Poster zum Film Get Out (2017) Meisterwerk — WatchGuide-Auszeichnung „Der Watcher"

Get Out (2017)

🏅 Meisterwerk 🎬 Film 104 Min. MysteryThriller
⚡ Kurz gesagt

Get Out beweist, dass Horror mehr sein kann als billige Schocks. Jordan Peeles Debüt ist eine Meisterleistung, die psychologischen Terror mit brillanter Gesellschaftskritik verbindet. Daniel Kaluuyas Performance ist außergewöhnlich, die Regie präzise und die Botschaft wichtig. Ein Film, der unter die Haut geht und noch lange nachwirkt. Perfekt für alle, die intelligentes Kino schätzen. Watcher-Score 9,7/10.

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Wer streamt Get Out?

Verfügbarkeit DE

Stand 22.07.2026: Get Out läuft im Abo bei Prime Video – mit deutscher Synchronfassung. Leihen oder Kaufen geht ab 3,99 €.

Verfügbarkeit Deutschland · Stand 22.07.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.

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Die Kritik

von Tribun
Als Jordan Peele 2017 sein Horror-Debüt veröffentlichte, habe ich ehrlich gesagt nicht viel erwartet. Ein Comedian macht Horror? Das kann ja nur schief gehen, dachte ich. Wie falsch ich lag! Get Out hat mich vom ersten bis zum letzten Frame gepackt und nicht mehr losgelassen. Dieser Film ist nicht nur brillantes Kino, sondern auch ein gesellschaftlicher Weckruf, verpackt in 104 Minuten perfekt orchestrierten psychologischen Terror. Selten hat mich ein Horrorfilm so nachhaltig beschäftigt – und das völlig ohne billige Schockeffekte.

Quick Answer: Ist Get Out sehenswert?

Kurze Antwort: JA, absolut! Get Out ist ein Meisterwerk des psychologischen Horrors, das gesellschaftskritische Themen brillant mit Spannungskino verbindet.

Für wen geeignet: Horror-Fans, Liebhaber intelligenter Thriller, gesellschaftskritische Filmfreunde, Jordan Peele-Anhänger.

Nicht geeignet für: Splatter-Fans, Menschen die subtilen Horror nicht mögen, diejenigen die reine Unterhaltung ohne Tiefgang suchen.

Mein Urteil: Jordan Peele hat mit seinem Regiedebüt ein neues Subgenre erschaffen – sozialen Horror. Get Out funktioniert sowohl als packendes Thrillerkino als auch als messerscharfe Gesellschaftskritik. Ein Film, der unter die Haut geht und noch lange nachwirkt.

Worum geht es in Get Out?

Get Out erzählt die Geschichte des jungen Afroamerikaners Chris Washington (Daniel Kaluuya), der das erste Mal die Eltern seiner weißen Freundin Rose (Allison Williams) besucht. Was als entspannter Wochenendausflug zu deren wohlhabender Familie auf dem Land beginnt, entwickelt sich schleichend zu einem verstörenden Albtraum voller rassistischer Untertöne und dunkler Geheimnisse.

Die Geschichte beginnt harmlos genug – Chris ist nervös wegen des ersten Treffens mit Roses Eltern, macht sich Gedanken darüber, ob sie wissen, dass er schwarz ist. Rose beruhigt ihn, ihre Familie sei sehr liberal. Doch bereits die erste Begegnung mit dem Neurochirurgen Dean Armitage (Bradley Whitford) und der Hypnotherapeutin Missy Armitage (Catherine Keener) fühlt sich seltsam an. Zu freundlich, zu bemüht, zu… falsch.

Dann sind da noch die zwei schwarzen Angestellten: Gärtner Walter (Marcus Henderson) und Haushälterin Georgina (Betty Gabriel). Beide verhalten sich merkwürdig roboterhaft, lächeln zu viel und reden wie aus einer anderen Zeit. Chris‘ Unbehagen wächst, besonders als bei einer Gartenparty mehrere weiße Gäste auftauchen, die sich alle verdächtig für ihn interessieren.

Ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass hinter der liberalen Fassade der Armitages etwas zutiefst Verstörendes lauert. Peele baut die Spannung meisterhaft auf, lässt uns Chris‘ wachsende Paranoia spüren, ohne dabei ins Klischeehafte abzurufen. Jede scheinbar harmlose Unterhaltung wird zur potenziellen Bedrohung.

Wie inszeniert Jordan Peele seinen Horror-Erstling?

Jordan Peele beweist mit Get Out, dass er nicht nur ein begnadeter Comedian ist, sondern auch ein visueller Geschichtenerzähler ersten Ranges. Seine Regie ist präzise, durchdacht und nutzt klassische Horrortechniken auf völlig neue Art – immer im Dienste der Geschichte und ihrer gesellschaftskritischen Botschaft.

Was mich an Peeles Inszenierung am meisten fasziniert, ist seine Zurückhaltung. In einer Zeit, wo Horror oft mit maximaler Lautstärke und Schockeffekten arbeitet, setzt er auf Subtilität. Die Kamera bewegt sich ruhig, fast bedächtig durch die Räume des Armitage-Anwesens. Jeder Einstellung ist perfekt komponiert, jeder Blickwinkel erzählt etwas über die Machtverhältnisse.

Besonders brillant ist Peeles Umgang mit dem „Sunken Place“ – einem hypnotischen Zustand, in den Chris versetzt wird. Diese Sequenzen gehören für mich zu den verstörendsten Momenten des modernen Kinos. Nicht wegen Gewalt oder Blut, sondern wegen der perfekten Visualisierung von Ohnmacht und Kontrollverlust.

Die Produktionsdesign unterstützt die Inszenierung perfekt. Das Armitage-Haus wirkt wie ein Museum – zu sauber, zu perfekt, zu kalt. Alles strahlt Wohlstand aus, aber auch eine bedrückende Sterilität. Selbst die idyllische Gartenlandschaft bekommt durch Peeles Inszenierung etwas Bedrohliches.

Peele versteht es auch meisterhaft, Humor als Spannungsventil einzusetzen, ohne die düstere Atmosphäre zu zerstören. Besonders die Szenen mit Rod (Lil Rel Howery) sorgen für dringend benötigte Erleichterung, verstärken aber gleichzeitig Chris‘ Isolation in der Armitage-Welt.

Wie überzeugen die Schauspieler in Get Out?

Daniel Kaluuya liefert als Chris Washington eine der besten Horror-Performances der letzten Jahre ab. Seine Darstellung eines Mannes, der langsam erkennt, in welcher Gefahr er schwebt, ist nuanciert, glaubwürdig und erschreckend nachvollziehbar. Kaluuya schafft es, Chris‘ wachsende Paranoia zu vermitteln, ohne je übertrieben zu wirken.

Allison Williams überrascht als Rose mit einer vielschichtigen Performance. Ohne zu spoilern: Williams navigiert durch die verschiedenen Ebenen ihrer Rolle mit beeindruckender Präzision. Ihr Spiel wirkt zunächst natürlich und sympathisch, bekommt aber nach und nach andere Untertöne.

Bradley Whitford und Catherine Keener sind als Armitage-Eltern perfekt besetzt. Whitford spielt den liberalen Vater mit der genau richtigen Mischung aus Herzlichkeit und unterschwelligem Unbehagen. Seine Bemerkungen über Obama und seinen verstorbenen Vater wirken zunächst linksliberal, bekommen aber einen bitteren Beigeschmack. Keener ist als Hypnotherapeutin subtil bedrohlich – ihre ruhige, kontrollierte Art ist unheimlicher als jeder Schrei.

Caleb Landry Jones hat als Jeremy nur wenige Szenen, macht aber jeden Moment zählen. Sein aggressiver, instabiler Charakter bringt eine rohe Energie in den Film, die perfekt mit der kontrollierten Atmosphäre des Hauses kontrastiert.

Betty Gabriel und Marcus Henderson verdienen besondere Erwähnung als Georgina und Walter. Ihre roboterhaften, fast zombiehaften Auftritte sind verstörend und tragisch zugleich. Beide schaffen es, unter der künstlichen Oberfläche ihrer Charaktere echte Verzweiflung durchschimmern zu lassen.

Lil Rel Howery sorgt als Rod für die nötigen Lacher, aber auch für Erdung. Seine Paranoia-Theorien wirken zunächst übertrieben komisch, erweisen sich aber als erschreckend präzise. Howery balanciert Humor und Ernst perfekt aus.

