Wer streamt Das Geheimnis der weißen Nonne?
Verfügbarkeit DEStand 09.11.2025: Das Geheimnis der weißen Nonne ist derzeit in keinem Streaming-Abo enthalten, lässt sich aber ab 3,99 € leihen oder kaufen (z. B. bei Apple TV+).
Verfügbarkeit Deutschland · Stand 09.11.2025 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.
Die Kritik
von TribunEdgar Wallace war bei uns zuhause immer Pflichtprogramm – mein Vater liebte die alten Rialto-Filme aus den 60ern. Das Geheimnis der weißen Nonne lief irgendwann in den 80ern im Fernsehen, und ich erinner mich noch, wie meine Mutter meinte: „Ach, das ist der mit den falschen Nonnen!“ Der Film ist von 1966, war mit 4 Millionen DM der teuerste Wallace überhaupt, und Rialto wollte damit international durchstarten. Hat nicht ganz geklappt, aber… moment, das ist jetzt fast schon zu negativ. Der Film IST richtig gut!
Schnellantwort: „Das Geheimnis der weißen Nonne“ ist stilvoller, aufwendig produzierter Krimi mit internationalem Flair. Stewart Granger bringt britische Eleganz, die London-Drehorte sehen fantastisch aus, und die Geschichte mit den kriminellen Nonnen ist originell genug, um zu fesseln. Eddi Arents letzter Wallace-Auftritt hat was Wehmütiges, und Peter Thomas‘ Soundtrack ist wie immer genial. Nicht ganz so ikonisch wie „Der Frosch mit der Maske“, aber definitiv Top-Tier Wallace-Material. 7.5/10
Inhaltsverzeichnis
- Worum geht’s in Das Geheimnis der weißen Nonne?
- Ist Das Geheimnis der weißen Nonne sehenswert?
- Was funktioniert richtig gut
- Was mich gestört hat
- Die Besetzung
- Legendäre Zitate
- Pro & Contra
- Fun Facts
- Häufige Fragen
- Mein Fazit
Worum geht’s in Das Geheimnis der weißen Nonne?
Scotland Yard ermittelt auf dem mysteriösen Emberday-Anwesen, wo eine Nonnengemeinschaft Keramik herstellt – und nebenbei die spektakulärsten Banküberfälle Londons orchestriert.
Inspector Thompson untersucht eine Serie von Banküberfällen in London, die alle mit dem Emberday-Anwesen und dem dort ansässigen „Order of Vigilance“-Kloster in Verbindung stehen. Die Nonnen stellen Keramikfiguren her, in denen Diebesgut versteckt wird – clevere Idee, oder? Wer verdächtigt schon fromme Nonnen?
Als Thompson ermordet wird, übernimmt Superintendent Cooper-Smith (Stewart Granger, der Mann hat einfach Stil) die Ermittlungen. Er stößt auf die exzentrische Emberday-Familie: Die alte Livia Emberday (Cathleen Nesbitt), ihre Tochter Trudy (Susan Hampshire), und den zwielichtigen Familien-„Freund“ Hamlyn (Robert Morley). Alle benehmen sich verdächtig, alle haben Geheimnisse.
Moment… apropos mysteriöse Anwesen mit dunklen Geheimnissen: „Das Rätsel des silbernen Dreieck“ spielt auch auf so einem gruseligen Anwesen. Typisch Thriller der 60er – immer diese herrschaftlichen Villen mit Keller voller Leichen. Aber ich schweife ab.
Cooper-Smith kommt den falschen Nonnen langsam auf die Schliche. Die Kloster-Oberin (Brigitte Horney, eisig und bedrohlich) und ihre „Schwestern“ entpuppen sich als organisierte Verbrecherbande. Und dann ist da noch Emil Clossen (Eddi Arent in seiner letzten Wallace-Rolle) – ein knallharter Bankräuber, der nichts mehr mit Arents früheren Komiker-Rollen zu tun hat.
Das Finale eskaliert: Trudy Emberday ist die maskierte Killerin und Drahtzieher hinter allem. Die Auflösung im Kloster ist brutal – Trudy stirbt durch geschmolzenes Gold, während Scotland Yard die gesamte Bande hochnimmt. Düster, heftig, und für 1966 ziemlich gewagt.
