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Der schwarze Abt

Der schwarze Abt 1963 Poster
6.0 /10

Der schwarze Abt (1963) - Review

"Scotland Yard vor neuen Rätseln! Wer ist der geheimnisvolle Phantom-Mörder?"
Drama
Regie: Franz Josef Gottlieb
85 Min
FSK 12
Trailer

Inhaltsverzeichnis • 5 Min Lesezeit

Der schwarze Abt 1963 - Die Story

Der schwarze Abt ist einer dieser Edgar-Wallace-Filme, die das Publikum bis heute in ihren Bann ziehen. Der Krimi von 1963, der von Franz Josef Gottlieb gedreht wurde, verbindet klassische Detektivarbeit mit einer düsteren Spukgeschichte.
Der Film ist in Schwarz-Weiß gedreht, was für eine düstere Atmosphäre sorgt. Die Kulissen sind unheimlich, die Charaktere geheimnisvoll und die Handlung hat viele Wendungen.

Filmhandlung:
Die Geschichte spielt im altehrwürdigen Chelford Manor, das nahe den Ruinen eines mächtigen Klosters liegt. Dort soll der "Schwarze Abt" wohnen, eine mysteriöse Gestalt, die angeblich einen Schatz bewacht. Nachts soll man ihn durch die Nebelschwaden wandeln sehen, und die Bewohner der Gegend meiden die Ruinen aus Angst vor der unheimlichen Erscheinung.

Lord Harry Chelford, der exzentrische Besitzer des Anwesens, ist von der Geschichte wie besessen. Er ist fest überzeugt, dass er als rechtmäßiger Erbe den Schatz finden muss. Diese Obsession lässt ihn zunehmend den Bezug zur Realität verlieren.Sein Sekretär, Dick Alford, beobachtet mit Sorge, wie sein Chef sich immer weiter in eine Fantasiewelt hineinsteigert. Während Harry nach dem verborgenen Reichtum sucht, hat sein Cousin Arthur Chelford einen anderen Plan: Er will das Anwesen verkaufen, um seine finanziellen Probleme zu lösen.
Ein Mord bringt die Ermittlungen ins Rollen
Die Situation eskaliert, als der Anwalt Gilder tot aufgefunden wird – erschlagen, unweit der alten Klosterruinen. Zeugen behaupten, kurz vor der Tat den Schwarzen Abt gesehen zu haben. Scotland Yard wird eingeschaltet und Inspektor Puddler übernimmt die Ermittlungen, unterstützt von seinem Assistenten Horatio W. Smith.

Bald wird klar, dass mehrere Personen ein Motiv haben. Arthur Chelford könnte zum Beispiel von Gilders Tod profitieren, da dieser womöglich Dokumente besaß, die den Verkauf des Anwesens verhinderten. Doch auch der zwielichtige Geschäftsmann Thomas Fortuna rückt in den Fokus der Ermittlungen. Der ist bekannt dafür, dass er nicht gerade weiße Weste hat, und hat wohl ein eigenes Interesse an den Geschehnissen rund um Chelford Manor. Außerdem ist Leslie Gine, die Verlobte von Dick Alford, in die Sache verwickelt – sie wird von Fortuna erpresst.

Regie: Franz Josef Gottlieb
Drehbuch: Johannes Kai (nach Motiven des Romans The Black Abbot von Edgar Wallace)
Produktion: Horst Wendlandt
Musik: Martin Böttcher
Kamera: Ernst W. Kalinke
Schnitt: Walter Boos
Ausstattung: Walter Kutz, Wilhelm Vorwerg
Herstellungsleitung: Erwin Gitt
Produktionsfirma: Rialto Film
Verleih: Constantin Film

Hauptdarsteller |innen:

  • Joachim Fuchsberger – Dick Alford
  • Grit Boettcher – Leslie Gine
  • Dieter Borsche – Lord Harry Chelford
  • Charles Regnier – Thomas Fortuna
  • Werner Peters – Arthur Chelford
  • Eva Ingeborg Scholz – Mary Wenner
  • Eddi Arent – Inspektor Puddler
  • Klaus Kinski – Fabian Gilder
  • Siegfried Schürenberg – Sir John
  • Friedrich Schoenfelder – Notar Gilder
  • Rudolf Fenner – Horatio W. Smith

