Poster zum Film Christine (1983)

Christine (1983)

🎬 Film 110 Min. Horror FSK 16
⚡ Kurz gesagt

Christine ist kein Meisterwerk, aber ein verdammt unterhaltsamer Horrorfilm, der seine absurde Prämisse mit todernstem Gesicht präsentiert. Die praktischen Effekte halten bis heute, Keith Gordons Verwandlung überzeugt, und Carpenter liefert genau das, was man erwartet: handwerklich soliden Genre-Spaß mit Stil. Wer 80er-Horror mag, kommt nicht vorbei. Watcher-Score 7,0/10.

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Wer streamt Christine?

Verfügbarkeit DE

Stand 24.01.2026: Christine ist derzeit in keinem Streaming-Abo enthalten, lässt sich aber ab 3,99 € leihen oder kaufen (z. B. bei Apple TV+).

Verfügbarkeit Deutschland · Stand 24.01.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.

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Die Kritik

von Tribun

Christine (1983) ist John Carpenters Verfilmung von Stephen Kings Roman über einen besessenen 1958er Plymouth Fury – 72% bei Rotten Tomatoes und längst Kult.

Ein schüchterner Außenseiter kauft einen verrotteten Oldtimer. Innerhalb von Wochen verwandelt sich Arnie Cunningham vom Nerd zum arroganten Widerling. Und Christine? Sie repariert sich selbst. Sie tötet jeden, der ihr zu nahe kommt. Sie ist eifersüchtig.

Quick Answer: Ist Christine sehenswert?

Kurze Antwort: JA – ein absurdes Vergnügen, das seinen Irrsinn ernst nimmt. Carpenter macht aus der albernen Prämisse einen stilvollen Horrortrip mit Charakter.

Für wen geeignet: 80er-Horror-Fans, Auto-Enthusiasten mit Humor, Carpenter-Komplettisten, Stephen-King-Sammler, Liebhaber von Practical Effects.

Nicht geeignet für: Wer realistische Erklärungen erwartet. Auch nichts für Leute, die bei „besessenes Auto“ die Augen verdrehen – der Film nimmt seine Prämisse kompromisslos ernst.

Mein Urteil: Völlig absurd, aber genau deshalb unterhaltsam. Carpenter weiß, was er tut. Man geht mit einem albernen Grinsen raus – und das ist Absicht.

Worum geht es in Christine?

Der schüchterne Highschool-Außenseiter Arnie Cunningham kauft gegen den Willen seiner Eltern einen völlig verrotteten 1958er Plymouth Fury namens Christine. Während er das Auto restauriert, verändert sich Arnies Persönlichkeit radikal – er wird arrogant, aggressiv, besessen. Und Christine beginnt, jeden zu töten, der sich zwischen sie und Arnie stellt.

Stephen King veröffentlichte den Roman 1983, im selben Jahr wie der Film erschien – eine ungewöhnliche Parallele [Quelle: Wikipedia]. Carpenter nahm das Projekt an, während King noch am Buch schrieb. Das Ergebnis ist eine der schnellsten King-Adaptionen überhaupt.

Die Handlung folgt der klassischen Dreiecksstruktur: Arnie, sein bester Freund Dennis und die neue Schülerin Leigh. Nur dass der dritte im Bunde kein Mensch ist, sondern ein Auto. Christine ist eifersüchtig. Tödlich eifersüchtig. Die Szene, in der sie Leigh fast ersticken lässt – weil Leigh es wagte, in ihr zu sitzen und Arnie zu küssen – gehört zu den unheimlichsten des Films.

Absurd? Absolut. Roger Ebert schrieb: „Christine is, of course, utterly ridiculous. But I enjoyed it anyway.“ („Christine ist natürlich völlig absurd. Aber ich habe ihn trotzdem genossen.“) [Quelle: Roger Ebert, 1983]. Er gab 3 von 4 Sternen – und trifft damit den Kern: Der Film funktioniert, WEIL er seinen Irrsinn ernst nimmt.

Wer spielt in Christine mit?