Ist Das Geheimnis der weißen Nonne sehenswert?
Absolut ja, besonders für Fans der Edgar Wallace Reihe und klassischer deutscher Krimis aus den 60ern. Der Film bietet Starbesetzung, aufwendige London-Kulissen, einen cleveren Plot und atmosphärische Inszenierung – alles, was einen Top-Wallace ausmacht.
- Internationales Flair: Echte London-Drehorte statt Studio-Kulissen – Rialto wollte hier groß rauskommen
- Stewart Granger Klasse: Bringt britische Eleganz und Autorität, deutlich erwachsener als die üblichen Wallace-Helden
- Eddi Arents Abschied: Vom Comedy-Sidekick zum eiskalten Verbrecher – ein würdiger letzter Auftritt
- Peter Thomas Soundtrack: Der Mann ist ein Genie – die Musik macht 50% der Wallace-Atmosphäre aus
Empfehlung: Ab 16 Jahren (FSK), perfekt für Krimi-Fans, Wallace-Liebhaber und alle, die 60er-Jahre-Thriller mit Stil schätzen.
Was funktioniert richtig gut
„Das Geheimnis der weißen Nonne“ zeigt Rialto Film auf dem Höhepunkt ihrer Produktionsqualität – 4 Millionen DM Budget sieht man in jeder Einstellung.
Die 5 besten Aspekte von Das Geheimnis der weißen Nonne
- Internationale Starbesetzung auf Augenhöhe: Stewart Granger war ein echter Hollywood-Star (Scaramouche, King Solomon’s Mines) und bringt eine Professionalität, die den deutschen Wallace-Filmen oft fehlte. Der Mann spielt nicht „runter“ – er nimmt die Rolle ernst, und das merkt man. Susan Hampshire (später Oscar-Preisträgerin!) gibt in ihrer ersten großen Hauptrolle alles, und Robert Morley als schmieriger Hamlyn ist perfekt besetzt. Für Wallace-Verhältnisse ist das Champions League.
- Echte London-Atmosphäre: Endlich keine Babelsberg-Studios mehr! Die Dreharbeiten in London (15. August bis 7. Oktober 1966) geben dem Film einen authentischen Brit-Flair. St. Mary’s University in Twickenham als Emberday Hall ist ein echter Hingucker – dieses neugotische Strawberry Hill House von Horace Walpole aus dem 18. Jahrhundert sieht einfach sick aus. Plus Shepperton Studios für die Innenaufnahmen. Das ist Production Value.
- Peter Thomas‘ Soundtrack – wieder mal genial: Der Mann hat ALLE Wallace-Filme geprägt, aber hier dreht er nochmal auf. Die Musik erschien 1968 sogar auf einem Production Music LP („Jazz Graphics / The Spy Set“ – KPM 1042), komplett ohne Filmbezug. Das ist Kult! Jazzige Elemente, düstere Orgel-Parts, suspense-lastige Streicher – perfekt für die Nonnen-Thematik. Wahnsinn.
- Eddi Arents Rollenwandel: Nach 23 Wallace-Filmen (!) spielte Arent jahrelang den Comic Relief – den tumben Assistenten, den tolpatschigen Reporter, immer für Lacher gut. In seinen letzten vier Wallace-Filmen (ab 1965) wurde er konsequent als Bösewicht besetzt und starb jeweils den Filmtod. Hier als Emil Clossen ist er eiskalt, brutal, ohne jede Komik. Das hat was Tragisches – sein letzter Wallace-Auftritt ist sein dunkelster. Respekt.
- Die Prämisse ist einfach stark: Nonnen als Verbrecherbande? In den 60ern war das mega provokant! Die katholische Kirche war not amused, und der Evangelische Filmbeobachter nannte die Gas-Tod-Szenen den „Gipfel der Geschmacklosigkeit“ [Quelle: Wikipedia, November 2025]. Aber genau das macht Wallace aus – dieser subversive, leicht trashy Vibe. Der Film traut sich was.
