Die Kritik
von TribunDas gelb-schwarze Wesen mit dem endlosen Schwanz ist zurück – und diesmal schnappt sich Philippe Lacheau das Steuer. Marsupilami entführt uns 2026 in ein Abenteuer, das laut erstem Trailer irgendwo zwischen Gremlins und E.T. angesiedelt ist. Ob das funktioniert? Ich bin skeptisch-neugierig, aber hey – Jamel Debbouze und Jean Reno im selben Film, das hat was.
Quick Answer: Lohnt sich die Vorfreude auf Marsupilami?
Kurze Antwort: JA – zumindest für Fans französischer Komödien und alle, die mit André Franquins Kultfigur aufgewachsen sind.
Für wen geeignet: Familien mit Kindern ab 6 Jahren, Fans der „La Bande à Fifi“-Truppe um Lacheau, Nostalgie-Liebhaber, die den Comic oder die Zeichentrickserie kennen.
Nicht geeignet für: Wer mit französischem Slapstick nichts anfangen kann oder sich vom ersten Teil (2012) gelangweilt fühlte.
Mein Urteil: Der Trailer macht neugierig – Philippe Lacheau hat mit seinen bisherigen Filmen bewiesen, dass er Klamauk mit Herz kann. Ob das beim Marsupilami aufgeht, wird sich zeigen. Die Animatronic-Figur statt Komplett-CGI finde ich jedenfalls sympathisch.
Worum geht’s in Marsupilami?
David (Philippe Lacheau) nimmt einen dubiosen Auftrag an, um seinen Job zu retten: Ein mysteriöses Paket aus Südamerika abholen. Was zunächst nach einfachem Kurierdienst klingt, entwickelt sich zur Katastrophe – denn im Paket steckt ein Baby-Marsupilami.
Die Handlung verschlägt David auf ein Kreuzfahrtschiff, wo er ausgerechnet auf seine Ex-Freundin Tess (Élodie Fontan), seinen Sohn Léo und seinen tollpatschigen Kollegen Stéphane (Julien Arruti) trifft. Als Stéphane das Paket versehentlich öffnet, ist das Chaos perfekt – ein kleines, gelbes Wesen mit überlangem Schwanz springt heraus und stellt das Schiff auf den Kopf.
Die Prämisse erinnert an Klassiker wie E.T. oder Gremlins – süßes Wesen trifft auf überforderte Menschen, Slapstick ensues. Der Trailer deutet genau diese Richtung an, mit zahlreichen Popkultur-Anspielungen. Ob Lacheau die Balance zwischen Hommage und Eigenständigkeit findet? Hmm… das wird spannend.
Was macht mich neugierig auf Marsupilami?
Da sind mehrere Faktoren: Philippe Lacheaus Track-Record mit seinen „Babysitting“-Filmen, die überraschende Entscheidung für Animatronics statt reinem CGI, und natürlich die Rückkehr von Jamel Debbouze in seine Rolle als Pablito – 14 Jahre nach dem ersten Film.
- Lacheaus Handschrift: Der Regisseur hat mit „Babysitting“ und „Alibi.com“ bewiesen, dass er französischen Klamauk mit Herz inszenieren kann. Seine Stammtruppe ist wieder dabei – das schafft Vertrauen.
- Praktische Effekte: Lacheau hat angekündigt, dass das Marsupilami größtenteils als Animatronic-Figur umgesetzt wird, nicht als reines CGI [Quelle: Sortiraparis, 2024]. Das finde ich mutig – und es könnte dem Wesen mehr Präsenz verleihen.
- Starbesetzung: Jean Reno in einer französischen Komödie? Immer gern. Jamel Debbouze bringt die Kontinuität zum 2012er-Film, auch wenn Alain Chabat diesmal nicht Regie führt.
- Nostalgie-Faktor: Das Marsupilami kenne ich noch aus der Zeichentrickserie – dieses „HOUBA!“-Wesen mit dem irren Schwanz hat was.
Vorsicht geboten: Der erste Film von 2012 spielte seine 39 Millionen Euro Budget gerade so wieder ein [Quelle: Wikipedia, 2012]. Kein Flop, aber auch kein durchschlagender Erfolg. Ob das Publikum 14 Jahre später Lust auf eine Fortsetzung hat?
Der Trailer: Was zeigt er uns?
