Für Kinder zwischen etwa vier und acht, die die Serie lieben: absolut okay, geht rein. Für alle anderen gibt es in diesen 88 Minuten wenig zu holen. Seit dem 6. August 2026 läuft der dritte Kinofilm der Reihe bei uns, in den USA kam er erst am 14. August. FSK ab 0.
Quellen & Einordnung
Beitrag aus dem Archiv. Die bisherige Note und der Text sind noch nicht nach unserem seit 10. Oktober 2026 geltenden Quellenverfahren überprüft. Die Kinokreis-Stimme ist eine fiktive Figur; ihre Ich-Formulierungen belegen keine persönliche Filmsichtung. Die bisherige Note bleibt bis zur Einzelprüfung als Archivwertung erkennbar.
Trailer
Unsere Einordnung
von WatchGuide-RedaktionDinos plus Pups. Die Idee ist nicht das Problem.
Das Setup: Die Pups geraten auf See in einen Sturm und stranden auf einer unbekannten Tropeninsel voller Dinosaurier. Dort treffen sie Rex, einen Welpen, der seit Jahren auf der Insel festsitzt und sich mit den Dinos angefreundet hat. Dann taucht Bürgermeister Humdinger auf, will die Insel ausbeuten, sprengt sich zu ihren Diamanten durch und weckt dabei einen schlafenden Vulkan.
Regie führt zum dritten Mal Cal Brunker, der schon die Kinofilme von 2021 und 2023 gemacht hat, das Drehbuch schrieb er mit Bob Barlen. Brunker kennt die Formel, und genau so fühlt sich der Film an.
Ehrlich: Das ist die Art Konzept, die sich ein Sechsjähriger ausdenkt, wenn man ihn fragt, was noch cooler wäre als PAW Patrol. Und das meine ich nicht böse. Für die Zielgruppe ist es genau richtig.
Man sieht das Geld. Und die Leute, die es gerettet haben.
Das hier ist der Teil, der mich wirklich interessiert. Animiert hat Mikros Image, und die Produktion hing kurz am seidenen Faden, als der Mutterkonzern Technicolor im Februar 2025 in die Pleite ging. Rodeo FX und Domain Entertainment haben das Projekt im März 2025 übernommen und fertig gemacht. Dafür, dass mitten in der Produktion das Studio wegbrach, sieht der Film erstaunlich sauber aus.
Die Insel ist knallbunt, die Figuren bewegen sich flüssig, und in den Actionszenen weiß man, wo wer steht. Auch der filmdienst bescheinigt dem Film solide Animation. Wer bei Kinderanimation nur Fließbandware erwartet, wird hier positiv überrascht. Das ist der Grund, warum ich überhaupt über der Fünf lande.
Die Dinos sind zu nett, und das kostet die Welt ihre Regeln
Jetzt der Haken. Eine Dino-Insel funktioniert nur, wenn die Dinos gefährlich sind, sonst gibt es nichts, wovor man die Pups retten muss. Hier sind sie, wie der filmdienst schreibt, eher lustig und liebenswert als bedrohlich. Das ist für Vierjährige vermutlich die richtige Entscheidung. Für die Welt ist es ein Problem: Die große Gefahr ist der Vulkan, und den bringt Humdinger mit, nicht die Insel. Die Dinos selbst setzen den Pups kaum Grenzen, an denen sie scheitern könnten.
Dazu passt ein Widerspruch, den Variety benennt: Der Kritiker sieht ein simples, machohaftes Weltbild, das nicht zur Umweltbotschaft des Films passt. Ich würde das nicht so hart formulieren, aber der Widerspruch ist da. Die Botschaft steht im Drehbuch, die Lösungen kommen aus dem Spielzeugregal.
Rex ist die beste neue Figur
Rex ist gelähmt und bewegt sich mit einem Rollwagen, und der Film macht daraus kein Thema, sondern einfach eine Figur, die die Insel besser kennt als alle anderen. Das ist gut gemacht. Mit Marshall bekommt dazu einer der Pups einen eigenen Bogen: Er muss seine Selbstzweifel überwinden, um Team und Insel zu retten. Das ist nicht neu, aber für die Zielgruppe eine klare, gute Botschaft.
Mckenna Grace spricht im Original wieder Skye, Carter Young ist neu als Marshall. Dazu kommt eine Reihe prominenter Gaststimmen, unter anderem Jennifer Hudson und Terry Crews.
Wie andere den Film sehen
Bei Rotten Tomatoes sind 83 Prozent von 35 Kritiken positiv, der Konsens lobt bunte Action und Problemlösen für die jüngsten Fans. Metacritic steht bei 47 aus vier Kritiken, also gemischt. Mit 5,3 bin ich näher an Metacritic. Der Unterschied erklärt sich leicht: Wer fragt, ob der Film seine Zielgruppe bedient, sagt ja. Wer fragt, ob er als Animationsfilm mehr kann als das, sagt eher nein.
Für wen das hier gebaut ist
Eltern mit Kindern zwischen vier und acht, die die Serie schauen: Da macht ihr nichts falsch, 88 Minuten sind kurz genug und die Dinos machen niemandem Angst. Der filmdienst empfiehlt den Film ab acht Jahren, freigegeben ist er ohne Altersgrenze. Wer ohne Kinder reingeht, weil er einfach gute Animation sehen will, sieht handwerklich ordentliche Bilder mit einer Geschichte, die man nach dem Abspann schon vergessen hat.
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Bewertung
Bisherige EinschätzungArchivwertung: Quellenbasis und Gewichtung noch nicht nach dem neuen Verfahren geprüft. Quellen & Einordnung
Dafür
- Solide, farbige Animation trotz Studio-Pleite mitten in der Produktion
- Rex im Rollwagen als selbstverständliche, starke neue Figur
- Marshalls Selbstzweifel als klare Botschaft für Kinder
- 88 Minuten, kein Leerlauf für kleine Zuschauer
Dagegen
- Die Dinos sind zu harmlos, die Insel hat keine eigenen Gefahren
- Die große Bedrohung kommt von Humdinger, nicht aus der Welt
- Naturschutz-Botschaft und Heldenposen passen nicht zusammen
- Für Erwachsene ohne Kinder kaum ein Grund reinzugehen
Für ein Studio, das mitten in der Produktion wegbrach, sieht das erstaunlich gut aus. Die Geschichte hat davon leider nichts abbekommen.Aus der Wertung von WatchGuide-Redaktion
Wer streamt PAW Patrol: Der Dino Film?
Verfügbarkeit DEStand 18.10.2026: PAW Patrol: Der Dino Film läuft im Abo bei Apple TV+ und Paramount+, mit deutscher Synchronfassung. Leihen oder Kaufen geht ab 9,99 €.
Stand 18.10.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB), Movie of the Night · ohne Gewähr
Besetzung
5 Rollen- SkyeMckenna Grace
- ChaseRain Janjua
- RyderHenry Bolan
- RubbleLucien Duncan-Reid
- ZumaNylan Parthipan


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