That’s Why The Lady Is A Champ: Ein Boxfilm, dessen Ende kein Kampf ist Poster

That’s Why The Lady Is A Champ: Ein Boxfilm, dessen Ende kein Kampf ist (2025)

🔮 Preview · ohne Wertung 🎬 Film Kinostart 3. September 2026 HistorieDrama
⚡ Kurz gesagt

Am 3. September 2026 bringt Tobis „That’s Why The Lady Is A Champ“ in die deutschen Kinos, zehn Monate nach dem US-Start und unter einem ... Weiterlesen ...

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Countdown zum Kinostart

14Tage bis zum Kinostart
📅 3. September 2026 · Deutschland
Redaktions-Hypevorsichtig erwartet — Erwartung, keine Wertung
KINOIm KinoKinostart 3. September 2026 · Deutschlandgeplant
STRIm Streamfolgt nach Startfolgt

That’s Why The Lady Is A Champ: Ein Boxfilm, dessen Ende kein Kampf ist ist noch nicht erschienen. Streaming-Anbieter tragen wir ein, sobald der Film nach dem Start verfügbar ist. Termin kann sich verschieben.

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Die Vorschau

von FilmSchneider

Am 3. September 2026 bringt Tobis „That’s Why The Lady Is A Champ“ in die deutschen Kinos, zehn Monate nach dem US-Start und unter einem Titel, den der Film im Original nie hatte.

Sydney Sweeney spielt die Boxerin Christy Martin, Ben Foster ihren Trainer und Ehemann. Der Stoff hat ein Problem, das kein Sportfilm gern hat: Der schwerste Kampf dieser Frau fand statt, als ihre Karriere längst vorbei war.

Kinostart03.09.2026

Der Titel, der in Deutschland dazuerfunden wurde

Im Original heißt der Film schlicht „Christy“. Für den deutschen Start hat man daraus „That’s Why The Lady Is A Champ“ gemacht, einen englischen Titel für ein deutsches Publikum, der beim Lesen an den alten Standard „The Lady Is a Tramp“ anklingt. Der Kinostart ist der 3. September 2026, die Laufzeit liegt bei 134 Minuten, die FSK hat ab 16 freigegeben.

Ich halte solche Titelfindungen für ein Warnsignal, aber nicht für das, wofür man sie meist hält. Sie sagen nichts über die Qualität des Films. Sie sagen etwas darüber, dass ein Verleih glaubt, mit dem eigentlichen Gegenstand nicht werben zu können. Und der eigentliche Gegenstand ist hier eine Frau, die ihr Leben lang geboxt hat und beinahe von dem Mann getötet worden wäre, der sie trainiert hat.

Wo dieser Film anfangen muss und wo er aufhören will

Christy Martin war in den Neunzigern die bekannteste Boxerin der Vereinigten Staaten. Sie lernte Jim Martin Ende der Achtziger kennen, sie war 22, er 47. Er wurde ihr Trainer, dann ihr Manager, dann ihr Ehemann. Im November 2010 griff er sie an und verletzte sie schwer. Er wurde dafür zu 25 Jahren Haft verurteilt.

Damit steht jedes Drehbuch vor derselben Entscheidung, und an ihr hängt der ganze Film. Die Karriere liefert die klassische Aufstiegskurve mit Kämpfen, Titeln und einem Publikum, das mitgeht. Die Gewalt in dieser Ehe läuft die ganze Zeit darunter mit, ohne Höhepunkt und ohne Runden. Der Angriff, auf den alles zuläuft, passiert Jahre nach dem letzten wichtigen Kampf. Ein Sportfilm, dessen Klimax kein Kampf ist, muss sich neu erfinden oder er verrät seinen Stoff.

David Michôd hat Regie geführt und mit Mirrah Foulkes das Buch geschrieben. Michôd ist mit „Animal Kingdom“ bekannt geworden, einem australischen Kriminaldrama von 2010, das Jacki Weaver eine Oscar-Nominierung eingebracht hat. Danach kamen „The Rover“, die Netflix-Produktion „War Machine“ mit Brad Pitt und „The King“ nach Shakespeare. Das ist ein Regisseur, der mit Figuren umgehen kann, die man nicht mögen muss. Für diesen Stoff ist das die richtige Voraussetzung.