Wissenswertes

  • Die Dreharbeiten fanden im Frühjahr 1963 statt, unter anderem auf Schloss Herdringen in Nordrhein-Westfalen, das als Chelford Manor diente. Die beeindruckenden Kulissen und die nebelverhangenen Außenaufnahmen trugen wesentlich zur unheimlichen Stimmung des Films bei.
  • Ein Großteil der Innenaufnahmen wurde in den Studios der CCC-Film in Berlin-Spandau gedreht. Die düsteren Klosterruinen, die im Film eine zentrale Rolle spielen, entstanden größtenteils als Kulissen in den Studios und wurden durch geschickte Lichtsetzung und Kameraführung besonders stimmungsvoll in Szene gesetzt.
  • Wie in vielen Edgar-Wallace-Filmen dominierte Joachim Fuchsberger die Hauptrolle als smarter Ermittler Dick Alford. Ihm zur Seite stand Grit Boettcher als weibliche Hauptfigur Leslie Gine, die hier in einem ihrer wenigen Wallace-Filme zu sehen ist.
  • Eddi Arent übernahm erneut eine humorvolle Rolle, diesmal als Inspektor Puddler, ein trotteliger, aber liebenswerter Scotland-Yard-Beamter. Besonders bemerkenswert ist, dass Arent hier ausnahmsweise einen Polizeibeamten und nicht – wie sonst häufig – einen exzentrischen Butler oder Adligen spielte.
  • Eine Schlüsselfigur im Film ist Thomas Fortuna, gespielt von Charles Regnier, der mit seiner markanten Darstellung eine bedrohliche Präsenz entwickelt. Werner Peters als skrupelloser Arthur Chelford und Dieter Borsche als der zunehmend wahnsinnig werdende Lord Harry Chelford ergänzen das starke Ensemble.
  • Ein Highlight ist auch der Auftritt von Klaus Kinski als Fabian Gilder. Kinski spielte in zahlreichen Edgar-Wallace-Filmen mit und war bekannt für seine intensive, oft manische Darstellung, die auch hier zur Geltung kommt.
  • Die Filmmusik stammt von Martin Böttcher, der bereits zuvor Wallace-Filme vertonte. Seine Kompositionen sind düster und geheimnisvoll und tragen viel zur Atmosphäre des Films bei. Besonders das Hauptthema ist typisch für die Wallace-Filme dieser Ära – eingängig, spannend und unheilvoll zugleich.
  • Der Film wurde am 30. August 1963 in Deutschland uraufgeführt und war ein großer Erfolg an den Kinokassen. Wie viele Wallace-Filme der Zeit traf er den Nerv des Publikums, das Krimiunterhaltung mit einer Prise Grusel und Humor schätzte.
  • Der schwarze Abt ist einer der wenigen Wallace-Filme, in denen der klassische Ermittler von Scotland Yard nicht die Hauptfigur ist. Stattdessen steht mit Dick Alford eine Art "Hausdetektiv" im Mittelpunkt.
  • Die Dreharbeiten fanden parallel zur Produktion von Der Würger von Schloss Blackmoor (ebenfalls 1963) statt, wodurch einige Crewmitglieder zwischen beiden Sets pendelten.
  • Joachim Fuchsberger war ursprünglich nicht für die Hauptrolle vorgesehen – er wurde erst kurzfristig verpflichtet, nachdem eine andere Besetzung nicht zustande kam.
  • Klaus Kinski hatte während der Dreharbeiten wiederholt Auseinandersetzungen mit Regisseur Franz Josef Gottlieb, da er mit einigen Szenen unzufrieden war. Trotzdem lieferte er eine seiner markanten Nebenrollen ab.
  • Der Film enthält einige Parallelen zu Der unheimliche Mönch (1965), in dem ebenfalls eine schwarz gekleidete, geisterhafte Gestalt in einer Klosterumgebung ihr Unwesen treibt.

