Poster zum Film Once Upon a Time in Hollywood (2019) Meisterwerk — WatchGuide-Auszeichnung „Der Watcher"

Once Upon a Time in Hollywood (2019)

🏅 Meisterwerk 🎬 Film 161 Min. KomödieDrama
⚡ Kurz gesagt

Once Upon a Time in Hollywood überrascht durch völlig neue Töne von Tarantino - weniger Gewalt, mehr Herz, aber genauso brilliant. Die Zeitreise ins Jahr 1969 ist perfekt inszeniert, die Freundschaft zwischen Rick und Cliff berührt authentisch, und das alternative Ende gibt einer realen Tragödie ein Happy End. Nur die Länge und Langsamkeit könnten manche Zuschauer abschrecken. Watcher-Score 9,2/10.

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Wer streamt Once Upon a Time in Hollywood?

Verfügbarkeit DE

Stand 25.07.2026: Once Upon a Time in Hollywood läuft im Abo bei Sky und WOW – mit deutscher Synchronfassung. Leihen oder Kaufen geht ab 0,49 €.

Verfügbarkeit Deutschland · Stand 25.07.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.

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Die Kritik

von Tribun
Ich war skeptisch, als Tarantino seinen neunten Film ankündigte – nach dem Spektakel von Django und Kill Bill sollte er plötzlich nostalgisch werden? Doch Once Upon a Time in Hollywood überraschte mich komplett: Hier zeigt uns der Meister eine völlig neue Seite, ruhiger, melancholischer, aber genauso brilliant. Ein Liebesbrief an ein Hollywood, das es so nie wieder geben wird – und vielleicht der emotionalste Film in Tarantinos Karriere.

Quick Answer: Ist Once Upon a Time in Hollywood sehenswert?

Kurze Antwort: JA – Tarantinos reifstes und emotionalsten Werk, das Hollywood 1969 perfekt einfängt.

Für wen geeignet: Tarantino-Fans, Cineasten der 60er Jahre, Leonardo DiCaprio/Brad Pitt-Liebhaber, Nostalgiker.

Nicht geeignet für: Action-Hungrige, Ungedulige, Manson-Sensationssuchende.

Mein Urteil: Tarantino zeigt hier eine neue Dimension – weniger Gewalt, mehr Herz. Die perfekte Zeitkapsel einer Ära im Wandel, getragen von zwei Hauptdarstellern in Topform.

Worum geht es in Once Upon a Time in Hollywood?

Once Upon a Time in Hollywood erzählt die Geschichte des alternden TV-Western-Stars Rick Dalton und seines Stuntdoubles Cliff Booth im Hollywood des Jahres 1969 – einer Zeit des Umbruchs, als die alte Traumfabrik langsam starb und eine neue Ära heraufzog. Tarantino erschafft eine melancholische Zeitkapsel, die gleichzeitig Abschied und Liebeserklärung ist.

Die Handlung ist bewusst episodenhaft angelegt – wir folgen Rick Dalton (Leonardo DiCaprio) durch seine Existenzkrise als alternder Schauspieler, der spürt, wie ihm die Zeit davonläuft. Einst war er der Star der beliebten Western-Serie „Bounty Law“, jetzt muss er sich mit Bösewicht-Rollen in fremden Produktionen zufriedengeben. Seine größte Angst: völlig vergessen zu werden.

Parallel dazu erleben wir Cliff Booth (Brad Pitt) in seiner Rolle als loyaler Freund und Stuntdouble. Cliff verkörpert eine aussterbende Art von Mann – cool, kompetent, unerschütterlich. Er lebt bescheiden in seinem Wohnwagen mit Hund Brandy, während Rick in den Hollywood Hills residiert.

Im Hintergrund schwebt die Bedrohung durch Charles Manson und seine „Familie“, die auf der verlassenen Spahn Ranch hausen. Tarantino baut diese Spannung geschickt auf, ohne sie jemals zum dominierenden Element werden zu lassen. Es ist vielmehr die Ahnung des nahenden Endes einer Epoche, die den Film durchzieht.