Sweeney hat 14 Kilo zugelegt, und das ist die kleinste Frage

Für die Rolle hat sich Sydney Sweeney nach Angaben des Verleihs fast 14 Kilogramm Muskelmasse antrainiert. Solche Zahlen laufen vor jedem Biopic durch die Presse, und sie beantworten nie die Frage, die zählt. Körperliche Verwandlung ist Vorbereitung, kein Schauspiel. Ob sie die Rolle trägt, entscheidet sich in den Szenen ohne Handschuhe.

Sweeney kennt man vor allem aus Euphoria, wo sie in einem Ensemble spielt, das ihr viel abnimmt, und aus Madame Web, wo ihr niemand etwas abgenommen hat. Ein Biopic, das komplett auf ihr steht, ist eine andere Größenordnung. Neben ihr steht mit Ben Foster ein Darsteller, der seit Jahren die Rollen übernimmt, vor denen andere zurückschrecken. Wenn die Ehe im Film funktionieren soll, muss sie in den ruhigen Szenen kippen, nicht in den lauten.

Katy O’Brian spielt die Frau, die später Christy Martins Ehefrau wurde

Diese Besetzung ist der interessanteste Hinweis auf das, was der Film vorhat. Katy O’Brian spielt Lisa Holewyne, im Ring eine Gegnerin von Christy Martin. 2017 haben die beiden Frauen geheiratet. Wer diese Figur früh einführt, erzählt nicht nur eine Missbrauchsgeschichte, sondern auch, was danach kommt.

Merritt Wever spielt Joyce Salters, die Mutter, Ethan Embry den Vater. Chad L. Coleman übernimmt Don King, den Promoter, der Christy Martin groß gemacht hat. Damit sind alle vier Kräfte besetzt, die an dieser Frau gezogen haben: Familie, Ehemann, Geschäft, und die Person, die am Ende blieb.

Wer da im Ring steht

  • Sydney Sweeney als Christy Martin, in praktisch jeder Szene
  • Ben Foster spielt Jim V. Martin, Trainer, Manager, Ehemann, Täter
  • Merritt Wever als Joyce Salters, die Mutter, und Ethan Embry als John Salters
  • Katy O’Brian als Lisa Holewyne
  • Chad L. Coleman ist Don King, der Promoter mit dem bekanntesten Haarschnitt des Boxsports
  • Jess Gabor spielt Rosie, Tony Cavalero den Trainer James Maloney

Die Zahlen aus Amerika sind unangenehm

Bei einem Produktionsbudget von 15 Millionen Dollar hat der Film weltweit etwa 2,3 Millionen eingespielt. Die Kritik lag im Mittelfeld, Metacritic weist einen Metascore von 58 aus, bei IMDb steht der Film bei 6,6 von 10. Das ist kein Erfolg, den man schönreden kann.

Zwei Dinge relativieren das trotzdem. Erstens sagt das Einspielergebnis eines Biopics über eine in Deutschland weitgehend unbekannte Sportlerin wenig über den Film und viel über seinen Markt. Zweitens liegt die Nutzerwertung bei TMDB mit 7,1 aus 216 Stimmen deutlich über dem Kritikerschnitt, und diese Schere findet man häufig bei Filmen, deren Thema schwerer wiegt als ihre Machart.

Für mich ist die zweite Zahl die interessantere. Ein Publikum, das einen Film höher bewertet als die Kritik, hat meistens etwas anderes gesucht als Handwerk.

Was ich beim Boxen im Kino inzwischen prüfe

Boxfilme haben eine Standardlösung für alles, und sie heißt Montage. Training, Aufstieg, Rückschlag, drei Minuten Musik und der Rest erledigt sich. Rocky hat das 1976 erfunden und so gut gemacht, dass fünfzig Jahre später noch jeder Film davon zehrt, bis hin zu Rocky Balboa. Million Dollar Baby ist der einzige große Boxfilm mit einer Frau im Zentrum, und Eastwood hat dort den Kampf bewusst nicht als Ziel gebaut.

Genau da liegt der Vergleichspunkt. Der Film, an dem sich „That’s Why The Lady Is A Champ“ messen lassen muss, ist nicht Rocky, sondern eher Whiplash: eine Geschichte über jemanden, der von der Person zerstört wird, die aus ihm etwas machen will. Wenn Michôd diese Ebene trägt, ist der schwache US-Start eine Fußnote.