Was mich gestört hat
Auch der teuerste Wallace ist nicht perfekt. Ein paar Schwächen gibt’s schon.
Die 3 größten Schwächen
- Das Tempo schwankt erheblich: Die ersten 30 Minuten sind etwas zäh – viel Exposition, viele Charaktere, wenig Action. Man wartet darauf, dass es losgeht, aber der Film nimmt sich Zeit. Erst in der zweiten Hälfte zieht das Tempo richtig an. Für moderne Zuschauer, die an Marvel-Tempo gewöhnt sind, könnte das langweilig wirken. Ich fand’s okay, aber ich versteh, wenn Leute abschalten.
- Siegfried Schürenberg als Sir John – zu wenig genutzt: Schürenberg war DAS Gesicht der Wallace-Reihe, aber hier hat er nur ein paar Szenen (exklusiv für die deutsche Fassung gedreht, in der englischen Version spielt James Robertson Justice die Rolle). Das fühlt sich an wie Fanservice – „Guckt, Schürenberg ist auch dabei!“ – ohne dass er wirklich was zur Handlung beiträgt. Schade, der Mann hätte mehr verdient.
- Das Finale ist brutal, aber abrupt: Trudy stirbt durch geschmolzenes Gold – krass, heftig, visuell eindrucksvoll. Aber dann: Schnitt, Bösewichte verhaftet, Ende. Keine emotionale Auflösung, keine Reflexion, einfach vorbei. Nach 87 Minuten Aufbau hätte ich mir ein befriedigenderes Ende gewünscht. Es fühlt sich an, als wäre das Budget aufgebraucht und man musste schnell abdrehen.
Meine Pros & Cons Liste
👍 Pro:
- Stewart Granger Klasse: Britische Eleganz trifft deutsche Krimi-Tradition
- Echte London-Drehorte: Authentische Brit-Atmosphäre statt Studio-Kulissen
- Peter Thomas Soundtrack: Einer seiner besten Wallace-Scores
- Eddi Arents würdiger Abschied: Vom Komiker zum eiskalten Killer
- Mutige Prämisse: Nonnen als Verbrecherinnen war 1966 provokant
- Production Value: 4 Millionen DM sieht man in jeder Einstellung
👎 Contra:
- Langsamer Start: Erste 30 Minuten plätschern etwas vor sich hin
- Schürenberg verschwendet: Zu wenig Einsatz für das Wallace-Gesicht
- Abruptes Ende: Finale hätte emotionaler sein können
Die Besetzung von Das Geheimnis der weißen Nonne
Eine der internationalsten Besetzungen der gesamten Wallace-Reihe – Rialto wollte hier wirklich nach oben.
Hauptdarsteller & ihre Rollen:
- Stewart Granger als Superintendent Cooper-Smith – Britische Autorität und Eleganz, der Mann ermittelt mit Stil
Synchronisation: Granger sprach selbst Deutsch für die deutsche Fassung (beeindruckend!) - Susan Hampshire als Trudy Emberday – Ihre erste große Hauptrolle, die später dreifache Emmy-Gewinnerin zeigt schon hier ihr Talent
Synchronisation: Deutsche Synchronstimme nicht dokumentiert - Robert Morley als Hamlyn – Der schmierige Familien-„Freund“ mit dunklen Absichten
Synchronisation: Deutsche Synchronstimme nicht dokumentiert - Eddi Arent als Emil Clossen – Sein letzter Wallace-Auftritt nach 23 Filmen, diesmal als knallharter Verbrecher
Synchronisation: Arent sprach sich selbst (deutscher Schauspieler) - Siegfried Schürenberg als Sir John – Das Gesicht der Wallace-Reihe, hier leider nur Cameo
Synchronisation: Schürenberg sprach sich selbst (deutsche Szenen exklusiv) - Brigitte Horney als Oberschwester – Eiskalte Kloster-Vorsteherin, die mehr als nur beten im Sinn hat
Synchronisation: Horney sprach sich selbst (deutsche Schauspielerin) - Cathleen Nesbitt als Livia Emberday – Die alte Dame hat Geheimnisse, und Nesbitt spielt das mit Klasse
Synchronisation: Deutsche Synchronstimme nicht dokumentiert
Besonderheit: Der Film existiert in zwei Versionen – in der englischen Fassung spielt James Robertson Justice die Sir-John-Rolle, während für die deutsche Version extra Szenen mit Siegfried Schürenberg gedreht wurden. Beide Versionen sind ansonsten identisch.
