Poster zum Film Protector: Milla Jovovich rettet einen Film, der sie nicht verdient (2026)

Protector: Milla Jovovich rettet einen Film, der sie nicht verdient (2026)

🎬 Film 92 Min. ActionThriller FSK 16
⚡ Kurz gesagt

Protector (2026) bekommt von uns 5,5, und diese WatchGuide-Wertung geht fast komplett auf das Konto von Milla Jovovich. Sie spielt eine Kriegsveteranin, die ihre entführte ... Weiterlesen ... Watcher-Score 5,5/10.

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Die Kritik

von CineTom

Protector (2026) bekommt von uns 5,5, und diese WatchGuide-Wertung geht fast komplett auf das Konto von Milla Jovovich. Sie spielt eine Kriegsveteranin, die ihre entführte Tochter sucht, und sie tut das mit einer Wut, die der Rest des Films nicht einlöst. 92 Minuten, Regie Adrian Grünberg.

In Deutschland läuft der Film seit dem 26. August 2026 digital, unter anderem bei Prime Video. Rotten Tomatoes steht bei 17 Prozent, das Publikum bei 73. Beide haben ihre Gründe.

Das Versprechen hält ungefähr 20 Minuten

Nikki Halstead, gespielt von Milla Jovovich, wacht in einer leeren Fabrikhalle auf, ihre Tochter Chloe ist weg. Der Aufbau ist so schlank, wie ein Actionfilm sein darf: eine Frau, ein Ziel, eine Uhr, die läuft. 92 Minuten sind dafür genau die richtige Länge, und die erste halbe Stunde nutzt sie auch.

Danach passiert das, was diesem Film das Genick bricht. Statt der Suche bekommen wir Erklärungen. Figuren sagen Sätze, die uns mitteilen, was wir gerade gesehen haben, und im letzten Drittel kommt eine Wendung, die rückwirkend alles umdeutet, ohne dass der Film sie vorher vorbereitet hätte. Genau das verzeihe ich in Actionfilmen am schwersten.

Jovovich macht das im Schlaf, und das ist ihr Pech

Milla Jovovich hat sechs Resident-Evil-Filme getragen, sie weiß, wie man eine Actionszene körperlich glaubhaft macht. Hier schlägt sie sich durch einen Nahkampf, bei dem man jeden Treffer spürt, und sie spielt die Erschöpfung danach mit, statt zwei Szenen später frisch dazustehen.

Rotten Tomatoes fasst es in seinem Kritikerkonsens so zusammen: Nur Jovovichs wilde Darstellung rette den Film stellenweise, sonst sei die Umsetzung lächerlich und einfallslos. Hart formuliert, aber die Richtung stimmt. Matthew Modine als Colonel Lavelle und D. B. Sweeney bekommen Rollen, die aus zwei Eigenschaften bestehen. Isabel Myers als Chloe ist über weite Strecken ein Ziel, keine Figur.

17 Prozent gegen 73 Prozent

Die Zahlen liegen weit auseinander: Rotten Tomatoes zählt 17 Prozent aus 30 Kritiken, das Publikum gibt 73 Prozent. IMDb steht bei 5,2 bei 4.473 Stimmen, Letterboxd bei 2,4. Weltweit hat der Film knapp 2 Millionen Dollar eingespielt. Unsere 5,5 liegen bewusst dazwischen.

Die Lücke erklärt sich leicht. Wer einen Rachefilm mit einer glaubwürdigen Hauptdarstellerin für einen ruhigen Abend sucht, bekommt genau das. Wer auf Drehbuch, Figurenlogik und Schnitt achtet, sieht 92 Minuten lang, woran es hakt. Beide Gruppen haben recht, sie messen nur Verschiedenes.

Grünberg kann das eigentlich besser

Adrian Grünberg ist kein Anfänger. Der mexikanische Regisseur war erster Regieassistent bei Apocalypto von 2006, hat 2012 mit Get the Gringo sein Debüt mit Mel Gibson gedreht und 2019 Rambo: Last Blood inszeniert. Handwerk ist da, in den Nahkampfszenen sieht man es.

Was fehlt, ist Raum. Viele Kämpfe sind so eng geschnitten, dass die Geografie verloren geht, und wenn ich in einer Actionszene nicht mehr weiß, wer wo steht, ist die Spannung weg. Kameramann ist Vern Nobles Jr., die Musik kommt von Don Cherel, das Drehbuch von Mun-Bong Seub. Produziert wurde von einem Verbund aus neun Firmen, und ehrlich gesagt sieht man auch das.