Was mich beim ersten Schauen verwirrte, wurde bei weiteren Sichtungen zur größten Stärke: Tarantino verzichtet fast völlig auf seine typische Gewalt-Dramaturgie. Stattdessen lässt er uns einfach in dieser Zeit leben, mit diesen Menschen hängen, ihre kleinen und großen Ängste spüren.

Wie inszeniert Tarantino diese nostalgische Vision?

Tarantino zeigt in Once Upon a Time in Hollywood eine völlig neue Seite seiner Regiekunst – weniger provokant, dafür umso emotionaler und nachdenklicher. Seine Inszenierung ist geprägt von einer tiefen Melancholie und einer fast zärtlichen Liebe zum Detail dieser vergangenen Epoche.

Ich kenne Tarantinos Werk seit Pulp Fiction, und dieser Film überraschte mich am meisten. Wo sind die schnellen Dialoge voller Pop-Referenzen? Wo ist die Gewalt als Stilmittel? Stattdessen bekommen wir lange, ruhige Szenen – Sharon Tate beim Autokauf, Rick beim Lernen seiner Texte, Cliff bei der Fahrt durch Los Angeles.

Die Inszenierung lebt von ihrer Ruhe. Tarantino nimmt sich Zeit – etwas, was in seinem früheren Werk oft fehlte. Eine Szene wie Cliffs Besuch auf der Spahn Ranch ist ein Meisterwerk des langsam aufgebauten Unbehagens, ohne dass ein Schuss fällt oder jemand schreit.

Besonders brilliant ist der Umgang mit der historischen Realität. Tarantino erschafft ein alternatives 1969, in dem die Manson-Morde verhindert werden – aber nicht durch heroische Taten, sondern durch Zufall und pure menschliche Sturheit. Das ist subversiver als jeder seiner früheren Geschichts-Revisionen.

Die Regie zeigt auch Tarantinos gereiftere Sicht auf Männlichkeit. Rick und Cliff sind keine coolen Killer, sondern verletzliche Menschen am Ende ihrer Zeit. Rick weint nach einem erfolgreichen Drehtag – eine Szene, die bei frühem Tarantino undenkbar gewesen wäre.

Wie schlagen sich DiCaprio und Pitt als Dreamteam?

Leonardo DiCaprio und Brad Pitt liefern in Once Upon a Time in Hollywood ihre besten Leistungen seit Jahren ab – DiCaprio als neurotischer, verzweifelter Rick Dalton voller Selbstzweifel, Pitt als stoisch-cooler Cliff Booth, der die Ruhe selbst verkörpert. Ihre Chemie trägt den ganzen Film.

DiCaprio überrascht mich hier völlig. Weg vom gewohnten Intensitäts-Theater, zeigt er einen Rick Dalton, der permanent am Rande des Zusammenbruchs steht. Seine Szene mit dem kleinen Mädchen am Filmset ist herzzerreißend – ein alternder Schauspieler, der sich bei einer Achtjährigen für seine Tränen entschuldigt.

Die berühmte Wutausbruch-Szene in seinem Wohnwagen zeigt DiCaprios ganze Bandbreite. Rick beschimpft sich selbst als „has-been“, stammelt, weint – es ist peinlich und bewegend zugleich. DiCaprio macht aus Rick keinen Helden, sondern einen Menschen, der mit seiner Vergänglichkeit kämpft.

Brad Pitt hingegen spielt Cliff Booth wie eine coole Brise. Nach Jahren voller intensiver Rollen entspannt er sich endlich mal wieder. Cliff ist der Mann, der Rick gern wäre – selbstsicher, gelassen, kompetent. Pitts entspannte Ausstrahlung macht jede Szene besser, in der er auftaucht.

Ihre beste gemeinsame Szene ist für mich der Abend vor Ricks Italien-Reise. Beide betrunken am Pool, reden über ihre Freundschaft, ihre Vergangenheit. Es ist eine Szene männlicher Intimität, wie sie Tarantino vorher nie gedreht hat.

Margot Robbie als Sharon Tate bekommt weniger Screentime, nutzt sie aber perfekt. Sie zeigt Tate nicht als tragische Figur, sondern als lebenslustige junge Frau am Beginn ihrer Karriere. Ihre Kino-Szene, in der sie ihren eigenen Film anschaut, ist pure Freude.

Wie erschafft Richardson die visuelle Zeitreise?