Wie setzt Get Out Kamera und Bildsprache ein?

Kameramann Toby Oliver erschafft mit seiner Bildsprache eine Welt, in der jeder Blickwinkel bedeutungsschwanger ist. Die Kamera wird zum stillen Beobachter, der Chris‘ wachsende Isolation und Bedrohung visuell erfahrbar macht – ohne je aufdringlich oder selbstverliebt zu wirken.

Die Farbpalette von Get Out ist bewusst gedämpft – viele Beige-, Weiß- und Brauntöne dominieren das Bild. Das Armitage-Haus wirkt dadurch steril und kalt, trotz seiner äußerlichen Eleganz. Nur in wenigen Momenten durchbrechen kräftige Farben diese Monotonie – und dann haben sie umso mehr Wirkung.

Besonders beeindruckend sind die Nahaufnahmen auf Gesichter. Oliver nutzt extreme Close-ups, um die subtilen Regungen in den Mienen der Charaktere einzufangen. Ein kurzer Blick, ein barely merkliches Lächeln – die Kamera lässt uns nichts entgehen und verstärkt dadurch das paranoide Gefühl, dass hier nichts ist wie es scheint.

Die Kameraführung wird auch als narratives Element eingesetzt. In normalen Gesprächssituationen ist sie ruhig und konventionell. Sobald aber die hypnotischen Elemente ins Spiel kommen, verändert sich die Bildsprache dramatisch. Die berühmten „Sunken Place“-Sequenzen nutzen extreme Weitwinkel und surreale Perspektiven, um Chris‘ Hilflosigkeit zu visualisieren.

Auch die Montage verdient Lob. Editor Gregory Plotkin (bekannt aus der Paranormal Activity-Reihe) schneidet den Film mit chirurgischer Präzision. Keine Einstellung ist zu lang oder zu kurz, der Rhythmus zieht sich stetig zu, ohne je gehetzt zu wirken.

Wie unterstützt die Musik die Atmosphäre von Get Out?

Michael Abels‘ Score für Get Out ist ein Meisterwerk subtilen Sounddesigns. Die Musik arbeitet hauptsächlich mit Streichern und Percussion, verzichtet auf große orchestrale Gesten und setzt stattdessen auf atmosphärische Dichte. Besonders die Verwendung von Swahili-Gesängen verleiht dem Film eine zusätzliche Bedeutungsebene.

Was den Score so effektiv macht, ist seine Zurückhaltung. Abels bombardiert uns nicht mit dramatischen Hörnern oder schrillen Streichern. Stattdessen arbeitet er mit unterschwelligen Tönen, die das Unbehagen verstärken, ohne es zu überdecken. Die Musik schleicht sich in unser Unterbewusstsein, genau wie die Bedrohung in der Geschichte.

Besonders clever ist der Einsatz des Liedes „Sikiliza Kwa Wahenga“ (übersetzt: „Hört auf die Ahnen“), das in mehreren Szenen zu hören ist. Der Swahili-Text warnt vor Gefahr und fordert zum Widerstand auf – eine zusätzliche Ebene, die den meisten Zuschauern beim ersten Sehen entgeht, aber unbewusst wirkt.

Die Soundeffekte sind ebenso durchdacht. Das Klappern von Teelöffeln in Teetassen wird zu einem wiederkehrenden Motiv, das hypnotische Elemente ankündigt. Selbst alltägliche Geräusche bekommen durch den Kontext eine bedrohliche Note.

In den Hypnose-Sequenzen verändert sich die komplette Soundlandschaft. Abels nutzt verzerrte Töne und Hall-Effekte, um den „Sunken Place“ auch akustisch erfahrbar zu machen. Diese Momente gehören zu den verstörendsten des gesamten Films.

Was sind die größten Stärken von Get Out?

Get Out brilliert durch seine perfekte Balance zwischen intelligentem Gesellschaftskommentar und packendem Horrorkino. Jordan Peele gelingt es, schwere Themen wie strukturellen Rassismus anzusprechen, ohne dabei preachy oder plump zu werden. Der Film funktioniert auf mehreren Ebenen gleichzeitig – als Thriller, als Horrorfilm und als politisches Statement.