Trailer:

Besetzung

JF
Joachim Fuchsberger
als Dick Alford
GB
Grit Boettcher
als Leslie Gine
DB
Dieter Borsche
als Harry Lord Chelford
Weitere Darsteller:
Charles Regnier (Inspektor Puddler), Eva Ingeborg Scholz (Mary Wenner)
Wichtige Crew
Regie
Franz Josef Gottlieb
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Der schwarze Abt - WatchGuideDer schwarze Abt ist einer dieser Edgar-Wallace-Filme, die das Publikum bis heute in ihren Bann ziehen. Der Krimi von 1963, der von Franz Josef Gottlieb gedreht wurde, verbindet klassische Detektivarbeit mit einer düsteren Spukgeschichte.
Der Film ist in Schwarz-Weiß gedreht, was für eine düstere Atmosphäre sorgt. Die Kulissen sind unheimlich, die Charaktere geheimnisvoll und die Handlung hat viele Wendungen.

Filmhandlung:
Die Geschichte spielt im altehrwürdigen Chelford Manor, das nahe den Ruinen eines mächtigen Klosters liegt. Dort soll der „Schwarze Abt“ wohnen, eine mysteriöse Gestalt, die angeblich einen Schatz bewacht. Nachts soll man ihn durch die Nebelschwaden wandeln sehen, und die Bewohner der Gegend meiden die Ruinen aus Angst vor der unheimlichen Erscheinung.

Lord Harry Chelford, der exzentrische Besitzer des Anwesens, ist von der Geschichte wie besessen. Er ist fest überzeugt, dass er als rechtmäßiger Erbe den Schatz finden muss. Diese Obsession lässt ihn zunehmend den Bezug zur Realität verlieren.Sein Sekretär, Dick Alford, beobachtet mit Sorge, wie sein Chef sich immer weiter in eine Fantasiewelt hineinsteigert. Während Harry nach dem verborgenen Reichtum sucht, hat sein Cousin Arthur Chelford einen anderen Plan: Er will das Anwesen verkaufen, um seine finanziellen Probleme zu lösen.
Ein Mord bringt die Ermittlungen ins Rollen
Die Situation eskaliert, als der Anwalt Gilder tot aufgefunden wird – erschlagen, unweit der alten Klosterruinen. Zeugen behaupten, kurz vor der Tat den Schwarzen Abt gesehen zu haben. Scotland Yard wird eingeschaltet und Inspektor Puddler übernimmt die Ermittlungen, unterstützt von seinem Assistenten Horatio W. Smith.

Bald wird klar, dass mehrere Personen ein Motiv haben. Arthur Chelford könnte zum Beispiel von Gilders Tod profitieren, da dieser womöglich Dokumente besaß, die den Verkauf des Anwesens verhinderten. Doch auch der zwielichtige Geschäftsmann Thomas Fortuna rückt in den Fokus der Ermittlungen. Der ist bekannt dafür, dass er nicht gerade weiße Weste hat, und hat wohl ein eigenes Interesse an den Geschehnissen rund um Chelford Manor. Außerdem ist Leslie Gine, die Verlobte von Dick Alford, in die Sache verwickelt – sie wird von Fortuna erpresst.

Regie: Franz Josef Gottlieb
Drehbuch: Johannes Kai (nach Motiven des Romans The Black Abbot von Edgar Wallace)
Produktion: Horst Wendlandt
Musik: Martin Böttcher
Kamera: Ernst W. Kalinke
Schnitt: Walter Boos
Ausstattung: Walter Kutz, Wilhelm Vorwerg
Herstellungsleitung: Erwin Gitt
Produktionsfirma: Rialto Film
Verleih: Constantin Film

Hauptdarsteller |innen:

  • Joachim Fuchsberger – Dick Alford
  • Grit Boettcher – Leslie Gine
  • Dieter Borsche – Lord Harry Chelford
  • Charles Regnier – Thomas Fortuna
  • Werner Peters – Arthur Chelford
  • Eva Ingeborg Scholz – Mary Wenner
  • Eddi Arent – Inspektor Puddler
  • Klaus Kinski – Fabian Gilder
  • Siegfried Schürenberg – Sir John
  • Friedrich Schoenfelder – Notar Gilder
  • Rudolf Fenner – Horatio W. Smith

