Poster zur Serie Squid Game: Kinderspiele waren noch nie so tödlich

Squid Game: Kinderspiele waren noch nie so tödlich (2021)

Serie · Action & Adventure, Mystery · 2021 · 3 Staffeln

Von , aktualisiert am 9. März 20267 Minuten LesezeitSo arbeiten wir

Squid Game hat 2021 Netflix gesprengt, und ich meine das wörtlich — 1,65 Milliarden Stunden in 28 Tagen, meistgesehene Serie aller Zeiten auf der Plattform, und plötzlich konnte jeder auf der Welt „Red Light, Green Light“ auf Koreanisch sagen.

Drei Staffeln später stehe ich hier mit einer 8.3 von 10, und das ist nicht selbstverständlich. Hwang Dong-hyuk hat mit dieser Serie was losgetreten, das größer wurde als er kontrollieren konnte. Aber fangen wir vorne an.

Kurz gesagt

Leute, ich mach's kurz. Squid Game hat mich 2021 umgehauen, Staffel 2 hat mich ein bisschen enttäuscht, und Staffel 3 hat mich wieder eingesammelt. Lee Jung-jae ist unfassbar. Die Spiele sind genial. Die Kapitalismuskritik trifft, auch wenn sie manchmal mit dem Holzhammer kommt. 21 Millionen Dollar Budget für die meistgesehene Serie aller Zeiten — das ist der eigentliche Plot-Twist. Nicht perfekt, weil Staffel 2 durchhängt. Aber als Gesamtpaket? Krass.

Quellen & Einordnung

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von WatchGuide-Redaktion
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265 Milliarden Won. In Euro wären das ungefähr…

…33 Millionen. Für 33 Millionen Euro würden Leute sterben. Also im Film. Oder in der Serie. Wobei — nach drei Staffeln Squid Game bin ich mir nicht mehr sicher, ob Hwang Dong-hyuk das rein fiktional meint. Der Mann hat eine These, und die lautet: Kapitalismus bringt Leute um. Nicht metaphorisch. Wortwörtlich.

Seong Gi-hun, gespielt von Lee Jung-jae mit einer Performance die ihm 2022 den Emmy einbrachte, ist ein gescheiterter Chauffeur. Spielsuechtig. Geschieden. Lebt bei seiner Mutter. Und dann kommt diese Einladung zu einem Spiel, bei dem 456 Verschuldete in Kinderspielen gegeneinander antreten. Wer verliert, stirbt. Wer gewinnt, bekommt das Geld.

Staffel 1 war wie ein Schlag ins Gesicht. Ich hab die neun Episoden in zwei Nächten durchgesuchtet, und danach saß ich da und dachte: Das war nicht einfach eine Serie. Das war ein Statement. IMDb gibt 8.0 von 10, Rotten Tomatoes steht bei 85% — und beides spiegelt das nicht ganz wider, was Squid Game kulturell angerichtet hat.

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Lee Jung-jae.

Ein Wort reicht eigentlich. Der Mann trägt die Serie auf seinen Schultern wie Atlas die Welt, nur dass Atlas nicht dabei heulen muss. Was Lee Jung-jae in Staffel 1 macht, ist krass — er spielt einen Loser so überzeugend, dass du ihn gleichzeitig umarmen und schütteln willst. Emmy-Gewinner für die beste Hauptrolle in einer Dramaserie. Erster koreanischer Schauspieler überhaupt. 2022 war das.

Daneben Wi Ha-jun als Detective Hwang Jun-ho, der sich in die Spiele einschleust. In Staffel 2 haben sie ihm mehr Raum gegeben, und der nutzt das. Park Gyu-young als Kang No-eul bringt eine neue Dynamik rein, die Staffel 1 nicht hatte. Lee Byung-hun als Front Man — ich sag nur: die Maske runter, und plötzlich wird alles persönlich.

Was mich an der Besetzung fasziniert: Hwang hat für Staffel 1 kein einziges internationales Marketingbudget gehabt. Null. Nada. Variety berichtete, dass das Gesamtbudget bei 21,4 Millionen Dollar lag — für neun Episoden. Zum Vergleich: eine einzelne Folge Game of Thrones kostete am Ende 15 Millionen.

