Die Kritik
von TribunNetflix hat Klartext geredet. Die offiziellen Rekordhalter stehen fest.
Wednesday und Squid Game führen die Liste der meistgestreamten Serienstarts in der Geschichte des Streaming-Dienstes an. Beide Produktionen haben bei ihrem jeweiligen Debüt Zuschauerzahlen erreicht, die – ja, das klingt jetzt übertrieben, ist aber so – vorher niemand für möglich gehalten hatte.
Die Tim Burton-Serie mit Jenna Ortega als titelgebende Addams-Tochter schlug 2022 ein wie ein Meteorit. Die düster-witzige Coming-of-Age-Story eroberte die weltweiten Charts innerhalb weniger Tage und wurde zu einem dieser Phänomene, über die plötzlich alle reden – von TikTok-Tänzen bis zu Halloween-Kostümen.
Squid Game hatte diesen Effekt bereits 2021 ausgelöst. Die südkoreanische Survival-Serie um verzweifelte Teilnehmer tödlicher Kinderspiele wurde zur meistgesehenen Netflix-Produktion überhaupt. Krass, wenn man bedenkt, dass viele Zuschauer erst durch die Serie überhaupt mit koreanischen Inhalten in Berührung kamen.
Bei den Filmen sieht die Rangliste überraschender aus. Troll, ein norwegischer Monster-Actionfilm, und KPop Demon Hunters führen das Ranking an. Nicht Hollywood. Nicht Marvel. Norwegen und – ich musste auch zweimal hinschauen – ein Film über K-Pop und Dämonen.
Die Zahlen zeigen einen deutlichen Trend: Nicht-englischsprachige Produktionen sind keine Nischenprodukte mehr. Netflix‘ Strategie, massiv in internationale Inhalte zu investieren, scheint aufzugehen. Ob das so weitergeht? Die nächsten Quartalszahlen werden es zeigen.
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