Wer streamt Die Reise ins Labyrinth?
VerfĂŒgbarkeit DEStand 06.12.2025: Die Reise ins Labyrinth ist derzeit in keinem Streaming-Abo enthalten, lĂ€sst sich aber ab 3,99 ⏠leihen oder kaufen (z. B. bei Amazon).
VerfĂŒgbarkeit Deutschland · Stand 06.12.2025 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne GewĂ€hr, keine bezahlte Kooperation.
Die Kritik
von Tribun1986 zauberte Jim Henson eine Welt auf die Leinwand, die mich als Teenager komplett in ihren Bann zog. Ein zwölfjĂ€hriger Junge aus Koblenz, der samstagnachmittags im Kinopolis saĂ und nicht ahnte, dass er gerade seinen Lieblingsfilm fĂŒr die nĂ€chsten vier Jahrzehnte entdeckte. Die Reise ins Labyrinth vereint Bowies hypnotische PrĂ€senz, Hensons Puppenkunst auf ihrem absoluten Höhepunkt und einen Soundtrack, der sich in mein musikalisches DNA eingebrannt hat. Fast 40 Jahre spĂ€ter halte ich diesen Film fĂŒr eines der wenigen echten Meisterwerke des Fantasy-Genres.
Quick Answer: Ist Die Reise ins Labyrinth sehenswert?
Kurze Antwort: ABSOLUT JA – ein zeitloses Meisterwerk, das mit jedem Wiedersehen besser wird.
FĂŒr wen geeignet: Fantasy-Fans, Bowie-Liebhaber, Kinder der 80er, alle die handgemachte Filmkunst schĂ€tzen, Puppetry-Enthusiasten, Musicalfans.
Nicht geeignet fĂŒr: Wer ausschlieĂlich moderne CGI-Ăsthetik erwartet, keine Geduld fĂŒr mĂ€rchenhafte Coming-of-Age-Geschichten hat.
Mein Urteil: Jim Hensons letzter Spielfilm vor seinem viel zu frĂŒhen Tod ist sein VermĂ€chtnis an die Welt. David Bowie als Koboldkönig Jareth liefert eine Performance, die niemand sonst hĂ€tte spielen können – die Rolle wurde buchstĂ€blich fĂŒr ihn geschrieben. Der Soundtrack gehört zu den besten der Filmgeschichte. Punkt.
Worum geht es in Die Reise ins Labyrinth?
Die 16-jĂ€hrige Sarah ist frustriert ĂŒber ihr Leben als Halbwaise mit nerviger Stiefmutter und muss auf ihren kleinen Halbbruder Toby aufpassen. In einem Moment der Wut wĂŒnscht sie, dass die Kobolde ihn holen wĂŒrden – und der Koboldkönig Jareth erfĂŒllt ihren Wunsch. Sarah hat 13 Stunden Zeit, das magische Labyrinth zu durchqueren und Toby zu retten, bevor er fĂŒr immer zu einem Kobold wird.
Was auf den ersten Blick wie ein simples Fantasyabenteuer klingt, entpuppt sich als vielschichtige Coming-of-Age-Geschichte. Henson selbst beschrieb den Film 1987 in einem Interview: „Ich wollte zwei Menschen aus Fleisch und Blut inmitten all dieser kĂŒnstlichen Kreaturen platzieren, und David Bowie verkörpert eine gewisse Reife – mit seiner SexualitĂ€t, seinem verstörenden Aspekt, all den Dingen, die die Erwachsenenwelt charakterisieren“ [Quelle: Jim Henson Interview, 1987].
Sarah muss wĂ€hrend ihrer Reise lernen, dass das Leben nicht fair ist – eine Lektion, die Jareth ihr immer wieder vor Augen fĂŒhrt. Gleichzeitig entdeckt sie, dass Hilfe von den unerwartetsten Seiten kommen kann: ein mĂŒrrischer Zwerg namens Hoggle, der ritterliche Fuchs Sir Didymus und das sanftmĂŒtige Monster Ludo werden zu ihren VerbĂŒndeten.
Wie entstand Die Reise ins Labyrinth?
