Wer streamt Der Medicus II?
Verfügbarkeit DEStand 17.07.2026: Der Medicus II läuft im Abo bei Prime Video – mit deutscher Synchronfassung. Leihen oder Kaufen geht ab 4,99 €.
Verfügbarkeit Deutschland · Stand 17.07.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.
Die Kritik
von TribunQuick Answer: Ist Der Medicus II sehenswert?
Kurze Antwort: JA – basierend auf Cast, Trailer und Produktionshintergrund könnte das der Überraschungshit des Weihnachtskinos werden.
Für wen geeignet: Fans des ersten Teils, Game of Thrones-Nostalgiker, Liebhaber von Historienepos, Deutsche-Film-Unterstützer.
Nicht geeignet für: Noah-Gordon-Puristen (neue Geschichte!), Familien mit kleinen Kindern (FSK 16).
Mein Urteil: Drei GoT-Stars, ein bewährter Regisseur und ein faszinierendes Thema – mittelalterliche Geisteskrankheiten. Ich bin vorsichtig optimistisch, aber 12 Jahre Pause sind immer riskant. Das wird entweder grandios oder eine teure Enttäuschung.
Worum geht es in Der Medicus II?
Rob Cole ist aus Isfahan nach England geflohen und will sein revolutionäres medizinisches Wissen in der Heimat verbreiten. Doch im aberglaubischen 11. Jahrhundert gilt Fortschritt schnell als Ketzerei – besonders wenn er sich mit den dunklen Geheimnissen der menschlichen Psyche beschäftigt. Cole gerät mitten in die tödlichen Machtkämpfe des englischen Königshauses.
Was mich am Trailer wirklich überrascht hat: Die Geschichte geht diesmal viel tiefer unter die Haut. Es geht nicht mehr nur um gebrochene Knochen und Wundvernähung. Rob Cole muss sich einer völlig neuen Herausforderung stellen – dem Leiden der menschlichen Seele. In einer Zeit, wo Depression als Besessenheit galt und Schizophrenie mit dem Scheiterhaufen „behandelt“ wurde.
Ich denke sofort an „Der Name der Rose“ – diese düstere, klaustrophobische Mittelalter-Atmosphäre. Aber hier ist es noch persönlicher, weil wir Cole schon aus dem ersten Teil kennen. Er war damals der naive junge Mann, der nach Isfahan ging um zu lernen. Jetzt kehrt er als erfahrener Medicus zurück – und merkt, dass die Heimat noch rückständiger ist als gedacht.
Die Handlung ist übrigens keine Adaption von Noah Gordons Fortsetzungsromanen „Der Schamane“ oder „Die Erben des Medicus“. Regisseur Philipp Stölzl und sein Drehbuch-Team haben eine komplett eigenständige Story entwickelt. Das kann Vor- oder Nachteil sein – mehr kreative Freiheit, aber auch weniger bewährte Vorlage.
Wie ist die Regie und Vision von Philipp Stölzl?
Philipp Stölzl kehrt nach 12 Jahren zum Medicus-Universum zurück und bringt diesmal eine düsterere, psychologisch komplexere Vision mit. Statt der orientalischen Pracht von Isfahan konzentriert er sich auf das klaustrophobische, abergläubische England des 11. Jahrhunderts – und das sieht vielversprechend aus.
Stölzl ist ein interessanter Regisseur. Der Mann hat als Musikvideo-Regisseur angefangen (Rammstein!), dann Theater gemacht, und schließlich Filme wie „Nordwand“ und eben den ersten „Medicus“ gedreht. Er kann große Bilder, aber auch intime Momente. Beim ersten Teil hat er bewiesen, dass er Spektakel mit Emotionen verbinden kann.
Was mich neugierig macht: Die Trailer zeigen eine viel düsterere Bildsprache als im ersten Teil. Weniger goldene Isfahan-Sonne, mehr neblige englische Gassen. Die Kameraarbeit wirkt dichter, intimider. Als würde Stölzl diesmal eher einen Thriller drehen als ein Historienepos.
2019 sollte ursprünglich Katja von Garnier („Ostwind“) die Regie übernehmen. Dass Stölzl letztlich doch zurückgekehrt ist, spricht für Kontinuität. Er kennt die Welt, er kennt die Figuren, und er hat den ersten Teil erfolgreich inszeniert. Manchmal ist Bewährtes besser als experimentell.