Robert Richardson, Tarantinos Stammkameramann, verwandelt Los Angeles in eine perfekte Zeitkapsel des Jahres 1969. Seine Kameraarbeit verzichtet auf Showeffekte und konzentriert sich darauf, die Atmosphäre einer vergangenen Epoche einzufangen – warm, nostalgisch, aber nie verklärt.

Richardson arbeitet hier subtiler als in früheren Tarantino-Filmen. Keine extremen Winkel, keine auffälligen Bewegungen. Stattdessen eine klassische, fast dokumentarische Herangehensweise, die perfekt zur nostalgischen Stimmung passt.

Die Farbpalette ist entscheidend für den Film. Das warme, goldene Licht Kaliforniens wird fast zu einem eigenen Charakter. Besonders die Sonnenuntergänge über den Hollywood Hills haben eine melancholische Schönheit, die den Abschied von einer Epoche visuell untermalt.

Beeindruckend sind die Rekonstruktionen historischer Orte. Der Sunset Strip, das Chinese Theatre, sogar die Spahn Ranch – alles wirkt authentisch, ohne museumshaft zu werden. Man spürt, dass hier Menschen leben und arbeiten.

Richardson nutzt auch geschickt die verschiedenen Bildformate. Die TV-Szenen in „Bounty Law“ haben bewusst das typische 4:3-Format der damaligen Zeit, während die „echten“ Szenen im Cinemascope-Format gedreht sind – eine subtile Erinnerung an die verschiedenen Realitätsebenen.

Die Nachtszenen haben eine besondere Qualität. Das flackernde Neon-Licht, die Scheinwerfer der Autos, die beleuchteten Pools – Richardson erschafft ein Los Angeles, das gleichzeitig vertraut und fremd wirkt.

Welche Rolle spielt die Musik der 60er Jahre?

Once Upon a Time in Hollywood verzichtet bewusst auf eine klassische Filmmusik und setzt stattdessen komplett auf authentische Songs der späten 60er Jahre. Diese Musik wird zum emotionalen Herzschlag des Films und verstärkt die nostalgische Zeitreise perfekt.

Tarantino war schon immer ein Meister des Musik-Einsatzes, aber hier geht er einen anderen Weg. Statt seiner üblichen Mix aus Genres und Jahrzehnten konzentriert er sich ausschließlich auf die Zeit zwischen 1966 und 1969. Das Ergebnis ist kohärenter und emotionaler als je zuvor.

Neil Diamonds „Brother Love’s Travelling Salvation Show“ während Cliffs Fahrt über den Freeway ist für mich einer der perfektesten Musik-Momente in Tarantinos Karriere. Die Leichtigkeit des Songs, die Sonne, Pitts entspannte Fahrt – reines Kino.

Der Radiostream KHJ spielt eine wichtige Rolle und macht die Zeit spürbar. Wir hören die gleichen Songs, die Rick und Cliff hören, erleben die Werbespots der damaligen Zeit. Es ist, als würden wir wirklich 1969 durch Los Angeles fahren.

Besonders clever ist der Einsatz von The Mamas & The Papas „12:30 (Young Girls Are Coming to the Canyon)“. Der Song läuft, während wir die Manson-Girls sehen – eine subtile Verbindung zwischen der Hippie-Bewegung und ihrer dunklen Seite.

Deep Purples „Hush“ begleitet eine der entspanntesten Szenen des Films – Cliff beim Hundefutter kaufen. Solche alltäglichen Momente werden durch die perfekte Musikwahl zu kleinen Kunstwerken.

Was macht Once Upon a Time in Hollywood so besonders?

Die größte Stärke von Once Upon a Time in Hollywood liegt in seiner emotionalen Reife und seinem Mut zur Langsamkeit. Tarantino zeigt hier eine völlig neue Seite – weniger provokant, dafür umso menschlicher und berührender. Es ist sein persönlichster Film.

Was mich am meisten beeindruckt, ist Tarantinos Verzicht auf seine gewohnten Stilmittel. Keine Kapitel-Einteilung, keine Zeitsprünge, keine Pop-Referenz-Dialoge. Stattdessen erzählt er linear und ruhig – für seine Verhältnisse revolutionär.

