Poster zum Film Vier für ein Ave Maria (1968) Pflichtprogramm — WatchGuide-Auszeichnung „Der Watcher"

Vier für ein Ave Maria (1968)

🏅 Pflichtprogramm 🎬 Film 122 Min. WesternAction
⚡ Kurz gesagt

EIN ECHTER KLASSIKER! Watcher-Score 8,0/10.

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Wer streamt Vier für ein Ave Maria?

Verfügbarkeit DE

Stand 21.07.2026: Vier für ein Ave Maria läuft im Abo bei WOW und RTL+ – mit deutscher Synchronfassung. Leihen oder Kaufen geht ab 3,99 €.

Verfügbarkeit Deutschland · Stand 21.07.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.

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Die Kritik

von Tribun
Als ich 1974 in Koblenz zum ersten Mal „Vier für ein Ave Maria“ sah, ahnte ich noch nicht, dass ich hier die Geburtsstunde eines Legenden-Duos miterleben würde. Während draußen der Rhein gemächlich vorbeifloss, wurde drinnen im Kino Geschichte geschrieben – auch wenn das damals niemand so richtig kapierte. Dieser Italo-Western von 1968 ist mehr als nur ein Film zwischen den Genres: Er ist das fehlende Puzzleteil zwischen ernsthaftem Western und der späteren Spencer/Hill-Komödie. Giuseppe Colizzis Werk zeigt uns Terence Hill und Bud Spencer, bevor sie zu den Kumpeln wurden, die wir alle lieben – und das macht ihn zu etwas ganz Besonderem.

Quick Answer: Ist Vier für ein Ave Maria sehenswert?

Kurze Antwort: JA – Ein faszinierender Western-Übergangsfilm, der die Wurzeln des legendären Spencer/Hill-Duos zeigt und mit Eli Wallach einen unvergesslichen Bösewicht bietet.

Für wen geeignet: Spencer/Hill-Fans, Italo-Western-Liebhaber, Filmhistoriker und alle, die Eli Wallach als Charakterdarsteller schätzen.

Nicht geeignet für: Zuschauer, die nur die späteren Komödien der beiden kennen, Actionfilm-Fans ohne Geduld für 60er-Jahre-Erzähltempo.

Mein Urteil: Ein unterschätzter Klassiker, der zeigt, wie aus zwei Einzelkämpfern das beste Duo des italienischen Kinos wurde. Hier stimmt noch die Balance zwischen Western-Ernst und beginnender Kumpel-Komödie – und Eli Wallach stiehlt allen die Show.

Worum geht es in Vier für ein Ave Maria?

Im Wilden Westen der 1860er Jahre plant der gerissene Gangsterboss Cacopoulos (Eli Wallach) einen Rachefeldzug gegen seine drei ehemaligen Komplizen, die ihn vor 20 Jahren verraten haben. Nach seiner Flucht aus dem Gefängnis kreuzen sich seine Wege mit dem ungleichen Duo Cat Stevens (Terence Hill) und Hutch Bessy (Bud Spencer), die eine Ladung Geld nach Sonora transportieren. Zusammen mit dem Falschspieler Harold (Brock Peters) bilden die vier eine ungewöhnliche Allianz, die sich durch den staubigen Westen schlägt – jeder mit seinen eigenen, oft widersprüchlichen Zielen.

Die Geschichte beginnt damit, dass Cacopoulos aus dem Gefängnis ausbricht – und zwar nicht ohne Stil. Der Mann hat zwanzig Jahre lang auf diesen Moment gewartet und eine Liste mit drei Namen im Kopf: Drake, Paco und Thomas. Diese drei Halunken haben ihn damals an die Behörden verraten und sind mit seiner Beute abgehauen. Jetzt will er nicht nur sein Geld zurück, sondern auch Rache.

Cat und Hutch transportieren währenddessen eine Ladung Geld für die Goldgräberstadt Sonora. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein: Cat ist der charmante Schnellzieher mit dem verschmitzten Lächeln, Hutch der behäbige Kraftprotz, der lieber mit den Fäusten argumentiert als mit Worten. Als Cacopoulos ihnen das Geld stiehlt, beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel, das alle vier Männer zusammenführt.

