Wer streamt Avatar - Der Herr der Elemente?
Verfügbarkeit DEStand 07.03.2026: Avatar - Der Herr der Elemente läuft im Abo bei Netflix, Prime Video und Paramount+ – mit deutscher Synchronfassung.
Verfügbarkeit Deutschland · Stand 07.03.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.
Staffeln & Folgen
aus der WatchGuide-DatenbankS1Buch 1: Wasser· 20 Folgen · ab Feb. 2005▾
S2Buch 2: Erde· 20 Folgen · ab März 2006▾
S3Buch 3: Feuer· 21 Folgen · ab Sep. 2007▾
Der Seriencheck
von CineTomAvatar – Der Herr der Elemente läuft ab dem 21. Februar 2005 auf Nickelodeon, dauert 3 Staffeln, 61 Folgen, und ist die beste Animationsserie die je im Fernsehen gelaufen ist.
Ich war acht als die erste Episode kam. Bin jetzt 28. Hab die Serie fünf Mal komplett durchgeschaut. Beim fünften Mal hab ich immer noch geheult. 9.2 von 10. Und ich bin mir nicht sicher ob das reicht.
Samstagnachmittag. Nickelodeon. 2005.
Cousine Anke hatte mir ein Jahr vorher Chihiro und Totoro geschenkt. Ich war sieben und die Welt war nie wieder dieselbe. Und dann zeigt Nickelodeon eine Serie über einen kahlköpfigen Jungen mit einem fliegenden Bison, und ich dachte: Okay, das ist SpongeBob mit Kung Fu.
War es nicht.
Nach drei Folgen war ich drin. Nach zehn war es Besessenheit. Meine Mutter Heike hat mir verboten mehr als zwei Folgen am Stück zu gucken. Hab ich ignoriert. Mein Vater Erik kam um sechs von der Arbeit und ich saß immer noch vor dem Fernseher. „Tom, warst du heute draußen?“ Nein, Papa. War ich nicht.
Bryan Konietzko und Michael Dante DiMartino haben diese Serie für Nickelodeon gemacht. NICKELODEON. Der Sender mit dem grünen Schleim. Und die beiden haben eine Geschichte geschrieben über Völkermord, Imperialismus, Verlust und das Gewicht von Verantwortung die du dir nicht ausgesucht hast. Für Achtjährige. Und es funktioniert. Das muss man erstmal hinkriegen.
Zuko.
Ich könnte über jeden Charakter reden. Aang, Katara, Sokka, Toph – jeder einzelne hat einen Arc der besser geschrieben ist als 90 Prozent aller Live-Action-Serien. Aber Zuko. Real talk. Zukos Redemption Arc ist der beste Charakter-Arc in der Geschichte der Animation. Vielleicht in der Geschichte der Serien. Punkt.
Ein verbrannter Teenager der die Anerkennung seines Vaters will. Der seinen eigenen Onkel verrät – den einzigen Menschen der ihn liebt. Der in Staffel 2 die richtige Entscheidung FAST trifft und dann doch einknickt. Und der in Staffel 3 endlich begreift was Ehre bedeutet. Ich hab Stefan davon erzählt und Stefan meinte: „Klingt wie ein griechisches Drama.“ Ist es, Stefan. Aber mit Feuerbändigern.
Dante Basco gibt Zuko so viel Wut und Verletzlichkeit gleichzeitig. Als Zuko seinen Vater in „The Day of Black Sun“ konfrontiert – Leute. Ich hab geheult. Beim fünften Rewatch. Mit 27. Und ich würde es wieder tun.
61 Folgen. Kein einziger Filler.
Das wird mir niemand glauben der moderne Anime kennt. Solo Leveling hat Pacing-Probleme. Dragon Ball Z hat Folgen in denen literally nichts passiert außer Schreien. Aber Avatar – jede einzelne Episode bringt die Geschichte voran oder vertieft einen Charakter. „The Tales of Ba Sing Se“ ist technisch eine Standalone-Episode. Irohs Geschichte darin ist das Emotionalste was ich je in einer Serie gesehen habe.
Staffel 1 baut die Welt. Vier Nationen, vier Elemente, vier verschiedene Kampfkünste – jede Bändigungsart basiert auf einer echten Martial-Arts-Disziplin. Wasserbändigen auf Tai Chi. Erdbändigen auf Hung Gar. Feuer auf Shaolin. Luft auf Baguazhang. Das Worldbuilding ist auf Elden-Ring-Niveau. Kein Witz.
Staffel 2 wird dunkel. Ba Sing Se, der Dai-Li-Geheimpolizei-Arc, Azula als vielleicht beste Antagonistin der 2000er. Staffel 3 liefert den Payoff. Der finale Kampf zwischen Aang und Ozai – vier Elemente gleichzeitig, Energiebändigung, eine moralische Entscheidung die KEIN anderer Held getroffen hätte. Aang weigert sich zu töten. In einer Serie für Kinder. Peak.