Wissenswertes

  • Die Dreharbeiten fanden im Frühjahr 1963 statt, unter anderem auf Schloss Herdringen in Nordrhein-Westfalen, das als Chelford Manor diente. Die beeindruckenden Kulissen und die nebelverhangenen Außenaufnahmen trugen wesentlich zur unheimlichen Stimmung des Films bei.
  • Ein Großteil der Innenaufnahmen wurde in den Studios der CCC-Film in Berlin-Spandau gedreht. Die düsteren Klosterruinen, die im Film eine zentrale Rolle spielen, entstanden größtenteils als Kulissen in den Studios und wurden durch geschickte Lichtsetzung und Kameraführung besonders stimmungsvoll in Szene gesetzt.
  • Wie in vielen Edgar-Wallace-Filmen dominierte Joachim Fuchsberger die Hauptrolle als smarter Ermittler Dick Alford. Ihm zur Seite stand Grit Boettcher als weibliche Hauptfigur Leslie Gine, die hier in einem ihrer wenigen Wallace-Filme zu sehen ist.
  • Eddi Arent übernahm erneut eine humorvolle Rolle, diesmal als Inspektor Puddler, ein trotteliger, aber liebenswerter Scotland-Yard-Beamter. Besonders bemerkenswert ist, dass Arent hier ausnahmsweise einen Polizeibeamten und nicht – wie sonst häufig – einen exzentrischen Butler oder Adligen spielte.
  • Eine Schlüsselfigur im Film ist Thomas Fortuna, gespielt von Charles Regnier, der mit seiner markanten Darstellung eine bedrohliche Präsenz entwickelt. Werner Peters als skrupelloser Arthur Chelford und Dieter Borsche als der zunehmend wahnsinnig werdende Lord Harry Chelford ergänzen das starke Ensemble.
  • Ein Highlight ist auch der Auftritt von Klaus Kinski als Fabian Gilder. Kinski spielte in zahlreichen Edgar-Wallace-Filmen mit und war bekannt für seine intensive, oft manische Darstellung, die auch hier zur Geltung kommt.
  • Die Filmmusik stammt von Martin Böttcher, der bereits zuvor Wallace-Filme vertonte. Seine Kompositionen sind düster und geheimnisvoll und tragen viel zur Atmosphäre des Films bei. Besonders das Hauptthema ist typisch für die Wallace-Filme dieser Ära – eingängig, spannend und unheilvoll zugleich.
  • Der Film wurde am 30. August 1963 in Deutschland uraufgeführt und war ein großer Erfolg an den Kinokassen. Wie viele Wallace-Filme der Zeit traf er den Nerv des Publikums, das Krimiunterhaltung mit einer Prise Grusel und Humor schätzte.
  • Der schwarze Abt ist einer der wenigen Wallace-Filme, in denen der klassische Ermittler von Scotland Yard nicht die Hauptfigur ist. Stattdessen steht mit Dick Alford eine Art „Hausdetektiv“ im Mittelpunkt.
  • Die Dreharbeiten fanden parallel zur Produktion von Der Würger von Schloss Blackmoor (ebenfalls 1963) statt, wodurch einige Crewmitglieder zwischen beiden Sets pendelten.
  • Joachim Fuchsberger war ursprünglich nicht für die Hauptrolle vorgesehen – er wurde erst kurzfristig verpflichtet, nachdem eine andere Besetzung nicht zustande kam.
  • Klaus Kinski hatte während der Dreharbeiten wiederholt Auseinandersetzungen mit Regisseur Franz Josef Gottlieb, da er mit einigen Szenen unzufrieden war. Trotzdem lieferte er eine seiner markanten Nebenrollen ab.
  • Der Film enthält einige Parallelen zu Der unheimliche Mönch (1965), in dem ebenfalls eine schwarz gekleidete, geisterhafte Gestalt in einer Klosterumgebung ihr Unwesen treibt.

Trailer:

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