Die größte Stärke liegt in der subtilen Herangehensweise. Get Out zeigt uns eine Form des Rassismus, die viel schwerer zu greifen ist als offene Feindseligkeit. Der liberale Rassismus der Armitages ist perfide, weil er sich als Wohlwollen tarnt. „Ich hätte Obama zum dritten Mal gewählt“ wird zu einer der unheimlichsten Zeilen des Films.

Auch das Drehbuch verdient höchste Anerkennung. Peele baut jeden Plot-Punkt logisch auf, lässt aber trotzdem Raum für Überraschungen. Die Wendungen fühlen sich nie konstruiert an, sondern wie die natürliche Entwicklung der etablierten Prämisse. Besonders clever ist, wie scheinbar harmlose Details aus der ersten Hälfte später eine bedrohliche Bedeutung bekommen.

Der Film respektiert die Intelligenz seiner Zuschauer. Er erklärt nicht jede Metapher, lässt Raum für eigene Interpretationen und vertraut darauf, dass wir die subtilen Hinweise verstehen. Diese Respekt macht Get Out zu einem Film, der bei jedem Wiedersehen neue Details preisgibt.

Technisch ist der Film makellos. Trotz des relativ kleinen Budgets von 4,5 Millionen Dollar sieht Get Out aus wie ein großes Studio-Projekt. Jeder Dollar wurde optimal eingesetzt – ein Beweis dafür, dass kreative Vision wichtiger ist als teure Effekte.

Wo zeigt Get Out seine Schwächen?

Ehrlich gesagt fällt es mir schwer, ernsthafte Schwächen in Get Out zu finden. Wenn ich kritisch sein muss, dann wirken einige Momente in der Schlussphase etwas übertrieben – aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau. Der Film ist so durchdacht konstruiert, dass selbst kleinere Ungereimtheiten in der Gesamtwirkung untergehen.

Manche könnten argumentieren, dass der Film zu offensichtlich in seiner Gesellschaftskritik wird. Besonders gegen Ende legt Peele seine Metaphern sehr direkt aus. Aber ich sehe das nicht als Schwäche – manchmal muss man deutlich werden, um gehört zu werden.

Die Action-Sequenzen im letzten Akt haben einen etwas anderen Ton als der Rest des Films. Während die ersten zwei Drittel von subtiler Spannung leben, wird es zum Schluss konventioneller. Das ist nicht schlecht, aber durchaus ein Stilwechsel, der nicht jedem gefallen wird.

Einige der satirischen Elemente könnten für sensible Zuschauer zu stark sein. Peele macht sich über bestimmte Verhaltensweisen weißer Liberaler lustig – berechtigt, aber manchmal so pointiert, dass es von der Horror-Atmosphäre ablenkt.

Der Film erfordert eine gewisse kulturelle Vorerfahrung. Wer mit den spezifischen Formen des amerikanischen Rassismus nicht vertraut ist, könnte manche Nuancen übersehen. Das mindert nicht die Qualität, macht den Film aber möglicherweise weniger zugänglich.

Für wen ist Get Out besonders geeignet?

Get Out spricht vor allem Zuschauer an, die intelligenten Horror schätzen – solche, die Angst haben wollen, aber auch zum Nachdenken angeregt werden möchten. Der Film funktioniert perfekt für alle, die subtile Spannung den groben Schockeffekten vorziehen und bereit sind, sich auf gesellschaftskritische Themen einzulassen.

Horror-Fans, die nach etwas Neuem suchen, werden Get Out lieben. Der Film zeigt, dass das Genre noch lange nicht auserzählt ist, wenn man kreative Ansätze wagt. Peele beweist, dass Horror mehr sein kann als billige Schocks – er kann gesellschaftliche Missstände aufzeigen und zum Dialog anregen.

Auch Thriller-Liebhaber kommen voll auf ihre Kosten. Die Spannung baut sich stetig auf, jede Szene trägt zur Gesamtatmosphäre bei. Get Out ist ein Musterbeispiel dafür, wie man ohne Jump Scares oder Gore echte Angst erzeugen kann.