Wie ist die Besetzung und das Schauspiel in Der Medicus II?
Tom Payne kehrt als Rob Cole zurück und bekommt Verstärkung von drei Game of Thrones-Veteranen: Liam Cunningham, Aidan Gillen und Owen Teale. Dazu gesellen sich Emily Cox („The Last Kingdom“) und deutsche Stars wie Anne Ratte-Polle. Das ist Casting mit System – Leute, die Mittelalter können.
Ich muss gestehen, als ich Cunningham und Gillen in den Trailern gesehen habe, war ich sofort im GoT-Nostalgie-Modus. Ser Davos und Littlefinger in einem Film? Das ist wie ein kleines Westeros-Wiedersehen. Beide können diese Art von politischen Intrigen im Schlaf spielen.
Tom Payne hat sich seit dem ersten Teil weiterentwickelt. Der Mann war danach Jesus in „The Walking Dead“ – hat also gelernt, charismatische Führerfiguren zu spielen. Das kommt ihm als erfahrener Rob Cole zugute. Er wirkt in den Trailern reifer, aber auch verbitterter. Logisch nach allem, was in Isfahan passiert ist.
Emily Cox als Mercia ist ein kluger Schachzug. Die Frau hat in „The Last Kingdom“ bewiesen, dass sie diese rauen Mittelalter-Frauen authentisch spielen kann. Keine Disney-Prinzessin, sondern jemand, der in dieser harten Welt überleben kann.
Anne Ratte-Polle kenne ich noch aus „Dark“ – die kann düster und mysteriös. Perfect Match für einen Film, der sich mit Geisteskrankheiten im Mittelalter beschäftigt.
Wie ist die Kamera und Bildsprache in Der Medicus II?
Die Trailer zeigen eine deutlich dunklere, intimere Bildsprache als der erste Teil. Statt der goldenen Weiten Isfahans dominieren neblige englische Gassen, düstere Königshallen und klaustrophobische Innenräume. Die Kamera arbeitet näher an den Figuren, verstärkt die psychologische Intensität der Geschichte.
Visuell ist das ein kompletter Stilwechsel zum ersten Teil. Damals hatten wir diese orientalische Pracht, diese weiten Landschaften, diese warmen Goldtöne. Jetzt sehe ich in den Trailern hauptsächlich Grau, Braun und düsteres Grün. England im 11. Jahrhundert eben – kalt, nass, ungemütlich.
Was mir auffällt: Die Kamera ist viel beweglicher geworden. Weniger statische Tableaux, mehr dynamische Bewegungen. Das verstärkt den Thriller-Aspekt der Geschichte. Wir sind nicht mehr Touristen in einer exotischen Welt, sondern mittendrin in den Intrigen.
Die Kostüme und Ausstattung sehen wieder top aus. Das war schon beim ersten Teil eine Stärke – authentische Details, ohne dass es wie ein Museum wirkt. Die Menschen tragen diese Sachen, sie leben darin. Das macht den Unterschied zu vielen anderen Historienfilmen.
Wie ist die Musik und der Sound in Der Medicus II?
Komponist Ingo Ludwig Frenzel kehrt für die Fortsetzung zurück und verspricht eine dunklere, intimere Musik als im ersten Teil. Statt der orientalischen Klänge Isfahans dominieren nun düstere englische Volksweisen und bedrohliche Orchesterarrangements, die die psychologische Spannung der Geschichte verstärken.
Frenzel hat schon beim ersten Teil bewiesen, dass er unterschiedliche kulturelle Musikstile authentisch einfangen kann. Die Isfahan-Sequenzen hatten diese wunderbaren orientalischen Melodien, die aber nie klischeehaft wirkten. Jetzt muss er das für das düstere England schaffen.
In den Trailern höre ich viel weniger Melodie, mehr Atmosphäre. Düstere Streicher, bedrohliche Percussion, gelegentlich folk-artige Elemente. Das passt zu der psychologischen Ausrichtung der Geschichte. Musik als emotionaler Verstärker, nicht als schöne Begleitung.
Was sind die Stärken von Der Medicus II?
