Poster zum Film Die Zeitmaschine (1960) (1960) Pflichtprogramm — WatchGuide-Auszeichnung „Der Watcher"

Die Zeitmaschine (1960) (1960)

🏅 Pflichtprogramm 🎬 Film 102 Min. ThrillerAbenteuer
⚡ Kurz gesagt

Zeitlos, nachdenklich, charmant. Ein Must-See für Sci-Fi-Fans! Watcher-Score 8,5/10.

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Wer streamt Die Zeitmaschine?

Verfügbarkeit DE

Stand 25.07.2026: Die Zeitmaschine ist derzeit in keinem Streaming-Abo enthalten, lässt sich aber ab 3,99 € leihen oder kaufen (z. B. bei Apple TV+).

Verfügbarkeit Deutschland · Stand 25.07.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.

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Die Kritik

von Tribun
Als ich vor ein paar Jahren spät abends durch die Fernsehkanäle zappte und auf „Die Zeitmaschine“ von 1960 stieß, dachte ich zunächst: „Ach, noch so ein verstaubter Sci-Fi-Klassiker.“ Was für ein Irrtum! George Pals Meisterwerk entpuppte sich als eine der intelligentesten und bewegendsten Zeitreise-Geschichten, die Hollywood je produziert hat. Rod Taylor brilliert als Erfinder George, der mit seiner revolutionären Zeitmaschine eine düstere Zukunft entdeckt – und uns Zuschauer auf eine philosophische Reise mitnimmt, die auch 64 Jahre später nichts von ihrer Aktualität verloren hat.

Quick Answer: Ist Die Zeitmaschine (1960) sehenswert?

Kurze Antwort: JA – Ein zeitloser Sci-Fi-Klassiker, der mit handgemachten Effekten, tiefgreifenden Fragen über die Menschheit und Rod Taylors charismatischer Performance überzeugt.

Für wen geeignet: Sci-Fi-Liebhaber, Fans klassischer Hollywood-Filme, Philosophie-Interessierte, Nostalgiker.

Nicht geeignet für: Action-Junkies, die nur auf moderne CGI-Spektakel stehen, Zuschauer ohne Geduld für nachdenkliches Kino.

Mein Urteil: George Pal schuf hier einen der intelligentesten Sci-Fi-Filme aller Zeiten. Die Geschichte funktioniert perfekt, die Effekte haben Charme und die philosophischen Fragen sind heute aktueller denn je.

Worum geht es in Die Zeitmaschine?

London, 1899: Der junge Erfinder George entwickelt eine revolutionäre Zeitmaschine und reist in die Zukunft, wo er auf die friedlichen Eloi und die gefährlichen Morlocks trifft. Was er dort entdeckt, stellt alles in Frage, was er über Fortschritt und Menschlichkeit zu wissen glaubte. Eine Geschichte über Liebe, Mut und die Frage, ob technischer Fortschritt wirklich Glück bringt.

Rod Taylor spielt George, einen viktorianischen Erfinder, der am Silvesterabend 1899 seinen skeptischen Freunden seine neueste Erfindung präsentiert: eine funktionierende Zeitmaschine. Nach einem Streit über die Möglichkeiten des technischen Fortschritts startet George eine Reise durch die Zeit, die ihn zunächst in beide Weltkriege und schließlich ins Jahr 802.701 führt.

Dort findet er eine gespaltene Welt vor: Die oberirdisch lebenden Eloi führen ein scheinbar paradiesisches Leben ohne Sorgen oder Anstrengungen, während die unterirdischen Morlocks eine düstere Bedrohung darstellen. Als George sich in die schöne Eloi-Frau Weena verliebt, muss er sich entscheiden: Soll er in seine Zeit zurückkehren oder versuchen, diese dystopische Zukunft zu verändern?

Die Geschichte basiert auf H.G. Wells‘ bahnbrechendem Roman von 1895, der das Science-Fiction-Genre maßgeblich prägte. Drehbuchautor David Duncan erweiterte die Vorlage geschickt um emotionale Tiefe und gab dem namenlosen Protagonisten aus dem Buch nicht nur einen Namen, sondern auch eine glaubwürdige Motivation.

Was macht George Pals Regie und Vision so besonders?