Der erste Trailer landete Anfang Dezember 2025 und zeigt genau das, was man von Lacheau erwarten würde: Slapstick, Chaos und ein niedliches Monster, das alles auf den Kopf stellt.
Die Bilder erinnern bewusst an 80er-Klassiker – E.T. lässt grüßen, wenn das kleine Marsupilami mit großen Augen in die Kamera schaut. Dazu gibt’s reichlich Chaos auf dem Kreuzfahrtschiff, überforderte Protagonisten und Jean Reno mit seinem typischen Deadpan-Blick.
Was mir aufgefallen ist: Das CGI für das Marsupilami sieht… interessant aus. Nicht schlecht, aber man merkt, dass hier ein französisches Budget und kein Hollywood-Blockbuster dahintersteht. Die Animatronic-Aufnahmen wirken dagegen charmant – dieser leicht plastikhafte Look passt irgendwie zum Comic-Ursprung.
Was funktioniert hoffentlich gut
Die 5 vielversprechendsten Aspekte
- Philippe Lacheaus Regieführung: Der Mann weiß, wie man französische Komödien inszeniert. Seine Filme sind nicht anspruchsvoll, aber unterhaltsam – und genau das braucht ein Marsupilami-Film.
- Die Besetzung: Jamel Debbouze bringt die Verbindung zum Original, Jean Reno die Gravitas, und Lacheaus Stammtruppe (Tarek Boudali, Élodie Fontan, Julien Arruti) garantiert eingespieltes Timing. Die Chemie dürfte stimmen.
- Baby-Marsupilami als Konzept: Schlau – ein kleines, niedliches Wesen ist automatisch sympathischer als das ausgewachsene Exemplar. Das öffnet Türen für E.T.-artige Emotionen.
- Das Setting: Kreuzfahrtschiff als geschlossener Raum für Chaos? Das kann funktionieren. Erinnert mich an „Speed 2“, nur hoffentlich besser. Okay, die Messlatte liegt nicht hoch.
- Animatronics statt nur CGI: Ein mutiger, fast altmodischer Ansatz. Wenn’s klappt, verleiht es dem Marsupilami echte Präsenz. Wenn nicht… naja, dann wird’s unfreiwillig komisch.
Meine Bedenken
Die 3 größten Fragezeichen
- 14 Jahre Pause: Der erste Film kam 2012. Wer erinnert sich noch daran? Wer hat drauf gewartet? Die Nostalgie-Karte zu spielen ist riskant, wenn die Zielgruppe von damals längst erwachsen ist und die Kids von heute das Marsupilami vielleicht gar nicht kennen.
- Alain Chabat fehlt: Der Regisseur des Originals hat diesem seinen Stempel aufgedrückt. Lacheau hat einen anderen Stil – weniger subtil, mehr Klamauk. Das kann funktionieren, aber es wird ein anderer Film.
- CGI-Qualität: Im Trailer sieht das Marsupilami stellenweise… gewöhnungsbedürftig aus. Französische Produktionen haben selten das Budget für fotorealistisches CGI. Hoffentlich tragen die Animatronic-Szenen den Film.
Meine Pros & Cons Liste
Pro:
- Starkes Ensemble: Jean Reno, Jamel Debbouze und Lacheaus eingespielte Truppe – da stimmt die Chemie.
- Nostalgie-Bonus: Wer mit Spirou, Fantasio und dem Marsupilami aufgewachsen ist, bekommt automatisch warme Gefühle. André Franquins Schöpfung hat Kultcharakter.
- Praktische Effekte: Die Entscheidung für Animatronics zeigt Respekt vor dem Handwerk – und könnte dem Film einen eigenen Look verleihen.
- Familientauglich: Ein Film, den man mit den Kids schauen kann, ohne sich zu langweilen? Davon gibt’s nicht genug.
- Philippe Lacheaus Track-Record: „Babysitting“ und „Alibi.com“ waren solide Unterhaltung. Der Mann kann Timing.
Contra:
- Unklarer Markt: Wer ist die Zielgruppe? Die 2012er-Fans sind älter, die Kids von heute kennen das Marsupilami kaum.
- CGI-Qualität fraglich: Der Trailer zeigt Schwächen bei den digitalen Effekten. Das könnte im fertigen Film ablenken.
- Lacheaus Humor ist speziell: Wer seine Filme nicht mag, wird auch hier nicht warm. Subtilität ist nicht seine Stärke.
Wer spielt in Marsupilami mit?
