Poster zum Film Die blaue Hand (1967)

Die blaue Hand (1967)

🎬 Film 87 Min. KrimiHorror
⚡ Kurz gesagt

Die blaue Hand ist klassisches Wallace-Kino mit allen Stärken und Schwächen. Kinskis Doppelrolle ist ein Fest der Schauspielkunst, Vohrers Gothic-Atmosphäre zeitlos schön, und Böttchers Score perfekt. Das Drehbuch mag chaotisch sein, aber 87 Minuten vergehen wie im Flug. Für Wallace-Fans ein Muss, für Kinski-Liebhaber sowieso, für Gothic-Enthusiasten ein Genuss. Watcher-Score 7,2/10.

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Die Kritik

von Tribun
Schloss Gentry im Nebel, eine eiserne blaue Klaue, und Klaus Kinski in seiner ersten sympathischen Wallace-Rolle – DIE BLAUE HAND von 1967 ist Edgar-Wallace-Kino, wie es sein soll. Atmosphärisch, verrückt, logisch fragwürdig. Als ich den Film Ende der 80er zum ersten Mal auf einer vergilbten VHS bei meinem Onkel sah, wusste ich noch nicht, dass hier einer der letzten großen Auftritte der legendären Rialto-Reihe lief. Kinski spielt Zwillinge, Harald Leipnitz ermittelt, und ein vermummter Mörder macht die englische Countryside unsicher.

Quick Answer: Ist Die blaue Hand sehenswert?

Kurze Antwort: JA – einer der atmosphärisch stärksten Wallace-Filme mit Klaus Kinski in absoluter Hochform.

Für wen geeignet: Edgar-Wallace-Fans, Kinski-Verehrer, Liebhaber von Gothic-Krimis, Nostalgiker der 60er-Jahre-Unterhaltung.

Nicht geeignet für: Logik-Fanatiker, moderne Thriller-Erwartungen, wer mit 60er-Jahre-Ästhetik nichts anfangen kann.

Mein Urteil: Filmische Geisterbahn mit Herz und Seele – Kinski allein ist jeden Blick wert, die Gothic-Atmosphäre tut ihr Übriges.

Worum geht es in Die blaue Hand?

Dave Emerson steht wegen Mordes vor Gericht, wird dank dem dubiosen Psychiater Dr. Mangrove in eine Irrenanstalt eingewiesen und flieht. Auf Schloss Gentry beginnt ein mysteriöser Killer mit einer eisernen blauen Klaue, die Erben der Familie systematisch zu ermorden. Inspektor Craig von Scotland Yard ermittelt, während sich Daves Zwillingsbruder Richard als ebenso rätselhaft erweist.

Die Handlung ist – ich bin ehrlich – ein komplettes Durcheinander. Aber genau das macht den Charme aus. Herbert Reineckers Drehbuch nimmt praktisch nichts von Edgar Wallace‘ gleichnamigem Roman von 1925, sondern erfindet eine völlig neue Geschichte rund um das Motiv der eisernen Klaue.

Dave flieht aus der Anstalt, trifft seinen Zwillingsbruder Richard (beide natürlich Klaus Kinski), und plötzlich verschwinden Menschen. Eine Krankenschwester hier, ein Wärter da, Familienmitglieder sowieso. Die blaue Hand schlägt zu – immer dann, wenn man es am wenigsten erwartet.

Was mir beim Wiedersehen nach Jahren auffiel: Der Film funktioniert nicht trotz seiner Verwirrungen, sondern wegen ihnen. Diese herrlich chaotische Mischung aus Gothic-Horror, deutschem Nachkriegs-Grusel und Wallace’scher Rätselhaftigkeit ergibt ein Gesamtkunstwerk, das heute charmanter wirkt denn je.

Inspektor Craig ermittelt mit typisch britischer Gelassenheit, während Lady Emerson düstere Geheimnisse hütet und Dr. Mangrove verdächtig agiert. Die junge Myrna gerät zwischen alle Fronten – sie ist übrigens die einzig normale Person in diesem ganzen Irrenhaus.