Die größte Stärke ist das Casting – drei Game of Thrones-Veteranen plus Tom Payne bilden ein viel stärkeres Ensemble als im ersten Teil. Dazu kommt ein faszinierendes neues Thema: mittelalterliche Psychiatrie statt nur Knochenbrüche. Die Produktion kann auf bewährte Strukturen aufbauen und wirkt deutlich selbstbewusster.
Was mich wirklich begeistert: Das Thema mittelalterliche Geisteskrankheiten ist filmisch noch nicht oft behandelt worden. Wie geht man mit Depression um, wenn man noch nicht mal weiß, was das ist? Wie behandelt man Schizophrenie in einer Zeit, wo man an Besessenheit glaubt? Das ist psychologisch und historisch faszinierend.
Der Cast ist einfach eine andere Liga als beim ersten Teil. Ben Kingsley war großartig als Ibn Sina, aber ein Star allein macht noch keinen Film. Hier haben wir ein komplettes Ensemble von Leuten, die wissen, wie man politische Intrigen und mittelalterliche Machtkämpfe spielt.
Philipp Stölzl kann auf Erfahrung aufbauen. Er kennt die logistischen Herausforderungen solcher Großproduktionen, er weiß, was beim ersten Teil funktioniert hat und was nicht. Das ist ein enormer Vorteil.
Die Unabhängigkeit von Noah Gordons Romanvorlagen kann auch ein Vorteil sein. Kein Buch-zu-Film-Zwang, keine entrüsteten Fans, wenn Details geändert werden. Pure kreative Freiheit.
Was sind die Schwächen von Der Medicus II?
Die größte Schwäche ist das Risiko jeder späten Fortsetzung: 12 Jahre sind eine Ewigkeit im Kino. Der erste Teil ist bei vielen Zuschauern nicht mehr präsent, die Nostalgie kann auch in Enttäuschung umschlagen. Ohne bewährte Buchvorlage ist die Story ein komplettes Wagnis.
Ich bin ehrlich – 12 Jahre Pause macht mich nervös. Filme wie „Zoolander 2“ oder „Independence Day: Resurgence“ haben gezeigt, wie schiefgehen kann, wenn man zu spät auf einen Erfolg aufspringt. Die Welt hat sich weitergedreht, die Erwartungen sind andere geworden.
Die Abkehr von Noah Gordons Vorlagen kann auch nach hinten losgehen. Der Mann hat „Der Medicus“ nicht ohne Grund zu einem Weltbestseller gemacht. Seine Fortsetzungen „Der Schamane“ und „Die Erben des Medicus“ haben auch ihre Fans. Warum nicht adaptieren, was bereits funktioniert?
FSK 16 ist für eine Weihnachtsproduktion mutig – aber auch riskant. Viele Familien fallen als Zielgruppe weg. Der erste Teil hatte zwar auch FSK 16, aber da war die Buchvorlage schon ein etablierter Erfolg.
Das Fünf-Autoren-Drehbuch macht mich skeptisch. Entweder war die Geschichte so komplex, dass sie verschiedene Perspektiven brauchte – oder es gab so viele Überarbeitungen, dass am Ende niemand mehr wusste, wo es hingehen soll.
Für wen ist Der Medicus II geeignet?
Der Film richtet sich an Fans des ersten Teils, Game of Thrones-Nostalgiker, Liebhaber von düsteren Historienfilmen und alle, die deutsche Großproduktionen unterstützen wollen. Mit FSK 16 ist es kein Familienfilm, sondern erwachsenes Kino mit ernsten Themen.
Perfekt für alle, die nach Game of Thrones immer noch Lust auf politische Intrigen im Mittelalter haben. Cunningham, Gillen und Teale in einem Film – das ist wie ein kleines Westeros-Wiedersehen ohne Drachen.
Fans des ersten Teils werden neugierig sein, wie Rob Coles Geschichte weitergeht. Aber Vorsicht – das ist ein ganz anderer Film geworden. Düsterer, erwachsener, psychologisch komplexer.
Historienfilm-Fans, die „Der Name der Rose“, „Königreich der Himmel“ oder „Braveheart“ geliebt haben, könnten hier richtig sein. Es geht um große Themen: Fortschritt gegen Tradition, Wissenschaft gegen Aberglauben, Heilung gegen Verdammnis.