Die Entstehungsgeschichte von Labyrinth begann 1982 wĂ€hrend einer Limousinenfahrt nach einer VorfĂŒhrung von Der dunkle Kristall. Jim Henson und Designer Brian Froud diskutierten bereits ĂŒber ihr nĂ€chstes Projekt, als Froud die Idee von Kobolden einbrachte [Quelle: Brian Froud Interview, Labyrinth Blu-ray Bonus Features].
Froud malte ein Konzeptbild eines Babys umgeben von Kobolden – und die Grundidee fĂŒr Labyrinth war geboren. Im Oktober 1983 traf sich Henson in London mit potenziellen Drehbuchautoren. Als groĂer Monty-Python-Fan wĂ€hlte er Terry Jones, nachdem Hensons Tochter Lisa dessen Buch „Erik the Viking“ empfohlen hatte [Quelle: Brian Jay Jones, Jim Henson Biographie].
Jones begann im Januar 1984 mit dem Drehbuch und schrieb spĂ€ter fĂŒr Empire: „Ich habe Dennis Lees unfertige poetische Novelle zur Seite gelegt und mich mit Brians Zeichnungen hingesetzt, die aussortiert, die ich wirklich mochte, und angefangen, die Geschichte daraus zu entwickeln“ [Quelle: Empire Magazine Interview]. Das Drehbuch durchlief mehrere Ăberarbeitungen durch Laura Phillips, George Lucas und sogar Elaine May, wobei Jones trotz aller Ănderungen die alleinige Drehbuch-Nennung behielt.
Die Dreharbeiten fanden von April bis September 1985 statt – in Upper Nyack, Piermont und Haverstraw in New York sowie in den Elstree Studios und West Wycombe Park in GroĂbritannien [Quelle: Production Notes, 1986]. Das Budget betrug $25 Millionen [Quelle: Variety, 1986].
Was macht David Bowies Performance so besonders?
Die Rolle des Jareth wurde buchstĂ€blich fĂŒr David Bowie maĂgeschneidert. Jim Henson hatte von Anfang an nur einen Kandidaten im Kopf, obwohl er zwischenzeitlich auch Sting, Mick Jagger und Michael Jackson in Betracht zog [Quelle: IMDb Trivia]. „David war meine erste Wahl fĂŒr die Rolle“, erklĂ€rte Henson 1985 am Set gegenĂŒber Entertainment Tonight.
Ich erinnere mich noch genau an meinen ersten Eindruck von Jareth. Da stand dieser androgyne, gefĂ€hrlich-verfĂŒhrerische König in seinem hautengen Outfit, und als Teenager verstand ich instinktiv, warum Sarah gleichzeitig angezogen und verĂ€ngstigt war. Bowie brachte genau die „otherworldly, mysterious aura“ mit, die Henson sich fĂŒr seinen Antagonisten vorgestellt hatte.
Was viele nicht wissen: Die berĂŒhmten Kristallkugel-Tricks, die Jareth so mĂŒhelos vollfĂŒhrt, sind keine Spezialeffekte. Der Jongleur und Choreograph Michael Moschen kauerte hinter Bowie und fĂŒhrte die Manipulationen mit seinen eigenen Armen durch – komplett blind, ohne Monitor zur Orientierung [Quelle: Labyrinth Trivia, IMDb]. Diese Szenen wurden bis zu 20 Mal gefilmt, bis alles perfekt saĂ.
Jennifer Connelly, damals gerade 14 Jahre alt, beschrieb Bowie spĂ€ter so: „Ich traf David Bowie, als ich 14 war, und er wurde zu meinem Helden – weil er ein KĂŒnstler war, und weil er ein Genie war, das Zeit hatte, freundlich zu sein“ [Quelle: Entertainment Tonight, 2016]. Nach Bowies Tod 2016 fĂŒgte sie hinzu: „Ich hatte nie zuvor einen so auĂergewöhnlichen KĂŒnstler getroffen, und seitdem nicht mehr – die Welt wird ohne ihn grauer sein.“
Warum ist der Soundtrack von Labyrinth so legendÀr?