Alfred Vohrer inszeniert das Ganze mit einer Liebe zum atmosphärischen Detail, die man bei Schnellproduktionen selten findet. Nebel über dem Schlosspark, knarrende Geheimtüren, vermummte Gestalten in düsteren Gängen. Das ist Wallace-Kino in Reinkultur.

Wie inszeniert Alfred Vohrer Die blaue Hand?

Vohrer kreiert eine düster-romantische Gothic-Atmosphäre mit expressionistischen Schatten, nebelverhangenen Landschaften und einer visuellen Dramaturgie, die zwischen Grusel und Schmunzeln pendelt. Seine Kameraführung betont die theatralische Künstlichkeit, ohne dass sie störend wirkt – im Gegenteil, sie wird zum Stilmittel.

Was Vohrer hier abliefert, ist handwerklich solide Unterhaltung mit Stil. Der Mann verstand es, aus kleinem Budget maximale Wirkung zu holen. Jede Einstellung sitzt, jeder Schatten hat seinen Zweck. Die Gerichtsszene zu Beginn – ein Meisterwerk der Dramaturgie.

Besonders beeindruckend finde ich seine Arbeit mit den Locations. Das Schloss Gentry wirkt wie aus einem Gothic-Roman entsprungen, obwohl es komplett in West-Berlin gedreht wurde. Die „englische Countryside“ entstand in brandenburgischen Wäldern, der Gerichtssaal war das Kriminalgericht Moabit.

Vohrer nutzt das Breitbildformat geschickt für atmosphärische Totalen und intime Nahaufnahmen gleichermaßen. Seine Bildkomposition hat etwas Theatralisches, das perfekt zur Wallace’schen Künstlichkeit passt. Man glaubt ihm jede Location, jede Stimmung.

Die Farbgestaltung verdient besondere Erwähnung. Nach den schwarzweißen Klassikern der frühen 60er war die Umstellung auf Eastmancolor für die Wallace-Reihe ein Risiko. Hier funktioniert es prächtig – die düsteren Töne, das bläuliche Schimmern der titelgebenden Klaue, die warmen Rottöne der Innenräume.

Wie überzeugt die Besetzung von Die blaue Hand?

Klaus Kinski dominiert den Film in seiner Doppelrolle als Dave und Richard Emerson – zum ersten Mal durfte er in der Wallace-Reihe sympathische Charaktere spielen statt den üblichen Bösewicht. Harald Leipnitz macht als Inspektor Craig eine solide, wenn auch etwas blasse Figur, während Carl Lange als Dr. Mangrove die nötige Zwielichtigkeit mitbringt.

Kinski. Was soll ich sagen? Der Mann war 1967 bereits ein Star, bekannt als Paradebösewicht der Wallace-Reihe. Hier durfte er endlich zeigen, was er als Held kann. Seine Gerichtsszene zu Beginn ist pure Schauspielkunst – diese Verzweiflung, diese Unschuldsbeteuerung. Das gehört zu den besten Momenten der gesamten Reihe.

Was mich fasziniert: Kinski schafft es, beide Zwillinge subtil unterschiedlich zu spielen. Dave ist das verzweifelte Opfer, Richard das Mysterium. Kleine Gesten, andere Körperhaltung, verschiedene Sprechweisen – Kinski macht aus der Doppelrolle ein Fest der Schauspielerei.

Harald Leipnitz kam kurzfristig ins Projekt. Ursprünglich sollte Hanns Lothar den Inspektor Craig spielen, doch der Schauspieler verstarb Anfang 1967 im Alter von nur 37 Jahren. Leipnitz macht seine Sache ordentlich, aber gegen Kinski hat er keine Chance – der stiehlt ihm jede Szene.

Siegfried Schürenberg darf wieder Sir John von Scotland Yard geben. Sein Running Gag als trotteliger Chef funktioniert auch hier, obwohl er weniger Screentime hat als in anderen Wallace-Filmen. Ilse Steppat als Lady Emerson bringt die nötige aristokratische Kälte mit.

