Poster zum Film Die Reifeprüfung (1967) Meisterwerk — WatchGuide-Auszeichnung „Der Watcher"

Die Reifeprüfung (1967)

🏅 Meisterwerk 🎬 Film 101 Min. DramaLiebesfilm
⚡ Kurz gesagt

Die Reifeprüfung ist einer dieser seltenen Filme, die mit dir altern. Mit 20 verstehst du Benjamin. Mit 40 verstehst du Mrs. Robinson. Mit 50 verstehst du, dass niemand in diesem Film gewinnt - und genau das macht ihn so wahrhaftig. Mike Nichols hat hier ein Meisterwerk geschaffen, das nach fast 60 Jahren noch genauso relevant ist. Der Soundtrack von Simon & Garfunkel ist unsterblich. Pflichtprogramm. Watcher-Score 9,2/10.

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Die Kritik

von Tribun

1967. Ein Film, der eine ganze Generation definierte. Als ich Die Reifeprüfung zum ersten Mal sah – auf einer späten Fernsehausstrahlung in den 80ern – verstand ich nicht alles. Ein Typ, der mit einer älteren Frau schläft und dann ihre Tochter will? Seltsam. Aber diese Bilder. Dieser Soundtrack. Dustin Hoffmans verlorener Blick. Das hat sich eingebrannt. Heute, nach bestimmt fünfzehn Sichtungen, verstehe ich: Mike Nichols hat hier das Lebensgefühl einer ganzen Ära eingefangen.

Quick Answer: Ist Die Reifeprüfung sehenswert?

Kurze Antwort: ABSOLUT JA – Die Reifeprüfung ist einer der einflussreichsten Filme der Kinogeschichte. Wer verstehen will, warum die 60er eine Revolution waren, muss diesen Film sehen.

Für wen geeignet: Filmliebhaber, die Klassiker schätzen, Fans von Charakterstudien, alle die Simon & Garfunkel lieben, Menschen die sich für das Erwachsenwerden und seine Irrwege interessieren.

Nicht geeignet für: Wer schnelle Action erwartet, wer mit langsam erzählten Dramen nichts anfangen kann, wer Schwarz-Weiß-Moral braucht statt komplexer Charaktere.

Mein Urteil: Die Reifeprüfung hat mich über die Jahre begleitet wie wenige andere Filme. Mit 15 fand ich Benjamin cool. Mit 30 verstand ich Mrs. Robinson. Mit 50 sehe ich die Tragödie auf allen Seiten. Das ist ein Film, der mit dir altert.

Worum geht es in Die Reifeprüfung?

Benjamin Braddock (Dustin Hoffman) hat gerade seinen College-Abschluss gemacht und steht vor dem Nichts. Während seine Eltern und deren Freunde feiern, fühlt er sich verloren. Mrs. Robinson (Anne Bancroft), die Frau des Geschäftspartners seines Vaters, beginnt eine Affäre mit ihm. Als Benjamin sich in ihre Tochter Elaine (Katharine Ross) verliebt, eskaliert alles [Quelle: TMDB, 2025].

Die Handlung klingt simpel, fast banal. Ein junger Mann hat eine Affäre mit einer älteren Frau und verliebt sich dann in deren Tochter. Das gab es vorher, das gibt es nachher. Was Die Reifeprüfung so besonders macht, ist nicht das Was, sondern das Wie. Mike Nichols erzählt diese Geschichte mit einer visuellen Präzision, die heute noch beeindruckt.

Benjamin ist kein Held. Er ist auch kein Anti-Held. Er ist einfach… verloren. Nach Jahren der Struktur – Schule, College, Noten, Erwartungen – steht er plötzlich vor dem Erwachsenenleben und hat keine Ahnung, was er damit anfangen soll. Seine Eltern wollen, dass er „etwas aus sich macht“. Die Nachbarn geben ihm Ratschläge. Der berühmteste davon: „Plastik.“ Ein Wort, das alles sagt über diese Generation und ihre Werte [Quelle: AFI Top 100 Quotes, 2005].