Philippe Lacheau versammelt seine übliche Truppe und ergänzt sie mit französischen Schwergewichten – das Ergebnis ist ein Cast, der auf dem Papier vielversprechend aussieht.
Die Hauptdarsteller:
- Philippe Lacheau als David – Der Regisseur übernimmt auch die Hauptrolle. Sein David ist der klassische Lacheau-Protagonist: überfordert, aber sympathisch.
- Jamel Debbouze als Pablito Camaron – Rückkehr der Figur aus dem 2012er-Film! Debbouze bringt die Kontinuität und seinen unverwechselbaren Humor.
- Tarek Boudali als Ricky – Lacheaus Kumpel aus unzähligen Projekten. Man weiß, was man kriegt.
- Élodie Fontan als Tess – Die Ex-Freundin des Protagonisten. Fontan und Lacheau sind auch privat ein Paar – die Chemie dürfte stimmen.
- Julien Arruti als Stéphane – Der tollpatschige Kollege, der das Chaos auslöst. Arruti ist auch Co-Autor des Drehbuchs.
- Jean Reno in einer noch nicht näher definierten Rolle – Der Mann braucht keine Vorstellung. Was auch immer er spielt, es wird präsent sein.
- Alban Ivanov als Zollbeamter – Bekannt aus zahlreichen französischen Komödien.
- Reem Kherici in einer Nebenrolle – Ebenfalls Teil von Lacheaus regelmäßigem Ensemble.
Was mir auffällt: Das ist praktisch die komplette „La Bande à Fifi“-Truppe plus ein paar prominente Ergänzungen. Das garantiert eingespieltes Zusammenspiel, birgt aber auch das Risiko, dass sich die Gags wiederholen. Lacheaus Filme haben einen gewissen… Wiedererkennungswert. Ob das hier funktioniert, wird sich zeigen.
Produktion & Hintergrund
Die Dreharbeiten fanden von Juli bis November 2024 in Thailand statt – 62 Drehtage für ein Projekt, das offensichtlich ambitionierter angelegt ist als Lacheaus bisherige Filme.
Das Drehbuch stammt von Philippe Lacheau selbst, zusammen mit seinen üblichen Co-Autoren Pierre Dudan, Julien Arruti und seinem Bruder Pierre Lacheau [Quelle: AlloCiné, 2025]. Die Produktion liegt bei Pathé und Baf Prod, mit TF1 Films Production, Artémis Productions und Logical Content Ventures als Co-Produzenten.
Interessant: Lacheau hat bewusst auf eine Mischung aus Animatronics und CGI gesetzt. In Interviews betonte er, dass das Marsupilami „kein Schauspieler sein wird, aber hoffentlich auch nicht zu viel CGI“ – ein Ansatz, der an die Creature-Features der 80er erinnert. Ob das Budget für hochwertige praktische Effekte gereicht hat? Der Trailer lässt hoffen.
Der Film ist die zweite Live-Action-Adaption von André Franquins Marsupilami-Comics, nach „Sur la piste du Marsupilami“ (2012) unter Alain Chabats Regie. Der Vorgänger erreichte in Frankreich über 5,3 Millionen Kinobesucher [Quelle: Wikipedia].
Technische Daten
- Originaltitel: Marsupilami / Le Marsupilami
- Jahr: 2026
- Land: Frankreich, Belgien
- Regie: Philippe Lacheau
- Drehbuch: Philippe Lacheau, Pierre Dudan, Julien Arruti, Pierre Lacheau
- Basierend auf: Marsupilami von André Franquin (erstmals 1952 in Spirou et Fantasio)
- Produktion: Pathé, Baf Prod, TF1 Films Production, Artémis Productions
- Laufzeit: noch nicht bekannt
- FSK: voraussichtlich ab 6 Jahren
- Kinostart Frankreich: 4. Februar 2026
- Kinostart Deutschland: noch nicht angekündigt
- Drehtage: 62 Tage (Juli-November 2024) [Quelle: Sortiraparis, 2024]
- Drehort: Thailand
Wusstest du schon? Fun Facts zu Marsupilami
- André Franquins Erbe: Das Marsupilami wurde 1952 von André Franquin für die Comic-Serie „Spirou et Fantasio“ erschaffen. Ab 1987 bekam die Figur ihre eigene Serie. Der Name ist ein Kofferwort aus „marsupial“ (Beuteltier), „Pilou-Pilou“ (Figur aus Popeye) und „ami“ (Freund).