George Pal war ein Visionär des Sci-Fi-Kinos und schuf mit „Die Zeitmaschine“ sein persönliches Meisterwerk. Seine Kombination aus handgemachten Spezialeffekten, durchdachter Inszenierung und philosophischem Tiefgang machte den Film zu einem zeitlosen Klassiker, der moderne Blockbuster in puncto Intelligenz und Emotion alt aussehen lässt.

Pal, der bereits mit „Kampf der Welten“ bewiesen hatte, dass er H.G. Wells‘ Visionen perfekt auf die Leinwand übertragen konnte, entwickelte für „Die Zeitmaschine“ einen ganz eigenen visuellen Stil. Die berühmten Zeitreise-Sequenzen, in denen wir Jahrzehnte in Sekunden vergehen sehen, wurden mit einer Mischung aus Stop-Motion, Zeitraffer und cleverer Montage realisiert.

Was mich heute noch beeindruckt: Pal vertraute auf praktische Effekte statt auf Tricks. Die Zeitmaschine selbst ist ein wunderschönes, funktional wirkendes Gerät aus Messing und rotem Samt, das so überzeugend aussieht, dass man am liebsten selbst einsteigen möchte. Das ikonische Design wurde später unzählige Male kopiert und parodiert.

Pals Inszenierung ist geprägt von einem optimistischen Humanismus, der typisch für die 1950er und frühen 60er Jahre war. Trotz der düsteren Zukunftsvision glaubt der Film daran, dass der menschliche Geist und die Liebe alle Hindernisse überwinden können. Diese Haltung wirkt heute manchmal naiv, aber auch erfrischend hoffnungsvoll.

Die Kameraarbeit von Paul Vogel unterstützt Pals Vision perfekt: Weitwinklige Aufnahmen betonen die Großartigkeit der Zeitmaschine, während intime Nahaufnahmen die emotionalen Momente zwischen George und Weena verstärken. Die Beleuchtung der Zukunftssequenzen wechselt gekonnt zwischen der hellen, fast überbelichteten Welt der Eloi und den düsteren Tunneln der Morlocks.

Wie überzeugen die Schauspieler in Die Zeitmaschine?

Rod Taylor liefert als George eine seiner besten Leistungen ab und macht aus dem Zeitreisenden einen sympathischen, glaubwürdigen Helden mit echter emotionaler Tiefe. Yvette Mimieux bezaubert als Weena, auch wenn ihre Rolle etwas unterentwickelt bleibt. Das Ensemble funktioniert perfekt und trägt die philosophischen Themen des Films mit Überzeugung.

Rod Taylor war zum Zeitpunkt der Dreharbeiten ein aufstrebender Star und bewies hier, dass er mehr konnte als nur der charmante Held zu sein. Sein George ist ein Mann zwischen zwei Welten: einerseits der rationelle Wissenschaftler, andererseits der romantische Träumer, der an eine bessere Zukunft glaubt. Taylor spielt diese Ambivalenz mit einer Natürlichkeit, die heute selten geworden ist.

Besonders stark ist Taylor in den Momenten, in denen George die Schrecken der Kriege des 20. Jahrhunderts erlebt. Seine Reaktionen wirken authentisch erschüttert, nie übertrieben. Wenn er später in der Zukunft auf die Apathie der Eloi trifft, spürt man seine Verzweiflung über den Verlust menschlicher Leidenschaft.

Yvette Mimieux als Weena ist zwar in der klassischen Rolle der „Prinzessin in Nöten“ gefangen, macht aber das Beste daraus. Ihre Weena ist nicht nur schön, sondern zeigt auch Neugier und Mut. Die Liebesgeschichte zwischen ihr und George entwickelt sich glaubwürdig, obwohl beide kaum eine gemeinsame Sprache sprechen.

Alan Young brilliert in der kleinen, aber wichtigen Rolle des David Filby. Als Georges bester Freund repräsentiert er die Skepsis der Gesellschaft gegenüber visionären Ideen. Young, der später als Stimme von Dagobert Duck berühmt wurde, zeigt hier sein Talent für nuancierte Charakterdarstellung.

Die Nebenrollen sind solide besetzt: Sebastian Cabot als Dr. Hillyer und Tom Helmore als Bridewell verkörpern perfekt die viktorianische Gentlemen-Gesellschaft mit all ihren Vorurteilen und Begrenzungen.