Deutsche-Film-Unterstützer sollten zugreifen. Mit einem Budget von vermutlich 25+ Millionen Euro ist das eine der teuersten deutschen Produktionen überhaupt. Erfolg oder Misserfolg entscheidet über künftige Großproduktionen.
Wer spielt in Der Medicus II mit?
Tom Payne als Rob Cole – Der Medicus kehrt zurück
Liam Cunningham als König Canute – Game of Thrones-Star als englischer Herrscher
Aidan Gillen als Hunne – Littlefinger spielt vermutlich wieder den Antagonisten
Emily Cox als Mercia – The Last Kingdom-Star als starke Mittelalter-Frau
Emma Rigby als Rebecca – Einzige Rückkehrerin aus dem ersten Teil
Owen Teale als Godwin – Dritter Game of Thrones-Veteran
Anne Ratte-Polle als Aemma – Deutsche Dark-Darstellerin
Malick Bauer als unbekannte Rolle
Francis Fulton-Smith als unbekannte Rolle
Leonard Scheicher als unbekannte Rolle
Fazit: Lohnt sich Der Medicus II?
Nach allem was ich gesehen und recherchiert habe: Ja, das wird ein interessanter Kinobesuch. Nicht weil es sicher gut wird, sondern weil es spannend wird zu sehen, ob das Wagnis aufgeht.
Stölzl und sein Team haben alle sicheren Optionen über Bord geworfen. Keine bewährte Buchvorlage, eine 12-jährige Pause, ein deutlich erwachseneres Thema. Das ist mutig – und Mut wird im deutschen Kino viel zu selten belohnt.
Das Casting ist jedenfalls erste Liga. Wenn Cunningham, Gillen und Teale zusammen vor der Kamera stehen, kann das nur funktionieren. Diese Männer verstehen politische Intrigen im Mittelalter wie sonst niemand.
Meine Erwartung? Ein solider 7.5/10 Punkte Film, der polarisieren wird. Entweder lieben die Leute die düstere neue Richtung, oder sie vermissen die Abenteuer-Romantik des ersten Teils. Dazwischen wird wenig liegen.
Als Weihnachtskino für Erwachsene hat Der Medicus II jedenfalls Potenzial. Und allein schon um zu sehen, ob deutsche Großproduktionen eine Zukunft haben, sollte man ins Kino gehen. 7.5/10 Punkte.
Das Urteil
Watcher-Score · redaktionelle EinzelwertungBewertet von Tribun — eine Person, ein begründetes Urteil.
12 Jahre später wirkt mutiger und düsterer - GoT-Stars treffen mittelalterliche Psychiatrie— aus der Wertung von Tribun
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Antworten Schnelle Antworten zu Der Medicus II
Wo kann ich Der Medicus II streamen?
Der Medicus II läuft aktuell im Abo bei Prime Video; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, maxdome, MagentaTV und Videoload. Stand Juli 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.
Wie lange dauert Der Medicus II?
Der Medicus II hat eine Laufzeit von rund 143 Minuten (2 Stunden und 23 Minuten).
Lohnt sich Der Medicus II?
Unsere Redaktion vergibt Der Medicus II einen Watcher-Score von 7,5 von 10. Der Medicus II ist ein faszinierendes Experiment: Statt sicherer Buchvorlage wagt Stölzl eine eigenständige Geschichte über mittelalterliche Geisteskrankheiten. Das Casting mit drei Game of Thrones-Veteranen ist brilliant, die düstere Bildsprache vielversprechend. Aber 12 Jahre Pause sind riskant - das kann genial werden oder grandios scheitern. Für Fans von politischen Mittelalter-Thrillern und alle, die deutsche Großproduktionen unterstützen wollen, ist es trotzdem ein Muss.
Für wen ist Der Medicus II geeignet?
Der Medicus II ist vor allem etwas für Mystery und Drama-Fans und alle, die solide Genre-Unterhaltung suchen.
Trailer
Besetzung
FAQ zu Der Medicus 2
Wann kommt Der Medicus II in die Kinos?
Basiert Der Medicus II auf einem Noah Gordon Roman?
Welche Schauspieler kehren vom ersten Teil zurück?
Ab welchem Alter ist Der Medicus II freigegeben?
Wo wurde Der Medicus II gedreht?
Wann kann ich Der Medicus II streamen?
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