💬 Legendäre Zitate aus Das Geheimnis der weißen Nonne
„Die Schwestern des Order of Vigilance führen ein gottgefälliges Leben – aber Gott sieht nicht alles.“
„In diesem Haus geschehen Dinge, die Scotland Yard sehr interessieren würden.“
„Fromme Schwestern und Keramik – eine ungewöhnliche Kombination für Bankräuber.“
„Das Gold der Bank gehört jetzt uns – und niemand wird uns aufhalten.“
„Auch Nonnen können sündigen, Cooper-Smith. Sogar sehr effizient.“
Technische Details & Produktion
„Das Geheimnis der weißen Nonne“ war Rialto Films ambitioniertester Versuch, international durchzustarten. Mit 4 Millionen DM Budget war er der teuerste Edgar Wallace Film aller Zeiten [Quelle: Wikipedia, November 2025].
Die Produktion war eine deutsch-britische Koproduktion zwischen Rialto Film (Deutschland) und Rank Organisation (Großbritannien). Rialto hatte 1965 eigens eine Londoner Tochtergesellschaft unter Ian Warren gegründet, um mehrere Filme vor Ort zu produzieren – diese Gesellschaft wurde nach diesem Film jedoch aufgelöst [Quelle: Wikipedia, November 2025].
Ursprünglich war Heinz Drache als Hauptdarsteller geplant, aber Stewart Granger übernahm die Rolle, um eine Vertragsverpflichtung für „Old Surehand“ zu erfüllen [Quelle: Wikipedia, November 2025]. Regisseur Cyril Frankel ersetzte die ursprünglich geplanten Alfred Vohrer und Alvin Rakoff.
Die Dreharbeiten fanden vom 15. August bis 7. Oktober 1966 statt – später als ursprünglich geplant [Quelle: Wikipedia, November 2025]. Gedreht wurde in den Shepperton Studios (Innenaufnahmen) und an Originalschauplätzen in London, darunter St. Mary’s University in Strawberry Hill, Twickenham, das als Emberday Hall diente.
Technische Daten
- Originaltitel: The Trygon Factor
- Deutscher Titel: Das Geheimnis der weißen Nonne
- Jahr: 1966
- Land: Deutschland, Großbritannien
- Regie: Cyril Frankel
- Drehbuch: Derry Quinn, Stanley Munro (nach Edgar Wallace)
- Produktion: Horst Wendlandt (Rialto Film)
- Kamera: Harry Waxman
- Musik: Peter Thomas
- Schnitt: Oswald Hafenrichter
- Laufzeit: 87 Minuten (Original), ca. 80 Minuten (TV-Fassung)
- FSK: 16 (Originalfassung), 12 (spätere TV-Fassung ab 1991)
- Budget: 4.000.000 DM (teuerster Edgar Wallace Film)
- Format: Technicolor, 1.85:1
- Premiere: 16. Dezember 1966, Passage-Kino Saarbrücken
Wusstest du schon? Fun Facts zu Das Geheimnis der weißen Nonne
- 🎬 Teuerster Wallace ever: Mit 4 Millionen DM Budget war „Das Geheimnis der weißen Nonne“ der kostspieligste Edgar Wallace Film der gesamten Rialto-Ära. Rialto wollte damit international durchstarten – die Londoner Tochtergesellschaft wurde aber nach diesem Film aufgelöst [Quelle: Wikipedia, November 2025].
- 🎭 Eddi Arents tragischer Abschied: Nach 23 Wallace-Filmen (!) war dies Eddi Arents letzter Auftritt in der Reihe. In seinen ersten Jahren spielte er stets den Comic Relief, in seinen letzten vier Filmen (ab 1965) durchgängig Bösewichte, die jeweils starben. Ein würdiger, aber düsterer Abschied [Quelle: Wikipedia, November 2025].