Irohs Tee. Und warum dieser Onkel mich mehr gelehrt hat als manche Lehrer.
Iroh ist das Herz der Serie. Ein pensionierter General der Tee trinkt und Pai Sho spielt und nebenbei den tiefgründigsten Charakter der Animationsgeschichte abgibt. „It is important to draw wisdom from many different places.“ Das ist nicht nur ein Cartoon-Zitat. Das ist Lebensweisheit die ich mit acht nicht verstanden hab und mit 28 immer noch dran kaue.
Mako Iwamatsu, der japanisch-amerikanische Schauspieler der Iroh in den ersten beiden Staffeln sprach, starb 2006 an Speiseröhrenkrebs. Er war 72. Die Episode „Tales of Ba Sing Se“ endet mit Irohs Geschichte – er singt „Leaves from the Vine“ für seinen verstorbenen Sohn Lu Ten. Am Ende steht: „In Honor of Mako.“ Ich weine jedes Mal. JEDES. MAL. Linus hat mich letztens dabei erwischt und wollte wissen ob alles okay ist. Ja, Linus. Es ist ein Cartoon. Und nein, es ist nicht alles okay, weil dieser Cartoon mich kaputtmacht.
100 Prozent. Auf Rotten Tomatoes. Einhundert.
23 Kritiker-Reviews. Alle positiv. Rotten Tomatoes zeigt 100 Prozent Tomatometer und 98 Prozent Audience Score. Das schafft fast keine Serie. Breaking Bad hat 96. Game of Thrones 89. Eine Nickelodeon-Kinderserie stellt sie alle in den Schatten.
2008 hat Avatar einen Peabody Award gewonnen. Die Begründung: „Adding thoughtful substance to a genre best known for its style.“ („Einer von Stil geprägten Gattung durchdachten Inhalt hinzugefügt.“) Dazu fünf Annie Awards und ein Primetime Emmy. Für eine Serie die die meisten Erwachsenen erst 2020 auf Netflix entdeckt haben, weil sie dachten Zeichentrick sei nur für Kinder. Während COVID ist Avatar auf Netflix auf Platz 1 geschossen. 8.8 auf IMDb mit über 300.000 Bewertungen. Und das Rating steigt jedes Jahr, weil immer mehr Leute den Fehler korrigieren die Serie ignoriert zu haben.
Mark Hamill ist der Feuerlord. MARK HAMILL.
Luke Skywalker spricht den ultimativen Bösewicht. Und nicht als Witz-Casting – Hamill bringt diese ruhige, kalte Autorität die Ozai braucht. Sein Voice Acting im Finale ist Final-Boss-Energy auf Maximum. Aber Hamill ist nur die Spitze.
Wer hier spricht. Und warum alle liefern.
- Zach Tyler Eisen als Aang – er war 12 als er die Rolle bekam. ZWÖLF. Und liefert ab Folge 1.
- Mae Whitman als Katara (auch Ann Veal in Arrested Development, falls euch das was sagt)
- Jack De Sena — Sokka. Der Comedy-Relief der plötzlich zum Taktiker wird. De Sena macht beides ohne dass es je falsch klingt.
- Dante Basco als Zuko. Hab oben genug gesagt. Beste Sprechleistung der Serie.
- Jessie Flower als Toph Beifong – kam erst in Staffel 2 dazu. Hat sofort alles übernommen. Toph ist blind, 12 und der stärkste Erdbändiger der Welt. Jessie war 13.
- Grey DeLisle: Azula. Kalt, präzise, angsteinflößend. DeLisle war auch Mandy in Grim Adventures. Die Frau KANN Psychopathinnen.
- Mako Iwamatsu als Iroh (Staffel 1-2) – verstorben 2006 während der Produktion. Sein Vermächtnis lebt in jeder Szene.
- Greg Baldwin übernahm Iroh in Staffel 3 und hat das mit so viel Respekt getan dass der Übergang fast nahtlos ist
Was keine Cast-Liste zeigt: Die Chemie. Aang, Katara, Sokka und später Toph funktionieren als Gruppe weil die Sprecher gemeinsam aufgenommen haben. Nicht jeder in seiner eigenen Kabine. Zusammen. Im selben Raum. Das hörst du in jeder Szene.
Synchronstudio: Bikini Studios GmbH, Berlin
Jahr: 2005-2008
Dialogregie: Dr. Harald Wolff (II)
Zach Tyler Eisen|Aang|Johannes Walenta
Jack De Sena|Sokka|David Turba
Mae Whitman|Katara|Julia Kaufmann
Jessie Flower|Toph Beifong|Marie-Luise Schramm
Dante Basco|Zuko|Sebastian Schulz
Grey DeLisle|Azula|Yvonne Greitzke
Mako / Greg Baldwin|Iroh|Hans Teuscher
Mark Hamill|Feuerlord Ozai|Mehrere Sprecher
Quelle: Synchronkartei.de
Linus hat die erste Folge gesehen. Freiwillig.
