Countdown zum Kinostart
Superbuhei: Josef Brandls Kinodebüt über einen Mann und seinen Zwilling ist noch nicht erschienen. Streaming-Anbieter tragen wir ein, sobald der Film nach dem Start verfügbar ist. Termin kann sich verschieben.
Die Vorschau
von FilmSchneider„Superbuhei“, das Kinodebüt von Regisseur Josef Brandl, läuft ab dem 12. November 2026 bundesweit in den deutschen Kinos: eine groteske Tragikomödie um einen gescheiterten Kneipenwirt, der von seinem bösartigen Zwillingsbruder verfolgt wird, vor dem er vor langer Zeit geflohen ist.
Brandl verfilmt den gleichnamigen Kultroman von Sven Amtsberg, in der Hauptrolle Oliver Korittke, an seiner Seite Silke Bodenbender. Seine Weltpremiere feierte „Superbuhei“ im Juni 2026 im Hauptwettbewerb des Shanghai International Film Festival. Ich bin Tribun, Gründer von WatchGuide, und wir sind hier aus Überzeugung Fans des deutschen Kinos. Über einen Film wie diesen freue ich mich, und genau deshalb schreibe ich euch diese Vorschau jetzt neu und sauber recherchiert.
In eigener Sache, und das gehört nach vorn: Eine erste Fassung dieser Vorschau war schlicht falsch. Wir hatten „Superbuhei“ nach einer fehlerhaften Filmdatenbank als 13-minütigen Kurzfilm mit Start am 18. Juni geführt und Klaus Meines winzigen Gastauftritt zur Hauptsache gemacht. Nichts davon stimmt. „Superbuhei“ ist ein abendfüllender Kinofilm von 107 Minuten, der am 12. November 2026 startet. Ich danke der Produktion Junifilm für den deutlichen Hinweis und entschuldige mich im Namen der Redaktion. Wir prüfen Fakten sonst gründlich, hier haben wir es versäumt, und die Verantwortung dafür liegt bei mir. Diese Fassung ist vollständig neu und an den offiziellen Angaben der Produktion geprüft.
Ein gescheiterter Wirt und der Bruder, vor dem er einst floh
Jesse Bronske führt eine Kneipe, die längst nicht mehr läuft. Vor langer Zeit ist er vor seinem bösartigen Zwillingsbruder geflohen, und nun packt ihn die Angst, dieser Bruder sei wieder hinter ihm her. Aus dieser Prämisse formt Josef Brandl eine Groteske, also eine Tragikomödie, die ihren Reiz aus der Schräglage zwischen Alltag und Bedrohung zieht. Stoffe über Doppelgänger, Schuld und eine Vergangenheit, die zurückkehrt, sind ein uraltes Erzählmotiv, und sie leben davon, wie ernst ein Film seine Figur nimmt. Genau diese Spannung zwischen Komik und echtem Druck ist es, auf die ich mich freue. Wer solche schrägen Charakterstücke mag, ist bei uns ohnehin im Drama-Bereich und in der Komödie richtig, etwa bei einem so bissigen Brocken wie The Menu.
Josef Brandls Sprung auf die große Leinwand
Hinter „Superbuhei“ steht ein interessanter Werdegang. Josef Brandl hat über ein Jahrzehnt als Szenenbildner und Art Director gearbeitet, auch an internationalen Produktionen, bevor er nun sein Langfilmdebüt als Regisseur gibt. Das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit Johannes Becker nach dem Roman von Sven Amtsberg. Hinter der Kamera stand Moritz Moessinger, den Schnitt verantwortete Robert Strauß, die Musik stammt von Peter Rubel sowie den Bands Düsseldorf Düsterboys und International Music. Produziert wurde der Film von Junifilm aus Hannover, verantwortet von den Produzenten Jan Philip Lange und Janina Sara Hennemann, gefördert von nordmedia, MOIN und dem DFFF. In die Kinos bringt ihn der Verleih Barnsteiner Film. Eine kurze Teaserfassung des Stoffes hatte Brandl bereits 2022 realisiert, ausgezeichnet 2024 mit einem Short-Tiger-Preis. Genau diese frühe Kurzfassung ist der Grund, warum in manchen Datenbanken bis heute eine Laufzeit von nur 13 Minuten kursiert. Der fertige Kinofilm ist eine eigenständige, deutlich längere Arbeit.