Diana Körner als Myrna Emerson ist die einzig normale Person im ganzen Schlamassel. Sie spielt die Rolle mit der nötigen Unschuld, ohne naiv zu wirken. Carl Lange macht aus Dr. Mangrove einen wunderbar zwielichtigen Psychiater – man traut ihm keine Sekunde.

Wie funktioniert Kamera und Bildsprache in Die blaue Hand?

Kameramann Karl Löb arbeitet mit expressionistischen Licht-Schatten-Kontrasten und atmosphärischen Nebelschwaden, die dem Film eine beinahe märchenhafte Gothic-Qualität verleihen. Das Breitbildformat wird geschickt für sowohl intime Charaktermomente als auch effektvolle Gruselszenen genutzt, wobei die Farbgebung in düsteren Blau- und Grautönen gehalten ist.

Löb versteht es, mit wenigen Mitteln viel zu erreichen. Seine Kameraarbeit erinnert an die großen Expressionisten der 20er Jahre – überall Schatten, die mehr verbergen als zeigen. Jede Ecke des Schlosses wird zu einer potentiellen Bedrohung.

Besonders gelungen sind die Außenaufnahmen. Die nebelverhangenen Parkanlagen, die düsteren Bäume, die Gothic-Architektur – alles wirkt wie aus einem Gruselroman entsprungen. Dass das alles in Berlin und Brandenburg gedreht wurde, merkt man nicht.

Die Farbpalette ist bewusst gedämpft gehalten. Keine grellen Töne, sondern eine Mischung aus Grau, Blau und warmen Erdtönen. Das verleiht dem Film eine zeitlose Qualität – er könnte genauso gut in den 30ern oder 50ern spielen.

Löbs Kameraführung ist unaufdringlich, aber effektiv. Er filmt nicht um des Filmens willen, sondern dient der Geschichte. Seine Einstellungen haben Gewicht, seine Bewegungen Zweck. Das ist handwerklich saubere Arbeit ohne Schnörkel.

Wie trägt die Musik zur Atmosphäre bei?

Martin Böttcher liefert seinen vierten Wallace-Soundtrack ab und trifft erneut ins Schwarze. Seine Musik pendelt zwischen dramatischen Streichern für die Spannungsmomente und melancholischen Melodien für die emotionalen Szenen, wobei er geschickt klassische Thriller-Motive mit Gothic-Horror-Elementen vermischt.

Böttcher war der Hauskomponist der Wallace-Reihe, und das merkt man. Seine Musik ist untrennbar mit dem Sound der Serie verbunden. Diese dramatischen Einsätze, wenn die blaue Hand zuschlägt – das ist Filmmusik, wie sie sein soll.

Was mir besonders gefällt: Böttcher übertreibt nie. Seine Musik untermalt die Szenen, ohne sie zu erschlagen. In den ruhigeren Momenten zieht sie sich zurück, in den Spannungsspitzen wird sie zum Treiber der Handlung.

Die Titelmelodie hat diesen typischen Wallace-Sound – geheimnisvoll, aber nicht zu düster, spannend, aber nicht zu aggressiv. Es ist Musik, die man sofort mit der Reihe verbindet, auch nach Jahrzehnten noch.

Böttcher nutzt ein klassisches Orchester, keine modernen Sounds. Das verleiht dem Film eine zeitlose Qualität. Seine Harmonien funktionieren heute genauso gut wie 1967 – vielleicht sogar besser, weil sie nostalgisch wirken.

Was sind die größten Stärken von Die blaue Hand?

Klaus Kinskis Doppelrolle ist der absolute Höhepunkt – er zeigt zum ersten Mal in der Wallace-Reihe sein sympathisches Gesicht und spielt beide Zwillinge mit subtilen Unterschieden. Dazu kommt Vohrers atmosphärische Regie, die perfekte Gothic-Stimmung kreiert, und Böttchers packender Score, der die Spannung musikalisch untermauert.

Kinski, Kinski, Kinski. Ich kann es nicht oft genug sagen – dieser Mann trägt den ganzen Film. Seine Gerichtsszene zu Beginn ist Schauspielkunst pur. Diese Verzweiflung, wenn er seine Unschuld beteuert – das geht unter die Haut.