Der Soundtrack von Labyrinth ist eine einzigartige Kollaboration zwischen David Bowie und dem walisischen Komponisten Trevor Jones. Bowie schrieb und sang fĂŒnf Original-Songs, wĂ€hrend Jones einen komplett synthetischen Score beisteuerte – ursprĂŒnglich hatte er geplant, ein Orchester hinzuzufĂŒgen, doch daraus wurde nichts [Quelle: Trevor Jones Interview, 1999].
Die Songs wurden zwischen April und Juni 1985 in London aufgenommen, mit Overdubs im Oktober und November in New York [Quelle: Sessiondays.com]. Co-Produzent war Arif Mardin, der bereits die Streicher fĂŒr Bowies „Tonight“-Album arrangiert hatte. Die Musiker-Liste liest sich wie ein Who’s Who der Session-Szene: Cissy Houston, Chaka Khan und Luther Vandross als Background-SĂ€nger [Quelle: Bowie Bible]!
Magic Dance ist wahrscheinlich der bekannteste Song des Films. Das Baby-Geplapper im Lied? GröĂtenteils Bowie selbst. „Das Baby, das ich im Studio verwendet habe, konnte oder wollte nicht mehr als zwei Gluckser am StĂŒck von sich geben, also habe ich am Ende den Baby-Gluckser-Chor selbst gemacht!“ erklĂ€rte Bowie [Quelle: Cheatsheet.com].
Underground wurde als erste Single veröffentlicht und erreichte Platz 21 in den UK-Charts. As the World Falls Down, die herzzerreiĂende Ballade aus der Ballsaal-Szene, bezeichnen Kritiker als „eines seiner schönsten, traurigsten StĂŒcke dieser Ăra“ [Quelle: Pushing Ahead of the Dame Blog]. Die geplante Veröffentlichung als Weihnachtssingle 1986 wurde leider nie realisiert.
Trevor Jones‘ Score ist komplett synthetisch – er nutzte drei komplementĂ€re Synthesizer plus ein vorprogrammiertes Synclavier, ergĂ€nzt durch Live-Gitarre, Bass, Saxophon und Trompete [Quelle: Movie Music UK]. Die Aufnahmen fanden in den legendĂ€ren Abbey Road Studios statt.
Wie wurden die Kreaturen in Labyrinth erschaffen?
Hoggle war die technisch komplexeste Puppe, die jemals fĂŒr einen Film gebaut wurde. Sein radiokontrollierter Kopf verwendete 18 Motoren und wurde von vier Puppenspielern bedient, wĂ€hrend Schauspielerin Shari Weiser im KostĂŒm steckte und den Körper bewegte [Quelle: Wikipedia/Hoggle].
Brian Froud designte Hoggle so, dass er „wie aus einem Bilderbuch“ wirkt – „er ist teils Kobold, vielleicht ein Zwerg aus Schneewittchen“ [Quelle: Brian Froud Interview]. Ein verstecktes Gesicht auf Hoggles RĂŒcken wurde von mittelalterlichen Manuskripten und gotischer Architektur inspiriert, „in denen immer Gesichter zu dir herausschauen.“
Da Shari Weiser nur sehen konnte, wenn Hoggles Mund offen war, entwickelte Brian Henson (der auch Hoggles Stimme sprach) einen Sprechstil mit hĂ€ufigem „Grunzen, Stöhnen und Jaulen“ [Quelle: Labyrinth Production Notes]. In der finalen Tonspur wurde seine Stimme durch einen Harmonizer geschickt und tiefer gestimmt.
Fun Fact: Nach den Dreharbeiten ging die Hoggle-Puppe in einem Koffer wÀhrend des Transports verloren. Sie tauchte erst 1997 im Unclaimed Baggage Center in Scottsboro, Alabama wieder auf! Die Puppe wurde zweimal restauriert, zuletzt 2022, und ist heute im Unclaimed Baggage Museum ausgestellt [Quelle: Screenrant].
Die berĂŒhmte „Helping Hands“-Szene erforderte ĂŒber 100 Menschen mit Latexhandschuhen hinter einer speziell gebauten Wand. Jennifer Connelly wurde in einem Gurt etwa 12 Meter in die Höhe gezogen und dann langsam herabgelassen, wĂ€hrend alle HĂ€nde nach ihr griffen [Quelle: Blu-ray Bonus Features].
