Wer streamt Star Wars: Visionen präsentiert: Die neunte Jedi?
Verfügbarkeit DEStand 12.08.2026: Star Wars: Visionen präsentiert: Die neunte Jedi läuft im Abo bei Disney+.
Verfügbarkeit Deutschland · Stand 12.08.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.
Staffeln & Folgen
aus der WatchGuide-DatenbankS1Staffel 1· 9 Folgen · ab Sep. 2021▾
S2Staffel 2· 9 Folgen · ab Mai 2023▾
S3Staffel 3· 9 Folgen · ab Okt. 2025▾
Der Seriencheck
von CineTomAm 5. August 2026 landet mit „Star Wars: Visions – Die neunte Jedi“ das erste abendfüllende Star-Wars-Anime auf Disney+, acht Folgen am Stück, gebaut vom Studio Production I.G.
Ich sag es direkt: Das ist der Star-Wars-Ableger, auf den ich seit Jahren warte. Kein neuer Realfilm, kein weiterer Kopfgeldjäger-Spin-off, sondern echtes japanisches Anime-Handwerk in dieser Galaxie. Und die Kurzfilm-Vorlage von 2021 war ohnehin das Beste, was die Anthologie je hatte.
Acht Folgen, ein Studio das weiß was es tut
Die neunte Jedi ist die erste vollwertige Star-Wars-Anime-Serie überhaupt. Acht Episoden erscheinen am 5. August 2026 alle gleichzeitig auf Disney+, produziert von Production I.G, dem Studio hinter Ghost in the Shell und Psycho-Pass. Regie führt Shunsuke Tada, das Drehbuch stammt von Mitsuyasu Sakai.
Was das so besonders macht: Star Wars war im Anime-Format bisher nur Kurzfilm-Experiment. Die Anime-Serien dieser Welt liefen ein Franchise nach dem anderen ab, aber Lucasfilm hat sich nie an ein durchgehendes japanisches Serienprojekt getraut. Jetzt schon. Und im Vergleich zu Star Wars: The Clone Wars, das aus den USA kam, ist das hier ein anderer Planet: gezeichnet, inszeniert und vertont in Japan, mit der visuellen Wucht, für die Production I.G bekannt ist.
Kara, ein Warlord, und Lichtschwerter die nicht lügen
Im Zentrum steht Kara, die eine bunt zusammengewürfelte Jedi-Crew anführt und würdige Jedi sucht, um sich gegen einen immer mächtigeren Warlord zu stellen. Die Serie setzt die Kurzfilme Die neunte Jedi aus Volume 1 (2021) und Die neunte Jedi: Kind der Hoffnung aus Volume 3 fort, beide geschrieben von Kenji Kamiyama.
Der Clou aus dem Original bleibt hoffentlich erhalten: In dieser Ära sind Jedi so selten geworden, dass ein Schmied heimlich neue Lichtschwerter baut. Deren Klinge leuchtet erst, wenn ein wahrhaftiger Nutzer sie zündet, blau für die Guten, rot für die Gefallenen. So erfährst du im Moment des Zündens, wem du gegenüberstehst. Das ist so eine simple, geniale Idee, wie sie sonst nur die besten Anime hinbekommen.
Eine Ära, in der die Jedi fast verschwunden sind
Die neunte Jedi spielt in keiner Epoche, die du aus den Kinofilmen kennst. In dieser Zeit sind die Jedi so gut wie ausgelöscht, ihr Wissen verstreut, ihre Waffen selten geworden. Genau daraus zieht die Vorlage ihre Spannung, weil jeder, der ein Lichtschwert zündet, Freund oder Feind sein kann.
Der Kurzfilm von 2021 dauerte nur rund 17 Minuten und deutete trotzdem eine ganze Welt an: eine junge Botin, ein Schmied, ein Verrat im Schnee. Acht Folgen geben dieser Idee endlich Platz zum Atmen. Ich hoffe, Kamiyama nutzt ihn für echte Figuren und nicht für bloßes Franchise-Namedropping. Die Gefahr besteht, denn Star Wars neigt dazu, sich selbst zu zitieren, bis vom eigenen Herzschlag nichts mehr übrig ist.
Warum ich Production I.G blind vertraue
Production I.G gehört zur ersten Liga der Anime-Studios. Ghost in the Shell, Psycho-Pass, Haikyuu, die Studio-Handschrift steht für präzise Action und dichtes Worldbuilding. Kenji Kamiyama, hier Supervising Director, inszenierte 2002 Ghost in the Shell: Stand Alone Complex und zuletzt den Herr-der-Ringe-Anime Die Schlacht der Rohirrim.
Wenn du sehen willst, was Kamiyama mit epischer Fantasy anstellt, schau dir Die Schlacht der Rohirrim an. Genau dieses Gefühl für Maßstab und Melancholie wünsche ich mir hier. Und wer Anime mit echtem Gewicht mag, findet bei uns auch Attack on Titan im Überblick, dieselbe Kategorie von Ernst, die Star Wars gut zu Gesicht steht.