Was mich damals schon fasziniert hat: Die Handlung entwickelt sich nicht linear, sondern in Spiralen. Jeder verfolgt seine eigenen Ziele, aber die Umstände zwingen sie immer wieder zur Zusammenarbeit. Cacopoulos braucht die Unterstützung der anderen für seine Rache, Cat und Hutch wollen ihr Geld zurück, und Harold – nun ja, Harold spielt sein eigenes Spiel.

Besonders gefallen hat mir schon damals die moralische Ambivalenz der Charaktere. Niemand ist hier wirklich gut oder böse – alle haben ihre Gründe und ihre dunklen Seiten. Das war für einen Western aus den 60ern durchaus ungewöhnlich und zeigt Colizzis Talent als Geschichtenerzähler.

Wie inszeniert Giuseppe Colizzi diesen Western-Übergangsfilm?

Regisseur Giuseppe Colizzi schafft mit „Vier für ein Ave Maria“ einen bemerkenswerten Balanceakt zwischen ernsthaftem Western-Drama und aufkommender Buddy-Komödie. Seine Inszenierung ist geprägt von einer noch zurückhaltenden, aber bereits erkennbaren Hinwendung zu humorvolleren Elementen, ohne dabei die Western-Atmosphäre zu opfern. Colizzi lässt seinen Charakteren Zeit zum Atmen und schafft dabei eine Spannung zwischen den Genres, die den Film zu etwas ganz Besonderem macht.

Colizzi war zu diesem Zeitpunkt noch ein relativ unbekannter Regisseur, aber man merkt seinem Film die Liebe zum Western-Genre an. Er hatte verstanden, dass der Italo-Western mehr sein konnte als nur eine billige Kopie der amerikanischen Vorbilder. Seine Kameraführung ist klassisch western-haft: weite Einstellungen der spanischen Landschaft, extreme Nahaufnahmen von Gesichtern, dramatische Schatten.

Was mich besonders beeindruckt hat, ist wie er die komödiantischen Elemente dosiert einsetzt. Die berühmte Szene, in der Bud Spencer zum ersten Mal richtig zuschlägt, ist noch nicht mit dem späteren „Boing“-Sound unterlegt, aber die Wirkung ist bereits da. Colizzi spürt instinktiv, dass hier etwas Neues entsteht.

Seine Regie zeigt auch einen interessanten Umgang mit Zeit. Manche Szenen lässt er bewusst langsam entwickeln – besonders die Pokerszenen und die Momente der Spannung zwischen den Charakteren. Das war typisch für die italienischen Western der Zeit, aber Colizzi macht daraus mehr als nur Stilmittel.

Besonders clever ist seine Verwendung von Musik. Carlo Rustichelli’s Soundtrack ist zwar kein Morricone, aber er unterstützt die Handlung perfekt, ohne sich aufzudrängen. In den ruhigen Momenten hört man fast nur den Wind, in den Actionszenen explodiert die Musik förmlich.

Wie schlagen sich die Schauspieler in Vier für ein Ave Maria?

Die schauspielerischen Leistungen sind ein Highlight des Films, allen voran Eli Wallachs brillante Darstellung des Cacopoulos. Terence Hill und Bud Spencer zeigen bereits ihre spätere Leinwandchemie, auch wenn sie hier noch in ernsteren Rollen auftreten. Wallach jedoch stiehlt allen die Show mit einer Mischung aus tragischer Figur und charismatischem Bösewicht, die ihn zu einem der besten Western-Antagonisten überhaupt macht.

Eli Wallach – Mann, was für eine Leistung! Als ich damals aus dem Kino kam, konnte ich nur noch über ihn reden. Der Mann, der ein Jahr zuvor als „Der Hässliche“ in Leone’s Meisterwerk brilliert hatte, zeigt hier eine völlig andere Seite seines Könnens. Sein Cacopoulos ist gleichzeitig bedrohlich und sympathisch, ein Bösewicht mit menschlichen Zügen.

Terence Hill ist hier noch nicht der charmante Witzbold der späteren Filme. Sein Cat Stevens hat etwas Melancholisches, fast Düsteres. Man sieht ihm an, dass er eigentlich kein Killer sein will, aber die Umstände ihn dazu zwingen. Hill spielt das mit einer Zurückhaltung, die ich in seinen späteren Filmen vermisse.

