Poster zum Film American Psycho (2000) Pflichtprogramm — WatchGuide-Auszeichnung „Der Watcher"

American Psycho (2000)

🏅 Pflichtprogramm 🎬 Film 101 Min. ThrillerDrama
⚡ Kurz gesagt

American Psycho ist ein Film, der unter die Haut geht und dort bleibt. Mary Harrons Regie ist brilliant, Christian Bales Performance ikonisch, und die Gesellschaftskritik trifft auch heute noch ins Schwarze. Ja, der Film ist kalt und verstörend, aber genau das macht ihn zu einem wichtigen Werk. Wer intelligentes, herausforderndes Kino schĂ€tzt, kommt nicht um diesen modernen Klassiker herum. Allerdings nichts fĂŒr schwache Nerven oder Fans seichter Unterhaltung. Watcher-Score 8,7/10.

⚖ Zur Bewertung đŸ“ș Wer streamt's? ▶ Trailer
✍

Die Kritik

von Tribun
Als ich 1991 zum ersten Mal Bret Easton Ellis‘ Roman „American Psycho“ in die Hand nahm, wusste ich bereits: Das wird nie verfilmbar sein. Zu brutal, zu kontrovers, zu verstörend. Dann kam Mary Harron 2000 und bewies das Gegenteil. Christian Bale verwandelte sich in Patrick Bateman und schuf eine Figur, die mich bis heute verfolgt – im besten wie im schlechtesten Sinne. Ein Film, der Satire und Horror so meisterhaft verwebt, dass man sich fragt: Lache ich gerade oder sollte mir schlecht werden?

Quick Answer: Ist American Psycho sehenswert?

Kurze Antwort: JA – Ein brillant inszenierter Psychothriller, der als beißende Gesellschaftskritik funktioniert und Christian Bale zu Höchstleistungen treibt.

FĂŒr wen geeignet: Fans von Gesellschaftskritik, Psychothriller-Liebhaber, Christian Bale-Bewunderer, Cineasten die Ambivalenz mögen.

Nicht geeignet fĂŒr: Zartbesaitete, Gewalt-Sensible, oberflĂ€chliche Unterhaltungssucher.

Mein Urteil: Mary Harrons Meisterwerk ist verstörend und faszinierend zugleich. Ein Film, der unter die Haut geht und dort bleibt – manchmal zum Guten, manchmal zum Schlechten. Definitiv sehenswert, aber nichts fĂŒr schwache Nerven.

Worum geht es in American Psycho?

Patrick Bateman ist der perfekte Yuppie der 1980er Jahre: Investmentbanker, Harvard-Absolvent, Designer-besessen – und heimlicher Serienmörder. In Mary Harrons Verfilmung von Bret Easton Ellis‘ Kultrooman verwandelt sich Christian Bale in einen Psychopathen, der zwischen Hautpflege-Routine und Mordlust hin- und herpendelt, wĂ€hrend das New York der Reagan-Ära als glitzernde Kulisse seiner moralischen Verkommenheit dient.

Der Film spielt im Jahr 1987, mitten im Kokain-getrĂ€nkten Wall Street-Boom. Bateman lebt in einem sterilen Luxus-Apartment, arbeitet bei Pierce & Pierce, und sein grĂ¶ĂŸtes Problem scheint zu sein, ob seine Visitenkarte besser ist als die seiner Kollegen. Doch hinter der makellosen Fassade lauert ein Monster.

Was mich damals im Kino sofort faszinierte: Harron zeigt nicht einfach einen Killer, sondern seziert eine ganze Gesellschaftsschicht. Batemans obsessive Marken-Fixierung, seine hohlen GesprĂ€che ĂŒber Musik und Mode, seine völlige Empathielosigkeit – all das funktioniert als Zerrspiegel der kapitalistischen Exzesse jener Zeit.

Die Handlung folgt Bateman durch seinen surrealen Alltag. Morgens die aufwendige Körperpflege-Routine (unvergesslich!), dann ins BĂŒro wo er so tut als wĂŒrde er arbeiten, abends in ĂŒberteuerte Restaurants oder Clubs. Zwischendurch mordet er – oder bildet er es sich nur ein? Diese AmbiguitĂ€t macht den Film so verstörend effektiv.

Wie inszeniert Mary Harron diesen verstörenden Stoff?