Was mich immer wieder begeistert: Der Film nimmt sich selbst nicht zu ernst. Da ist diese wunderbare Balance zwischen Grusel und Humor. Schürenbergs Sir John sorgt für die Lacher, Kinskis Intensität für die Gänsehaut, und dazwischen passiert – na ja, alles Mögliche.

Die Atmosphäre ist ein Fest für Gothic-Fans. Nebelige Schlossgänge, knarrende Türen, vermummte Gestalten – Vohrer inszeniert das mit einer Liebe zum Detail, die man bei Schnellproduktionen selten sieht. Die Effekte sind heute charmant veraltet, aber genau das macht den Reiz aus.

Die blaue Hand markiert einen der stärkeren Beiträge der Farbfilm-Ära. Nach den schwarzweißen Meisterwerken der frühen 60er war die Umstellung riskant. Hier funktioniert sie – die düsteren Töne, das bläuliche Schimmern der Klaue, die warmen Innenraumfarben.

Herbert Reineckers Drehbuch mag verworren sein, aber es hat Tempo. 87 Minuten vergehen wie im Flug. Nie wird es langweilig, auch wenn man manchmal nicht genau weiß, was eigentlich passiert.

Was sind die Schwächen von Die blaue Hand?

Das Drehbuch ist hoffnungslos verworren und die Auflösung kommt völlig aus dem Nichts – Herbert Reineckers Skript stapelt Handlungsfäden übereinander, ohne sie logisch zu verbinden. Harald Leipnitz bleibt als kurzfristig eingesprungener Ersatz für den verstorbenen Hanns Lothar leider blass, und die exploitative Richtung der späten Wallace-Filme zeigt sich in unnötigen Schock-Momenten.

Seien wir ehrlich: Das Drehbuch ist ein Chaos. Reinecker wirft Handlungselemente in den Topf und hofft, dass etwas Sinnvolles dabei herauskommt. Die Auflösung am Ende – völlig aus der Luft gegriffen. Wer der Mörder ist, ergibt sich nicht logisch aus dem Vorangegangenen.

Harald Leipnitz hat gegen Kinski einfach keine Chance. Sein Inspektor Craig bleibt merkwürdig farblos. Das liegt nicht an Leipnitz – er ist ein guter Schauspieler -, sondern daran, dass die Rolle nicht für ihn geschrieben war. Man merkt, dass er kurzfristig einsprang.

Die Wallace-Reihe war 1967 nicht mehr die gleiche wie in den frühen 60ern. Mehr Blut, mehr Schocks, weniger Subtilität. Das zeigt sich auch hier – manche Szenen sind unnötig reißerisch, wo die frühen Filme mit Andeutungen gearbeitet hätten.

Einige Nebenfiguren bleiben völlig unterentwickelt. Dr. Mangrove ist zwar zwielichtig, aber seine Motivation bleibt unklar. Lady Emerson hütet Geheimnisse, die nie richtig aufgelöst werden. Myrna ist hauptsächlich da, um gerettet zu werden.

Die Logiklöcher sind teilweise so groß, dass man ein Schloss hindurchfahren könnte. Wie gelingt Dave die Flucht so einfach? Warum ermittelt Craig so oberflächlich? Wieso bemerkt niemand die offensichtlichen Verbindungen? Man darf nicht zu genau hinschauen.

Für wen ist Die blaue Hand geeignet?

Der Film ist perfekt für Edgar-Wallace-Enthusiasten, Klaus-Kinski-Fans und Liebhaber atmosphärischer 60er-Jahre-Unterhaltung. Wer Gothic-Horror mit einer Prise Humor schätzt und bereit ist, über Logiklöcher hinwegzusehen, wird seine Freude haben. Auch Nostalgie-Freunde kommen auf ihre Kosten.

Wenn du die Wallace-Reihe liebst, ist Die blaue Hand ein Muss. Es ist zwar nicht der beste Film der Serie, aber einer der charakteristischsten. Hier findest du alles, was die Reihe ausmacht: Atmosphäre, Stars, Verwirrung und Unterhaltung.