Bud Spencer wirkt noch etwas steif, aber die Grundzüge seiner späteren Persona sind bereits erkennbar. Wenn er zuschlägt, dann mit einer Wucht, die einem den Atem raubt. Seine Hutch Bessy ist noch nicht der gemütliche Bär der späteren Filme, sondern hat etwas Unberechenbares.

Brock Peters als Harold, der vierte im Bunde, spielt seine Rolle mit einer Coolness, die an Sidney Poitier erinnert. Seine Pokerszenen sind kleine Meisterwerke der Schauspielkunst – man sieht ihm jede Karte im Gesicht an, aber weiß trotzdem nie, was er wirklich denkt.

Die deutsche Synchronisation verdient eine besondere Erwähnung. Wolfgang Hess verleiht Bud Spencer hier zum ersten Mal seine charakteristische tiefe Stimme, die später zu seinem Markenzeichen wurde. Thomas Danneberg als Terence Hill ist ebenfalls perfekt besetzt.

Wie beeindruckt Vier für ein Ave Maria visuell?

Kameramann Marcello Masciocchi erschafft mit seiner Bildsprache eine authentische Western-Atmosphäre, die sich nahtlos in die Tradition der großen Italo-Western einreiht. Die Landschaftsaufnahmen in Andalusien sind atemberaubend und erinnern an die besten Momente von Leone oder Corbucci. Besonders beeindruckend sind die Kontraste zwischen den weiten Wüstenlandschaften und den intimen Nahaufnahmen der Charaktere.

Die Cinecittà Studios haben hier ganze Arbeit geleistet. Als ich Jahre später mal eine Führung durch die legendären römischen Studios gemacht habe, wurde mir klar, welche technische Meisterleistung hinter diesem Film steckt. Die Innenaufnahmen wirken niemals billig oder provisorisch, sondern haben diese typische italienische Eleganz.

Masciocchis Kameraarbeit ist klassisch western-haft, aber mit eigenen Akzenten. Seine extreme Nahaufnahmen von Gesichtern – besonders von Eli Wallach – sind kleine Kunstwerke. Man sieht jede Falte, jeden Schweißtropfen, jede Emotion. Das schafft eine Intimität, die den Film von vielen anderen Western unterscheidet.

Die Farbgebung ist typisch für die späten 60er Jahre: warme, erdige Töne dominieren, aber immer wieder blitzt knalliges Rot oder Blau auf. Besonders die Kostüme sind liebevoll gestaltet – jeder Charakter hat seinen eigenen, unverwechselbaren Stil.

Was mich besonders beeindruckt hat, sind die Actionszenen. Masciocchi schafft es, die Prügelszenen dynamisch zu filmen, ohne dabei übertrieben zu werden. Man spürt jeden Schlag, aber es wirkt nie lächerlich oder überdreht.

Wie unterstützt die Musik die Handlung von Vier für ein Ave Maria?

Carlo Rustichelli’s Musikscore ist zwar nicht so ikonisch wie Ennio Morricones Werke, unterstützt aber perfekt die Atmosphäre des Films. Seine Kompositionen wechseln geschickt zwischen melancholischen Momenten und treibenden Actionpassagen. Besonders der Titelsong „Ave Maria Paien“ von Sergio Endrigo verleiht dem Film eine emotionale Tiefe, die über das Genre hinausgeht.

Rustichelli war einer der unterschätzten Komponisten des italienischen Kinos. Seine Musik für „Vier für ein Ave Maria“ ist nie aufdringlich, aber immer präsent. In den ruhigen Momenten hört man oft nur den Wind durch die Wüste pfeifen – ein einfacher, aber wirkungsvoller Trick.

Der Titelsong ist ein kleines Juwel. Sergio Endrigos Interpretation des „Ave Maria Paien“ hat etwas Nostalgisches, fast Trauriges. Es passt perfekt zu Cacopoulos‘ Rachegeschichte und verleiht dem ganzen Film eine melancholische Grundstimmung.

In den Actionszenen explodiert die Musik förmlich. Rustichelli nutzt hier traditionelle Western-Instrumente wie Mundharmonika und Gitarre, aber auch orchestrale Elemente. Das Ergebnis ist ein Sound, der typisch italienisch ist, aber trotzdem universal funktioniert.

Was mir aufgefallen ist: Die Musik kommentiert nie die Handlung, sondern unterstützt sie. Das ist ein feiner Unterschied, aber er macht den Film viel glaubwürdiger. Man hat nie das Gefühl, dass einem die Musik sagt, was man fühlen soll.