Mary Harron schafft das scheinbar Unmögliche: Sie macht aus Ellis‘ unverfilmbarem Roman einen visuell prĂ€chtigen, satirisch bissigen Film, der die Vorlage nicht nur adaptiert, sondern durch kluge Inszenierung sogar noch schĂ€rfer macht. Ihre Regie balanciert geschickt zwischen Komödie und Horror, zwischen Faszination und Abstoßung.

Harrons grĂ¶ĂŸte Leistung liegt in der TonalitĂ€t. Sie hĂ€tte einen simplen Slasher-Film daraus machen können – oder eine platte Gesellschaftssatire. Stattdessen erschafft sie etwas Drittes: einen Film, der dich gleichzeitig zum Lachen und zum WĂŒrgen bringt.

Besonders brilliant: Wie sie die Gewalt inszeniert. Die berĂŒchtigte Axt-Szene mit Paul Allen ist weniger explizit als man erwarten wĂŒrde, aber dadurch umso wirkungsvoller. Harron setzt auf Andeutung, auf das Grauen im Kopf des Zuschauers. Das macht den Film letztendlich verstörender als jeder Splatter-Exzess.

Ihre Darstellung der 80er-Jahre-Yuppie-Kultur ist gnadenlos prÀzise. Jedes Detail stimmt: Die Restaurants, die Mode, die Musik, sogar die Art wie diese Menschen miteinander sprechen. Als jemand, der diese Zeit bewusst miterlebt hat, kann ich nur staunen, wie akkurat Harron diese oberflÀchliche Welt einfÀngt.

Die KamerafĂŒhrung von Andrzej SekuƂa unterstĂŒtzt diese sterile Perfektion. Alles wirkt makellos, kalt, leblos – genau wie Batemans Seele. Die Beleuchtung ist klinisch weiß, die RĂ€ume wirken wie Showrooms. Perfekt fĂŒr einen Protagonisten, der selbst nur eine leere HĂŒlle ist.

Wie spielt Christian Bale den Patrick Bateman?

Christian Bales Performance als Patrick Bateman ist ein Schauspiel-Meisterwerk der besonderen Art: OberflĂ€chlich charmant, unterschwellig bedrohlich, dabei völlig unberechenbar. Bale schafft es, einen Psychopathen zu spielen, der gleichzeitig abstoßend und faszinierend wirkt – eine Rolle, die seine Karriere definierte und ihn zum Star machte.

Ich erinnere mich noch, wie ĂŒberrascht ich war, als die Besetzung bekannt wurde. Bale kannte ich damals nur aus „Empire of the Sun“ und „Little Women“ – eher harmlose Rollen. Doch schon in den ersten Minuten von „American Psycho“ war klar: Hier entsteht etwas Besonderes.

Bales Körpersprache ist perfekt kalibriert. Er bewegt sich wie ein Raubtier – elegant, kontrolliert, aber immer sprungbereit. Seine Mimik wechselt blitzschnell zwischen aufgesetztem LĂ€cheln und kaltem Starren. Besonders verstörend: Wie er die oberflĂ€chlichen Small-Talk-Szenen spielt, als wĂŒrde er eine Fremdsprache sprechen, die er nicht ganz beherrscht.

Die berĂŒhmte Morgenroutine-Sequenz zeigt Bales Range perfekt. Monoton erklĂ€rt er seine Hautpflege-Produkte, wĂ€hrend wir seinen durchtrainierten, aber irgendwie leblos wirkenden Körper sehen. Es ist komisch und gruselig zugleich – genau wie der ganze Film.

Willem Dafoe als Privatdetektiv Kimball liefert den perfekten Gegenspieler. Seine wachsende Paranoia spiegelt Batemans zunehmenden Kontrollverlust. Jared Leto als Paul Allen hat nur wenige Szenen, aber seine arrogante SelbstgefÀlligkeit macht verstÀndlich, warum Bateman ihn umbringen will (oder glaubt, es zu tun).

Reese Witherspoon als oberflĂ€chliche Verlobte Evelyn ist brilliant besetzt – sie verkörpert perfekt die Art Frau, die in Batemans Welt als Accessoire fungiert. ChloĂ« Sevigny als seine SekretĂ€rin Jean bringt die einzigen Momente echter menschlicher WĂ€rme in den Film.

Wie ĂŒberzeugen Kamera und Bildsprache in American Psycho?

Die visuelle Gestaltung von „American Psycho“ ist ein Meisterwerk des kalten Perfektionismus. Kameramann Andrzej SekuƂa erschafft eine Bildsprache, die Batemans sterile Innenwelt perfekt widerspiegelt: Alles ist makellos, klinisch rein und irgendwie leblos – wie ein teurer Showroom, in dem ein Psychopath lebt.