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Das Problem heißt Staffel 2

Und jetzt wird’s unbequem. Staffel 1 war in sich abgeschlossen. Perfekt. Rund. Hätte so stehen bleiben können. Aber Netflix ist Netflix, und 1,65 Milliarden Stunden sind 1,65 Milliarden Gründe für eine Fortsetzung.

Staffel 2 kam Ende 2024, sieben Episoden, und sie fühlt sich an wie ein Übergang. Gi-hun geht zurück in die Spiele, diesmal freiwillig, um das System von innen zu zerstören. Das Konzept ist gut. Die Ausführung? Durchwachsen. Yim Si-wan als Player 333 bringt was Neues, aber insgesamt passiert in sieben Folgen weniger als in der Hälfte von Staffel 1.

Mein Kumpel Thomas, der schaut eigentlich nur Anime mit mir, meinte nach Staffel 2: „War okay. Aber wo ist der Punch?“ Und damit hat er recht. Der Punch kommt erst in Staffel 3.

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Staffel 3. Das Ende. Und was es mit dir macht.

Sechs Episoden für den Abschluss. Hwang Dong-hyuk hat gesagt, das wäre schon immer der Plan gewesen — drei Staffeln, nicht mehr. Ob das stimmt oder ob Netflix ihm die Daumenschrauben angelegt hat, weiß keiner. Was ich weiß: die letzten zwei Episoden haben mich kalt erwischt.

Ich bin nicht der Typ der bei Serien heult. Das ist Ankes Job — die hat bei Breaking Bad dreimal geweint und bei Stranger Things mindestens fünfmal. Aber Squid Game Staffel 3, Episode 5 — da war ich nah dran. Sehr nah.

Was Hwang mit dem Ende macht, ist mutig. Nicht alle werden es mögen. Manche werden sagen: zu versöhnlich. Andere: zu zynisch. Ich sage: genau richtig. Er lässt den Zuschauer mit einer Frage zurück, die keine einfache Antwort hat.

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21 Millionen Dollar gegen die ganze Welt

Hier sind Zahlen, die mich als Nerd begeistern. Staffel 1 kostete 21,4 Millionen Dollar. Generierte laut Analysten über 891 Millionen Dollar an Impact Value für Netflix. Das ist ein ROI von über 4.000 Prozent. In der Gaming-Branche würde man sagen: overpowered.

Die Dalgona-Challenge ging auf TikTok durch die Decke. Halloween 2021 war jeder dritte Amerikaner als Squid-Game-Spieler verkleidet. In Südkorea stieg der Tourismus in die Drehorte um 300 Prozent. Eine Fernsehserie hat das geschafft. Eine einzige koreanische Fernsehserie.

Hwang Dong-hyuk hat das Drehbuch 2008 geschrieben. 13 Jahre hat kein Studio es anfassen wollen. Dreizehn. Jeder hat abgelehnt — zu brutal, zu abgedreht, zu koreanisch. Und dann kommt Netflix und macht daraus das größte kulturelle Phänomen seit Game of Thrones.

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Warum Kinderspiele so unheimlich sind

„Mugunghwa kkoci pieot seumnida.“ Red Light, Green Light. Himmel und Hölle. Murmeln. Tauziehen. Glasbrücke. Das Genie von Squid Game ist, dass jeder diese Spiele kennt. Jeder hat sie als Kind gespielt. Und Hwang dreht sie um und macht Todesurteile daraus.

Das funktioniert, weil es auf einer tiefen Ebene verstörendes macht: Es nimmt Unschuld und pervertiert sie. Die riesige Puppe in Episode 1, Younghee, ist inzwischen ikonischer als die meisten Filmmonster der letzten zehn Jahre. Kein CGI. Keine Jump Scares. Nur ein Kinderspiel mit tödlichen Konsequenzen.

Ich hab mal mit Anke darüber diskutiert, ob Squid Game eigentlich Horror ist. Sie sagt nein — kein Monster, keine übernatürliche Bedrohung. Ich sage: doch. Der Mensch IST das Monster. Das ist Horrorfilm-Logik, nur ohne Maske.