Die Darstellung der Freundschaft zwischen Rick und Cliff ist das emotionale Herzstück. Es ist eine Männerfreundschaft ohne Ironie, ohne versteckte Agenda. Sie mögen sich einfach, unterstützen sich, sind füreinander da. In Zeiten toxischer Männlichkeits-Debatten wirkt das erfrischend unverkrampft.

Brilliant ist auch der Umgang mit der Manson-Geschichte. Tarantino macht keine Sensations-Story daraus, sondern nutzt die historische Bedrohung als Hintergrund für eine Geschichte über das Ende einer Ära. Die Manson-Familie steht symbolisch für das Ende der unschuldigen 60er Jahre.

Die Authentizität der Periode-Details ist atemberaubend. Jedes Auto, jedes Kostüm, jede Frisur stimmt. Aber wichtiger: auch die Mentalität stimmt. Die Menschen denken und fühlen wie 1969, nicht wie heute.

Der alternative Geschichtsverlauf am Ende ist Tarantinos emotionalste Geschichts-Revision. Sharon Tate überlebt nicht durch heroische Taten, sondern durch puren Zufall. Es ist sein Wunsch, dieser realen Tragödie ein Happy End zu geben.

Wo schwächelt Tarantinos nostalgische Vision?

Once Upon a Time in Hollywood hat trotz seiner Qualitäten einige Schwächen: Die episodische Struktur kann frustrieren, manche Nebenfiguren bleiben unterentwickelt, und die 161 Minuten Laufzeit testen die Geduld. Nicht jeder wird Tarantinos neue Langsamkeit zu schätzen wissen.

Die größte Schwäche liegt paradoxerweise in einer der größten Stärken: der Langsamkeit. Tarantino nimmt sich viel Zeit für atmosphärische Szenen, die nicht alle gleich fesselnd sind. Die zehnminütige Fahrt von Cliff zur Spahn Ranch ist zwar stimmungsvoll, aber auch schleppend.

Sharon Tate bleibt trotz Margot Robbies charmanter Darstellung eine etwas blasse Figur. Wir erfahren wenig über ihre Persönlichkeit jenseits der Oberflächlichkeit. Das mag beabsichtigt sein – Tarantino zeigt sie als Symbol der unschuldigen 60er – funktioniert aber nur bedingt.

Die Bruce Lee-Szene wirkt heute problematisch. Der Kampf zwischen Cliff und Bruce Lee reduziert die Martial-Arts-Legende auf eine Karikatur. Tarantino wollte wohl Cliffs Können demonstrieren, aber die Darstellung ist respektlos und unnötig provokant.

Manche Nebenhandlungen führen ins Nichts. Die ganze Hippie-Kommune-Geschichte um Pussycat baut Spannung auf, die nie richtig entladen wird. Es fühlt sich an wie Vorbereitung auf Szenen, die nie kommen.

Das Finale, so emotional befriedigend es ist, wirkt auch etwas konstruiert. Der Zufall, der die Manson-Killer zu Ricks Haus führt, ist schon sehr gewollt. Aber bei Tarantino ist Plausibilität eh zweitrangig.

Für wen ist Once Upon a Time in Hollywood geeignet?

Once Upon a Time in Hollywood richtet sich vor allem an erwachsene Cineasten, die Geduld für langsame Erzählung mitbringen und sich für die Hollywood-Geschichte interessieren. Fans der beiden Hauptdarsteller und Tarantino-Liebhaber kommen voll auf ihre Kosten, während Action-Hungrige enttäuscht werden könnten.

Perfekt ist der Film für alle, die sich für das Hollywood der 60er Jahre interessieren. Die Authentizität der Darstellung macht ihn zu einem wertvollen Zeitdokument einer vergangenen Epoche. Western-Fans werden die liebevollen TV-Parodien zu schätzen wissen.

Tarantino-Veteranen sollten sich auf einen anderen Regisseur einstellen. Wer Pulp Fiction oder Kill Bill erwartet, wird frustriert sein. Aber wer bereit ist für Tarantinos reifere, emotionalere Seite, bekommt seinen bisher persönlichsten Film.

DiCaprio- und Pitt-Fans erleben beide Schauspieler in Topform. Besonders DiCaprio zeigt eine verletzliche Seite, die man selten von ihm sieht. Ihre Chemie allein rechtfertigt schon den Preis einer Kinokarte.