Kinski-Fans sowieso – wo sonst siehst du ihn als Sympathieträger? Seine Doppelrolle zeigt eine andere Seite des Schauspielers, fernab der üblichen Wahnsinnigen und Bösewichte. Das allein rechtfertigt jeden Blick.

Gothic-Horror-Liebhaber werden die Atmosphäre schätzen. Nebelige Schlösser, vermummte Gestalten, düstere Geheimnisse – das ist Pulp-Entertainment in Reinkultur. Nicht erschreckend, aber stimmungsvoll.

Für Neulinge der Wallace-Reihe gibt es bessere Einstiegspunkte. Der Hexer oder Die toten Augen von London sind zugänglicher. Aber wenn du schon ein paar Wallace-Filme kennst, ist Die blaue Hand eine schöne Ergänzung.

Cineasten, die handwerklich solide Unterhaltung schätzen, werden Vohrers Regie und Böttchers Musik zu würdigen wissen. Es ist kein Kunstfilm, aber kompetent gemachtes Genre-Kino.

Nicht geeignet ist der Film für Logik-Fanatiker, die stringente Plots brauchen. Wer moderne Thriller-Spannung erwartet, wird enttäuscht. Und wer mit 60er-Jahre-Ästhetik nichts anfangen kann, sollte die Finger davon lassen.

Wer spielt in Die blaue Hand mit?

Klaus Kinski als Dave Emerson / Richard Emerson (Zwillingsbrüder)
Harald Leipnitz als Inspektor Craig
Carl Lange als Dr. Mangrove
Diana Körner als Myrna Emerson
Ilse Steppat als Lady Emerson
Siegfried Schürenberg als Sir John
Hans Nielsen als Lord Emerson
Albert Bessler als Wächter Brown
Heinrich Gretler als Rechtsanwalt
Ady Berber als Wärter Jim

Fazit: Lohnt sich Die blaue Hand?

Nach allem, was ich über diesen Film geschrieben habe, lautet meine Antwort: Ja, definitiv. Die blaue Hand ist zwar nicht der beste Wallace-Film (das bleibt Der Hexer), aber einer der charakteristischsten. Hier stimmt die Mischung aus Atmosphäre, Stars und liebenswertem Chaos.

Klaus Kinski allein rechtfertigt jeden Blick. Seine Doppelrolle zeigt eine Seite des Schauspielers, die man in der Wallace-Reihe sonst nicht sieht. Vom verzweifelten Unschuldigen bis zum mysteriösen Zwillingsbruder – Kinski macht aus beiden Rollen ein kleines Schauspielwunder.

Alfred Vohrers Regie schafft Gothic-Atmosphäre, die heute noch funktioniert. Nicht weil sie erschreckt, sondern weil sie unterhält. Diese nebelverhangenen Schlossanlagen, die knarrenden Türen, die vermummten Gestalten – das ist filmische Geisterbahn im besten Sinne.

Das Drehbuch mag verworren sein, die Logik fragwürdig, die Auflösung konstruiert. Aber darum geht es bei Wallace nicht. Es geht um diese besondere Stimmung, um Stars wie Kinski, um 87 Minuten Pulp-Entertainment ohne Anspruch auf Realismus.

⚖️

Bewertung

Watcher-Score · redaktionelle Einzelwertung

Bewertet von — eine Person, ein begründetes Urteil.

Gothic-Geisterbahn mit Kinski in Hochform - verworren, atmosphärisch, unvergesslich.— aus der Wertung von Tribun
Die blaue Hand ist klassisches Wallace-Kino mit allen Stärken und Schwächen. Kinskis Doppelrolle ist ein Fest der Schauspielkunst, Vohrers Gothic-Atmosphäre zeitlos schön, und Böttchers Score perfekt. Das Drehbuch mag chaotisch sein, aber 87 Minuten vergehen wie im Flug. Für Wallace-Fans ein Muss, für Kinski-Liebhaber sowieso, für Gothic-Enthusiasten ein Genuss.
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Wer streamt Die Blaue Hand?