Mein Zwischenstand vor dem Start

Die Besetzung stimmt, der Regisseur passt zum Stoff, und die Entscheidung, Lisa Holewyne als Figur mitzuerzählen, deutet auf ein Drehbuch hin, das über den Angriff hinausdenkt. Dagegen steht ein Ergebnis aus Amerika, das man nicht ignorieren sollte, und die Sorge, dass ein Biopic mit dieser Fallhöhe am Ende doch die Montage nimmt. Beides kann ich erst nach dem 3. September beurteilen. Die vollständige Kritik kommt danach. Wer die Zahlen selbst nachsehen will, findet sie bei IMDb und bei Metacritic.

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Erwartungen vor dem Start

keine Wertung
Ein Sportfilm, dessen schwerster Kampf Jahre nach dem letzten Titel stattfindet, muss sich neu erfinden oder er verrät seinen Stoff.— vorab eingeschätzt von FilmSchneider

✅ Darauf freuen wir uns

  • Michôd hat mit 'Animal Kingdom' bewiesen, dass er unangenehme Figuren aushält
  • Ben Foster in einer Rolle, die genau sein Fach ist
  • Lisa Holewyne ist besetzt, der Film denkt also über den Angriff hinaus
  • Die Publikumswertung liegt deutlich über dem Kritikerschnitt

❓ Das macht uns nervös

  • 15 Millionen Budget, 2,3 Millionen weltweit eingespielt
  • Metascore 58, die Kritik war bestenfalls geteilt
  • Der deutsche Titel wirbt mit allem außer mit dem Thema
  • Boxfilme lösen ihre Strukturprobleme traditionell mit der Montage
🛡️Unser Versprechen: keine erfundenen Details, keine „erwarteten Wertungen". Ab dem Start steht hier die volle Kritik mit Watcher-Score.
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Trailer

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Besetzung

bestätigt
Sydney SweeneyChristy Martin
Ben FosterJim V. Martin
Merritt WeverJoyce Salters
Katy O'BrianLisa Holewyne
Ethan EmbryJohn Salters

FAQ zu That’s Why The Lady Is A Champ: Ein Boxfilm, dessen Ende kein Kampf ist

Wann startet der Film in Deutschland?
Am 3. September 2026, im Verleih von Tobis. Das ist rund zehn Monate nach der Auswertung in den USA, wo der Film bereits 2025 lief. Eine Streaming-Auswertung ist für Deutschland bisher nicht angekündigt und käme erfahrungsgemäß frühestens einige Monate nach dem Kinostart.
Warum heißt der Film hier anders als im Original?
Im Original läuft er unter "Christy", also schlicht unter dem Vornamen der Boxerin. Für Deutschland hat der Verleih daraus "That's Why The Lady Is A Champ" gemacht. Der Name Christy Martin ist hierzulande kaum bekannt, ein Titel mit dem Wort "Champ" verkauft sich vermutlich leichter als ein fremder Vorname.
Hat es Christy Martin wirklich gegeben?
Ja, und sie lebt. Christy Martin war in den 1990er Jahren die bekannteste Boxerin der USA. 2010 überlebte sie einen Angriff ihres damaligen Ehemanns und Trainers Jim Martin, der dafür zu 25 Jahren Haft verurteilt wurde. 2017 heiratete sie Lisa Holewyne, eine frühere Gegnerin aus dem Ring.
Muss man sich für Boxen interessieren?
Vermutlich nicht. Der Film ist mit 134 Minuten lang genug für beides, und der Konflikt liegt nach allem, was bisher bekannt ist, außerhalb des Rings. Wer Sportfilme wegen der Kämpfe schaut, könnte hier sogar enttäuscht werden, weil die entscheidenden Szenen keine sind.
Wie ist der Film in den USA angekommen?
Verhalten. Bei 15 Millionen Dollar Budget kamen weltweit rund 2,3 Millionen zurück, der Metascore liegt bei 58. Auffällig ist die Lücke zum Publikum: Bei TMDB steht der Film mit 216 Stimmen bei 7,1 von 10, also deutlich über dem Kritikerurteil.
Kennt man den Regisseur von etwas?
David Michôd hat 2010 mit dem australischen Kriminaldrama "Animal Kingdom" debütiert, für das Jacki Weaver eine Oscar-Nominierung bekam. Danach folgten "The Rover", "War Machine" mit Brad Pitt für Netflix und die Shakespeare-Verfilmung "The King" von 2019.
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