Staffeln & Folgen
aus der WatchGuide-DatenbankS1Staffel 1· 10 Folgen · ab Apr. 2020▾
S2Staffel 2· 12 Folgen · ab Apr. 2022▾
Der Seriencheck
von TribunQuick Answer: Ist Pretty Little Liars sehenswert?
Kurze Antwort: JA – aber mit Vorsicht zu genießen! Die erste Hälfte ist brillant, später wird’s absurd.
Für wen geeignet: Mystery-Fans, Liebhaber psychologischer Thriller, Binge-Watcher mit starken Nerven, alle die auf starke Frauenfreundschaften stehen.
Nicht geeignet für: Logik-Puristen, Horror-Hasser, Ungeduldige die schnelle Auflösungen brauchen.
Binge-Faktor: EXTREM HOCH – ich hab die ersten drei Staffeln praktisch am Stück weggesuchtet. Vorsicht vor Schlafmangel!
Mein Urteil: Eine Serie, die das Mystery-Genre revolutioniert hat. Frustrierend und faszinierend zugleich – wie eine toxische Beziehung mit dem Fernseher.
Worum geht es in Pretty Little Liars?
Pretty Little Liars dreht sich um vier ehemalige beste Freundinnen aus Rosewood – Aria, Emily, Hanna und Spencer – die nach dem mysteriösen Verschwinden ihrer Anführerin Alison DiLaurentis ein Jahr lang getrennte Wege gingen. Als sie anonyme Nachrichten von jemandem namens „A“ erhalten, der ihre dunkelsten Geheimnisse kennt, müssen sie sich wieder zusammenschließen. „A“ weiß Dinge, die nur Alison wissen konnte – doch deren Leiche wurde gerade gefunden.
Die Geschichte beginnt mit einer harmlosen Übernachtungsparty, die zum Albtraum wird. Alison verschwindet spurlos aus ihrem Gartenhäuschen, während ihre vier besten Freundinnen schlafen. Ein Jahr später leben Aria, Emily, Hanna und Spencer völlig voneinander getrennt – bis die ersten „A“-Nachrichten eintreffen.
Dieser mysteriöse „A“ entpuppt sich als gnadenloser Manipulator, der die Mädchen mit ihren eigenen Geheimnissen erpresst. Emily versteckt ihre Homosexualität, Aria hat eine verbotene Affäre mit ihrem Englischlehrer, Hanna klaut in Geschäften und Spencer konkurriert zwanghaft mit ihrer perfekten Schwester. „A“ nutzt jede Schwäche aus.
Was als Teenie-Drama beginnt, entwickelt sich zu einem psychologischen Thriller. Die vier müssen herausfinden, wer „A“ ist, bevor ihr Leben komplett zerstört wird. Jede Staffel bringt neue Verdächtige, falsche Fährten und schockierende Enthüllungen. Am Ende stellt sich heraus: Es gab nicht nur einen „A“, sondern mehrere – und die Wahrheit ist verrückter als jede Verschwörungstheorie.
Wie viele Staffeln hat Pretty Little Liars?
Pretty Little Liars lief sieben Staffeln lang von 2010 bis 2017 und umfasst insgesamt 160 Episoden. Die Serie startete auf ABC Family (später Freeform) und jede Episode dauert etwa 42-44 Minuten. Die Qualität schwankt stark: Die ersten vier Staffeln sind hervorragend, danach lässt die Logik spürbar nach.
Hier die Staffel-Übersicht:
– **Staffel 1** (2010-2011): 22 Episoden – Der perfekte Einstieg
– **Staffel 2** (2011-2012): 25 Episoden – Steigert sich noch
– **Staffel 3** (2012-2013): 24 Episoden – Absoluter Höhepunkt
– **Staffel 4** (2013-2014): 24 Episoden – Noch stark, aber erste Schwächen
– **Staffel 5** (2014-2015): 25 Episoden – Beginnt absurd zu werden
– **Staffel 6** (2015-2016): 20 Episoden – Verliert sich in Zeitsprüngen
– **Staffel 7** (2016-2017): 20 Episoden – Finale Auflösung, aber chaotisch
Die ersten drei Staffeln hab ich praktisch am Stück durchgesuchtet – ein Wochenende war komplett hinüber! Ab Staffel vier merkt man, dass die Autoren nicht mehr wussten, wohin mit der Geschichte. Trotzdem macht das Finale emotional was mit einem, auch wenn’s logisch hapert.
