Wer streamt Rick and Morty?
Verfügbarkeit DEStand 10.08.2026: Rick and Morty läuft im Abo bei Netflix und Max.
Verfügbarkeit Deutschland · Stand 10.08.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.
Staffeln & Folgen
aus der WatchGuide-DatenbankS1Staffel 1· 11 Folgen · ab Dez. 2013▾
S2Staffel 2· 10 Folgen · ab Juli 2015▾
S3Staffel 3· 10 Folgen · ab Apr. 2017▾
S4Staffel 4· 10 Folgen · ab Nov. 2019▾
S5Staffel 5· 10 Folgen · ab Juni 2021▾
S6Staffel 6· 10 Folgen · ab Sep. 2022▾
S7Staffel 7· 10 Folgen · ab Okt. 2023▾
S8Staffel 8· 10 Folgen · ab Mai 2025▾
Der Seriencheck
von CineTomAm 27. Juli 2026 lief bei HBO Max die zehnte Folge der neunten Staffel, und damit ist Rick and Morty seit 13 Jahren auf Sendung.
91 Folgen. Eine Serie, die ihr eigenes Multiversum jahrelang als Ausrede benutzt hat, warum nichts zählt. Und die inzwischen genau das Gegenteil macht. Ich lande bei 9,0.
Unendlich viele Universen sind die faulste Ausrede der Science Fiction
Wenn jede Entscheidung in irgendeinem Paralleluniversum auch anders ausgeht, dann kostet keine Entscheidung etwas. Rick and Morty hat auf dieser Idee sechs Staffeln lang Witze gebaut, 2013 mit elf Folgen angefangen und bei Staffel 3 den Punkt erreicht, an dem die Serie ihre eigene Leiche im Garten vergräbt und einfach weitermacht. Das war komisch. Es war auch billig.
Mein Maßstab bei erfundenen Welten ist immer derselbe: Halten sie ihre eigenen Regeln ein, auch wenn es dem Drehbuch gerade nicht passt? Rick and Morty hat diese Frage jahrelang mit einem Schulterzucken beantwortet. Portalpistole auf, Problem gelöst, der Kanon interessiert niemanden. Wer so schreibt, kann alles, und deshalb bedeutet am Ende nichts mehr etwas.
Das Erstaunliche ist, dass die Serie das selbst gemerkt hat. Ab Staffel 5 kommen Begriffe wie die Central Finite Curve dazu, also eine tatsächliche Grenze in einem angeblich grenzenlosen System. Ab da gibt es Dinge, die Rick nicht kann. Genau in dem Moment wird die Serie wieder spannend, weil eine Figur, die alles kann, langweilig ist und eine, die an eine Wand stößt, interessant.
Ian Cardoni und Harry Belden haben einen unmöglichen Job bekommen
Justin Roiland hat bis Staffel 6 beide Hauptfiguren gesprochen und die Serie zusammen mit Dan Harmon erfunden. Anfang 2023 hat Adult Swim die Zusammenarbeit beendet. Ab Staffel 7, also ab Oktober 2023, sprechen Ian Cardoni den Rick und Harry Belden den Morty. Zwei Leute übernehmen zwei Stimmen, die 61 Folgen lang zu einer einzigen Person gehört haben.
Das hätte die Serie beenden können. Hat es nicht. Cardoni trifft das Rülpsen und das Zerfahrene so genau, dass die Umstellung nach zwei Folgen aufhört, ein Thema zu sein. Belden hat es schwerer, weil Mortys Stimme über das Stolpern funktioniert und Stolpern schwerer zu kopieren ist als Chaos. In Staffel 9 hört man den Wechsel nicht mehr.
Was mich daran wirklich interessiert, ist die Entscheidung dahinter. Adult Swim hat keine zwei bekannten Namen gecastet, sondern zwei weitgehend unbekannte Sprecher, die die Rollen einfach treffen. Bei einer Serie, die auf zwei Stimmen steht, war das die richtige Wahl, und sie hat funktioniert.
In Deutschland hat sich nie etwas geändert, und das ist der interessanteste Teil
Kai Taschner spricht Rick, Tim Schwarzmaier spricht Morty. Beide seit dem Start, beide über den kompletten Bruch im Original hinweg. Wer Rick and Morty in Deutschland auf Deutsch schaut, hat den Sprecherwechsel von 2023 schlicht nie erlebt. Neun Staffeln, eine durchgehende Stimme.
Das ist eine Situation, die es so kaum gibt. Der deutsche Zuschauer bekommt hier eine Kontinuität, die das Original verloren hat, und das kehrt die übliche Rangfolge um. Normalerweise ist die Synchronfassung der Kompromiss. Bei dieser Serie ist sie ab Staffel 7 der ungebrochenere Weg durch die Serie, und das ist ein Argument, das man selten hat.