Wie beeindrucken Kamera und Bildsprache in Die Zeitmaschine?

Paul Vogels Kameraarbeit und die Ausstattung schaffen eine visuelle Sprache, die perfekt zwischen viktorianischer Eleganz und futuristischen Visionen vermittelt. Die handgemachten Spezialeffekte haben auch heute noch mehr Charme und Überzeugungskraft als viele moderne CGI-Orgien.

Die Kameraführung in „Die Zeitmaschine“ ist ein Lehrstück in klassischem Hollywood-Handwerk. Vogel nutzt die Möglichkeiten des Cinemascope-Formats geschickt aus, um sowohl intime Momente als auch spektakuläre Panoramen einzufangen. Die Zeitreise-Sequenzen sind meisterhaft komponiert: Wir sehen die Welt um die Zeitmaschine herum sich verändern, während das Gerät selbst statisch bleibt.

Was mich heute noch fasziniert, sind die praktischen Effekte. Die berühmte Sequenz, in der Blumen in Zeitraffer blühen und verwelken, wurde komplett ohne Computer erstellt. Hunderte von Einzelbildern wurden aufgenommen, um diesen hypnotischen Effekt zu erzielen. Das Ergebnis ist poetischer und emotionaler als jede moderne CGI-Sequenz.

Die Ausstattung unterscheidet perfekt zwischen den verschiedenen Zeitepochen. Georges viktorianisches Laboratorium strotzt vor mechanischen Details und dampfgetriebenen Geräten. Die Welt der Eloi ist bewusst künstlich und makellos, mit griechisch anmutenden Säulen und perfekt gepflegten Gärten. Die Morlock-Tunnels hingegen sind düster und industriell, voller rostiger Maschinen und bedrohlicher Schatten.

Die Kostüme von Leah Rhodes unterstützen die Charakterisierung perfekt: Georges praktische Kleidung kontrastiert mit den fließenden Gewändern der Eloi und den grotesken Masken der Morlocks. Jedes Detail trägt zur Glaubwürdigkeit der verschiedenen Welten bei.

Die Farbpalette des Films wechselt gekonnt zwischen den warmen Tönen der Vergangenheit, den hellen Pastellfarben der Eloi-Welt und den düsteren Grautönen der unterirdischen Morlock-Gesellschaft.

Wie unterstützt die Musik die Geschichte in Die Zeitmaschine?

Russell Garcias Filmmusik ist ein unterschätztes Meisterwerk, das perfekt zwischen romantischen Melodien, dramatischen Höhepunkten und unheimlichen Klanglandschaften wechselt. Der Score trägt die emotionale Reise des Films und macht die Zeitreise auch akustisch erlebbar.

Garcia, ein erfahrener Jazz-Musiker und Komponist, schuf für „Die Zeitmaschine“ eine Partitur, die sowohl traditionelle Orchestrierung als auch experimentelle Klänge nutzt. Das Hauptthema ist romantisch und optimistisch, spiegelt Georges Glauben an den Fortschritt wider.

Besonders gelungen sind die musikalischen Übergänge während der Zeitreisen. Garcia nutzt aufsteigende Melodien und beschleunigte Rhythmen, um das Gefühl der Bewegung durch die Zeit zu vermitteln. Diese Sequenzen funktionieren auch heute noch perfekt und schaffen eine hypnotische Atmosphäre.

Die Musik für die Eloi-Welt ist bewusst ätherisch und weltfremd. Garcia verwendet hier viele hohe Streicher und Harfen, um die friedliche, aber auch leblose Atmosphäre zu unterstreichen. Im Kontrast dazu sind die Morlock-Szenen von düsteren, atonalen Klängen geprägt, die echte Bedrohung vermitteln.

Ein Highlight ist die Musik während Georges und Weenas Liebesszenen. Garcia schafft hier eine intime, zärtliche Stimmung, die die Sprachbarriere zwischen den beiden Charakteren überbrückt. Die Melodien sind eingängig, ohne kitschig zu werden.

Was sind die größten Stärken von Die Zeitmaschine?

Der Film besticht durch seine intelligente Herangehensweise an komplexe Themen, die handwerkliche Perfektion der praktischen Effekte und Rod Taylors charismatische Hauptrolle. George Pal schuf einen Sci-Fi-Film, der unterhält und zum Nachdenken anregt – eine seltene Kombination.

