Until Dawn bekommt von mir im WatchGuide-Kinokreis 5,0 von 10. David F. Sandberg hat eine starke Idee: Eine Gruppe muss dieselbe Nacht immer wieder überleben, und jede Nacht bringt einen anderen Horror. Aber eine Zeitschleife lebt davon, dass ihre Regeln etwas kosten. Hier stirbt man, wacht auf und macht weiter, und mit jedem Durchgang steht weniger auf dem Spiel.
Seit dem 24. April 2025 im Kino, Verleih Sony Pictures, FSK 16, 103 Minuten. Wer einen kurzweiligen Horrorabend mit wechselnden Monstern sucht, wird stellenweise gut unterhalten. Wer die Verfilmung des PlayStation-Spiels erwartet, bekommt eine ganz andere Geschichte.
5,0 von mir. David F. Sandberg baut aus einer guten Idee einige gelungene Schreckmomente, aber seine Zeitschleife hat keine Regeln, die etwas kosten. Mit jedem Tod steht weniger auf dem Spiel, und die Figuren lernen nichts dazu. Als lockerer Horrorabend brauchbar, als Spielverfilmung eine verschenkte Chance.
Quellen & Einordnung
Beitrag aus dem Archiv. Die bisherige Note und der Text sind noch nicht nach unserem seit 10. Oktober 2026 geltenden Quellenverfahren überprüft. Die Kinokreis-Stimme ist eine fiktive Figur; ihre Ich-Formulierungen belegen keine persönliche Filmsichtung. Die bisherige Note bleibt bis zur Einzelprüfung als Archivwertung erkennbar.
Trailer
Unsere Einordnung
von WatchGuide-RedaktionWorum es geht
Ein Jahr nach dem Verschwinden ihrer Schwester Melanie (Maia Mitchell) fährt Clover (Ella Rubin) mit ihren Freunden Max (Michael Cimino), Nina (Odessa A’zion), Megan (Ji-young Yoo) und Abe (Belmont Cameli) in das abgelegene Tal, in dem sich Melanies Spur verliert. In einem verlassenen Besucherzentrum werden sie gejagt und getötet und wachen danach am Anfang desselben Abends wieder auf. Eine Sanduhr zeigt an, wie viel Zeit bleibt. Wer bis zum Morgen durchhält, kommt raus. Peter Stormare spielt Dr. Hill, die Figur, die er schon im Spiel verkörpert hat. Regie führt David F. Sandberg (Lights Out, Annabelle 2), das Drehbuch stammt von Blair Butler und Gary Dauberman.
Eine Spielmechanik ohne Einsatz
Das Spiel von 2015 funktioniert, weil jede Entscheidung bleibt: Wer stirbt, ist weg. Der Film dreht das um. Hier darf man sterben, so oft man will, zumindest eine Zeit lang. Das ist als Idee reizvoll, weil es mehrere Horrorfilme in einen packt. Nur muss eine Welt dann umso klarer sagen, was der Preis ist. Until Dawn reicht diesen Preis eher nach, als dass er von Anfang an über jeder Szene hängt. Bis der Film ihn ernst nimmt, lerne ich als Zuschauer vor allem, dass ein Tod nichts bedeutet.
Filmstarts bringt es auf den Punkt: Der Verlust eines Lebens verliere mit jeder Schleife an Gewicht, und gerade der Zeitschleifen-Kniff bremse die Spannung, statt sie zu steigern. Für mich ist das der Kern. Ein Maskenkiller in der ersten Nacht, etwas völlig anderes in der nächsten, und aus dem Wechsel ergibt sich keine Ordnung, auf die ich mich einstellen könnte. Wenn alles möglich ist, muss ich mich vor nichts Bestimmtem fürchten.
Wo Sandberg sein Handwerk zeigt
Dass ich nicht tiefer gehe, liegt an einzelnen Szenen. Sandberg weiß, wie man einen Schrecken baut, das hat er seit Lights Out bewiesen. Eine Sequenz rund um verseuchtes Wasser ist so hemmungslos absurd, dass Filmstarts schreibt, sie fühle sich an wie ein Exzess aus einem besseren Film. Das trifft es. Für ein paar Minuten weiß der Film genau, was er ist.
Auch die Besetzung gibt sich Mühe. Ji-young Yoo als Megan wurde in mehreren englischsprachigen Kritiken hervorgehoben, und Stormare hat sichtlich Spaß an einer Figur, die mehr weiß als alle anderen. Nur bekommen die übrigen Freunde kaum Eigenschaften, die über ihre Rolle in der Gruppe hinausgehen. Der Filmdienst schreibt, die Wiederholungen hülfen den schwachen Figuren nicht. Dabei wäre das genau die Chance einer Zeitschleife gewesen: Figuren, die mit jedem Durchgang etwas lernen.
Wie die Kritik Until Dawn sieht
Die Kritik ist gespalten bis ablehnend. Filmstarts vergibt 2 von 5 Sternen und vergleicht den Film mit einer Endlosfahrt in der Geisterbahn, bei der zu wenige Attraktionen wirklich schocken. Der Filmdienst lobt immerhin, dass Schock- und Splatter-Effekte kompetent und sehr blutig inszeniert sind. Bei Rotten Tomatoes sind 52 Prozent von 120 Kritiken positiv, das Publikum liegt bei 66 Prozent. Metacritic kommt auf 47 von 100 aus 23 Kritiken. Stand der Werte: 1. Oktober 2026.
Meine 5,0 liegt etwas über Filmstarts, weil ich Sandbergs Einzelszenen mehr Gewicht gebe. Unsere WatchGuide-Empfehlung zu Until Dawn: als Streaming-Abend mit Freunden brauchbar, als Verfilmung des Spiels und als Zeitschleifenfilm eine verschenkte Idee. Mehr aus derselben Ecke steht bei unserem Slasher-Horror.
Bewertung
Bisherige EinschätzungArchivwertung: Quellenbasis und Gewichtung noch nicht nach dem neuen Verfahren geprüft. Quellen & Einordnung
Dafür
- Starke Grundidee mit wechselndem Horror jede Nacht
- Einzelne Schreckmomente zeigen Sandbergs Handwerk
- Die Szene mit dem verseuchten Wasser ist herrlich absurd
- Peter Stormare als Bindeglied zum Spiel
Dagegen
- Der Tod verliert mit jeder Schleife an Gewicht
- Die Monster folgen keiner erkennbaren Regel
- Die Freunde bleiben Figuren ohne Eigenschaften
- Mit dem Spiel hat der Film wenig zu tun
Eine Zeitschleife lebt davon, dass ihre Regeln etwas kosten. Hier stirbt man, wacht auf und macht weiter.Aus der Wertung von WatchGuide-Redaktion
Wer streamt Until Dawn?
Verfügbarkeit DEStand 23.10.2026: Until Dawn läuft im Abo bei RTL+.
Stand 23.10.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB), Movie of the Night · ohne Gewähr
Besetzung
5 Rollen- Clover PaulElla Rubin
- Melanie PaulMaia Mitchell
- Dr. Alan HillPeter Stormare
- MaxMichael Cimino
- Nina RileyOdessa A'zion


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