Bad Apples: Saoirse Ronan sperrt einen Zehnjährigen ein Poster

Bad Apples: Saoirse Ronan sperrt einen Zehnjährigen ein (2026)

🔮 Preview · ohne Wertung 🎬 Film Kinostart 10. September 2026 KomödieThriller
⚡ Kurz gesagt

Seit heute, dem 10. September 2026, läuft „Bad Apples“ in den deutschen Kinos: Eine Grundschullehrerin sperrt einen zehnjährigen Schüler in ihrem Keller ein, und danach ... Weiterlesen ...

▶ Trailer

Countdown zum Kinostart

0Kinostart heute
📅 10. September 2026 · Deutschland
Redaktions-Hypevorsichtig erwartet — Erwartung, keine Wertung
KINOIm KinoKinostart 10. September 2026 · Deutschlandgeplant
STRIm Streamfolgt nach Startfolgt

Bad Apples: Saoirse Ronan sperrt einen Zehnjährigen ein ist noch nicht erschienen. Streaming-Anbieter tragen wir ein, sobald der Film nach dem Start verfügbar ist. Termin kann sich verschieben.

🔭

Die Vorschau

von FilmSchneider

Seit heute, dem 10. September 2026, läuft „Bad Apples“ in den deutschen Kinos: Eine Grundschullehrerin sperrt einen zehnjährigen Schüler in ihrem Keller ein, und danach läuft ihre Klasse plötzlich rund.

Saoirse Ronan spielt diese Frau, 100 Minuten lang. Gesehen habe ich den Film noch nicht, deshalb steht hier keine Wertung. Was ich habe, ist eine ziemlich genaue Vorstellung davon, an welcher Stelle so ein Drehbuch kippt.

Die eine Entscheidung, die alles tragen muss

Der ganze Film hängt an einem einzigen Moment: Maria nimmt den Störenfried aus Versehen mit nach Hause. Alles danach, die restlichen 100 Minuten, das Aufblühen der Klasse, der Zuspruch der Eltern, steht und fällt damit, ob mir das Drehbuch von Jess O’Kane diesen Moment glaubhaft macht.

Ich habe dafür eine feste Prüfstelle, und es ist nicht der Moment selbst. Es ist die Szene danach. Eine Figur, die gerade etwas Unfassbares getan hat, verhält sich in den nächsten zehn Minuten entweder wie ein Mensch oder wie eine Drehbuchfunktion. In Misery trägt das, weil Annie Wilkes ihre Tat sofort in Fürsorge umdeutet und selbst daran glaubt. In Whiplash trägt es, weil Fletcher nach jeder Grenzüberschreitung weiterunterrichtet, als wäre nichts gewesen. Wenn Maria nach dem Keller erst einmal zwanzig Minuten lang nervös ist, weiß ich Bescheid.

Etzler kommt vom Kurzfilm. Das ist die Chance und das Risiko.

Jonatan Etzler hat zwischen 2009 und 2020 rund ein Dutzend Kurzfilme gedreht. Sein Langfilmdebüt „One More Time“ von 2023 kam auf 85 Minuten und liegt bei TMDB mit 5,8 aus 93 Stimmen im Mittelfeld. „Bad Apples“ ist sein zweiter langer Film und sein erster auf Englisch.

Der wichtigere Titel steht weiter hinten in seiner Liste. 2019 drehte Etzler „Get Ready with Me“, 30 Minuten, schwedisch: Eine Schülerin sprengt den Unterricht mit einem verstörenden Video, und ihr Lehrer fängt an, um sie zu fürchten. Dasselbe Motiv, dieselbe Konstellation, ein knappes Drittel der Länge. Für mich ist das die interessanteste Zahl an diesem Projekt. Ein Motiv, das auf 30 Minuten trägt, braucht für 100 Minuten etwas dazu, und dafür gibt es nur zwei saubere Wege: eine zweite Figur mit eigenem Interesse, oder eine Eskalation, die aus der Prämisse selbst kommt statt von außen dazugeschrieben zu werden. Jacob Anderson spielt Sam, Rakie Ayola spielt Sylvia. An diesen beiden Rollen wird man sehen, welchen Weg der Film genommen hat.

Saoirse Ronan, 19 Jahre nach Briony Tallis

Ronan war 13, als sie 2007 in „Abbitte“ Briony Tallis spielte, ein Kind, dessen falsche Aussage ein fremdes Leben zerstört. Jetzt ist sie 32 und steht in „Bad Apples“ auf der anderen Seite desselben Themas: die Erwachsene, deren Fehler ein Kind trifft.

Das ist der Grund, warum ich mir den Film ansehen werde. Ronan kann eine Figur spielen, deren Rechtfertigung man beim Zuhören fast mitgeht. Wer sie zuletzt in The Outrun gesehen hat, weiß, wie wenig sie dafür im Gesicht braucht. In einer Rolle wie Maria entscheidet sich alles in den ruhigen Momenten.