Wann Protector trotzdem der richtige Film ist

Für einen Dienstagabend, an dem 92 Minuten reichen sollen und niemand mehr braucht als eine Hauptfigur, der man das Prügeln abnimmt, geht Protector in Ordnung. Als Beispiel dafür, wie gut dieses Genre sein kann, taugt er nicht. Unsere Rangliste der besten Actionfilme aller Zeiten zeigt den Abstand deutlich.

Wer Rache mit besserem Drehbuch will, ist bei John Wick richtig, wer den müden Krieger sucht, bei John Rambo. Und wer sehen will, wie dieselbe Grundidee mit Witz funktioniert, nimmt Normal mit Bob Odenkirk. Weitere Kritiken stehen bei uns unter Actionfilme.

Wer in diesen 92 Minuten mitspielt

  • Milla Jovovich als Nikki Halstead, Veteranin und Mutter. Sie trägt den Film, ohne dass ihr jemand hilft.
  • Matthew Modine spielt Colonel Joseph Lavelle. Der Mann war in Full Metal Jacket die Hauptrolle, hier bekommt er zwei Register.
  • Isabel Myers als Chloe Halstead, die entführte Tochter
  • D. B. Sweeney: Captain Michaels. Ein Schauspieler, dem der Film deutlich weniger gibt, als er könnte.
  • Michael Stahl-David als Detective John Blake
  • Don Harvey als Sullivan
  • Brooklyn Sudano und Chase Kim als Detectives Keyes und Jin Woo, die beide mehr ermitteln dürfen, als der Film ihnen zutraut
⚖️

Bewertung

Watcher-Score · redaktionelle Einzelwertung
Story4,5
Schauspiel6,5
Effekte5,5
Ton5,0

Dafür

  • Milla Jovovich macht jeden Treffer und jede Erschöpfung glaubhaft
  • 92 Minuten ohne Leerlauf im ersten Drittel
  • Der Nahkampf ist handgemacht und nicht weggeschnitten

Dagegen

  • Dialoge erklären, was man gerade gesehen hat
  • Eine Wendung im letzten Drittel kommt ohne Vorbereitung
  • Die Kämpfe sind oft so eng geschnitten, dass die Geografie verloren geht
  • Nebenfiguren bestehen aus zwei Eigenschaften
Jovovich prügelt sich durch einen Film, der ihr nicht traut. Jedes Mal, wenn die Action trägt, kommt jemand und erklärt sie.— aus der Wertung von CineTom
Ich mag Jovovich seit Das fünfte Element und ich mag schlanke Rachefilme, insofern war ich hier wohlwollend unterwegs. Das Problem ist nicht das Budget, das Problem ist das Vertrauen: Der Film zeigt eine gute Kampfszene und schiebt danach eine Figur ins Bild, die erklärt, was die Szene bedeutet hat. Dazu ein Twist im letzten Drittel, den niemand vorbereitet hat. 5,5 von mir, und die 5,5 stehen fast ganz für die Hauptdarstellerin. Für einen Abend mit 92 Minuten Laufzeit reicht das, mehr aber auch nicht.
📺

Wer streamt Protector?

Verfügbarkeit DE

Stand 23.09.2026: Protector läuft im Abo bei Prime Video, mit deutscher Synchronfassung.

Verfügbarkeit Deutschland · Stand 23.09.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.

Schnelle Antworten

Antworten Schnelle Antworten zu Protector

Wo kann ich Protector streamen?

Protector läuft aktuell im Abo bei Prime Video. Stand September 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.

Ab welchem Alter ist Protector freigegeben?

Protector ist in Deutschland ab FSK 16 freigegeben. Für jüngere Zuschauer ist den Film damit nicht freigegeben.

Wie lange dauert Protector?

Protector hat eine Laufzeit von rund 92 Minuten (1 Stunde und 32 Minuten).

Lohnt sich Protector?

Unsere Redaktion vergibt Protector einen Watcher-Score von 5,5 von 10. Vor allem etwas für Genre-Fans, besonders für Action-Fans.

Für wen ist Protector geeignet?

Protector ist vor allem etwas für Action und Thriller-Fans, die auch über Schwächen hinwegsehen. Wegen der Freigabe ab FSK 16 ist den Film nichts für jüngere Zuschauer.

🎬

Trailer

🎭

Besetzung

Milla JovovichNikki Halstead
Matthew ModineColonel Joseph Lavelle
Isabel MyersChloe Halstead
D. B. SweeneyCaptain Michaels
Don HarveySullivan
📣

Der Saal

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