Welche Herausforderungen gab es mit Baby Toby am Set?
Baby Toby wurde von Toby Froud gespielt – dem Sohn von Designer Brian Froud. Der kleine Toby hatte allerdings ziemliche Angst vor David Bowie in seinem KostĂŒm, was die Dreharbeiten erschwerte [Quelle: IMDb Trivia].
In der Szene, in der Jareth das Baby auf seinem SchoĂ hĂ€lt und seinen Monolog spricht, schrie Toby bei vielen Takes. Die Lösung? Ein Crew-Mitglied holte eine Sooty-Handpuppe, und David Bowie selbst hatte wĂ€hrend des Drehs die Puppe an einer Hand (auĂerhalb des Bildes) und wackelte sanft damit. Das Kind war wie hypnotisiert – daher der entrĂŒckte Blick und die perfekte Stille in der finalen Szene [Quelle: IMDb Trivia].
Was inspirierte die legendÀre Ballsaal-Szene?
Die Maskenball-Sequenz, choreographiert von Gates McFadden (kurz bevor sie bei Star Trek: The Next Generation als Dr. Beverly Crusher anheuerte), wurde von echten Maskenball-Partys inspiriert, die Jim Henson selbst besuchte [Quelle: Entertainment Tonight, 2021].
Jim Henson gab spĂ€ter zu, dass er „einige Sachen aus der Labyrinth-Produktion geklaut“ hatte fĂŒr sein eigenes KostĂŒm bei einer dieser Partys – ein Full-Circle-Moment. Die Szene gehört zu den ikonischsten des Films: Sarah, verwirrt und betört, tanzt mit Jareth in einer surrealen Traumwelt, wĂ€hrend „As the World Falls Down“ erklingt.
FĂŒr mich persönlich ist diese Szene der emotionale Höhepunkt des Films. Die Teenager-Sarah, die zwischen kindlicher Fantasie und erwachsener Anziehung schwebt – Bowie und Connelly spielen das so subtil, dass es nie unangemessen wirkt, aber die Spannung ist greifbar.
Meine Pros & Cons Liste
Was mich begeistert:
- David Bowies Performance – niemand sonst hĂ€tte Jareth spielen können
- Der Soundtrack – Magic Dance, Underground, As the World Falls Down sind zeitlose Klassiker
- Die praktischen Effekte – Hensons Creature Shop auf dem absoluten Höhepunkt
- Brian Frouds Design – jede Kreatur ist einzigartig und memorabel
- Die tiefere Botschaft – Coming-of-Age pur, ohne belehrend zu sein
- Jennifer Connellys DebĂŒt – mit 14 bereits eine ĂŒberzeugende Hauptdarstellerin
- Terry Jones‘ Humor – Monty-Python-DNA in den besten Momenten
Was ich kritisch sehe:
- Das Pacing im Mittelteil – einige Szenen ziehen sich etwas
- Der kommerzielle Misserfolg – verhinderte weitere Henson-Fantasy-Filme
- Die 80er-Optik – manche finden sie dated (ich nicht!)
Wer spielt in Die Reise ins Labyrinth mit?
David Bowie spielt den Koboldkönig Jareth, Jennifer Connelly die 16-jÀhrige Sarah, und Toby Froud (Sohn des Designers Brian Froud) den kleinen Toby. Brian Henson gibt Hoggle seine Stimme und bediente die Gesichtsmechanik der Puppe.