Keith Gordon spielt Arnie Cunningham, John Stockwell seinen besten Freund Dennis Guilder. Alexandra Paul ist Leigh Cabot, Robert Prosky der zwielichtige Schrottplatzbetreiber Will Darnell. Harry Dean Stanton ermittelt als Detective Rudolph Junkins.

Columbia Pictures wollte ursprünglich Brooke Shields und Scott Baio – nach dem Erfolg von „The Blue Lagoon“ verständlich, aber künstlerisch fragwürdig [Quelle: Official John Carpenter]. Carpenter lehnte ab und setzte auf unbekannte Gesichter. Kevin Bacon lehnte die Rolle des Arnie ab – er hatte gerade das Angebot für „Footloose“ bekommen. Rückblickend wahrscheinlich die richtige Entscheidung für alle Beteiligten.

Keith Gordon liefert eine überzeugende Verwandlung vom pickeligen Nerd zum lederjackentragenden Psychopathen. Seine physische Transformation – Haltung, Blick, Stimme – ist bemerkenswert für einen damals 22-Jährigen. Gordon wurde später selbst Regisseur („A Midnight Clear“, „Waking the Dead“).

Harry Dean Stanton als müder Cop ist perfekt besetzt. Er spielt Junkins wie jemanden, der diesen Job schon zu lange macht und eigentlich weiß, dass er gegen etwas kämpft, das er nicht versteht. Seine Szenen haben eine melancholische Qualität, die dem Film gut tut.

Fun Fact: Alexandra Pauls Zwillingsschwester Caroline spielte heimlich eine Szene anstelle von Alexandra – ohne dass Carpenter es merkte. Erst danach verriet sie den Streich [Quelle: IMDb].

Wie wurde Christine produziert?

John Carpenter kaufte 24 Plymouth Fury aus ganz Südkalifornien in verschiedenen Zuständen, aus denen sein Team 17 filmtaugliche Fahrzeuge baute. Das Budget betrug 9,7 Millionen Dollar, eingespielt wurden 21 Millionen [Quelle: Box Office Mojo]. Der US-Start war am 9. Dezember 1983, Deutschland folgte am 16. März 1984.

Die echten 1958er Plymouth Fury waren nur in „Sandstone White“ erhältlich – die Gesamtproduktion lag bei nur 5.303 Stück. Für den Film wurden sie rot lackiert, wie in Kings Roman beschrieben. Heute sind die Originale nahezu unbezahlbar. Die Ironie: Ein Film über ein mörderisches Auto machte das Modell zum Sammlerstück.

Die Regenerationsszenen – wenn Christine sich selbst repariert – waren ursprünglich nicht geplant. Carpenter gab Special-Effects-Supervisor Roy Arbogast nur drei Wochen, um eine Lösung zu finden [Quelle: Wikipedia]. Arbogast baute Gummiformen des Wagens, die hydraulisch zusammengedrückt und dann rückwärts abgespielt wurden. Der Effekt ist auch heute noch beeindruckend – kein CGI, nur Einfallsreichtum.

Die brennende Autoverfolgung auf dem Highway? Stuntkoordinator Terry Leonard fuhr selbst – in einem Nomex-Feuerwehranzug mit Atemgerät. Drei Wochen Vorbereitung für 30 Sekunden Film. Das waren noch Zeiten, als Stunts tatsächlich gefährlich waren.

Ist Christine sehenswert?

Christine erhält 7 von 10 Punkten. Rotten Tomatoes zeigt 72% bei Kritikern und 65% beim Publikum [Stand: Januar 2026]. TMDB verzeichnet 6.87/10 bei 2.169 Bewertungen [Stand: Januar 2026]. Roger Ebert gab 3 von 4 Sternen.

Der Critics Consensus fasst es zusammen: „John Carpenter revs up Christine into a brisk thrill ride whose sharp direction, lively performances, and stylish flourishes make its absurd premise easy to forgive.“ („John Carpenter bringt Christine zu einem flotten Horrortrip auf Touren, dessen scharfe Regie, lebhafte Performances und stilvolle Akzente die absurde Prämisse leicht verzeihen lassen.“)

Im Kontext von Carpenters Werk ist Christine ein Übergangsfilm. Nach „The Thing“ (1982) – einem kommerziellen Flop, heute Klassiker – brauchte er einen Erfolg. Christine lieferte: mehr als das Doppelte des Budgets eingespielt. Kein Meisterwerk wie „Halloween“ oder „The Thing“, aber solides Handwerk mit Stil.