Zweite deutsche Neuerung bei Staffel 9: Die deutsche Fassung war ab dem Start verfügbar, am 25. Mai 2026, einen Tag nach der US-Ausstrahlung. Früher haben deutsche Zuschauer teils monatelang gewartet und in der Zwischenzeit im Original mit Untertiteln geschaut. Diesmal lief beides parallel, Woche für Woche montags.
Wo das Geld hingeht
Rick and Morty ist bei Adult Swim groß geworden, also bei einem Sender, der lange für billig produzierte Nachtprogramme stand. Man sieht der Serie inzwischen an, dass das vorbei ist. Die Hintergründe in Staffel 9 haben Tiefe, die Lichtstimmungen sitzen, und in den Actionmomenten weiß man jederzeit, wo die Figuren stehen. Das klingt banal, ist es aber überhaupt nicht.
Gerade in Animation gehen Kampf- und Verfolgungsszenen gern im Schnittgewitter unter, weil Bewegung teuer ist und Schnitte billig sind. Rick and Morty leistet sich lange Einstellungen, in denen tatsächlich etwas passiert. Wer sehen will, wie viel Arbeit in einer einzigen guten Actionsequenz steckt, findet den Vergleich bei Cyberpunk: Edgerunners, wo Studio Trigger dasselbe mit anderen Mitteln macht.
Der Designstil bleibt dabei absichtlich schlicht. Runde Köpfe und wenige Linien, kaum Schattierung auf den Figuren. Das ist keine Sparmaßnahme, sondern eine Entscheidung, die den Bildern erlaubt, innerhalb einer Folge dreimal das Genre zu wechseln, ohne dass die Serie dabei auseinanderfällt.
Die Musik kommt seit der ersten Folge von Ryan Elder, und sie erledigt einen Teil der Arbeit, den man beim Zuschauen leicht übersieht. Elder springt innerhalb von 22 Minuten zwischen Synthesizer-Science-Fiction, Orchester und Gitarrenrock, je nachdem welches Genre die Serie gerade auseinandernimmt. Ohne diesen Kitt würden etliche Folgen als lose Sketchreihe auseinanderfallen, und genau deshalb steht die Musik bei mir so weit oben.
Staffel 9 räumt auf, ohne alles zu erklären
Die zehn Folgen laufen vom 24. Mai bis zum 26. Juli 2026 auf Adult Swim, in Deutschland jeweils montags darauf bei HBO Max. Die Serie kommt in dieser Staffel ohne die große Kanon-Last aus, die Staffel 7 noch mit sich geschleppt hat, und traut sich wieder Einzelfolgen zu, die nichts weiter wollen als eine gute Idee zu Ende zu bringen.
Genau da war ich skeptisch. Nach dem Abschluss der Rick-Prime-Geschichte hätte die Serie zurück in den Beliebigkeitsmodus fallen können, in dem alles möglich und deshalb nichts wichtig ist. Sie tut es nicht. Die Familie bleibt der Fixpunkt, Beth und Jerry bekommen mehr zu tun als Reaktionen, und die Folgen enden häufiger mit einer Konsequenz als mit einem Achselzucken.
Der Abschluss am 26. Juli ist kein Serienfinale. Adult Swim hat 2023 eine zehnte Staffel bestellt und 2024 bis Staffel 12 verlängert, rechnerisch läuft die Serie damit bis gegen Ende des Jahrzehnts. Direkt nach der letzten Folge startete außerdem der Ableger President Curtis, den Dan Harmon mitentwickelt hat und den Adult Swim schon vor der Premiere um eine zweite Staffel verlängert hat.
Wer hier redet
- Ian Cardoni als Rick Sanchez – seit Staffel 7 im Original, und ab Folge drei merkt man es nicht mehr.
- Harry Belden spricht Morty. Das Stolpern in der Stimme war die schwierigere Aufgabe von beiden.
- Jerry Smith gehört weiter Chris Parnell, der seit 2013 dabei ist und die Figur nie zur reinen Witzfigur werden lässt.
- Spencer Grammer als Summer Smith – inzwischen die Figur mit der besten Entwicklung der ganzen Serie.
- Beth Smith: Sarah Chalke, die ab Staffel 4 gleich zwei Versionen derselben Frau spielt.
- Deutsche Fassung: Kai Taschner als Rick und Tim Schwarzmaier als Morty, beide durchgehend seit der ersten Staffel.
Wenn du jetzt einsteigst, hast du ein Problem
Deutschland hat die Serie auf zwei Dienste verteilt. Die Staffeln 1 bis 8 laufen bei Netflix, die neunte liegt bei HBO Max, das am 13. Januar 2026 in Deutschland gestartet ist. Wer die Serie von vorn schauen und danach am aktuellen Stand ankommen will, braucht beide Abos oder Geduld.