Weniger geeignet ist der Film für ungeduldigere Zuschauer. Die episodische Struktur und die langen, atmosphärischen Szenen können langweilig wirken, wenn man nicht bereit ist, sich auf Tarantinos neues Tempo einzulassen.

Auch wer primär wegen der Manson-Geschichte kommt, wird enttäuscht. Tarantino nutzt diesen Aspekt nur als Hintergrund, nicht als Haupthandlung. Sensationslüsterne sollten lieber zu einem echten True Crime-Film greifen.

Wer spielt in Once Upon a Time in Hollywood mit?

  • Leonardo DiCaprio als Rick Dalton – alternder TV-Western-Star
  • Brad Pitt als Cliff Booth – Stuntdouble und bester Freund von Rick
  • Margot Robbie als Sharon Tate – aufstrebende Schauspielerin
  • Emile Hirsch als Jay Sebring – Friseur und Freund von Sharon Tate
  • Margaret Qualley als Pussycat – Mitglied der Manson-Familie
  • Timothy Olyphant als James Stacy – Schauspieler in „Lancer“
  • Julia Butters als Trudi Fraser – junge Schauspielerin
  • Austin Butler als Tex Watson – Manson-Family-Mitglied
  • Dakota Fanning als Squeaky Fromme – Manson-Family-Mitglied
  • Bruce Dern als George Spahn – Besitzer der Spahn Ranch
  • Al Pacino als Marvin Schwarzs – Filmproduzent und Agent
  • Mike Moh als Bruce Lee – Martial-Arts-Legende
  • Luke Perry als Wayne Maunder – „Lancer“-Schauspieler
  • Kurt Russell als Randy – Stunt-Koordinator und Erzähler

Fazit: Lohnt sich Once Upon a Time in Hollywood?

Nach drei Sichtungen bin ich mir sicher: Once Upon a Time in Hollywood ist Tarantinos bisher persönlichster und emotionalster Film. Er zeigt uns einen Regisseur, der mit 56 Jahren gelernt hat, dass Langsamkeit keine Schwäche ist, sondern Stärke.

Die Geschichte von Rick und Cliff ist im Kern eine über männliche Freundschaft, über das Älterwerden, über Träume, die zerplatzen. Tarantino erzählt das mit einer Zärtlichkeit, die ich ihm nie zugetraut hätte. DiCaprio und Pitt liefern dabei Karriere-Höhepunkte ab.

Ja, der Film ist lang. Ja, er ist langsam. Aber wer sich darauf einlässt, bekommt eine der schönsten Liebeserklärungen an das Kino, die je gedreht wurden. Es ist Tarantinos „8½“ – ein Film über das Filmemachen, über vergänglichen Ruhm, über die Macht der Nostalgie.

Das alternative Ende mag manipulativ sein, aber es ist auch zutiefst menschlich. Tarantino schenkt Sharon Tate das Leben, das ihr genommen wurde. Das ist Kino als Wunscherfüllung – und manchmal brauchen wir genau das.

Once Upon a Time in Hollywood ist kein perfekter Film, aber ein notwendiger. In Zeiten digitaler Überreizung erinnert er daran, dass Kino auch bedeuten kann: einfach bei interessanten Menschen zu sein und ihnen beim Leben zuzuschauen. 9.2/10 Punkte.

⚖️

Das Urteil

Watcher-Score · redaktionelle Einzelwertung

Bewertet von — eine Person, ein begründetes Urteil.

Tarantinos reifster und emotionalster Film - eine melancholische Liebeserklärung an ein verlorenes Hollywood, getragen von DiCaprio und Pitt in Topform.— aus der Wertung von Tribun
Once Upon a Time in Hollywood überrascht durch völlig neue Töne von Tarantino - weniger Gewalt, mehr Herz, aber genauso brilliant. Die Zeitreise ins Jahr 1969 ist perfekt inszeniert, die Freundschaft zwischen Rick und Cliff berührt authentisch, und das alternative Ende gibt einer realen Tragödie ein Happy End. Nur die Länge und Langsamkeit könnten manche Zuschauer abschrecken.