Die größte Stärke liegt in der gelungenen Balance zwischen Unterhaltung und philosophischer Tiefe. „Die Zeitmaschine“ stellt wichtige Fragen über technischen Fortschritt, menschliche Natur und gesellschaftliche Entwicklung, ohne dabei belehrend zu werden. Die Botschaft entwickelt sich organisch aus der Handlung.

Die praktischen Effekte haben auch heute noch eine Glaubwürdigkeit und einen Charme, der modernen CGI-Filmen oft fehlt. Man spürt die handwerkliche Liebe zum Detail in jeder Einstellung. Die Zeitmaschine selbst ist ein Design-Meisterwerk, das zu Recht zum Kult-Objekt wurde.

Rod Taylors Performance als George ist ein weiterer Höhepunkt. Er macht aus dem Charakter einen sympathischen, aber nicht perfekten Helden. Seine Zweifel und Ängste sind ebenso glaubwürdig wie sein Mut und seine Entschlossenheit.

Die Struktur der Geschichte ist klassisch und funktioniert perfekt. Jede Zeitebene hat ihre eigene Atmosphäre und trägt zur Gesamtaussage bei. Die Pacing ist gemessen, aber nie langweilig. Moderne Blockbuster könnten sich eine Scheibe von dieser durchdachten Dramaturgie abschneiden.

Die Produktionsqualität ist durchgehend hoch. Von der Kameraarbeit über die Ausstattung bis hin zu den Kostümen stimmt jedes Detail. Man merkt, dass hier professionelle Filmemacher am Werk waren, die ihr Handwerk verstanden.

Wo zeigt Die Zeitmaschine seine Schwächen?

Trotz aller Qualitäten zeigt der Film typische Schwächen der frühen 1960er Jahre: Einige Nebencharaktere bleiben blass, das Frauenbild ist veraltet und manche Dialoge wirken heute etwas steif. Diese Punkte schmälern aber nicht den Gesamteindruck des Films.

Die größte Schwäche liegt in der Charakterzeichnung der Nebenfiguren. Besonders die Eloi bleiben weitgehend eindimensional. Abgesehen von Weena sind sie alle austauschbare, passive Wesen ohne individuelle Persönlichkeit. Das mag thematisch gewollt sein, macht sie als Filmfiguren aber wenig interessant.

Yvette Mimieux‘ Weena ist zwar charmant gespielt, aber ihre Rolle bleibt auf die klassische „Prinzessin in Nöten“ beschränkt. Für heutige Sehgewohnheiten ist das problematisch, auch wenn es den Konventionen der Zeit entsprach. Eine stärkere, aktivere weibliche Hauptfigur hätte dem Film gut getan.

Einige Dialoge wirken heute übertrieben pathetisch oder steif. Das liegt teilweise an den Sprechgewohnheiten der Zeit, aber auch an David Duncans Drehbuch, das gelegentlich zu sehr auf „große Worte“ setzt statt auf natürliche Gespräche.

Die Morlock-Darstellung ist zwar für ihre Zeit revolutionär, wirkt aber heute etwas simpel. Die Masken und das Make-up sind handwerklich solide, erreichen aber nicht die Komplexität moderner Creature-Designs. Allerdings haben sie immer noch mehr Persönlichkeit als viele CGI-Monster.

Das Tempo des Films entspricht den gemächlicheren Sehgewohnheiten der 1960er Jahre. Moderne Zuschauer, die auf schnelle Schnitte und konstante Action konditioniert sind, könnten sich gelegentlich langweilen.

Für wen ist Die Zeitmaschine besonders geeignet?

Der Film ist perfekt für Sci-Fi-Fans, die intelligentes Kino schätzen, Liebhaber klassischer Hollywood-Filme und jeden, der sich für philosophische Fragen über Fortschritt und Menschheit interessiert. Auch Nostalgiker und Technik-Enthusiasten kommen voll auf ihre Kosten.

Sci-Fi-Liebhaber finden hier einen der Grundpfeiler des Genres. „Die Zeitmaschine“ prägte das Zeitreise-Motiv im Kino nachhaltig und beeinflusste unzählige spätere Filme von „Zurück in die Zukunft“ bis „Looper“. Wer das Genre verstehen will, sollte diesen Klassiker kennen.