Mrs. Robinson ist die komplexeste Figur des Films. Anne Bancroft spielt sie nicht als Verführerin, nicht als Femme fatale. Sie ist eine zutiefst unglückliche Frau, gefangen in einer Ehe, die sie nie wollte. Die Szene, in der sie Benjamin ihre Geschichte erzählt – wie sie schwanger wurde, wie sie ihre Träume aufgab – ist herzzerreißend. Plötzlich ist sie nicht mehr die „böse“ ältere Frau, sondern ein Mensch mit einer Tragödie.

Meine Pros & Cons Liste

Was zeitlos funktioniert:

  • Der Soundtrack: Simon & Garfunkel haben einen der ikonischsten Soundtracks der Filmgeschichte geschaffen
  • Anne Bancrofts Performance: Mrs. Robinson ist eine der komplexesten weiblichen Figuren der 60er
  • Die Kameraarbeit: Robert Surtees‘ Bildkomposition ist atemberaubend – die Pool-Szenen, die Kirche, das Hotel
  • Das Ende: Einer der ambivalentesten Schlüsse der Filmgeschichte – diese Blicke im Bus
  • Zeitdokument: Der Film fängt das Lebensgefühl einer Generation perfekt ein

Was schwieriger gealtert ist:

  • Benjamins Passivität: Er lässt alles mit sich geschehen – das kann frustrieren
  • Die Stalking-Sequenz: Wie Benjamin Elaine verfolgt, ist nach heutigen Maßstäben problematisch
  • Elaines Charakter: Sie bleibt unterentwickelt im Vergleich zu Mrs. Robinson
  • Das Tempo: Für moderne Sehgewohnheiten stellenweise langsam

Wer spielt in Die Reifeprüfung mit?

Dustin Hoffman spielt Benjamin Braddock in seiner Durchbruchrolle – er war damals fast 30, obwohl er einen frischen College-Absolventen darstellt. Anne Bancroft ist Mrs. Robinson, die desillusionierte Ehefrau und Verführerin. Katharine Ross verkörpert Elaine Robinson, das Objekt von Benjamins wahrer Zuneigung. Murray Hamilton und William Daniels spielen die jeweiligen Väter [Quelle: TMDB, 2025].

Dustin Hoffman war vor Die Reifeprüfung ein unbekannter Theaterschauspieler. Mike Nichols castete ihn, obwohl er eigentlich zu alt war für die Rolle, weil seine Nervosität beim Vorsprechen perfekt zu Benjamins Unsicherheit passte [Quelle: PBS American Masters, 2016]. Hoffman bekam nur $20.000 für den Film – nach Steuern und Lebenshaltungskosten blieben ihm etwa $4.000 [Quelle: Wikipedia, 2025]. Der Film machte ihn zum Star.

Anne Bancroft war nur sechs Jahre älter als Hoffman in Wirklichkeit, und nur acht Jahre älter als Katharine Ross, die ihre Tochter spielt. Das Casting war gewagt, aber Bancroft verkörpert Mrs. Robinson mit einer Reife und Bitterkeit, die das Alter unwichtig macht. Fun Fact: Doris Day lehnte die Rolle ab, weil ihr die Nacktheit zu weit ging [Quelle: TCM, 2025].

Die Hauptbesetzung:

  • Dustin Hoffman als Benjamin Braddock
  • Anne Bancroft als Mrs. Robinson
  • Katharine Ross als Elaine Robinson
  • Murray Hamilton als Mr. Robinson
  • William Daniels als Mr. Braddock
  • Elizabeth Wilson als Mrs. Braddock
  • Buck Henry als Room Clerk (auch Co-Drehbuchautor)
  • Walter Brooke als Mr. McGuire („Plastik“)


Synchronstudio: Unbekannt
Jahr: 1968

Dustin Hoffman|Benjamin Braddock|Manfred Schott
Anne Bancroft|Mrs. Robinson|Eva Pflug
Katharine Ross|Elaine Robinson|Unbekannt
Murray Hamilton|Mr. Robinson|Unbekannt
William Daniels|Mr. Braddock|Unbekannt

Quelle: Synchronsprecher.com, DeWiki

Legendäre Zitate aus Die Reifeprüfung

Die Reifeprüfung enthält einige der meistzitierten Filmzeilen aller Zeiten. „Plastik“ landete auf Platz 42 der AFI-Liste der 100 besten Filmzitate [Quelle: AFI, 2005]. Die Dialoge sind präzise, bissig und zeitlos.