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Die Leute vor der Kamera

  • Lee Jung-jae als Seong Gi-hun / Player 456: Emmy-Gewinner, und er hat sich jeden Moment davon verdient
  • Wi Ha-jun als Detective Hwang Jun-ho (22 Episoden, jede einzelne worth it)
  • Lee Byung-hun: Front Man. Wenn die Maske fällt, fällt alles.
  • Yim Si-wan als Player 333, Staffel 2 und 3. Bringt Tiefe rein.
  • Park Gyu-young als Kang No-eul / Guard 011
  • Jo Yuri als Kim Jun-hee / Player 222: k-Pop-Star die schauspielern kann. Ja, wirklich.
  • Jeon Young-soo als Game Guide. 16 Episoden creepy Stille.
  • Kang Ae-sim als Player 149: die Oma die alle zum Heulen bringt
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Was Squid Game über uns sagt. Und ob wir zuhören wollen.

Die unbequeme Wahrheit: Squid Game ist Kapitalismuskritik für Leute die normalerweise keine Kapitalismuskritik schauen. Hwang hat das System, in dem 456 Verschuldete für Geld sterben, nicht erfunden. Er hat es nur sichtbar gemacht. Die VIP-Masken in Staffel 1 (reiche Männer die zusehen wie arme Leute sterben) das ist keine Metapher. Das ist Social Media mit besserer Beleuchtung.

Und genau deshalb funktioniert die Serie auf einem Level das über Entertainment hinausgeht. Sie ist Pop Culture geworden, ja. Aber dahinter steckt eine Wut die echt ist. Hwang war selber verschuldet als er das Drehbuch schrieb. 2008, während der Finanzkrise. Das merkt man.

Bewertung

Bisherige Einschätzung

Archivwertung: Quellenbasis und Gewichtung noch nicht nach dem neuen Verfahren geprüft. Quellen & Einordnung

Bewertet von , die Wertung steht oben.

Dafür

  • Lee Jung-jaes Performance
  • Geniale Spielkonzepte
  • Visueller Stil
  • Kultureller Impact

Dagegen

  • Staffel 2 als Lückenfüller
  • Manchmal zu plakativ
Every player begins the game hoping they'll be the one to survive.Aus der Wertung von WatchGuide-Redaktion
Leute, ich mach's kurz. Squid Game hat mich 2021 umgehauen, Staffel 2 hat mich ein bisschen enttäuscht, und Staffel 3 hat mich wieder eingesammelt. Lee Jung-jae ist unfassbar. Die Spiele sind genial. Die Kapitalismuskritik trifft, auch wenn sie manchmal mit dem Holzhammer kommt. 21 Millionen Dollar Budget für die meistgesehene Serie aller Zeiten — das ist der eigentliche Plot-Twist. Nicht perfekt, weil Staffel 2 durchhängt. Aber als Gesamtpaket? Krass.

Wer streamt Squid Game?

Verfügbarkeit DE

Stand 17.10.2026: Squid Game läuft im Abo bei Netflix, mit deutscher Synchronfassung.

Stand 17.10.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB), Movie of the Night · ohne Gewähr

Staffeln & Folgen

aus der WatchGuide-Datenbank
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E05○△□27.06.25
E06Menschen27.06.25

Besetzung

5 Rollen
  • Seong Gi-hun / Player 456Lee Jung-jae
  • Detective Hwang Jun-ho위ud558준
  • Lee Myung-gi / Player 333임uc2dc완
  • Kim Jun-hee / Player 222Jo Yuri
  • Front Man / Hwang In-ho이ubcd1헌