Was der erste Trailer schon verrät
Der erste Trailer erschien Anfang Juli 2026, kurz nach dem First-Look auf der Anime Expo am 2. Juli. Zu sehen sind handgezeichnete Weiten, ein Lichtschwert-Duell im Schnee und dieser typische Production-I.G-Schnitt, der Action lesbar hält, statt sie zu zerhacken. Genau die Bildsprache, die Star Wars im Anime-Format braucht.
Was mich dabei am meisten kribbeln lässt, sind die Farben. Ein rotes Lichtschwert vor Schneelandschaft war schon 2021 das stärkste Bild des Kurzfilms, und die Serie scheint diese Kälte zu übernehmen. Anime kann Stimmung über Dialog stellen, das kann kaum ein anderes Medium so gut. Wenn Die neunte Jedi das durchzieht, bekommen wir ein Star Wars, das sich endlich traut, auch mal leise zu sein.
Die Stimmen, die diese Galaxie tragen
- Chinatsu Akasaki als Lah Kara, die junge Heldin und der Anker der ganzen Serie
- Akio Otsuka als Erzähler. Ja, das ist die Stimme von Batou aus Ghost in the Shell. Passender geht Production-I.G-Casting kaum.
- Shin-ichiro Miki spielt Lah Zhima, Karas Vater und Lichtschwert-Schmied
- Tetsuo Kanao — als Juro dabei, der ruhige Gegenpol der Truppe
- Hiromu Mineta gibt Ethan, Cho leiht Gramps seine Stimme
- Hinata Tadokoro rundet die Crew als Homen ab
Wo und wann du reinschauen kannst
Star Wars: Visions – Die neunte Jedi startet am 5. August 2026 exklusiv auf Disney+, in Deutschland ebenso wie international. Alle acht Folgen stehen sofort bereit, ein First-Look der ersten Episode lief bereits am 2. Juli 2026 auf der Anime Expo in Los Angeles.
Wo die Serie in die Star-Wars-Zeitlinie passt
Wie die meisten Visions-Geschichten steht Die neunte Jedi bewusst außerhalb des offiziellen Kanons und erzählt eine eigene Ära, in der Jedi fast ausgestorben sind. Du brauchst also kein Studium der Skywalker-Saga, um einzusteigen. Wer trotzdem Ordnung mag, findet bei uns die richtige Reihenfolge der Star-Wars-Filme.
Und wenn dich das Anime auf den Disney-Live-Action-Geschmack bringt: Auf derselben Plattform warten The Mandalorian, Ahsoka und das düstere Andor. Drei sehr unterschiedliche Wege, dieselbe Galaxie zu erzählen.
Ich klinge wie ein Fanboy, ich weiß. Aber wenn ausgerechnet das Studio, das mir mit Ghost in the Shell gezeigt hat wie erwachsen Anime sein kann, sich eine Star-Wars-Ära vornimmt, dann darf ich einmal Peak Cinema flüstern und hoffen.
Meine größte Sorge bleibt das Format. Acht Folgen an einem einzigen Tag verhindern, dass sich der Hype über Wochen aufbaut, so wie es bei den Realserien funktioniert hat. Andererseits passt genau das zu einer Anthologie-Wurzel: durchbingen, verdauen, noch einmal schauen. Ich werde die erste Folge wahrscheinlich zweimal ansehen, einmal für die Geschichte und einmal nur für die Animation. Und dann warte ich gespannt darauf, ob Lucasfilm nach diesem Test weitere Anime-Serien in Auftrag gibt. Der 5. August 2026 könnte der Tag sein, an dem Star Wars und Anime endlich zueinanderfinden.
Das Urteil
Watcher-Score · redaktionelle EinzelwertungBewertet von CineTom — eine Person, ein begründetes Urteil.
Dafür
- Production I.G animiert eine ganze Star-Wars-Galaxie
- Kamiyama als Kopf hinter der beliebtesten Visions-Folge
- Acht Folgen am Stück, kein Wöchentlich-Warten
Dagegen
- Anthologie-Charme lässt sich schwer auf Serienlänge strecken
- Alles an einem Tag: kein Raum, dass sich Hype aufbaut
Wenn das erste echte Star-Wars-Anime von Production I.G kommt, räume ich meinen Abend frei. Peak Cinema, hoffentlich.— aus der Wertung von CineTom
Trailer
Besetzung
FAQ zu Star Wars Visions – Die neunte Jedi: das erste echte Star-Wars-Anime
Wo kann ich Die neunte Jedi streamen?
Wie viele Folgen hat die Serie?
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Wer steckt hinter der Animation?
Ist das das erste Star-Wars-Anime?
Der Saal
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