  • Mr. McGuire: „Ich möchte dir ein Wort sagen. Nur ein einziges Wort… Plastik.“
    Original: „I want to say one word to you. Just one word… Plastics.“
  • Benjamin: „Mrs. Robinson, Sie versuchen mich zu verführen.“
    Original: „Mrs. Robinson, you’re trying to seduce me.“
  • Mrs. Robinson: „Möchtest du, dass ich dich verführe?“
    Original: „Would you like me to seduce you?“
  • Benjamin: „Seit meinem Abschluss habe ich dieses Gefühl… diese Art von Zwang, die ganze Zeit unhöflich zu sein.“
    Original: „I’ve had this feeling ever since I graduated. This kind of compulsion that I have to be rude all the time.“
  • Mrs. Robinson: „Elaine, es ist zu spät!“
    Elaine: „Nicht für mich!“
    Original: „Elaine, it’s too late!“ / „Not for me!“

Quelle: Wikiquote, IMDb, AFI

Wie wurde Die Reifeprüfung produziert?

Mike Nichols drehte Die Reifeprüfung als seinen zweiten Spielfilm, direkt nach dem Oscar-Erfolg von Wer hat Angst vor Virginia Woolf?. Mit einem Budget von nur $3 Millionen entstand ein Film, der $104.9 Millionen einspielte und der erfolgreichste Film des Jahres 1967 wurde [Quelle: Box Office Mojo, 1967]. Inflationsbereinigt entspricht das heute etwa $857 Millionen [Quelle: Wikipedia, 2025].

Die Produktion war von Anfang an unkonventionell. Produzent Lawrence Turman sah Nichols am Broadway und war überzeugt, dass dieser Theater-Regisseur der Richtige für die Verfilmung von Charles Webbs Roman war – obwohl Nichols fast keine Filmerfahrung hatte. Turman behielt recht.

Die Kameraarbeit von Robert Surtees – einem Oscar-Gewinner mit 30 Jahren Erfahrung, unter anderem für Ben-Hur – ist wegweisend. Die berühmte Pool-Szene, in der Benjamin im Taucheranzug versinkt, ist eines der ikonischsten Bilder der Filmgeschichte. Surtees sagte, er habe „alles verwendet, was ich in 30 Jahren gelernt habe“ [Quelle: TCM, 2025].

Der Soundtrack entstand fast zufällig. Nichols wollte drei neue Songs von Paul Simon. Als der Film fast fertig geschnitten war, hatte Simon nur einen neuen Song fertig – er war ständig auf Tour. Nichols verwendete stattdessen ältere Simon & Garfunkel-Songs wie „The Sound of Silence“ und „Scarborough Fair“. Ein Song, an dem Simon arbeitete, hieß ursprünglich „Mrs. Roosevelt“. Nichols überzeugte ihn, daraus „Mrs. Robinson“ zu machen [Quelle: Variety, 2018].

Technische Daten

  • Laufzeit: 102 Minuten
  • Budget: $3 Millionen [Quelle: The Numbers, 1967]
  • Einspielergebnis: $104.9 Millionen (USA/Kanada) [Quelle: Box Office Mojo, 1967]
  • Inflationsbereinigt: ~$857 Millionen (Stand 2021)
  • Kamera: Robert Surtees (Oscar-Nominierung)
  • Musik: Simon & Garfunkel, Dave Grusin
  • Kinostart USA: 21. Dezember 1967
  • Oscar-Gewinner: Beste Regie (Mike Nichols)
  • Oscar-Nominierungen: 7 (inkl. Bester Film, Bester Hauptdarsteller, Beste Hauptdarstellerin)

Wusstest du schon? Fun Facts zu Die Reifeprüfung

Die Reifeprüfung steckt voller faszinierender Hintergrundgeschichten – von Castingentscheidungen bis zu Musiklegenden:

  • Dustin Hoffman war zu alt: Er war fast 30 bei den Dreharbeiten, obwohl Benjamin ein frischer College-Absolvent sein soll. Seine Nervosität beim Vorsprechen überzeugte Nichols [Quelle: PBS, 2016]
  • Doris Day sagte ab: Sie lehnte Mrs. Robinson wegen der Nacktheit ab. Auch Ingrid Bergman, Ava Gardner und Patricia Neal waren im Gespräch [Quelle: TCM, 2025]
  • Der Altersunterschied war minimal: Bancroft war nur 6 Jahre älter als Hoffman, nur 8 Jahre älter als Katharine Ross
  • „Plastik“ wurde Kult: Die Zeile landete auf Platz 42 der AFI-Liste der 100 besten Filmzitate aller Zeiten [Quelle: AFI, 2005]
  • Mrs. Roosevelt wurde Mrs. Robinson: Paul Simon schrieb den Song ursprünglich über Eleanor Roosevelt. Nichols bat ihn, den Namen zu ändern [Quelle: Variety, 2018]
  • Grammy-Geschichte: „Mrs. Robinson“ war der erste Rock-Song, der „Record of the Year“ gewann [Quelle: Grammy.com, 2025]
  • Hoffmans Gage: Er bekam nur $20.000 – nach Steuern blieben etwa $4.000 [Quelle: Wikipedia, 2025]
  • Das Ende ist ambivalent: Die Schlussszene im Bus – Benjamins und Elaines Lächeln, das langsam verblasst – war improviert. Nichols ließ die Kamera einfach laufen

Ähnliche Filme wie Die Reifeprüfung

Wer Die Reifeprüfung mochte, sollte diese Klassiker des Coming-of-Age-Kinos nicht verpassen:

  • The Breakfast Club (1985) – John Hughes‘ Generationenportrait der 80er-Jugend
  • Harold und Maude (1971) – Eine andere unkonventionelle Altersbeziehung, noch radikaler
  • Bonnie und Clyde (1967) – Gleiche Ära, gleicher Rebellengeist, andere Geschichte
  • Easy Rider (1969) – Das andere Generationenportrait der späten 60er
  • American Beauty (1999) – Midlife-Crisis und Vorstadtsatire, spiritueller Nachfolger

Transparenz & Quellen

Dieser Review basiert auf professioneller Recherche und persönlicher Filmerfahrung seit den 1980er Jahren.

Verlinkte Hauptquellen:

Zusätzliche Quellen (im Text zitiert): Box Office Mojo, AFI, TCM, Variety, Grammy.com, Wikipedia, Academy Awards Database.

Ratings-Stand: Dezember 2025

⚖️

Bewertung

Watcher-Score · redaktionelle Einzelwertung

Bewertet von — eine Person, ein begründetes Urteil.

Mrs. Robinson, Sie versuchen mich zu verführen.— aus der Wertung von Tribun
Meine erste Begegnung mit Die Reifeprüfung war Mitte der 80er, eine Spätvorstellung im ZDF. Ich war vielleicht 12, 13, und verstand nicht wirklich, was da passierte. Eine Affäre? Mit der Mutter seiner Freundin? Aber die Musik. The Sound of Silence, als Benjamin am Pool sitzt. Das hat mich nicht mehr losgelassen. Jahre später, im Filmstudium, sah ich den Film wieder - auf einer grausigen VHS-Kopie in einem Seminarraum. Da erst verstand ich, was Nichols hier gemacht hat. Die Kameraarbeit, die Symbolik, dieses verdammte Ende im Bus. Heute, mit über 50, sehe ich den Film noch einmal anders. Mrs. Robinson ist nicht mehr die Verführerin, sie ist die tragischste Figur. Eine Frau, deren Leben mit einer ungewollten Schwangerschaft endete, bevor es richtig begonnen hatte. Bancroft spielt das so subtil, dass man es erst nach mehrfachem Sehen wirklich begreift. Meine Frau findet den Film übrigens 'deprimierend'. Sie hat nicht unrecht.
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Wer streamt Die Reifeprüfung?

Verfügbarkeit DE

Stand 06.12.2025: Die Reifeprüfung ist derzeit in keinem Streaming-Abo enthalten.

Verfügbarkeit Deutschland · Stand 06.12.2025 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.