Cineasten werden die handwerkliche Perfektion schätzen. Jeder Aspekt der Produktion – von der Regie über die Kameraarbeit bis zur Musik – arbeitet perfekt zusammen. Der Film ist eine Lehrstunde in effektivem Filmemachen.

Menschen, die sich für gesellschaftliche Themen interessieren, finden in Get Out einen Film, der komplexe Probleme zugänglich macht. Peele schafft es, über Rassismus zu sprechen, ohne zu moralisieren oder zu vereinfachen.

Schließlich ist Get Out perfekt für alle, die Filme mögen, die noch lange nachwirken. Das ist kein Film, den man nach dem Abspann vergisst – er setzt sich fest und regt zu Diskussionen an.

Wer spielt in Get Out mit?

Daniel Kaluuya als Chris Washington – Ein talentierter Fotograf, der zum ersten Mal die Eltern seiner Freundin besucht

Allison Williams als Rose Armitage – Chris‘ weiße Freundin aus wohlhabender Familie

Bradley Whitford als Dean Armitage – Roses Vater, ein erfolgreicher Neurochirurg

Catherine Keener als Missy Armitage – Roses Mutter, praktizierende Hypnotherapeutin

Caleb Landry Jones als Jeremy Armitage – Roses jüngerer Bruder mit aggressiven Tendenzen

Marcus Henderson als Walter – Der Gärtner der Familie Armitage

Betty Gabriel als Georgina – Die Haushälterin der Familie Armitage

Lil Rel Howery als Rod Williams – Chris‘ bester Freund und TSA-Agent

LaKeith Stanfield als Logan King – Ein mysteriöser junger Mann bei der Gartenparty

Stephen Root als Jim Hudson – Ein blinder Kunstsammler

Fazit: Lohnt sich Get Out?

Absolut! Get Out ist einer der wichtigsten Filme der letzten Dekade. Jordan Peele hat mit seinem Regiedebüt nicht nur ein neues Horror-Subgenre erschaffen, sondern auch gezeigt, wie relevant und kraftvoll Genrekino sein kann, wenn es in den richtigen Händen ist.

Der Film funktioniert auf jeder Ebene: Als packendes Thrillerkino, als gesellschaftskritisches Statement und als handwerkliche Meisterleistung. Selbst Jahre später verliert Get Out nichts von seiner Wirkung – wenn überhaupt, gewinnt er durch Wiedersehen an Tiefe.

Für mich persönlich war Get Out ein Wendepunkt. Der Film hat mir gezeigt, dass Horror viel mehr sein kann als Unterhaltung – er kann aufklären, aufrütteln und zum Nachdenken anregen, ohne dabei seine primäre Funktion als Spannungskino zu verlieren.

Wer Get Out noch nicht gesehen hat, verpasst einen der besten Filme der letzten Jahre. Wer ihn bereits kennt, sollte ihm eine zweite Chance geben – die Details, die man beim ersten Mal übersehen hat, machen den Wiedersehwert enorm hoch.

Get Out ist kein perfekter Film, weil es so etwas nicht gibt. Aber er kommt verdammt nah dran. 9.7/10 Punkte.

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Das Urteil

Watcher-Score · redaktionelle Einzelwertung

Bewertet von — eine Person, ein begründetes Urteil.

Get Out ist ein Meilenstein des intelligenten Horrors - gesellschaftskritisch, atmosphärisch dicht und handwerklich perfekt. Jordan Peele hat das Genre revolutioniert.— aus der Wertung von Tribun
Get Out beweist, dass Horror mehr sein kann als billige Schocks. Jordan Peeles Debüt ist eine Meisterleistung, die psychologischen Terror mit brillanter Gesellschaftskritik verbindet. Daniel Kaluuyas Performance ist außergewöhnlich, die Regie präzise und die Botschaft wichtig. Ein Film, der unter die Haut geht und noch lange nachwirkt. Perfekt für alle, die intelligentes Kino schätzen.

Schnelle Antworten

Antworten Schnelle Antworten zu Get Out

Wo kann ich Get Out streamen?

Get Out läuft aktuell im Abo bei Prime Video; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, Google Play, YouTube, maxdome, MagentaTV, Videoload und freenet Video. Stand Juli 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.

Wie lange dauert Get Out?