Korittke, Bodenbender und ein Weltstar für wenige Sekunden
Getragen wird der Film von erfahrenen Gesichtern. Oliver Korittke, einem breiten Publikum seit „Bang Boom Bang“ von 1999 und als Ekki aus der ZDF-Reihe „Wilsberg“ vertraut, spielt die glücklose Hauptfigur Jesse Bronske. Ich gebe es offen zu: Als langjähriger Wilsberg-Fan bin ich Oliver Korittke ohnehin zugetan, sein Ekki gehört für mich zu den heimlichen Stützen der Reihe, und ihn nun in einer Hauptrolle auf der großen Leinwand zu sehen, ist für mich allein schon ein Grund, ins Kino zu gehen. Silke Bodenbender, feste Größe im deutschen Kino und Fernsehen und unter anderem aus „Unsere Mütter, unsere Väter“ von 2013 bekannt, übernimmt die Rolle der Mona. Dazu kommt ein dicht besetztes Ensemble mit Jan Georg Schütte, Jan Henrik Stahlberg, Milton Welsh, Susanne Bredehöft, Hans-Jürgen Alf und Leni Rabbel.
Und dann ist da Klaus Meine. Ja, der Sänger der Scorpions tritt tatsächlich auf, als er selbst. Damit keine falschen Erwartungen entstehen, ordne ich es ehrlich ein: Es ist ein sehr kurzer Gastauftritt von wenigen Sekunden, in der offiziellen Besetzungsliste der Produktion wird er gar nicht erst geführt. Trotzdem ein schönes Extra am Rande, über das sich Fans freuen werden.
Warum ich mich auf Superbuhei freue
Bei WatchGuide sind wir aus Überzeugung pro deutsches Kino, und über einen Stoff wie diesen freue ich mich besonders. Die Mischung aus sehr deutschem Kneipen-Realismus und einem uralten, zuverlässig wirksamen Motiv, dem eigenen Bruder als Schatten aus der Vergangenheit, hat genau die Bodenhaftung, die unser Kino so oft stark macht. Dass ein Langfilmdebüt direkt im Hauptwettbewerb von Shanghai läuft, ist eine kleine Sensation und sagt mir, dass hier jemand etwas zu erzählen hat. Eine Wertung gibt es trotzdem erst, wenn ich den Film gesehen habe, das ist eine Vorschau und keine Kritik. Aber meine Vorfreude ist echt, und sobald „Superbuhei“ im November in den Kinos läuft, bin ich dabei. Wer in der Zwischenzeit skurrile Identitäts-Stoffe mag, findet bei uns etwa Complete Unknown.
Wer in Superbuhei mitspielt
- Oliver Korittke als Jesse Bronske, der ruinierte Kneipenwirt im Zentrum der Geschichte
- Silke Bodenbender als Mona
- Jan Georg Schütte als Stanislawski
- Jan Henrik Stahlberg, Milton Welsh, Susanne Bredehöft, Hans-Jürgen Alf und Leni Rabbel im weiteren Ensemble
- Klaus Meine als er selbst, in einem sehr kurzen Gastauftritt
Erwartungen vor dem Start
keine Wertung✅ Darauf freuen wir uns
- Oliver Korittke in einer Hauptrolle, für mich als Wilsberg-Fan ein echtes Highlight
- ein deutsches Langfilmdebüt direkt im Hauptwettbewerb von Shanghai, das spricht für Anspruch
- eine starke, tragikomische Prämisse nach Sven Amtsbergs Kultroman
❓ Das macht uns nervös
- wie weit Josef Brandl die Groteske treibt und wie viel Ernst in der Komödie steckt
- wie sich der zugespitzte Stoff über die vollen 107 Minuten entfaltet
1 Kommentar
Es handelt sich sicherlich um den 105 Minuten langen Spielfilm. Der Kurzfilm lief vor ein paar Jahren erfolgreich auf Festivals und wurde dann als Spielfilm aufgegriffen.