- HOUBA! als Markenzeichen: Der charakteristische Ruf des Marsupilamis – „HOUBA!“ – wurde zum Markenzeichen der Figur und gab dem ersten Film seinen internationalen Titel.
- 14 Jahre zwischen den Filmen: Zwischen dem ersten Film (2012) und dieser Fortsetzung liegen 14 Jahre – eine der längsten Pausen für ein französisches Franchise.
- Regisseurwechsel: Alain Chabat führte 2012 Regie, Philippe Lacheau übernimmt 2026. Zwei sehr unterschiedliche Handschriften – Chabat ist subtiler, Lacheau direkter im Humor.
- Jamel Debbouze returns: Als einziger Hauptdarsteller aus dem ersten Film kehrt Jamel Debbouze als Pablito zurück – für die Kontinuität des Universums.
- Animatronics statt CGI: Philippe Lacheau entschied sich bewusst für praktische Effekte bei der Darstellung des Marsupilamis – ein Ansatz, der an Jim Hensons Creature Shop erinnert.
Ähnliche Filme wie Marsupilami
Wenn du Lust auf französische Komödien mit viel Herz und Chaos hast, könnten dir diese Filme gefallen:
- Sur la piste du Marsupilami (2012) – Der Vorgänger unter Alain Chabats Regie. Pflicht-Viewing vor dem neuen Film? Nicht unbedingt, aber es schadet nicht.
- Babysitting (2014) – Philippe Lacheaus Durchbruch als Regisseur. Ähnlicher Humor, ähnliche Truppe, ähnlich chaotisch.
- Alibi.com (2017) – Noch ein Lacheau-Film mit seiner Stammbesetzung. Wer das mag, wird auch mit Marsupilami Spaß haben.
Mehr französische Komödien findest du in unserer Genre-Übersicht.
Mein Fazit zu Marsupilami
Signal-Level: 3/5
Ich bin vorsichtig optimistisch. Philippe Lacheau hat einen bestimmten Stil, den man mögen muss – direkt, laut, oft albern. Für einen Marsupilami-Film könnte das genau richtig sein. Die Besetzung ist stark, der Ansatz mit Animatronics sympathisch, und das Baby-Marsupilami sieht im Trailer durchaus niedlich aus.
Warum ich mich drauf freue: Jean Reno in einer französischen Komödie ist immer ein Erlebnis. Jamel Debbouzes Rückkehr als Pablito bringt Kontinuität, und die Entscheidung für praktische Effekte zeigt Respekt vor dem Creature-Feature-Genre. Außerdem: Meine Tochter würde den wahrscheinlich mögen – Familientauglichkeit ist ein Plus.
Meine Erwartung: Solide Unterhaltung für 90-100 Minuten. Kein Meisterwerk, aber ein Film, bei dem man das Hirn ausschalten und Spaß haben kann. Wenn Lacheau die Balance zwischen Hommage und eigener Vision findet, könnte das was werden. Wenn nicht… naja, dann haben wir zumindest Jean Reno mit Deadpan-Blick.
Kinostart Frankreich: 4. Februar 2026 – deutscher Start hoffentlich bald danach!
Transparenz & Quellen
Hinweis: Diese Preview basiert auf dem ersten Trailer, offiziellen Pressemitteilungen und Produktionsinformationen. Ich habe den Film selbst noch nicht gesehen – das hier ist eine Einschätzung basierend auf dem verfügbaren Material.
Letztes Update: 02. Dezember 2025
Quellen für Fakten & Daten:
- The Movie Database (TMDB) – Filmdaten, Besetzung
- AlloCiné – Französische Premiere, Produktionsdetails
- Wikipedia – Hintergrund zum 2012er-Film
Zusätzliche Quellen (im Text zitiert): Sortiraparis, IMDb, Pathé France.
Kontakt: Andere Meinung? Schreib uns!
Besetzung
FAQ zu Marsupilami
Wann kommt Marsupilami in die deutschen Kinos?
Ist Marsupilami eine Fortsetzung des 2012er-Films?
Für welches Alter ist Marsupilami geeignet?
Wer hat das Marsupilami erfunden?
Der Saal
Community — getrennt von der RedaktionSchon gesehen? Bewerte in 2 Sekunden — deine Stimme zählt für den Saal, nie für den Watcher-Score.
0 Kommentare