Get Out hat eine Laufzeit von rund 104 Minuten (1 Stunde und 44 Minuten).

Lohnt sich Get Out?

Unsere Redaktion vergibt Get Out einen Watcher-Score von 9,7 von 10. Get Out beweist, dass Horror mehr sein kann als billige Schocks. Jordan Peeles Debüt ist eine Meisterleistung, die psychologischen Terror mit brillanter Gesellschaftskritik verbindet. Daniel Kaluuyas Performance ist außergewöhnlich, die Regie präzise und die Botschaft wichtig. Ein Film, der unter die Haut geht und noch lange nachwirkt. Perfekt für alle, die intelligentes Kino schätzen.

Für wen ist Get Out geeignet?

Get Out ist vor allem etwas für Mystery und Thriller-Fans und alle, die herausragende Filme suchen.

Worum geht es in Get Out?

Der afroamerikanische Fotograf Chris und seine weiße Freundin Rose sind seit mittlerweile fünf Monaten ein Paar.

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Trailer

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Besetzung

Daniel KaluuyaChris Washington
Allison WilliamsRose Armitage
Catherine KeenerMissy Armitage
Bradley WhitfordDean Armitage
Caleb Landry JonesJeremy Armitage

FAQ zu Get Out

Ist Get Out wirklich ein Horrorfilm?
Ja, aber nicht im klassischen Sinne. Get Out ist psychologischer Horror, der ohne Blut und Gore auskommt. Die Angst entsteht durch Atmosphäre, Spannung und die schleichende Erkenntnis, dass etwas fundamental falsch ist. Jordan Peele nutzt Horror als Vehikel für Gesellschaftskritik.
Muss man amerikanische Verhältnisse kennen, um den Film zu verstehen?
Der Film funktioniert auch ohne tieferes Wissen über amerikanischen Rassismus, aber manche Nuancen erschließen sich erst mit entsprechendem Hintergrund. Die grundlegende Story und der Horror funktionieren universal, die gesellschaftskritischen Ebenen sind aber spezifischer.
Wie brutal ist Get Out wirklich?
Überraschend wenig brutal. Es gibt einige gewaltvolle Momente gegen Ende, aber der Film setzt hauptsächlich auf psychologischen Terror. Die verstörendsten Szenen sind die hypnotischen Sequenzen, nicht die Action-Momente. Definitiv nicht für schwache Nerven, aber auch kein Splatter-Film.
Welche Bedeutung hat der "Sunken Place"?
Der "Sunken Place" ist eine brillante Metapher für Ohnmacht und strukturelle Unterdrückung. Chris kann alles sehen und hören, aber nicht handeln - ein Zustand, den viele marginalisierte Menschen aus der Realität kennen. Es ist eine der stärksten visuellen Metaphern des modernen Kinos.
Ist Get Out Jordan Peeles bester Film?
Das ist Geschmackssache, aber Get Out hat den Vorteil des Überraschungsmoments. Als Debüt ist er beeindruckender, auch wenn "Us" und "Nope" technisch ausgereifter sind. Get Out bleibt aber Peeles fokussiertester und klarster Film - ein perfektes Gesamtkunstwerk.
Warum hat Get Out so viele Auszeichnungen gewonnen?
Der Film verbindet populäres Kino mit wichtigen gesellschaftlichen Themen, ohne dabei belehrend zu werden. Er ist handwerklich perfekt, innovativ im Genre und kulturell relevant. Jordan Peeles Oscar für das Drehbuch war längst überfällig und ein wichtiges Zeichen für Diversität in Hollywood.
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2 Kommentare

Varagard
Varagard ★ 5.0

Ich habe den damals sogar im Kino gesehen. Fand den aber recht langweilig. Ich finde der zieht sich zu lang hin. Hab den später nochmal auf DVD oder BR geschaut und auf dem zweiten Blick gefiel der mir besser, aber ist kein Film, den ich jetzt nochmal unbedingt schauen muss.

Anonym

War echt beeindruckt von „Get Out“! Ich fand den Film mega spannend und gruselig, weil er so clever gemacht war. Die Geschichte und die Wendungen haben mich echt umgehauen, und die Mischung aus Psycho und Horror hat super funktioniert! 🧠🔪⚡️

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