Schnelle Antworten

Antworten Schnelle Antworten zu Once Upon a Time in Hollywood

Wo kann ich Once Upon a Time in Hollywood streamen?

Once Upon a Time in Hollywood läuft aktuell im Abo bei Sky und WOW; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, Google Play, YouTube und maxdome. Stand Juli 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.

Wie lange dauert Once Upon a Time in Hollywood?

Once Upon a Time in Hollywood hat eine Laufzeit von rund 161 Minuten (2 Stunden und 41 Minuten).

Lohnt sich Once Upon a Time in Hollywood?

Unsere Redaktion vergibt Once Upon a Time in Hollywood einen Watcher-Score von 9,2 von 10. Once Upon a Time in Hollywood überrascht durch völlig neue Töne von Tarantino - weniger Gewalt, mehr Herz, aber genauso brilliant. Die Zeitreise ins Jahr 1969 ist perfekt inszeniert, die Freundschaft zwischen Rick und Cliff berührt authentisch, und das alternative Ende gibt einer realen Tragödie ein Happy End. Nur die Länge und Langsamkeit könnten manche Zuschauer abschrecken.

Für wen ist Once Upon a Time in Hollywood geeignet?

Once Upon a Time in Hollywood ist vor allem etwas für Komödie und Drama-Fans und alle, die herausragende Filme suchen.

Worum geht es in Once Upon a Time in Hollywood?

Es war einmal in Hollywood im Jahre 1969: Rick Dalton hat schon bessere Tage gesehen. Einst war der Schauspieler ein gefeierter Fernsehstar. Doch diese Zeiten sind längst vorbei.

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Trailer

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Besetzung

Leonardo DiCaprioRick Dalton
Brad PittCliff Booth
Margot RobbieSharon Tate
Emile HirschJay Sebring
Margaret Qualley'Pussycat'
Timothy OlyphantJim Stacy
Julia ButtersTrudi Fraser
Austin Butler'Tex'
Dakota Fanning'Squeaky'
Bruce DernGeorge Spahn

FAQ zu Once Upon a Time in Hollywood

Ist Once Upon a Time in Hollywood Tarantinos bester Film?
Das ist Geschmackssache, aber es ist definitiv sein reifster und emotionalster Film. Fans seiner früheren Gewalt-Epen könnten enttäuscht sein, aber wer Tarantinos neue, nachdenkliche Seite schätzt, bekommt ein Meisterwerk.
Wie historisch korrekt ist der Film?
Der Film ist bis ins Detail authentisch, was Kostüme, Schauplätze und Atmosphäre angeht. Nur das Ende weicht bewusst von der Historie ab - Tarantino erschafft ein alternatives 1969, in dem die Manson-Morde verhindert werden.
Ist der Film zu lang und langsam?
Mit 161 Minuten ist er lang, und Tarantino nimmt sich viel Zeit für atmosphärische Szenen. Wer Geduld für langsame Erzählung mitbringt, wird belohnt. Action-Fans könnten sich langweilen.
Muss man die Manson-Geschichte kennen?
Grundkenntnisse helfen beim Verständnis der Spannung, aber der Film funktioniert auch ohne Vorwissen. Tarantino erklärt genug, um zu verstehen, worum es geht.
Wie brutal ist der Film verglichen mit anderen Tarantino-Werken?
Überraschend zahm für Tarantino-Verhältnisse. 95% des Films sind gewaltfrei, nur das Finale wird typisch brutal. Die Gewalt dient hier der emotionalen Befriedigung, nicht dem Schock.
Lohnt sich der Film auch für Nicht-Tarantino-Fans?
Absolut! Wer seine üblichen Stilmittel nicht mag, könnte hier positiv überrascht werden. Es ist sein zugänglichster Film seit Jackie Brown.
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1 Kommentar

Varagard
Varagard ★ 7.0

Ich habe den damals im Kino gesehen, weil ich wollte es mir nicht entgehen lassen wenigstens mal einen Tarantino Film im Kino gesehen zu haben und es hat sich gelohnt, denn es war ein unterhaltsamer Spaß.

Nur mit seinem Fuß-Fetisch hat er es hier übertrieben. Es ist schon sehr penetrant mit den Fußaufnahmen.

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