Mein Mitbewohner Linus hasst Serien. Sein einziger Kinobesuch in drei Jahren war Top Gun Maverick weil ich ihn geschleppt habe. Und letzte Woche hat er gefragt ob er Avatar gucken kann. Auf meinem Netflix-Account. Freiwillig.
Drei Tage später hatte er Staffel 1 durch. „Tom, warum hat mir niemand gesagt dass das gut ist?“ WEIL ICH ES DIR SEIT VIER JAHREN SAGE, LINUS.
Genau das ist der Punkt. Avatar funktioniert für Achtjährige und für 28-Jährige. Für Anime-Nerds und für Leute die Anime hassen. Die Themen – Verantwortung, Identität, Vergebung, die Frage ob man Monster töten darf um Monster zu stoppen – sind universell. Laut Wikipedia hat die Serie „elements from East Asian, South Asian, and Western culture“ („Elemente aus ost- und südasiatischer sowie westlicher Kultur“) verschmolzen. Das klingt trocken. In der Praxis heißt es: DiMartino und Konietzko haben eine Welt gebaut die sich realer anfühlt als die meisten Fantasy-Universen mit zehnfachem Budget.
Das Loch danach. Und was es füllt.
Nach Avatar kommt die Leere. Kenne ich. Fünf Mal erlebt. Was hilft:
Fullmetal Alchemist: Brotherhood – das Nächste was an Avatars Qualität rankommt. Ähnliches Worldbuilding, ähnlich starke Charaktere, ähnlich gutes Pacing. Edward Elric ist kein Aang, aber er ist nah dran.
Attack on Titan geht härter, brutaler, erwachsener. Aber der Kern – Krieg, Verantwortung, die Frage wer hier eigentlich das Monster ist – ist derselbe.
Death Note für die, die Zukos moralische Grauzonen mochten. Und wer die Atmosphäre vermisst: Miyazaki. Immer Miyazaki.
Was NICHT hilft: Der M. Night Shyamalan Film von 2010. Es gibt keinen Film in Ba Sing Se. Wer versteht, versteht.
Das Urteil
Watcher-Score · redaktionelle EinzelwertungDafür
- Perfektes Worldbuilding
- Zukos Redemption Arc
- Iroh
- Animation die 20 Jahre später noch hält
- Kein einziger Filler
Dagegen
- Staffel 1 braucht 3-4 Folgen Anlauf
- Der Shyamalan-Film existiert
It is important to draw wisdom from many different places. – Iroh— aus der Wertung von CineTom
Schnelle Antworten
Antworten Schnelle Antworten zu Avatar - Der Herr der Elemente
Wo kann ich Avatar - Der Herr der Elemente streamen?
Avatar - Der Herr der Elemente läuft aktuell im Abo bei Netflix, Prime Video, Paramount+, Sky, Joyn, Discovery+ und Plutotv; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+ und Amazon. Stand August 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.
Ab welchem Alter ist Avatar - Der Herr der Elemente freigegeben?
Avatar - Der Herr der Elemente ist in Deutschland ab FSK 6 freigegeben.
Wie viele Staffeln hat Avatar - Der Herr der Elemente?
Avatar - Der Herr der Elemente umfasst 3 Staffeln mit insgesamt 61 Episoden. Produktionsstatus: Ended.
Lohnt sich Avatar - Der Herr der Elemente?
Unsere Redaktion vergibt Avatar - Der Herr der Elemente einen Watcher-Score von 9,2 von 10. Ich hab die Serie mit acht entdeckt, mit 28 zum fünften Mal geschaut und sie trifft immer noch gleich. Vielleicht härter sogar. Weil ich jetzt verstehe was Iroh meint wenn er über Verlust redet. Weil Zukos Arc nicht mehr nur spannend ist, sondern wahr. 61 Folgen, drei Staffeln, null Schwächen. DiMartino und Konietzko haben auf Nickelodeon das Ding gebaut woran Game of Thrones am Ende gescheitert ist: eine Geschichte die ihr Ende verdient. Peabody Award, 100 Prozent Rotten Tomatoes, 8.8 auf IMDb – die Zahlen sagen was jeder Fan weiß. Guckt Avatar. Egal wie alt ihr seid. Egal ob ihr Anime mögt.
Für wen ist Avatar - Der Herr der Elemente geeignet?
Avatar - Der Herr der Elemente ist vor allem etwas für Animation und Action & Adventure-Fans und alle, die herausragende Serien suchen.
Besetzung
FAQ zu Avatar – Der Herr der Elemente: 61 Folgen, null Filler, Peak Animation
Wie viele Staffeln hat Avatar: Der Herr der Elemente?
Ist Avatar ein Anime?
Ab welchem Alter kann man Avatar schauen?
Gibt es eine Fortsetzung?
Was ist besser – die Zeichentrickserie oder die Netflix-Version?
Warum ist Iroh so beliebt?
Lohnt sich Avatar auch für Erwachsene?
Der Saal
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