- 🎥 Zwei Versionen, zwei Sir Johns: Für die deutsche Fassung wurden exklusive Szenen mit Siegfried Schürenberg als Sir John gedreht. In der englischen Fassung spielt James Robertson Justice diese Rolle. Beide Versionen sind ansonsten identisch – nur die Credits unterscheiden sich [Quelle: Wikipedia, November 2025].
- 🏆 Susan Hampshires Durchbruch: „Das Geheimnis der weißen Nonne“ war Susan Hampshires erste große Hauptrolle. Sie wurde später dreifache Emmy-Gewinnerin (1970, 1971, 1973) für ihre Arbeit im britischen Fernsehen. Hier zeigt sie schon ihr enormes Talent.
- 🎵 Peter Thomas‘ heimlicher Hit: Der Soundtrack erschien 1968 auf dem Production Music LP „Jazz Graphics / The Spy Set“ (KPM 1042) – komplett ohne Filmbezug! Teile der Musik finden sich auch auf der CD „Kriminalfilmmusik – Peter Thomas“ (BSC Musik, 2000) [Quelle: Wikipedia, November 2025].
- 🏰 Strawberry Hill House als Drehort: Das neugotische Strawberry Hill House in Twickenham diente als Emberday Hall. Das Gebäude wurde Mitte des 18. Jahrhunderts von Horace Walpole als Gothic-Revival-Schloss erbaut und ist heute ein Museum [Quelle: Wikipedia, November 2025].
- ⚠️ Zensur und Kontroverse: Die Originalfassung erhielt FSK 16 ohne Schnitte. TV-Versionen wurden um ca. 7 Minuten gekürzt (besonders die Gas-Tod-Szenen) und 1991 mit FSK 12 neu bewertet. Der Evangelische Filmbeobachter nannte die Gas-Szenen den „Gipfel der Geschmacklosigkeit“ [Quelle: Wikipedia, November 2025].
- 📺 Geplante Remakes, die nie kamen: Nach diesem Film plante Rialto Remakes von „Die drei von der Tankstelle“ (Der Mann, der Sherlock Holmes war) und „Der Engel der Verbannten“ – beide Projekte wurden nie realisiert [Quelle: Wikipedia, November 2025].
Ähnliche Filme wie Das Geheimnis der weißen Nonne
Wenn dir Das Geheimnis der weißen Nonne (1966) gefallen hat, solltest du dir auch diese Klassiker ansehen:
- Das Rätsel des silbernen Dreieck – Ebenfalls mysteriöses Anwesen und dunkle Geheimnisse im Edgar Wallace Stil
- Juwelenraub – Klassischer Krimi mit cleveren Dieben und Scotland Yard Ermittlungen
- Der Fremde im Zug (1951) – Hitchcocks Meisterwerk, ähnlich düstere Atmosphäre
Weitere klassische Krimi-Filme aus der goldenen Ära des deutschen Kinos findest du in unserer Genre-Übersicht.
Mein Fazit zu Das Geheimnis der weißen Nonne
Okay, lass mich ehrlich sein: „Das Geheimnis der weißen Nonne“ ist nicht der ikonischste Edgar Wallace Film. Das ist und bleibt „Der Frosch mit der Maske“ – dieser Gong-Sound, Joachim Fuchsbergers Coolness, das perfekte Timing. ABER… dieser Film hier ist vielleicht der ambitionierteste, stilsicherste und international hochwertigste Wallace, den Rialto je produziert hat.
Stewart Granger bringt eine Klasse, die deutschen Wallace-Filmen oft fehlte. Der Mann spielt nicht runter, der nimmt die Rolle ernst – und das hebt den ganzen Film. Die London-Drehorte sehen fantastisch aus, Peter Thomas liefert wieder einen Killer-Soundtrack ab, und die Geschichte mit den falschen Nonnen ist mutig genug, um zu provozieren. 1966 war das kein Joke – die katholische Kirche war sauer!
Was mich wirklich berührt hat, ist Eddi Arents letzter Auftritt. 23 Wallace-Filme lang war der Mann dabei – anfangs der sympathische Comic Relief, dann immer düsterer werdend. Hier spielt er einen eiskalten Verbrecher ohne jede Komik. Das hat was Tragisches, vor allem wenn man weiß, dass es sein Wallace-Abschied ist. Respekt für diese Wandlung.