Wer hat Pretty Little Liars erschaffen?
Pretty Little Liars wurde von I. Marlene King für das Fernsehen entwickelt, basierend auf der gleichnamigen Buchserie von Sara Shepard. King fungierte als Showrunnerin und Executive Producerin über alle sieben Staffeln. Sie verwandelte die Bücher in einen düsteren Mystery-Thriller mit starken Hitchcock-Einflüssen und machte die Serie zu einem Social-Media-Phänomen.
Marlene King hatte bereits Erfahrung mit Teenie-Serien – sie arbeitete an „The O.C.“ mit. Aber Pretty Little Liars war ihr Baby. Sie entwickelte aus Shepards Büchern etwas völlig Eigenständiges. Während die Buchserie bereits mit Band 16 endete, erfand King immer neue Wendungen.
Besonders clever: King nutzte Social Media als narratives Element. „A“ terrorisiert die Mädchen über SMS, E-Mails und später soziale Netzwerke – genau das, womit Teenager damals ihre Probleme hatten. Die Serie wurde zum Twitter-Phänomen mit Live-Kommentaren während der Ausstrahlung.
King umgab sich mit starken Autoren wie Joseph Dougherty und Oliver Goldstick. Die Regie übernahmen oft Norman Buckley und Chad Lowe (der auch Arias Vater spielt). Michael Suby komponierte die düstere Musik, die perfekt zur Hitchcock-Atmosphäre passte.
Besetzung & Schauspiel in Pretty Little Liars
Das Herzstück von Pretty Little Liars sind die vier Hauptdarstellerinnen: Troian Bellisario (Spencer), Ashley Benson (Hanna), Lucy Hale (Aria) und Shay Mitchell (Emily). Ihre Chemie trägt die gesamte Serie, auch wenn die Leistungen schwanken. Besonders Bellisario glänzt in den psychologischen Szenen, während Sasha Pieterse als manipulative Alison perfekt casting ist.
Die vier Hauptdarstellerinnen wuchsen vor unseren Augen auf. Troian Bellisario war bereits 25, als sie die 16-jährige Spencer spielte – merkt man ihrer Reife an. Sie verkörpert die zwanghafte Perfektionistin mit einer Intensität, die manchmal erschreckend ist. Besonders in Staffel vier, als Spencer einen Nervenzusammenbruch hat, ist Bellisario großartig.
Lucy Hale als Aria war anfangs die schwächste Darstellerin, entwickelte sich aber. Ihre Beziehung zu Ezra (Ian Harding) funktioniert nur, weil beide Chemie haben – obwohl die Altersunterschied-Thematik heute problematisch wirkt. Ashley Benson verleiht Hanna die perfekte Balance aus Oberflächlichkeit und Tiefe.
Shay Mitchell hatte als Emily den undankbarsten Part – die schüchterne Schwimmerin. Aber ihr Coming-out wurde sensibel gespielt. Mitchell machte aus Emily eine starke, selbstbewusste Frau.
Der heimliche Star ist Sasha Pieterse als Alison. Sie war erst 13, als die Serie begann, spielte aber eine 16-Jährige. Ihre Darstellung der manipulativen Queen Bee ist erschreckend überzeugend. Janel Parrish als Mona Vanderwaal schwankt perfekt zwischen niedlich und psychotisch.