Praktisch heißt das: Anfangen kannst du mit einem Netflix-Abo, und das reicht für 81 der 91 Folgen. Wann Staffel 9 dort nachrückt, ist offen, weil HBO Max sie zuerst hat. Für den Einstieg ist das verkraftbar, für alle, die die Serie ohnehin kennen und nur die neue Staffel wollen, ist es ärgerlich.
Mein Rat zur Reihenfolge: Fang bei Staffel 1 an und schau chronologisch. Rick and Morty ist zwar folgenweise konsumierbar, aber ab Staffel 4 zahlen die Nebenhandlungen aufeinander ein, und der Reiz der späteren Staffeln entsteht genau daraus, dass die Serie sich an ihre eigenen früheren Behauptungen erinnert.
Womit die Serie nach 13 Jahren immer noch besser ist als ihre Nachahmer
Der Multiversum-Gedanke ist seit 2013 im Mainstream angekommen und mittlerweile abgenutzt. What If…? hat aus derselben Idee eine Anthologie gebaut, in der jede Folge unverbindlich bleibt, und Loki hat sich eine Behörde ausgedacht, die die Regeln notfalls per Dekret festlegt.
Rick and Morty macht es umgekehrt und lässt die Regeln aus der Figur entstehen. Rick hat die Central Finite Curve gebaut, weil er in jedem Universum der Klügste sein wollte, und diese eine Charakterentscheidung erklärt die halbe Serienmechanik. Das ist saubere Arbeit, und es ist der Grund, warum die Serie überlebt hat, während andere Multiversum-Formate zerfasern.
Wer testen will, wie streng eine Serie mit ihren eigenen Zeitregeln umgehen kann, sollte sich Dark danebenlegen. Und wer Animation sucht, die eine erfundene Welt mit derselben Konsequenz durchzieht, findet sie bei Avatar: Der Herr der Elemente. In unserer Liste der besten Serien aller Zeiten stehen beide aus genau diesem Grund weit oben. Für entspanntere Zeichentrick-Abende funktioniert dagegen Bob’s Burgers besser, weil dort niemand die Realität umbaut.
Der eine Punkt, an dem ich der Serie nicht folge
Rick and Morty löst Konflikte immer noch zu häufig über Technik, die genau in dieser Folge zum ersten Mal auftaucht. Ein Gerät aus dem Garagenregal, das exakt das Problem behebt, das gerade aufgebaut wurde. Das ist die Sorte Abkürzung, die eine erfundene Welt beliebig macht, und die Serie greift öfter danach, als sie müsste.
Bei einer schwächeren Serie wäre das ein Ausschlusskriterium. Hier bleibt es ein Ärgernis, weil Rick and Morty die Rechnung meistens später bezahlt und aus dem Gerät von Folge vier in Folge neun ein Problem macht. Die 9,0 statt einer höheren Zahl hängt trotzdem genau daran.
Das Urteil
Watcher-Score · redaktionelle EinzelwertungDafür
- Erfundene Welt mit tatsächlichen Grenzen statt beliebigem Multiversum
- Animation, die sich lange Einstellungen in Actionszenen leistet
- Deutsche Synchro ohne den Stimmbruch des Originals
- Staffel 9 findet zurück zu starken Einzelfolgen
Dagegen
- Zu oft löst ein Gerät das Problem, das gerade erst aufgebaut wurde
- In Deutschland auf zwei Streamingdienste verteilt
Eine Serie über unendlich viele Universen wird erst dann gut, wenn sie sich selbst verbietet, in alle davon zu reisen.— aus der Wertung von CineTom
Schnelle Antworten
Antworten Schnelle Antworten zu Rick and Morty
Wo kann ich Rick and Morty streamen?
Rick and Morty läuft aktuell im Abo bei Netflix und Max; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+ und Amazon. Stand August 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.
Ab welchem Alter ist Rick and Morty freigegeben?
Rick and Morty ist in Deutschland ab FSK 16 freigegeben. Für jüngere Zuschauer ist die Serie damit nicht freigegeben.
Wie viele Staffeln hat Rick and Morty?
Rick and Morty umfasst 9 Staffeln mit insgesamt 91 Episoden. Produktionsstatus: Returning Series.
Lohnt sich Rick and Morty?
Unsere Redaktion vergibt Rick and Morty einen Watcher-Score von 9,0 von 10. Das ist eine klare Empfehlung, besonders für Animation-Fans.
Für wen ist Rick and Morty geeignet?
Rick and Morty ist vor allem etwas für Animation und Komödie-Fans und alle, die herausragende Serien suchen. Wegen der Freigabe ab FSK 16 ist die Serie nichts für jüngere Zuschauer.
Trailer
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Der Saal
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