Schnelle Antworten

Antworten Schnelle Antworten zu Die Reifeprüfung

Wo kann ich Die Reifeprüfung streamen?

Die Reifeprüfung gibt es zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, Google Play, YouTube, maxdome und freenet Video. Stand August 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.

Wie lange dauert Die Reifeprüfung?

Die Reifeprüfung hat eine Laufzeit von rund 101 Minuten (1 Stunde und 41 Minuten).

Lohnt sich Die Reifeprüfung?

Unsere Redaktion vergibt Die Reifeprüfung einen Watcher-Score von 9,2 von 10. Die Reifeprüfung ist einer dieser seltenen Filme, die mit dir altern. Mit 20 verstehst du Benjamin. Mit 40 verstehst du Mrs. Robinson. Mit 50 verstehst du, dass niemand in diesem Film gewinnt - und genau das macht ihn so wahrhaftig. Mike Nichols hat hier ein Meisterwerk geschaffen, das nach fast 60 Jahren noch genauso relevant ist. Der Soundtrack von Simon & Garfunkel ist unsterblich. Pflichtprogramm.

Für wen ist Die Reifeprüfung geeignet?

Die Reifeprüfung ist vor allem etwas für Drama und Liebesfilm-Fans und alle, die herausragende Filme suchen.

Worum geht es in Die Reifeprüfung?

Benjamin Braddock ist soeben mit dem College fertig geworden, fast 21 Jahre alt, und hat keinen Plan, was er jetzt anstellen soll.

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Trailer

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Besetzung

Dustin HoffmanBen Braddock
Anne BancroftMrs. Robinson
Katharine RossElaine Robinson
Murray HamiltonMr. Robinson
William DanielsMr. Braddock

FAQ zu Die Reifeprüfung

Wie alt war Dustin Hoffman bei den Dreharbeiten?
Dustin Hoffman war fast 30 Jahre alt, obwohl er einen frischen College-Absolventen von etwa 21 Jahren spielt. Seine Nervosität beim Vorsprechen passte perfekt zur Unsicherheit der Figur, weshalb Mike Nichols ihn trotz des Altersunterschieds castete.
Wer singt "Mrs. Robinson"?
Simon & Garfunkel singen "Mrs. Robinson" auf dem Soundtrack. Der Song wurde speziell für den Film geschrieben - ursprünglich hieß er "Mrs. Roosevelt". Die Version im Film ist kürzer als die später veröffentlichte Single, die 1968 zwei Grammys gewann [Quelle: Grammy.com, 2025].
Hat Die Reifeprüfung Oscars gewonnen?
Ja, Mike Nichols gewann den Oscar für die Beste Regie bei den 40th Academy Awards. Der Film hatte insgesamt 7 Nominierungen, darunter Bester Film, Bester Hauptdarsteller (Hoffman), Beste Hauptdarstellerin (Bancroft) und Beste Nebendarstellerin (Ross) [Quelle: Academy Awards, 1968].
Was bedeutet das Ende von Die Reifeprüfung?
Das Ende ist bewusst ambivalent. Benjamin "rettet" Elaine aus ihrer Hochzeit, aber ihre Gesichter im Bus zeigen Unsicherheit statt Triumph. Mike Nichols ließ die Kamera einfach laufen - das langsame Verblassen des Lächelns war nicht geplant, aber perfekt. Es suggeriert, dass die Realität ihrer Entscheidung einsetzt.
Basiert Die Reifeprüfung auf einem Buch?
Ja, der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Charles Webb aus dem Jahr 1963. Das Drehbuch schrieben Calder Willingham und Buck Henry (der auch eine kleine Rolle als Hotel-Angestellter spielt). Webb schrieb später eine Fortsetzung namens "Home School".
Warum ist "Plastik" so ein berühmtes Zitat?
"Plastik" symbolisiert die oberflächlichen Werte der älteren Generation - Materialismus, Künstlichkeit, Konformität. Mr. McGuires gut gemeinter Karrieretipp steht für alles, was Benjamin ablehnt. Das Zitat wurde zur Kurzfassung des Generationenkonflikts der 60er [Quelle: AFI, 2005].
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