Stärken der Serie Pretty Little Liars
Pretty Little Liars brilliert in den ersten Staffeln durch seine dichte Atmosphäre, clevere Wendungen und starke Charakterentwicklung. Die Serie schafft es, Teenie-Drama mit psychologischem Thriller zu verbinden und dabei ernste Themen wie Homosexualität, Essstörungen und häusliche Gewalt sensibel zu behandeln. Die Darstellung weiblicher Freundschaft ist außergewöhnlich stark.
Was mich am meisten beeindruckt hat: Die Serie traut sich was. Sie zeigt Teenager als komplexe Menschen mit echten Problemen, nicht als eindimensionale Stereotypen. Emilys Coming-out wurde 2010 noch nicht in jeder Serie so selbstverständlich behandelt. Hannas Kampf mit Bulimie, Spencers Pillenmissbrauch – das sind keine Randnotizen, sondern ernsthafte Storylines.
Die Atmosphäre ist unvergleichlich. Rosewood fühlt sich an wie ein Ort, wo hinter jeder Ecke Gefahr lauert. Die Kameraführung mit den schrägen Winkeln, die Schatten und das düstere Licht – das ist Hitchcock-Niveau für eine Teenie-Serie.
Die ersten vier Staffeln haben ein perfektes Spannungstempo. Jede Episode endet mit einem Cliffhanger, der einen zum Weiterschauen zwingt. Ich hab nachts um drei noch „nur eine Folge“ geschaut – und plötzlich war es sechs Uhr morgens.
Schwächen der Serie Pretty Little Liars
Pretty Little Liars verliert ab Staffel fünf zunehmend den Bezug zur Realität und verstrickt sich in absurde Wendungen. Die Serie leidet unter zu vielen falschen Fährten, wiederholten „A“-Enthüllungen und einer überkomplizierten Handlung. Das Finale erklärt zwar alles, aber die Auflösungen wirken oft hingewürfelt statt organisch entwickelt.
Mein größter Kritikpunkt: Die Serie wusste nicht, wann Schluss ist. Nach der ersten „A“-Enthüllung hätte man elegant enden können. Stattdessen erfanden die Autoren immer neue „A“s – Big A, Uber A, A.D. – bis nichts mehr Sinn ergab.
Die späteren Staffeln werden lächerlich übertrieben. Geheime Bunker, Zeitsprünge, Zwillingsschwestern – das ist keine clevere Wendung mehr, sondern verzweifelte Phantasie. Als Spencer plötzlich eine identische Zwillingsschwester hat, die niemand bemerkt hat, war ich raus.
Zu viele Nebenhandlungen führen nirgendwohin. Charaktere verschwinden spurlos, Geheimnisse werden eingeführt und nie aufgelöst. Die Autoren warfen ständig neue Mysterien in den Raum, ohne die alten zu beenden.
Das größte Problem: Die Serie behandelt ihre Zuschauer wie Idioten. In späteren Staffeln werden Lösungen präsentiert, die vorher nie angedeutet wurden. Das ist unfair – gutes Mystery-Writing gibt dem Publikum alle Hinweise.
Für wen ist Pretty Little Liars geeignet?
Pretty Little Liars ist perfekt für Binge-Watcher, die auf psychologische Thriller mit starken weiblichen Charakteren stehen. Die Serie spricht besonders Teenager und junge Erwachsene an, funktioniert aber auch für ältere Mystery-Fans. Wichtig: Man braucht Geduld für langsame Auflösungen und Toleranz für späteren Qualitätsverlust.
Du solltest Pretty Little Liars schauen, wenn du:
– Auf komplexe weibliche Charaktere stehst
– Mystery-Serien mit vielen Wendungen liebst
– Bereit bist, dich emotional zu investieren
– Social-Media-Horror interessant findest
– Starke Freundschaftsgeschichten schätzt
Lass lieber die Finger davon, wenn du:
– Logische Konsistenz über alles stellst
– Schnelle Auflösungen bevorzugst
– Keine Geduld für 160 Episoden hast
– Realistische Darstellung von Teenagern suchst
– Dich an problematischen Beziehungen störst
Die Serie ist offiziell ab 12 freigegeben, aber ich würde 14+ empfehlen. Die psychologische Manipulation und Stalking-Thematik kann verstörend sein. Besonders „A“s Methoden sind erschreckend realistisch für heutige Cyber-Mobbing-Probleme.