Was sind die größten Stärken von Vier für ein Ave Maria?

Die größte Stärke des Films liegt in seiner perfekten Balance zwischen verschiedenen Genres und Stimmungen. Colizzi schafft es, ernsthafte Western-Dramaturgie mit beginnenden komödiantischen Elementen zu verbinden, ohne dass sich das aufgesetzt anfühlt. Dazu kommt Eli Wallachs grandiose Darstellung, die dem Film emotionale Tiefe verleiht, und die bereits erkennbare Chemie zwischen Spencer und Hill, die hier noch unverbraucht und frisch wirkt.

Einer der größten Pluspunkte ist definitiv die Charakterzeichnung. Alle vier Hauptfiguren sind vollständig ausgearbeitete Persönlichkeiten mit eigenen Motivationen und Hintergrundgeschichten. Das war in Western dieser Zeit nicht selbstverständlich – oft gab es nur den Helden und den Bösewicht.

Die Actionszenen sind handwerklich perfekt inszeniert. Die berühmte Barschlägerei, in der Bud Spencer zum ersten Mal richtig aufhaut, ist ein Meisterwerk der Choreografie. Man spürt jeden Schlag, aber es wirkt nie übertrieben oder lächerlich.

Was mich heute noch begeistert, ist die Authentizität der Kulissen und Kostüme. Alles wirkt gelebt und real, nichts wie ein Filmset. Die Produzenten haben hier nicht am falschen Ende gespart.

Die Spannung wird über die gesamte Laufzeit gehalten. Colizzi versteht es, seine Zuschauer bei der Stange zu halten, ohne dabei auf billige Tricks zurückzugreifen. Jede Szene dient der Geschichte und treibt die Handlung voran.

Besonders schätze ich die moralische Komplexität der Geschichte. Es gibt keine klaren Gut-Böse-Schemata, sondern nur Menschen mit verschiedenen Motivationen und Zielen. Das macht den Film auch heute noch relevant.

Welche Schwächen hat Vier für ein Ave Maria?

Die größte Schwäche des Films ist sein unentschiedener Ton zwischen verschiedenen Genres. Während diese Mischung grundsätzlich funktioniert, gibt es Momente, in denen man sich fragt, ob der Film nun ein ernsthafter Western oder eine Buddy-Komödie sein will. Zudem ist das Tempo stellenweise etwas zu behäbig für moderne Sehgewohnheiten, und einige Nebenhandlungen hätten straffer erzählt werden können.

Die 132 Minuten Laufzeit merkt man dem Film leider an. Es gibt Szenen, die zu lang geraten sind, besonders die Pokerszenen hätten etwas gekürzt werden können. Colizzi verliebt sich manchmal zu sehr in seine eigenen Einstellungen.

Ein Problem ist auch die teilweise unklare Motivationslage einiger Charaktere. Besonders Harold bleibt bis zum Schluss etwas blass – man versteht nie so richtig, was ihn antreibt. Brock Peters spielt ihn zwar gut, aber die Rolle hätte mehr Tiefe vertragen können.

Die deutsche Synchronfassung, so gut sie auch ist, hat leider einige Szenen gekürzt. Etwa zehn Minuten fehlen im Vergleich zur italienischen Originalfassung, was dem Erzählfluss nicht guttut.

Manche Actionszenen wirken heute etwas statisch. Das lag an den technischen Möglichkeiten der Zeit, aber im Vergleich zu modernen Filmen merkt man das schon. Die Kameraarbeit ist zwar gut, aber nicht so dynamisch wie bei Leone.

Ein weiterer Kritikpunkt: Der Humor ist noch nicht so ausgereift wie in den späteren Spencer/Hill-Filmen. Es gibt Momente, in denen die komischen Szenen etwas aufgesetzt wirken, als hätte man sie nachträglich eingefügt.

Für wen ist Vier für ein Ave Maria geeignet?

Der Film eignet sich perfekt für Liebhaber des italienischen Western-Kinos, Spencer/Hill-Fans, die die Wurzeln des Duos kennenlernen wollen, und alle, die Eli Wallach als Charakterdarsteller schätzen. Auch Filmhistoriker werden ihre Freude haben, da der Film einen wichtigen Wendepunkt im Genre dokumentiert. Weniger geeignet ist er für Zuschauer, die nur die späteren Komödien des Duos kennen oder schnelle Action ohne längere Dialogszenen erwarten.

