
The Ghost in the Shell: Science SARU gibt Motoko ihr Gesicht zurück (2026)
攻殻機動隊 THE GHOST IN THE SHELLCreator Mokochan1 StaffelAnimation, Action & Adventure
Mit Maaya Sakamoto, Hiroki Yasumoto, Yuichi Nakamura, Kazuhiro Yamaji
Von WatchGuide-Redaktion, aktualisiert am 1. Oktober 2026So arbeiten wir
- Flop bis 4,9
- Solide 5 bis 6,9
- Top 7 bis 8,9
- Goldstück ab 9
Kurz gesagt
Science SARU baut nicht den Film von 1995 nach, sondern geht zurück zum Manga, und Motoko bekommt endlich wieder ein Gesicht.
WatchGuide-Redaktion schätzt sie aus internationalen Kritiken mit 8,3 von 10 ein
8,3 von mir für Staffel 1. Science SARU animiert Ghost in the Shell komplett von Hand, die Welt hält sich an ihre Regeln, und King Gnu und Millennium Parade rahmen jede Folge. Abzug gibt es für das Tempo zwischen mehrteiligen Fällen und Einzelfolgen und für Gags, die manchmal zu früh kommen. Für Cyberpunk-Fans Pflicht, für Fans des Films von 1995 ein Neuanfang mit anderem Ton.
Dafür
- Handgezeichnete Animation von Science SARU mit echtem Gewicht
- Motoko nah am Manga, gesprochen von Maaya Sakamoto
- Die Technik der Welt hat Regeln, und die Fälle nutzen sie
- King Gnu und Millennium Parade an beiden Enden jeder Folge
- Deutsche Synchro und Original von Anfang an
Dagegen
- Mehrteilige Fälle und Einzelfolgen machen das Tempo ungleichmäßig
- Einige Gags nehmen ernsten Momenten die Luft
- Wer die kühle Oshii-Version liebt, braucht Umgewöhnung
Wer streamt THE GHOST IN THE SHELL?
Stand 03.11.2026Stand 03.11.2026: THE GHOST IN THE SHELL läuft im Abo bei Prime Video, mit deutscher Synchronfassung.
Im Abo enthalten
Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB), Movie of the Night, ohne Gewähr
Unsere Einordnung
4 Minuten LesezeitDie Einordnung von WatchGuide-Redaktion, zuletzt überarbeitet am 1. Oktober 2026
Quellen & Einordnung
Beitrag aus dem Archiv. Die bisherige Note und der Text sind noch nicht nach unserem seit 10. Oktober 2026 geltenden Quellenverfahren überprüft. Die Kinokreis-Stimme ist eine fiktive Figur; ihre Ich-Formulierungen belegen keine persönliche Filmsichtung. Die bisherige Note bleibt bis zur Einzelprüfung als Archivwertung erkennbar.
Archivwertung: Quellenbasis und Gewichtung noch nicht nach dem neuen Verfahren geprüft. Quellen & Einordnung
„The Ghost in the Shell“ von Science SARU bekommt im WatchGuide-Kinokreis von mir 8,3 von 10 für die komplette erste Staffel mit zehn Folgen. Das Studio baut Sektion 9 aus dem Manga von Masamune Shirow neu, handgezeichnet, frecher und lauter als der Film von 1995, und die Welt hält sich dabei an ihre Regeln. Abzug gibt es, weil die Staffel zwischen Fällen über mehrere Folgen und Einzelepisoden schwankt und das Tempo darunter leidet.
Alle zehn Folgen laufen bei Prime Video, gestartet am 7. Juli 2026 im Simulcast mit Japan, wöchentlich, das Finale kam am 8. September. Prime bietet von Anfang an eine deutsche Synchronfassung und das japanische Original mit Untertiteln. Eine Folge dauert rund 25 Minuten. Wer Cyberpunk mit Humor mag und keinen zweiten Oshii-Film erwartet, sollte sofort anfangen. Wer nur die kühle Melancholie von 1995 sucht, braucht zwei, drei Folgen Umgewöhnung.
1Das ist nicht Oshiis Motoko, und genau das ist der Punkt
Erstmal das Wichtigste: Diese Serie versucht nicht, den Film nachzubauen. Regisseur Mokochan, der hier sein Regiedebüt gibt und vorher an „Dandadan“ und „Scott Pilgrim Takes Off“ gearbeitet hat, geht zurück zum Manga. Charakterdesigner Shuhei Handa zeichnet Motoko so, wie Shirow sie gezeichnet hat: ausdrucksstark, hitzköpfig, mit Gesicht statt Maske.
Mokochan hat das selbst so erklärt. Es ging nicht um die kalte, mechanische Hülle, sondern darum, Motokos Inneres auf den Bildschirm zu bringen. Funktioniert. Maaya Sakamoto, die Motoko schon in „Arise“ gesprochen hat, spielt sie schneller und ungeduldiger als jede Version davor.