- David Bowie als Jareth, der Koboldkönig
- Jennifer Connelly als Sarah Williams
- Toby Froud als Toby Williams
- Shelley Thompson als Sarahs Stiefmutter
- Christopher Malcolm als Sarahs Vater
- Brian Henson als Hoggle (Stimme & Puppeteer)
- Ron Mueck als Ludo (Stimme)
- David Shaughnessy als Sir Didymus (Stimme)
- Timothy Bateson als Der Wurm (Stimme)
- Shari Weiser als Hoggle (Körper im KostĂŒm)
Synchronstudio: Unbekannt
Jahr: 1986
Dialogregie: Unbekannt
David Bowie|Jareth|Frank Glaubrecht
Jennifer Connelly|Sarah|Dorette Hugo
Brian Henson|Hoggle|Franz Otto KrĂŒger
David Shaughnessy|Sir Didymus|Wolfgang Spier
Michael Hordern|der Weise|Friedrich Schoenfelder
Robert Beatty|linker TĂŒrklopfer|Reinhard Glemnitz
David Healy|rechter TĂŒrklopfer|Manfred Lichtenfeld
Denise Bryer|MĂŒllhalde|Barbara Ratthey
Timothy Bateson|Wurm|Wilfried Herbst
Quelle: Synchronkartei.de / Media-Paten.com
LegendÀre Zitate aus Die Reise ins Labyrinth
- Jareth: „Ich erbitte doch so wenig. Du brauchst mich nur zu fĂŒrchten, nicht zu lieben. Tu was ich sage, und ich werde dein Sklave sein.“
Original: „I ask for so little. Just fear me, love me, do as I say and I will be your slave.“ - Sarah: „Durch unsĂ€gliche Gefahren und unzĂ€hlige WiderstĂ€nde habe ich mir meinen Weg erkĂ€mpft, bis zu diesem Schloss am Rande der Koboldstadt, um das Kind zurĂŒckzuholen, das du gestohlen hast. Denn mein Wille ist ebenso stark wie deiner, und mein Königreich genauso groĂ. Du hast keine Macht ĂŒber mich!“
Original: „Through dangers untold and hardships unnumbered, I have fought my way here…“ - Sarah: „Das ist nicht fair!“ / Jareth: „Nein, das ist es nicht. Aber so geht es eben zu.“
Original: „It’s not fair!“ / „No, it isn’t. But that’s the way it is.“ - Jareth: „Schau Sarah, was ich dir anzubieten habe: Deine TrĂ€ume!“
Original: „Look what I’m offering you: your dreams!“ - Der Wurm: „Allo!“ / Sarah: „Sagtest du eben Hallo?“ / Der Wurm: „Nein, ich sagte Allo, aber das ist nah dran.“
Original: „‚Allo!“ / „Did you just say hello?“ / „No, I said ‚allo, but that’s close enough.“ - Jareth: „Also, Gockel…“ / Hoggle: „Hoggle!“ / Jareth: „Wie auch immer.“
Original: „Well, Hedgewart…“ / „Hoggle!“ / „Whatever.“ - Die Weisen: „Der Weg nach vorn ist manchmal der Weg zurĂŒck.“
Original: „The way forward is sometimes the way back.“
Quelle der deutschen Zitate: Filmzitate.info
Wie wurde Die Reise ins Labyrinth produziert?
Die Reise ins Labyrinth war eine Co-Produktion zwischen Henson Associates und Lucasfilm, mit George Lucas als Executive Producer. Das Budget betrug $25 Millionen [Quelle: Variety, 1986], eine damals beachtliche Summe fĂŒr einen Fantasyfilm.
Drehorte
Die Dreharbeiten fanden an mehreren Orten statt: Upper Nyack, Piermont und Haverstraw in New York State (fĂŒr Sarahs Zuhause und Park-Szenen), die Elstree Studios in Hertfordshire, England (fĂŒr alle Labyrinth-Sets), und West Wycombe Park fĂŒr zusĂ€tzliche AuĂenaufnahmen [Quelle: Production Notes].
Box Office
Der Film war leider ein kommerzieller Misserfolg. Mit einem Einspielergebnis von nur $12.7 Millionen weltweit [Quelle: Box Office Mojo] bei $25 Millionen Budget erreichte der Film nicht einmal die HĂ€lfte seiner Kosten zurĂŒck. Er startete auf Platz 8 seines Eröffnungswochenendes mit $3.5 Millionen und wurde weniger als einen Monat nach der Premiere aus den Kinos genommen.
Die Konkurrenz
Labyrinth hatte im Sommer 1986 harte Konkurrenz: Top Gun, Ferris Bueller’s Day Off und The Karate Kid Part II dominierten die Kinos [Quelle: Wikipedia]. Ein Fantasy-Musical mit Puppen hatte da einen schweren Stand.