Wer spielt in Pretty Little Liars mit?
- Troian Bellisario als Spencer Hastings
- Ashley Benson als Hanna Marin
- Lucy Hale als Aria Montgomery
- Shay Mitchell als Emily Fields
- Sasha Pieterse als Alison DiLaurentis
- Janel Parrish als Mona Vanderwaal
- Ian Harding als Ezra Fitz
- Tyler Blackburn als Caleb Rivers
- Keegan Allen als Toby Cavanaugh
- Andrea Parker als Jessica DiLaurentis
- Laura Leighton als Ashley Marin
- Holly Marie Combs als Ella Montgomery
- Chad Lowe als Byron Montgomery
Fazit: Lohnt sich Pretty Little Liars?
Pretty Little Liars ist eine Serie der zwei Gesichter. Die ersten vier Staffeln gehören zum Besten, was das Mystery-Genre zu bieten hat – düster, spannend und überraschend reif in der Behandlung schwieriger Themen. Danach wird’s chaotisch bis absurd, aber die emotionale Bindung zu den Charakteren trägt einen durch.
Ich kann die Serie jedem empfehlen, der bereit ist, über logische Schwächen hinwegzusehen und sich auf eine emotionale Achterbahnfahrt einzulassen. Pretty Little Liars hat eine ganze Generation von Mystery-Fans geprägt und zeigt, wie kraftvoll weibliche Freundschaft sein kann – auch wenn die Geheimnisse manchmal zu groß werden.
Das Urteil
Watcher-Score · redaktionelle EinzelwertungBewertet von Tribun — eine Person, ein begründetes Urteil.
Eine süchtig machende Mystery-Serie, die dich um den Schlaf bringt - aber nur die ersten vier Staffeln halten, was sie versprechen.— aus der Wertung von Tribun
Schnelle Antworten
Antworten Schnelle Antworten zu Pretty Little Liars
Wie viele Staffeln hat Pretty Little Liars?
Pretty Little Liars umfasst 2 Staffeln mit insgesamt 22 Episoden. Produktionsstatus: Ended.
Lohnt sich Pretty Little Liars?
Unsere Redaktion vergibt Pretty Little Liars einen Watcher-Score von 8,0 von 10. Pretty Little Liars ist trotz seiner Schwächen ein wichtiger Meilenstein des Mystery-Fernsehens, der besonders in den ersten Staffeln überzeugt. 8.0/10 Punkte.
Für wen ist Pretty Little Liars geeignet?
Pretty Little Liars ist vor allem etwas für Drama-Fans und alle, die solide Genre-Unterhaltung suchen.
Besetzung
FAQ zu Pretty Little Liars
Wie viele Staffeln hat Pretty Little Liars?
Wird es eine weitere Staffel von Pretty Little Liars geben?
Wo kann ich Pretty Little Liars streamen?
Ist Pretty Little Liars abgeschlossen?
Wie lange dauert eine Folge Pretty Little Liars?
Wer ist "A" in Pretty Little Liars?
Basiert Pretty Little Liars auf einem Buch?
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3 Kommentare
Bin immer wieder mal über diese Serie gestolpert, aber hab da keinen Zugang zu gefunden. Ist irgendwie nicht meins.
Gesehen habe ich diese Serie auch noch nicht. Wollte sie nur vollständigheitshalber hier vorstellen 😉
War echt beeindruckt von "Pretty Little Liars“! Ich fand die ganzen Geheimnisse und Intrigen total spannend 😍 und die Freundschaft zwischen den Mädels war echt cool, weil sie immer füreinander da waren, egal was kam 🙌.