Und das Ding ist komplett von Hand animiert. Mokochan sagt ausdrücklich, dass keine generative KI im Spiel war. Bei einer Serie über künstliche Körper und gehackte Gehirne ist das fast schon ein Statement. Man sieht es in jeder Actionszene: Linien, die sich verziehen, Bewegungen mit Gewicht, kein Plastiklook.
2Die Welt hat Regeln, und niemand bricht sie
Was mich wirklich überzeugt, ist das Worldbuilding. Ein Japan der nahen Zukunft, Cyborgkörper, vernetzte Gehirne, Sektion 9 als Truppe für Cyberkriminalität. Drehbuchautor EnJoe Toh, eigentlich Science-Fiction-Schriftsteller, nimmt diese Technik ernst. Wer hacken kann, was ein Körper kostet, wer dafür bezahlt: Die Serie beantwortet das konsequent und nutzt die Antworten für ihre Fälle.
Ayaan Paul Chowdhury schreibt in The Hindu, die Serie habe die bissige Kritik des Originals an Hyperkapitalismus und Maschinenintelligenz wiederbelebt. Das trifft es. Kein Kanonbruch, keine Fähigkeit, die im Finale aus dem Nichts kommt und alles löst. Für eine Neuauflage eines so oft adaptierten Stoffs ist das alles andere als selbstverständlich.
3Wo es hakt: das Tempo
Die Staffel ist in Fälle gegliedert, die über mehrere Folgen laufen: „Super Spartan“, „Junk Jungle“, „Megatech Machine“ und am Ende „Brain Drain“ über drei Teile. Dazwischen stehen Einzelfolgen wie „Robot Rondo“, „Phantom Fund“, „Dumb Barter“ und „Bye Bye Clay“. Das ist nah am Manga, aber es macht die Staffel ungleichmäßig. Ein Fall endet mitten in einer Folge, der nächste beginnt, und man braucht jedes Mal einen Moment, um wieder anzukommen.
Dazu der Ton. Gizmodo nennt die Serie albern, umtriebig und sexy, Philip Jean-Pierre spricht bei Geek Girl Riot von einem Tonwechsel, der in schwächeren Händen auseinanderfallen könnte. Hier hält er meistens. Meistens. Ein paar Gags kommen direkt nach Momenten, die der Serie wichtig waren, und nehmen ihnen die Luft. Das kostet mich die Punkte zwischen sehr gut und Pflicht.
4King Gnu vorne, Millennium Parade hinten
Das Opening „Go Ghost“ kommt von King Gnu, das Ending „Blue“ von Millennium Parade mit Saya Gray und Daniel Caesar. Hinter beiden Projekten steht Daiki Tsuneta, die Folgen werden also an beiden Enden von derselben Handschrift gerahmt. Den Score schreiben Taisei Iwasaki, Ryo Konishi und Yuki Kanesaka zu dritt. Isaiah Colbert lobt bei io9 den opernhaften Soundtrack, der jede Actionszene trägt. Same.
5Wie die Kritik die Serie sieht
Begeistert. Bei Rotten Tomatoes sind alle sechs erfassten Kritiken positiv, im Schnitt 8,5 von 10. GamesRadar+ vergibt vier von fünf Sternen, die spanischen Kritiken von Espinof und CinemasComics je 4,5 von 5. Meine 8,3 liegen knapp darunter, wegen des Tempos. Stand der Werte: 1. Oktober 2026.
Weltpremiere war am 22. Juni 2026 beim Animationsfestival in Annecy. Produziert haben Bandai Namco Filmworks, Kodansha und Production I.G mit weiteren Partnern. Wer danach mehr Cyberpunk braucht: Cyberpunk: Edgerunners und Akira sind die naheliegenden nächsten Schritte, alles Weitere sammeln die Anime-Serien.
6Die japanischen Stimmen
- Maaya Sakamoto als Motoko Kusanagi
- Hiroki Yasumoto als Batou
- Yuichi Nakamura als Togusa
- Kazuhiro Yamaji als Daisuke Aramaki
Regie: Mokochan, Serienkomposition und Drehbuch: EnJoe Toh, Charakterdesign: Shuhei Handa, Studio: Science SARU.
Staffeln und Folgen
S1Staffel 110 Folgen, ab Juli 2026
- F01FOLGE 01: PROLOG + SUPER SPARTAN i07.07.26
- F02FOLGE 02: SUPER SPARTAN ii + JUNK JUNGLE i14.07.26
- F03FOLGE 03: JUNK JUNGLE ii + MEGATECH MACHINE i + ii21.07.26
- F04FOLGE 04: ROBOT RONDO28.07.26
- F05FOLGE 05: PHANTOM FUND04.08.26
- F06Folge 611.08.26
- F07Folge 718.08.26
- F08Folge 825.08.26
- F09Folge 901.09.26
- F10Folge 1008.09.26
Wer mitspielt
- Maaya SakamotoMotoko Kusanagi
- Hiroki YasumotoBatou
- Yuichi NakamuraTogusa
- Kazuhiro YamajiDaisuke Aramaki
- 後藤光祐Ishikawa
Häufige Fragen zu THE GHOST IN THE SHELL
Muss ich den Film von 1995 kennen?
Gibt es die Serie auf Deutsch?
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