Kritiken
Auf Rotten Tomatoes hĂ€lt der Film heute 77% bei den Kritikern und 86% beim Publikum [Stand: Dezember 2025]. Der Critics Consensus lautet: „While it’s arguably more interesting on a visual level, Labyrinth provides further proof of director Jim Henson’s boundless imagination.“
Technische Daten & Crew
Crew:
- Regie: Jim Henson
- Drehbuch: Terry Jones (nach einer Story von Jim Henson & Dennis Lee)
- Produzent: Eric Rattray
- Executive Producer: George Lucas
- Kamera: Alex Thomson
- Schnitt: John Grover
- Musik: Trevor Jones (Score), David Bowie (Songs)
- Production Design: Elliot Scott
- Conceptual Design: Brian Froud
- KostĂŒme: Brian Froud, Ellis Flyte
- Creature Shop: Jim Henson’s Creature Shop
- Choreographie (Ballsaal): Gates McFadden
- Kristallkugel-Jongleur: Michael Moschen
Technische Daten:
- Laufzeit: 101 Minuten
- Bildformat: 2.35:1 (Panavision)
- Tonformat: Dolby Stereo
- Budget: $25 Millionen [Quelle: Variety, 1986]
- Einspielergebnis: $12.729.917 weltweit [Quelle: Box Office Mojo]
- FSK: 12 (Deutschland)
- US-Rating: PG
- Drehzeitraum: April – September 1985
- Drehorte: Elstree Studios (UK), Upper Nyack & Piermont (NY, USA), West Wycombe Park (UK)
- Kinostart DE: 11. Dezember 1986
- Kinostart USA: 27. Juni 1986
Wusstest du schon? Fun Facts zu Die Reise ins Labyrinth
- Hoggle war verloren! Die Original-Puppe ging nach den Dreharbeiten in einem Koffer verloren und tauchte erst 1997 im Unclaimed Baggage Center in Alabama wieder auf [Quelle: Screenrant].
- Jim Hensons letzter Film: Labyrinth war der letzte Spielfilm, den Jim Henson vor seinem Tod 1990 inszenierte. Sein Sohn Brian erinnert sich, dass die Zeit nach dem Misserfolg „die nĂ€chste, die ich je erlebt habe, wo mein Vater in sich zusammenfiel und ziemlich deprimiert wurde“ [Quelle: Life Magazine].
- Bowies Baby-Imitation: Im Song „Magic Dance“ sind die meisten Baby-Gluckser tatsĂ€chlich David Bowie selbst – das echte Baby im Studio wollte einfach nicht kooperieren!
- Star Trek Connection: Die Maskenball-Choreographin Gates McFadden wurde kurz nach Labyrinth als Dr. Beverly Crusher in Star Trek: The Next Generation gecastet.
- Kultfilm-Status: Seit 1997 findet jĂ€hrlich der „Labyrinth of Jareth Masquerade Ball“ statt – ein zweitĂ€giges Event fĂŒr Fans. FanFiction.Net hostet ĂŒber 10.000 Labyrinth-Geschichten [Quelle: Academic Andrea Wright, Cult Film Studies].
- Die Sooty-Rettung: Baby Toby hatte solche Angst vor Bowie im KostĂŒm, dass Bowie wĂ€hrend seiner Monologe eine Sooty-Handpuppe wackeln musste, um das Kind abzulenken.
- Hensons Erkenntnis: Brian Henson bestĂ€tigte, dass Jim Henson vor seinem Tod 1990 wusste, dass Labyrinth und Der dunkle Kristall Kultfilme geworden waren: „Er konnte all das sehen und wissen, dass es geschĂ€tzt wurde“ [Quelle: Nerdist, 2016].
- 40th Anniversary: Am 8.-11. Januar 2026 kommt Labyrinth als 4K-Remaster zurĂŒck in die US-Kinos [Quelle: Fathom Entertainment].