Wenn du die großen Italo-Western wie „Spiel mir das Lied vom Tod“ oder „Zwei glorreiche Halunken“ liebst, dann ist „Vier für ein Ave Maria“ ein Muss für dich. Der Film steht in derselben Tradition und zeigt, dass das Genre mehr zu bieten hatte als nur die bekannten Meisterwerke.

Spencer/Hill-Fans sollten den Film definitiv sehen, um zu verstehen, wie aus zwei Einzelkämpfern das beste Duo des italienischen Kinos wurde. Hier sieht man sie noch in ernsteren Rollen, aber die spätere Chemie ist bereits erkennbar.

Eli Wallach-Liebhaber kommen voll auf ihre Kosten. Seine Darstellung des Cacopoulos ist eine seiner besten Leistungen, gleichauf mit seinem „Tuco“ aus „Zwei glorreiche Halunken“. Der Mann konnte einfach jeden Bösewicht spielen.

Für Western-Neulinge ist der Film weniger geeignet. Das langsamere Erzähltempo und die komplexere Handlungsstruktur könnten abschrecken. Hier sollte man besser mit den späteren, zugänglicheren Spencer/Hill-Komödien einsteigen.

Auch reine Action-Fans kommen wahrscheinlich nicht auf ihre Kosten. Der Film lebt von seinen Charakteren und Dialogen, nicht von spektakulären Stunts oder Explosionen.

Wer spielt in Vier für ein Ave Maria mit?

  • Terence Hill als Cat Stevens
  • Bud Spencer als Hutch Bessy
  • Eli Wallach als Cacopoulos
  • Brock Peters als Harold/Thomas
  • Kevin McCarthy als Drake
  • Livio Lorenzon als Paco
  • Tiffany Hoyveld als Pussy
  • Steffen Zacharias als Sheriff
  • Remo De Angelis als Gefängniswärter
  • Antonio Casas als Richter

Fazit: Lohnt sich Vier für ein Ave Maria?

Nach über 50 Jahren Filmerfahrung kann ich sagen: „Vier für ein Ave Maria“ ist einer dieser unterschätzten Klassiker, die man unbedingt gesehen haben sollte. Als ich damals 1974 zum ersten Mal im Koblenzer Kino saß und zusah, wie Terence Hill und Bud Spencer ihre spätere Magie entwickelten, ahnte ich nicht, dass ich Zeuge eines historischen Moments wurde.

Der Film funktioniert auf mehreren Ebenen: Als Western bietet er alles, was das Genre ausmacht – Spannung, Moral, großartige Landschaften. Als Charakterstudie zeigt er vier völlig unterschiedliche Männer, die durch die Umstände zusammengeschweißt werden. Und als Dokument der Filmgeschichte zeigt er die Geburt des besten Duos des italienischen Kinos.

Eli Wallachs Performance allein macht den Film sehenswert. Sein Cacopoulos ist einer der besten Western-Bösewichte überhaupt – tragisch, charismatisch und menschlich zugleich. Die Szenen, in denen er seine Rache plant, sind kleine Meisterwerke der Schauspielkunst.

Natürlich ist der Film nicht perfekt. Das Tempo ist stellenweise zu behäbig, manche Nebenhandlungen hätten gestrafft werden können, und die Genre-Mischung funktioniert nicht immer. Aber das sind Kleinigkeiten im Vergleich zu dem, was der Film richtig macht.

Wer die großen Spencer/Hill-Komödien liebt, sollte unbedingt auch ihre Wurzeln kennenlernen. Und wer den Italo-Western schätzt, findet hier einen würdigen Vertreter des Genres, der sich nicht hinter den Klassikern verstecken muss. 8.0/10 Punkte.

⚖️

Das Urteil

Watcher-Score · redaktionelle Einzelwertung

Bewertet von — eine Person, ein begründetes Urteil.