Fans klassischer Hollywood-Filme erleben hier Filmhandwerk auf höchstem Niveau. Die Mischung aus professioneller Inszenierung, soliden Schauspielleistungen und durchdachter Produktion repräsentiert das Studiosystem in seiner besten Phase.

Philosophisch interessierte Zuschauer finden reichlich Stoff zum Nachdenken. Die Fragen nach dem Sinn des Fortschritts, der Rolle der Technologie und der Zukunft der Menschheit sind heute aktueller denn je. Der Film behandelt diese Themen ohne simple Antworten zu liefern.

Nostalgiker und Retro-Fans werden die handgemachten Effekte und das authentische 60er-Jahre-Flair lieben. Der Film ist ein Zeitzeugnis für eine Ära, in der das Kino noch mit anderen Mitteln arbeitete.

Familien mit älteren Kindern finden hier einen Film, der spannend ist, ohne brutal zu werden. Die FSK-Freigabe ab 12 Jahren ist angemessen, auch wenn die Morlocks für sehr sensible Kinder gruselig sein könnten.

Wer streamt Die Zeitmaschine?

Aktuell nicht im Abo verfügbar.

Wer spielt in Die Zeitmaschine mit?

Hauptbesetzung:

  • Rod Taylor als George (Der Zeitreisende)
  • Yvette Mimieux als Weena
  • Alan Young als David Filby / James Filby
  • Sebastian Cabot als Dr. Philip Hillyer
  • Tom Helmore als Anthony Bridewell
  • Whit Bissell als Walter Kemp
  • Doris Lloyd als Mrs. Watchett

Kreatives Team:

  • Regie: George Pal
  • Drehbuch: David Duncan (nach H.G. Wells)
  • Kamera: Paul Vogel
  • Musik: Russell Garcia
  • Schnitt: George Tomasini
  • Produktionsdesign: George W. Davis, William A. Horning

Fazit: Lohnt sich Die Zeitmaschine?

Nach all den Jahren und unzähligen Sci-Fi-Filmen bleibt „Die Zeitmaschine“ von 1960 für mich ein Paradebeispiel dafür, wie das Genre funktionieren sollte. George Pal schuf hier nicht nur einen unterhaltsamen Abenteuerfilm, sondern ein nachdenkliches Werk über die menschliche Natur und unsere Träume vom Fortschritt.

Was den Film auch heute noch relevant macht, sind die zeitlosen Fragen, die er aufwirft: Führt technischer Fortschritt automatisch zu einer besseren Welt? Können wir aus den Fehlern der Vergangenheit lernen? Und was passiert mit der Menschlichkeit, wenn das Leben zu bequem wird?

Rod Taylors George ist ein Held, mit dem man sich identifizieren kann – ein Träumer und Wissenschaftler, der lernen muss, dass Wissen auch Verantwortung bedeutet. Die Liebesgeschichte mit Weena funktioniert trotz der Sprachbarriere, weil sie auf echten Emotionen basiert.

Klar, einige Aspekte sind gealtert. Die Geschlechterrollen entsprechen nicht mehr heutigen Standards, und manche Effekte wirken charmant antiquiert. Aber das sind kleine Schwächen eines Films, der in allen wichtigen Bereichen überzeugt.

„Die Zeitmaschine“ gehört in jede Sci-Fi-Sammlung und sollte von jedem gesehen werden, der verstehen will, woher moderne Zeitreise-Filme ihre Inspiration nehmen. Es ist ein Film, der unterhält und zum Nachdenken anregt – eine Kombination, die heute seltener geworden ist.

⚖️

Das Urteil

Watcher-Score · redaktionelle Einzelwertung

Bewertet von — eine Person, ein begründetes Urteil.

Ein zeitloses Sci-Fi-Meisterwerk, das Unterhaltung und Philosophie perfekt vereint – George Pals Vision ist auch nach 64 Jahren noch relevant.— aus der Wertung von Tribun
Die Zeitmaschine ist für mich der Beweis, dass intelligente Science-Fiction und packendes Kino kein Widerspruch sind. Rod Taylors charismatische Performance, die handgemachten Spezialeffekte und die philosophische Tiefe machen den Film zu einem wahren Klassiker. Ja, manche Aspekte sind gealtert, aber die Kernbotschaft über Fortschritt und Menschlichkeit ist heute aktueller denn je. Ein Must-See für jeden Sci-Fi-Fan und Liebhaber durchdachten Kinos.