FAQ zu Squid Game: Kinderspiele waren noch nie so tödlich

Wie viele Staffeln hat Squid Game?
Drei. Staffel 1 kam 2021, Staffel 2 Ende 2024, Staffel 3 Anfang 2025. Hwang sagt, das war immer der Plan. Ob ich ihm glaube? Jein. Aber das Ende passt.
Muss man Squid Game auf Koreanisch schauen?
Unbedingt OmU. Die deutsche Synchro ist okay, aber Lee Jung-jaes Stimme in der Originalsprache hat eine Verletzlichkeit die in der Übersetzung verloren geht. Subtitle-Gang, Leute.
Ist Squid Game wirklich so brutal?
Ja. Nicht Saw-Level splatter, aber Menschen sterben. Viele Menschen. Wenn du mit Blut und psychologischer Härte nicht klarkommst, ist das hier nicht dein Ding. Anke findet es harmlos. Anke guckt auch Martyrs zum Frühstück.
Gibt es Squid Game: The Challenge wirklich?
Die Reality-Show auf Netflix? Ja. Ohne das Sterben, obviously. 456 echte Leute spielen die Spiele für 4,56 Millionen Dollar. Dystopie imitiert Entertainment das Dystopie kritisiert. Meta genug?
Warum war Staffel 2 schwäch als Staffel 1?
Weil sieben Episoden für einen Mittelteil nicht reichen. Staffel 2 ist Setup für Staffel 3. Das spürt man. Nicht schlecht, aber auch nicht der Punch den alle wollten. Thomas hat recht — der Punch kommt später.
Wird es eine Staffel 4 geben?
Nein. Hwang hat klar gesagt: drei Staffeln, fertig. Und ich glaube ihm das sogar. Die Geschichte ist erzählt. Netflix wird einen Spin-off versuchen, wette ich. Aber Squid Game selbst? Done.

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1 Kommentar

Varagard
Varagard ★ 9.0

Squid Game – die Serie heißt Squid Game. Ich habe immer Suicide Game im Kopf. Passt zwar nicht ganz, aber ist in meinem Hirn so drin, also sollte ich mal „Suicide“ schreiben, meine ich eigentlich „Squid“.

Staffel 1 hatte ich damals schon geschaut und war leicht begeistert von der Serie. Es ist so perfide Kinderspiele in tödliche Spiele umzugestalten und das alles nur wegen Geld bzw. zu Unterhaltungszwecken irgendwelcher reichen Menschen, die sonst nichts mit ihren Geld anzufangen wissen.

Ist schon sehr verrückt, aber spiegelt auch wunderbar die Menschheit bzw. die Menschlichkeit wieder.

Ich habe aber erst jetzt beim zweiten Mal schauen bemerkt, dass es hier viel mehr um Menschlichkeit geht und das da noch so viel mehr Symbolik in der Serie versteckt ist. Ist mir beim ersten Mal gar nicht so aufgefallen, aber da hatte ich auch einen ganz anderen Blickwinkel auf Squid Game als heute Damals ging es mir mehr um die Spiele und wie viele wohl disqualifiziert werden und manchmal auch wie. Aber dies ist nur ein Teil vom großen Ganzen und nicht mal der entscheidende Teil. Entscheidend sind die Figuren und ihre Entwicklung durch die Spiele.

Nehmen wir die Hauptfigur Seong Gi-hun – würde ich sagen, dass er ein normaler Typ ist, vielleicht ein bisschen verpeilt bis unbeholfen und das Geld ist ständig knapp, aber ich denke von seinem Wesen her meint er es eigentlich gut. Und er landet dann als Spieler 456 bei den 33. Squid Game und hat dann diesen riesigen Berg an Geld vor Augen in Aussicht und er will gewinnen. Nicht nur weil es auch um Leben oder Tod geht, sondern wegen des Geldes. Aber zu welchem Preis? Ist dieses „Ich muss gewinnen!“ das wirklich alles wert? Oder ist der Glauben in die Menschlichkeit nicht doch wertvoller und entscheidender?!

Und man könnte noch viel tiefer graben und sich die Formen, Farben, Symbole, Hierarchien usw. anschauen und sich da zu seine Gedanken machen und da ist man hier gerade mal immer noch bei Staffel 1. Da steckt so viel drin, ich hatte da richtig meinen Spaß dran. Zu Staffel 2 und 3 werde ich mich auch noch äußern, aber da muss ich mich noch ein bisschen durcharbeiten.






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