Ein unterschätzter Western-Klassiker, der die Geburt des legendären Spencer/Hill-Duos dokumentiert und mit Eli Wallach einen unvergesslichen Bösewicht bietet.— aus der Wertung von Tribun
Giuseppe Colizzis Film ist mehr als nur ein Übergangswerk zwischen ernsthaftem Western und Buddy-Komödie. Die perfekte Balance zwischen Drama und Humor, gepaart mit grandiosen schauspielerischen Leistungen - allen voran Eli Wallachs brillanter Cacopoulos - machen diesen Film zu einem echten Geheimtipp. Spencer und Hill zeigen hier noch unverbrauchte Leinwandchemie, die Geschichte bietet moralische Komplexität, und die technische Umsetzung ist für 1968 beeindruckend. Einzige Schwächen sind das stellenweise behäbige Tempo und die unentschiedene Genre-Zuordnung.

Schnelle Antworten

Antworten Schnelle Antworten zu Vier für ein Ave Maria

Wo kann ich Vier für ein Ave Maria streamen?

Vier für ein Ave Maria läuft aktuell im Abo bei WOW und RTL+; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+ und Amazon. Stand Juli 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.

Wie lange dauert Vier für ein Ave Maria?

Vier für ein Ave Maria hat eine Laufzeit von rund 122 Minuten (2 Stunden und 2 Minuten).

Lohnt sich Vier für ein Ave Maria?

Unsere Redaktion vergibt Vier für ein Ave Maria einen Watcher-Score von 8,0 von 10. EIN ECHTER KLASSIKER!

Für wen ist Vier für ein Ave Maria geeignet?

Vier für ein Ave Maria ist vor allem etwas für Western und Action-Fans und alle, die solide Genre-Unterhaltung suchen.

Worum geht es in Vier für ein Ave Maria?

Das flotte Team räumt zuerst bei dem Exgangster Harold, jetzt ehrenwerter Bankdirektor ab und erleichtert ihn um 300.000 Dollar. Harold hält wenig von dieser unfreiwilligen Sozialhilfe und hetzt Cacapoulus ebenfalls ein ehrenwerter Gangster auf die Spur.

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Trailer

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Besetzung

Eli WallachCacopoulos
Terence HillCat Stevens
Bud SpencerHutch Bessy
Brock PetersThomas
Kevin McCarthyDrake

FAQ zu Vier für ein Ave Maria

War das der erste gemeinsame Film von Bud Spencer und Terence Hill?
Nein, ihr erster gemeinsamer Film war "Gott vergibt... Django nie!" aus dem Jahr 1967. "Vier für ein Ave Maria" war bereits ihr zweiter gemeinsamer Film und der mittlere Teil der sogenannten Cat-Stevens-Trilogie von Regisseur Giuseppe Colizzi.
Warum heißt der Film "Vier für ein Ave Maria"?
Der Titel bezieht sich auf die vier Hauptcharaktere Cat, Hutch, Cacopoulos und Harold. Das "Ave Maria" spielt metaphorisch auf Themen wie Vergebung, Rache und moralische Ambivalenz an, die den Film durchziehen - konkrete religiöse Bezüge gibt es aber nicht.
Ist "Vier für ein Ave Maria" Teil einer Filmreihe?
Ja, der Film ist der mittlere Teil der Cat-Stevens-Trilogie von Giuseppe Colizzi. Die komplette Reihenfolge ist: "Gott vergibt... Django nie!" (1967), "Vier für ein Ave Maria" (1968) und "Hügel der blutigen Stiefel" (1969).
Wo wurde "Vier für ein Ave Maria" gedreht?
Die Außenaufnahmen entstanden hauptsächlich in Andalusien, Spanien, besonders in der Wüstenregion um Almería, die damals das Zentrum der europäischen Western-Produktion war. Die Innenaufnahmen wurden in den Cinecittà Studios in Rom gedreht.
Gibt es Unterschiede zwischen deutscher und italienischer Fassung?
Ja, die deutsche Kinofassung war etwa 10 Minuten kürzer als das italienische Original. Einige gewalthaltigere Szenen und längere Dialogpassagen wurden für den deutschen Markt geschnitten. Moderne Blu-ray-Veröffentlichungen enthalten meist die vollständige Fassung.
Wie steht der Film im Vergleich zu anderen Spencer/Hill-Filmen da?
Der Film ist deutlich ernster als die späteren Komödien des Duos. Er zeigt Spencer und Hill noch in dramatischeren Rollen und dokumentiert quasi die Entstehung ihrer späteren Leinwandchemie. Wer nur "Vier Fäuste für ein Halleluja" kennt, wird überrascht sein.
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