Schnelle Antworten

Antworten Schnelle Antworten zu Die Zeitmaschine

Wo kann ich Die Zeitmaschine streamen?

Die Zeitmaschine gibt es zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, Google Play, YouTube, maxdome, MagentaTV, Videoload und freenet Video. Stand Juli 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.

Wie lange dauert Die Zeitmaschine?

Die Zeitmaschine hat eine Laufzeit von rund 102 Minuten (1 Stunde und 42 Minuten).

Lohnt sich Die Zeitmaschine?

Unsere Redaktion vergibt Die Zeitmaschine einen Watcher-Score von 8,5 von 10. Zeitlos, nachdenklich, charmant. Ein Must-See für Sci-Fi-Fans!

Für wen ist Die Zeitmaschine geeignet?

Die Zeitmaschine ist vor allem etwas für Thriller und Abenteuer-Fans und alle, die herausragende Filme suchen.

Worum geht es in Die Zeitmaschine?

London um 1900: George erfindet eine Zeitmaschine. Er macht sich auf die Reise in die Zukunft. Dabei erlebt er sämtliche Schreckensjahre des 20. Jahrhunderts. Er stoppt im Jahre 802.701. Die Erde ist wieder in ihren paradiesischen Urzustand zurückgekehrt.

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Trailer

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Besetzung

Rod TaylorH. George Wells
Alan YoungDavid Filby / James Filby
Yvette MimieuxWeena
Sebastian CabotDr. Philip Hilyer
Tom HelmoreAnthony Bridewell

FAQ zu Die Zeitmaschine (1960)

Basiert Die Zeitmaschine auf einem Buch?
Ja, der Film basiert auf H.G. Wells' bahnbrechendem Science-Fiction-Roman "The Time Machine" von 1895. Wells gilt als einer der Begründer des modernen Sci-Fi-Genres, und sein Buch prägte das Zeitreise-Motiv nachhaltig.
Gibt es eine deutsche Synchronisation von Die Zeitmaschine?
Ja, der Film wurde deutsch synchronisiert und lief 1960 in deutschen Kinos. Die deutsche Fassung ist solide, aber ich empfehle die englische Originalfassung, da Rod Taylors Stimme und Ausstrahlung dort besser zur Geltung kommen.
Welche Auszeichnungen gewann Die Zeitmaschine?
Der Film gewann 1961 den Oscar für die besten Spezialeffekte. Diese Auszeichnung war mehr als verdient, da die handgemachten Effekte auch heute noch beeindrucken und viele moderne CGI-Spektakel in Sachen Charme übertreffen.
Gibt es ein Remake von Die Zeitmaschine?
2002 erschien ein Remake mit Guy Pearce in der Hauptrolle, inszeniert von Simon Wells (H.G. Wells' Urenkel). Das Remake ist technisch aufwendiger, erreicht aber nicht die philosophische Tiefe und den Charme des Originals.
Wo wurde Die Zeitmaschine gedreht?
Die Dreharbeiten fanden hauptsächlich in den MGM Studios in Culver City, Kalifornien statt. Die Zukunftssequenzen wurden in speziell errichteten Sets gedreht, die heute als Meisterwerke des Produktionsdesigns gelten.
Ist Die Zeitmaschine für Kinder geeignet?
Der Film hat eine FSK-Freigabe ab 12 Jahren. Für Kinder ab etwa 10 Jahren mit Interesse an Science-Fiction ist er geeignet, auch wenn die Morlocks für sehr sensible Kinder etwas gruselig sein könnten. Die Gewaltdarstellung ist minimal.
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1 Kommentar

Varagard

Uhh Frau Mimieux war damals da schon ganz niedlich. 😀

Der Film ist aber auch toll. Die Effekte und Kostüme wirken heute zwar ein bisschen albern, aber es sieht doch noch gut aus und gerade die Morlocks fand ich als Kind richtig gruselig. Die waren schlimmer als Freddy Krueger damals.

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