Verfügbarkeit DE

Stand 27.11.2025: Die Blaue Hand läuft im Abo bei Prime Video – mit deutscher Synchronfassung. Leihen oder Kaufen geht ab 3,99 €.

Verfügbarkeit Deutschland · Stand 27.11.2025 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.

Schnelle Antworten

Antworten Schnelle Antworten zu Die Blaue Hand

Wo kann ich Die Blaue Hand streamen?

Die Blaue Hand läuft aktuell im Abo bei Prime Video; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon Video und Prime Video. Stand August 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.

Wie lange dauert Die Blaue Hand?

Die Blaue Hand hat eine Laufzeit von rund 87 Minuten (1 Stunde und 27 Minuten).

Lohnt sich Die Blaue Hand?

Unsere Redaktion vergibt Die Blaue Hand einen Watcher-Score von 7,2 von 10. Die blaue Hand ist klassisches Wallace-Kino mit allen Stärken und Schwächen. Kinskis Doppelrolle ist ein Fest der Schauspielkunst, Vohrers Gothic-Atmosphäre zeitlos schön, und Böttchers Score perfekt. Das Drehbuch mag chaotisch sein, aber 87 Minuten vergehen wie im Flug. Für Wallace-Fans ein Muss, für Kinski-Liebhaber sowieso, für Gothic-Enthusiasten ein Genuss.

Für wen ist Die Blaue Hand geeignet?

Die Blaue Hand ist vor allem etwas für Krimi und Horror-Fans und alle, die solide Genre-Unterhaltung suchen.

Worum geht es in Die Blaue Hand?

Auf Schloss Gentry versucht ein Kapuzenmann mit eiserner Klaue alle Erben Lord Emersons zu beseitigen. Nur der aus der Irrenanstalt entflohene Dave Emerson und seine Schwester Myrna können sich retten. Die "blaue Hand" ist ein Fall für Inspektor Craig...

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Trailer

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Besetzung

Harald LeipnitzInspektor Craig
Klaus KinskiDave Emerson / Richard Emerson
Carl LangeDr. Albert Mangrove
Ilse SteppatLady Emerson
Hermann LenschauRechtsanwalt Douglas

FAQ zu Die blaue Hand

Wann kam Die blaue Hand ins Kino?
Die blaue Hand feierte am 28. April 1967 im Gloria-Palast Berlin Premiere. Die Dreharbeiten fanden vom 9. Februar bis 22. März 1967 in West-Berlin statt, der Film kam noch im selben Jahr bundesweit in die Kinos.
Wie lange dauert Die blaue Hand?
Der Film hat eine Laufzeit von 87 Minuten und liegt damit im typischen Rahmen der Edgar-Wallace-Produktionen von Rialto Film.
Welche Rolle spielt Klaus Kinski in Die blaue Hand?
Klaus Kinski spielt zum ersten Mal in der Wallace-Reihe eine Doppelrolle als die Zwillingsbrüder Dave und Richard Emerson. Dave wird unschuldig des Mordes angeklagt, während Richard mysteriös verschwindet. Es war Kinskis erste sympathische Rolle in der Serie.
Basiert Die blaue Hand auf einem Edgar Wallace Roman?
Nominell basiert der Film auf Wallace' Roman "The Blue Hand" von 1925, enthält aber praktisch nichts davon. Drehbuchautor Herbert Reinecker schrieb eine völlig neue Geschichte und übernahm nur den Titel und das Motiv der eisernen Klaue.
Wie erfolgreich war Die blaue Hand an den Kinokassen?
Der Film lockte rund 1,7 Millionen Zuschauer in die deutschen Kinos und war damit ein solider Erfolg für Rialto Film, auch wenn er nicht an die Höchstwerte der frühen Wallace-Filme heranreichte.
Warum spielt Harald Leipnitz den Inspektor Craig?
Ursprünglich sollte Hanns Lothar die Rolle des Inspektor Craig übernehmen, doch der Schauspieler verstarb Anfang 1967 im Alter von nur 37 Jahren. Harald Leipnitz sprang kurzfristig ein, was erklärt, warum die Rolle nicht ganz auf ihn zugeschnitten wirkt.
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