Deutschland startet acht Tage vor Großbritannien

Das ist die Randnotiz, über die ich gestolpert bin: „Bad Apples“ läuft hier seit dem 10. September, in Großbritannien und den USA erst ab dem 18. September 2026. Die Premiere lag schon im Herbst 2025, beim BFI London Film Festival am 9. Oktober und beim AFI Fest am 25. Oktober.

Bei einer britisch-amerikanischen Produktion von Pulse Films, Vice Studios und Good Oranges Films ist diese Reihenfolge ungewöhnlich genug, um sie zu erwähnen. Praktisch heißt das zweierlei. Wir sehen den Film vor dem englischsprachigen Publikum, und die Zahlen, an denen man sich sonst orientiert, gibt es noch nicht. Bei TMDB stehen 7,2 Punkte, aber aus genau zwei Stimmen, und das ist keine Bewertung, sondern eine leere Spalte. Deshalb steht in dieser WatchGuide-Vorschau bewusst keine Kritikerzahl.

Wer zu sehen ist

  • Saoirse Ronan als Maria, die Grundschullehrerin, um die sich der ganze Film dreht
  • Jacob Anderson spielt Sam. Ihn kennen die meisten aus dem Fernsehen, hier ist er die zweite Perspektive auf Marias Entscheidungen.
  • Sean Gilder als Frank, Robert Emms als Josh
  • Rakie Ayola als Sylvia, Kerry Howard als PC Williams

Regie führt Jonatan Etzler, das Drehbuch stammt von Jess O’Kane. Ob es eine deutsche Synchronfassung gibt, ist mir bislang nicht bestätigt worden, und ich schreibe hier nichts hin, was ich nicht nachgesehen habe.

Woran ich merken werde, ob es funktioniert

Der Film verspricht eine schwarze Komödie, die in einen Thriller kippt. Diese Mischung gelingt selten, und wenn sie gelingt, dann an einer bestimmten Stelle: Der Moment, in dem das Publikum aufhört zu lachen, muss vom Drehbuch gesetzt sein und nicht vom Zufall.

Parasite macht das über eine einzige Szene im Keller, nach der nichts mehr komisch ist. Fargo macht es über eine Figur, die zu spät begreift, was sie angerichtet hat, und Better Call Saul über sechs Staffeln, in denen ein Mensch in kleinen Schritten woanders landet, als er wollte. Das ist die Bauform, die „Bad Apples“ braucht. Die deutsche Schulkomödie geht den umgekehrten Weg: Fack ju Göhte hält den Ton oben und lässt die Figur nie wirklich fallen. Beides funktioniert, nur nicht im selben Film.

Was mich vorher schon nervös macht, ist der Zuspruch von außen. Sobald Kollegium und Eltern die Veränderung loben, hat der Film eine Ausrede eingebaut, mit der die Hauptfigur weitermachen kann. Solche Ausreden sind bequem für ein Drehbuch und teuer für die Figur. Wenn Maria am Ende sagen darf, es habe ja allen genutzt, dann hat sich der Film um seine eigene Frage herumgeschrieben.

Ich gehe rein, wegen der Kombination aus Ronan und einer Prämisse, die keinen bequemen Ausgang hat. Die Wertung kommt, wenn ich ihn gesehen habe. Produktionsdaten stehen bei IMDb.

🚦

Erwartungen vor dem Start

keine Wertung
Ein Motiv, das auf 30 Minuten trägt, braucht für 100 Minuten mehr als eine gute Idee.— vorab eingeschätzt von FilmSchneider

✅ Darauf freuen wir uns

  • Saoirse Ronan in einer Rolle ohne bequemen Ausgang
  • Prämisse, die sich nicht selbst entschärfen kann
  • Regisseur, der dieses Motiv als Kurzfilm schon beherrscht hat

❓ Das macht uns nervös

  • Der Zuspruch von außen könnte zur Ausrede fürs Drehbuch werden
  • Tonwechsel von Komödie zu Thriller geht selten auf
  • Das Langfilmdebüt liegt bei TMDB nur im Mittelfeld
🛡️Unser Versprechen: keine erfundenen Details, keine „erwarteten Wertungen". Ab dem Start steht hier die volle Kritik mit Watcher-Score.
🎬

Trailer

🎭

Besetzung

bestätigt
Saoirse RonanMaria
Jacob AndersonSam
Sean GilderFrank
Robert EmmsJosh
Rakie AyolaSylvia
💬

Freust du dich auf Bad Apples: Saoirse Ronan sperrt einen Zehnjährigen ein?

Community — keine Filmwertung
🗣️

Diskutiere mit · 0 Kommentare

0 Kommentare

🍿

Bis dahin im Programm

läuft jetzt — mit Wertung
Cookie Consent mit Real Cookie Banner