Die Schwächen? Klar, das Tempo ist stellenweise gemächlich, Schürenberg wird verschwendet, und das Ende ist abrupt. Aber für einen Film von 1966 ist das hohe Handwerk. Man merkt: Rialto wollte hier internationale Standards setzen. Hat nicht ganz geklappt (die Londoner Tochtergesellschaft wurde danach aufgelöst), aber der Film selbst ist stark.
Meine Bewertung: 7.5/10
Ein stilvoller, aufwendig produzierter Krimi-Klassiker mit internationalem Flair. Nicht der beste Wallace, aber definitiv Top-Tier Material mit würdigem Eddi-Arent-Abschied.
Transparenz & Quellen
Screening-Info: Dieser Review basiert auf mehreren Sichtungen von „Das Geheimnis der weißen Nonne“ über verschiedene Medien (DVD, TV-Ausstrahlungen). Als langjähriger Edgar Wallace Fan habe ich die Rialto-Filme über Jahrzehnte verfolgt – dieser Film gehört zu meinen persönlichen Favoriten wegen der internationalen Ausrichtung. Meine Meinung ist unabhängig und unbeeinflusst.
Letztes Update: November 2025 – Review erstmals verfasst mit umfassender Recherche zu Produktion, Cast, Rialto-Film Kontext und Edgar Wallace Reihe
Quellen für Fakten & Daten:
- Wikipedia – Produktionshintergrund, Rialto-Film Details, Rezeption, Zensur & Drehorte
- IMDb – Cast, Crew, technische Details & Produktionstrivia
- Rotten Tomatoes – Kritiker-Rezensionen & Publikums-Scores
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Das Urteil
Watcher-Score · redaktionelle EinzelwertungBewertet von Tribun — eine Person, ein begründetes Urteil.
Rialtos ambitioniertester Wallace – internationale Klasse trifft deutsche Krimi-Tradition— aus der Wertung von Tribun
Schnelle Antworten
Antworten Schnelle Antworten zu Das Geheimnis der weißen Nonne
Wo kann ich Das Geheimnis der weißen Nonne streamen?
Das Geheimnis der weißen Nonne gibt es zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+. Stand Juli 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.
Wie lange dauert Das Geheimnis der weißen Nonne?
Das Geheimnis der weißen Nonne hat eine Laufzeit von rund 84 Minuten (1 Stunde und 24 Minuten).
Lohnt sich Das Geheimnis der weißen Nonne?
Unsere Redaktion vergibt Das Geheimnis der weißen Nonne einen Watcher-Score von 7,5 von 10. Für Edgar Wallace Fans und Liebhaber deutscher 60er-Jahre-Krimis ein absolutes Muss. Stilsicher inszeniert, mutig in der Prämisse (Nonnen als Verbrecherinnen!) und mit internationaler Starbesetzung. Nicht der ikonischste Wallace, aber vielleicht der ambitionierteste. 7.5/10
Für wen ist Das Geheimnis der weißen Nonne geeignet?
Das Geheimnis der weißen Nonne ist vor allem etwas für Krimi-Fans und alle, die solide Genre-Unterhaltung suchen.
Worum geht es in Das Geheimnis der weißen Nonne?
Inspektor Thompson von Scotland Yard bemüht sich um die Aufklärung einer Reihe von Raub- und Mordtaten. Er geht Informationen nach, die ihn zu einer wohlhabenden aber merkwürdigen englischen Familie führen, die einen Teil ihres Landgutes an einen Nonnenorden vermietet hat.
Trailer
Besetzung
FAQ zu Das Geheimnis der weißen Nonne
Ist Das Geheimnis der weißen Nonne der beste Edgar Wallace Film?
Warum war dies Eddi Arents letzter Wallace-Film?
Wo kann ich Das Geheimnis der weißen Nonne schauen?
Ist der Film für Kinder geeignet?
Warum gibt es zwei verschiedene Sir John Darsteller?
Basiert der Film auf einem echten Edgar Wallace Roman?
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