestern versuchen, ihn endgültig zu brechen. Die Vorlage ist Alice Hoffmans Roman „The Book of Magic“ von 2021, ein Teil der Geschichte spielt in London.

2

Was funktioniert: drei Generationen auf einer Leinwand

Nostalgie ist für mich kein Argument. Trotzdem merkt man sofort, warum Warner diese Besetzung zurückgeholt hat. Bullock und Kidman spielen sich die Bälle mit einer Leichtigkeit zu, die man nicht inszenieren kann. Dobrila Kontic schreibt bei Filmstarts, die schwesterliche Chemie werde wunderbar wiederbelebt, und da gehe ich mit.

Die heimlichen Gewinnerinnen sind aber Dianne Wiest und Stockard Channing als Tante Jet und Tante Frances. Andreas Köhnemann hebt bei Kino-Zeit gerade ihre komödiantische Arbeit hervor. Jede Szene mit den beiden hat Tempo und Biss, und der Film wird spürbar langsamer, sobald sie fehlen.

3

Was mich verliert: ein Fluch ohne Regeln

Bei einem Fantasyfilm frage ich zuerst, ob die Welt Regeln hat und ob der Film sie einhält. Hier gibt es eigentlich nur eine Regel, den Fluch, und sie wird so gebogen, wie die jeweilige Szene es braucht. Was er kann, wen er trifft, wie man ihn bricht: Das wird nicht aufgebaut, sondern behauptet, wann immer die Handlung es gerade braucht. Rotten Tomatoes fasst die Kritikerstimmen als „mechanical plotting“ zusammen, also als Handlung nach Bauplan, und genau das ist es.

Dazu kommt, dass Magie lange kaum stattfindet. Statt Küchenzauber gibt es viele Gespräche über Verlust und Familie. Michael Kienzl schreibt beim filmdienst, die Fortsetzung verenge die Bandbreite des Originals auf eine rührselige Geschichte über Verlust, Schicksal und Zusammenhalt. Das kann man mögen. Für mich ist es zu wenig Welt für 130 Minuten, und der Ausflug nach London bringt der Geschichte laut Kino-Zeit kaum etwas, was ich ebenso sehe.

Überlänge verzeihe ich sonst gern, wenn die Zeit in etwas Sichtbares fließt. Gedreht wurde in den Warner-Studios in Leavesden, Geld war also da. Auf der Leinwand landet davon wenig, bis kurz vor Schluss.

4

Susanne Bier am falschen Projekt?

Susanne Bier hat mit „In einer besseren Welt“ den Auslands-Oscar gewonnen und mit Bullock „Bird Box“, mit Kidman „The Undoing“ gedreht. Sie kann Menschen mit Rissen filmen, und in den ruhigen Szenen zwischen den Schwestern sieht man das. Das Drehbuch von Akiva Goldsman, Georgia Pritchett und Kelly Marcel will aber gleichzeitig Komödie, Familiendrama und Fluchgeschichte sein, und keine dieser drei Linien bekommt genug Raum. Filmstarts nennt die Erzählstränge schwer ineinander verflochten, die Lücken in der Kontinuität zum ersten Teil kommen dazu.

5

Wie die Kritik „Practical Magic 2“ sieht

Gespalten, mit deutlicher Schlagseite nach unten. Bei Rotten Tomatoes sind nur 36 Prozent von 166 Kritiken positiv, das Publikum liegt dagegen bei 91 Prozent. Metacritic kommt auf 44 von 100 aus 41 Kritiken. In Deutschland ist das Echo freundlicher: Filmstarts vergibt 3,5 von 5 Sternen, Kino-Zeit findet den Film „immer noch ziemlich zauberhaft“, der filmdienst ist skeptisch. Stand: 1. Oktober 2026.

Meine 5,4 liegt zwischen den US-Kritikern und den deutschen. Unsere WatchGuide-Empfehlung zu „Practical Magic 2“: Wer den ersten Teil liebt und Bullock und Kidman noch einmal zusammen sehen will, bekommt genau das und sollte gehen. Wer einen Fantasyfilm mit einer Welt erwartet, die trägt, wird zwei Stunden lang auf die Magie warten.

6

Wer mitspielt

  • Sandra Bullock als Sally Owens
  • Nicole Kidman als Gillian Owens
  • Joey King als Kylie Owens
  • Maisie Williams als Antonia Owens
  • Dianne Wiest als Tante Jet
  • Stockard Channing als Tante Frances
  • Lee Pace als Ian Wright
  • Xolo Maridueña als Gideon

Regie: Susanne Bier. Drehbuch: Akiva Goldsman, Georgia Pritchett und Kelly Marcel nach Alice Hoffman. Kamera: Simon Duggan. Musik: Rupert Gregson-Williams.

Bewertung

Bisherige Einschätzung

Archivwertung: Quellenbasis und Gewichtung noch nicht nach dem neuen Verfahren geprüft. Quellen & Einordnung

Story4,5
Schauspiel7,5
Effekte4,5

Dafür

  • Bullock und Kidman spielen sich die Bälle wie 1998 zu
  • Dianne Wiest und Stockard Channing als Tanten
  • Susanne Bier in den ruhigen Szenen zwischen den Schwestern

Dagegen

  • Der Fluch hat keine Regeln, nur Bedarf
  • Lange kaum Magie bei 130 Minuten Laufzeit
  • Drei Erzähllinien, keine bekommt genug Raum
  • Der Ausflug nach London bringt wenig
Ein Fluch ist die einzige Regel dieser Welt, und der Film biegt ihn, wie jede Szene es gerade braucht.Aus der Wertung von WatchGuide-Redaktion
5,4 von mir. Bullock und Kidman haben ihre Chemie behalten, und Dianne Wiest und Stockard Channing stehlen als Tanten jede Szene. Aber 130 Minuten mit wenig Magie, ein Fluch, der nach Bedarf funktioniert statt nach Regeln, und ein Drehbuch, das Komödie, Familiendrama und Fluchgeschichte zugleich sein will. Für Fans des ersten Teils ein Wiedersehen mit Abstrichen, für alle anderen kein Pflichttermin.

Besetzung

5 Rollen
  • Sally OwensSandra Bullock
  • Gillian OwensNicole Kidman
  • Kylie OwensJoey King
  • Antonia OwensMaisie Williams
  • GideonXolo Maridueña

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