Stephen King selbst war weniger begeistert. 2003 nannte er Christine als eine von zwei Verfilmungen, die ihn „gelangweilt“ hätten – zusammen mit Kubricks „Shining“ [Quelle: Wikipedia]. Ob das ein Kompliment oder eine Kritik ist? Bei King weiß man nie. Aber hey, er mochte auch „Maximum Overdrive“ – seinen eigenen Regiedebüt-Desaster. Der Mann hat interessante Maßstäbe.

Was funktioniert: Die Atmosphäre. Carpenter und Kameramann Donald M. Morgan tauchen den Film in Neonlichter und nächtliche Straßen. Christine selbst hat mehr Persönlichkeit als mancher menschliche Charakter. Man erwischt sich dabei, wie man dem Auto Emotionen zuschreibt. Das ist entweder brillant oder beunruhigend – wahrscheinlich beides.

Was sollte man über Christine wissen?

John Carpenter sagte 2023 über den Dreh: „It was a fun movie to make and easy – nothing tough about it.“ („Es war ein spaßiger und leichter Dreh – nichts Schwieriges dabei.“) [Quelle: Official John Carpenter]. Für einen Film mit brennenden Autos und explodierenden Tankstellen eine bemerkenswerte Aussage.

Weitere Fakten:

  • Die Eröffnungsszene wurde in einer verlassenen Möbelfabrik in Irwindale gedreht
  • Von den 24 gekauften Autos überlebten nur wenige die Dreharbeiten – die meisten wurden zerstört
  • Die Filmmusik komponierten Carpenter und Alan Howarth selbst – klassische Synthesizer
  • Ein Remake ist seit Jahren in Entwicklung – bisher ohne konkretes Startdatum
  • Der Film machte den 1958er Plymouth Fury zum begehrten Sammlerstück

Interessant ist die Parallel-Veröffentlichung: King schrieb noch am Roman, als Carpenter bereits drehte. Beide Werke erschienen 1983. Das erklärt einige Unterschiede zwischen Buch und Film – Carpenter arbeitete mit frühen Manuskriptversionen.

Im Vergleich zu anderen King-Verfilmungen wie Shining oder The Green Mile ist Christine weniger tiefgründig, aber dafür konsequenter unterhaltsam. Manchmal reicht das.

Arnie Cunningham|Keith Gordon
Dennis Guilder|John Stockwell
Leigh Cabot|Alexandra Paul
Will Darnell|Robert Prosky
Rudolph Junkins|Harry Dean Stanton
Regina Cunningham|Christine Belford
George LeBay|Roberts Blossom
Buddy Repperton|William Ostrander


Synchronstudio: cine adaption GmbH, München-Gauting
Dialogbuch: John Pauls-Harding

Keith Gordon|Arnie Cunningham|Pierre Franckh
John Stockwell|Dennis Guilder|Norbert Langer
Alexandra Paul|Leigh Cabot|Katja Nottke
Harry Dean Stanton|Rudolph Junkins|Hans-Werner Bussinger

Quelle: Synchronkartei.de


Shining – Kubricks kontroverse King-Adaption
The Green Mile – King mit mehr Drama, weniger Horror
Cujo – King und ein anderes mörderisches Gefährt (diesmal ein Hund)
Dreamcatcher – King trifft auf Body Horror
Halloween – Carpenters Meisterwerk zum Vergleich

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Das Urteil

Watcher-Score · redaktionelle Einzelwertung

Bewertet von — eine Person, ein begründetes Urteil.