Ăhnliche Filme wie Die Reise ins Labyrinth
Fans von Die Reise ins Labyrinth sollten sich diese Fantasy-Klassiker nicht entgehen lassen:
- Fantasy-Filme auf WatchGuide – Entdecke alle Fantasy-Reviews in unserer Sammlung, von klassischen MĂ€rchen bis zu modernen Epen
- Der dunkle Kristall (1982) – Jim Hensons vorheriges Fantasy-Meisterwerk, ebenfalls mit Brian Froud, noch dĂŒsterer und komplett ohne menschliche Darsteller
- Die unendliche Geschichte (1984) – Der deutsche Fantasy-Klassiker nach Michael Ende, mit Ă€hnlicher Mischung aus RealitĂ€t und Fantasiewelt
- Legend (1985) – Ridley Scotts visuell atemberaubender Fantasy-Film mit Tim Curry als unvergesslichem Bösewicht
Transparenz & Quellen
Dieser Review basiert auf umfangreicher Recherche und meiner persönlichen Erfahrung mit dem Film seit 1986:
- Wikipedia – Produktionsfakten, Besetzung, Hintergrund
- IMDb – Trivia, Full Cast & Crew, Box Office
- Rotten Tomatoes – Kritiken und Publikumswertungen
ZusÀtzliche Quellen (im Text zitiert): Entertainment Tonight (Jennifer Connelly Interviews 2015/2016), Nerdist (Brian Henson Interview 2016), Synchronkartei.de, Media-Paten.com, Box Office Mojo, Variety, The Bowie Bible, Sessiondays.com, Movie Music UK, Screenrant, Empire Magazine, Labyrinth Blu-ray Bonus Features.
Das Urteil
Watcher-Score · redaktionelle EinzelwertungBewertet von Tribun â eine Person, ein begrĂŒndetes Urteil.
Ein Meisterwerk, das mit jedem Wiedersehen besser wird - David Bowies Performance ist schlicht magisch.â aus der Wertung von Tribun
Schnelle Antworten
Antworten Schnelle Antworten zu Die Reise ins Labyrinth
Wo kann ich Die Reise ins Labyrinth streamen?
Die Reise ins Labyrinth gibt es zum Leihen oder Kaufen bei Amazon. Stand Juli 2026, Angaben fĂŒr Deutschland ohne GewĂ€hr.
Wie lange dauert Die Reise ins Labyrinth?
Die Reise ins Labyrinth hat eine Laufzeit von rund 96 Minuten (1 Stunde und 36 Minuten).
Lohnt sich Die Reise ins Labyrinth?
Unsere Redaktion vergibt Die Reise ins Labyrinth einen Watcher-Score von 8,6 von 10. Ein zeitloses Fantasy-Meisterwerk mit einem brillanten David Bowie und einem der besten Film-Soundtracks aller Zeiten. Pflichtprogramm fĂŒr jeden Filmfan.
FĂŒr wen ist Die Reise ins Labyrinth geeignet?
Die Reise ins Labyrinth ist vor allem etwas fĂŒr Abenteuer und Familie-Fans und alle, die herausragende Filme suchen.
Worum geht es in Die Reise ins Labyrinth?
Die Teenagerin Sarah lebt immer noch gern in ihrer Phantasie und mit den Relikten ihrer kĂŒrzlichen Kindheit. FĂŒr Verantwortung hat sie noch nicht so viel ĂŒbrig, weswegen sie den Babysitterjob fĂŒr ihren Bruder, den kleinen Toby auch nicht ernst nimmt.
Trailer
Besetzung
FAQ zu Die Reise ins Labyrinth
Wann kam Die Reise ins Labyrinth ins Kino?
Warum war Labyrinth zunÀchst ein Flop?
Wer singt in Die Reise ins Labyrinth?
Wer spricht Jareth in der deutschen Fassung?
Ist Die Reise ins Labyrinth fĂŒr Kinder geeignet?
Gibt es eine Fortsetzung zu Labyrinth?
Der Saal
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1 Kommentar
Ein wunderbarer Film. Ich brauch zwar nicht die Gesangseinlage von David Bowie, aber alles andere ist einfach toll. Ich mag die Geschichte und gerade bei den alten Filmen mag ich besonders die Effekte, KostĂŒme und Kulissen. Das ist noch Handarbeit und da wurde sich MĂŒhe mitgegeben. Auch wenn manches heute ein bisschen albern aussieht, ist mir das immer noch lieber als irgendwelche Effekte aus dem Computer.