Völlig absurd, aber genau deshalb großartig – Carpenter weiß, was er tut.— aus der Wertung von Tribun
Ich habe Christine zum ersten Mal Mitte der 80er auf VHS gesehen – heimlich, weil FSK 16 und ich war dreizehn. Das Bild war grisselig, der Ton mäßig, aber diese eine Szene, wo Christine sich selbst repariert, die Beulen rausdrückt, das Chrom wieder glänzt – die hat sich eingebrannt. Jahre später, auf DVD in restaurierter Fassung, funktionierte sie immer noch. Carpenter versteht etwas, das viele Horror-Regisseure nicht kapieren: Man muss den Irrsinn ernst nehmen. Nicht augenzwinkernd, nicht ironisch. Ernst. Ein Auto mit Seele? Okay. Ein Auto, das eifersüchtig ist? Klar. Ein Auto, das mordet? Selbstverständlich. Und plötzlich kauft man es. Plötzlich drückt man Christine die Daumen gegen den Bulldozer. Das ist entweder brillantes Filmemachen oder Gehirnwäsche. Wahrscheinlich beides.

Schnelle Antworten

Antworten Schnelle Antworten zu Christine

Wo kann ich Christine streamen?

Christine gibt es zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, Google Play, YouTube und maxdome. Stand Juli 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.

Ab welchem Alter ist Christine freigegeben?

Christine ist in Deutschland ab FSK 16 freigegeben. Für jüngere Zuschauer ist den Film damit nicht freigegeben.

Wie lange dauert Christine?

Christine hat eine Laufzeit von rund 110 Minuten (1 Stunde und 50 Minuten).

Lohnt sich Christine?

Unsere Redaktion vergibt Christine einen Watcher-Score von 7,0 von 10. Christine ist kein Meisterwerk, aber ein verdammt unterhaltsamer Horrorfilm, der seine absurde Prämisse mit todernstem Gesicht präsentiert. Die praktischen Effekte halten bis heute, Keith Gordons Verwandlung überzeugt, und Carpenter liefert genau das, was man erwartet: handwerklich soliden Genre-Spaß mit Stil. Wer 80er-Horror mag, kommt nicht vorbei.

Für wen ist Christine geeignet?

Christine ist vor allem etwas für Horror-Fans und alle, die solide Genre-Unterhaltung suchen. Wegen der Freigabe ab FSK 16 ist den Film nichts für jüngere Zuschauer.

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Trailer

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Besetzung

Keith GordonArnie Cunningham
John StockwellDennis Guilder
Alexandra PaulLeigh Cabot
Robert ProskyWill Darnell
Harry Dean StantonRudolph Junkins

FAQ zu Christine

Wie lange dauert Christine?
Christine hat eine Laufzeit von 110 Minuten. Damit liegt er im typischen Bereich für 80er-Jahre-Horrorfilme – lang genug für Charakterentwicklung, kurz genug für Spannung.
Was für ein Auto ist Christine?
Christine ist ein 1958er Plymouth Fury. Für den Film wurden 24 Exemplare gekauft und zu 17 filmtauglichen Fahrzeugen umgebaut. Die echten Furys waren nur in "Sandstone White" erhältlich – die rote Farbe war Sonderlackierung für den Film.
Gibt es eine Verbindung zu anderen King-Werken?
Keine direkte Verbindung zu anderen King-Verfilmungen. Im Gegensatz zu "Hearts in Atlantis" oder "Dreamcatcher" existiert Christine als eigenständige Geschichte ohne Dark Tower Referenzen.
Hat Stephen King den Film gemocht?
Nein – King nannte Christine als eine der Verfilmungen, die ihn "gelangweilt" hätten. Zusammen mit Kubricks "Shining" übrigens. Kings Urteil über Verfilmungen seiner Werke ist allerdings berüchtigt unzuverlässig – er mochte auch "Maximum Overdrive".
Ab welchem Alter ist Christine freigegeben?
Christine ist in Deutschland ab 16 Jahren freigegeben (FSK 16). Der Film enthält Gewaltszenen und eine düstere Atmosphäre, aber keine explizite Gore-Elemente.
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1 Kommentar

Anonym

Abgefahren fand ich, wie Christine in dem Film einfach total creepy war! 🚗💀 Ich fand es krass, wie der Wagen das Leben des Typen komplett ruiniert hat, das war echt heftig! 😱🔥

🚪

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