Was mich sofort faszinierte: Diese Bilder sehen aus wie Hochglanz-Werbeanzeigen der 80er Jahre. Jeder Frame könnte aus einem Mode-Magazin stammen. Das ist kein Zufall – es unterstĂŒtzt die Kernthese des Films, dass diese Menschen selbst nur Produkte sind, perfekt verpackt aber innen hohl.

Die Farbpalette ist bewusst reduziert. Viel Weiß, Creme, gedĂ€mpfte Töne – nur wenn Blut fließt, explodiert die Leinwand in Rot. Diese Kontraste sind brutal effektiv. Besonders die Szenen in Batemans Apartment wirken wie ein steriles Labor, in dem er seine „Experimente“ durchfĂŒhrt.

SekuƂas KamerafĂŒhrung ist statisch, fast voyeuristisch. Wir beobachten Bateman wie ein Versuchsobjekt hinter Glas. Die Einstellungen sind perfekt komponiert, aber kalt. Keine spontane Handheld-Kamera, keine emotionalen Schwenks – alles ist kontrolliert, wie Bateman selbst.

Brillant gelöst: Die Gewaltszenen. Harron und SekuƂa zeigen nie zu viel, aber genug um uns verstören. Die berĂŒhmte „Hip to be Square“-Mordszene lebt von ihren prĂ€zisen Schnitten zwischen Batemans wahnsinnigem Monolog und den Andeutungen der Gewalt. Das Grauen entsteht im Kopf des Zuschauers.

Wie funktioniert die Musik in American Psycho?

Der Soundtrack von „American Psycho“ ist pure 80er-Jahre-Perfektion: Phil Collins, Huey Lewis and the News, Whitney Houston – alles Songs, die damals die Charts dominierten und heute als Symbole fĂŒr oberflĂ€chlichen Pop-Kommerz stehen. Komponist John Cale ergĂ€nzt diese ironische Musikauswahl mit einem minimalistischen Score, der die KĂ€lte des Films unterstreicht.

Genial ist, wie Harron die Popmusik als Charakterisierung nutzt. Batemans obsessive Analysen von Genesis oder Huey Lewis enthĂŒllen seine gestörte Persönlichkeit. Er redet ĂŒber Musik wie ĂŒber Aktienkurse – technisch, emotionslos, völlig am Kern vorbei.

Die „Hip to be Square“-Szene ist ein MeisterstĂŒck der Ironie. WĂ€hrend Bateman seinen Kollegen mit einer Axt erschlĂ€gt, schwĂ€rmt er von Huey Lewis‘ „unterschĂ€tztem“ Können. Der fröhliche Song und die brutale Gewalt ergeben einen verstörenden Kontrast, der lange nachwirkt.

John Cales atmosphĂ€rischer Score bleibt bewusst im Hintergrund. Statt aufgeregter Thriller-Musik gibt es subtile, bedrohliche KlĂ€nge. Das macht die wenigen Momente, in denen die Musik aufdringlich wird, umso wirkungsvoller. Der Sound Design unterstĂŒtzt diese ZurĂŒckhaltung perfekt.

Besonders clever: Wie die Musik Batemans inneren Zustand widerspiegelt. In entspannten Momenten lĂ€uft glatter 80er-Pop, in den Mordszenen wird alles verzerrt und bedrohlich. Die Musik wird zu einem Stimmungsbarometer fĂŒr Batemans Psyche.

Was sind die grĂ¶ĂŸten StĂ€rken von American Psycho?

Die grĂ¶ĂŸte StĂ€rke des Films liegt in seiner brillanten Ambivalenz: „American Psycho“ funktioniert gleichzeitig als Thriller, als schwarze Komödie und als beißende Gesellschaftskritik. Mary Harron schafft es, einen verstörenden Stoff so zu inszenieren, dass er zum Nachdenken anregt, statt nur zu schockieren.

Christian Bales Performance ist schlichtweg außergewöhnlich. Er macht Bateman zu einer faszinierenden Figur, obwohl er eigentlich abstoßend sein sollte. Diese Gradwanderung zwischen Faszination und Abscheu ist meisterhaft gespielt und macht den Film zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Die Gesellschaftskritik trifft ins Schwarze. Auch 25 Jahre spĂ€ter wirkt die Darstellung der oberflĂ€chlichen Yuppie-Kultur erschreckend aktuell. Tausche Wall Street gegen Silicon Valley, die 80er gegen heute – und vieles wĂŒrde immer noch passen. Diese zeitlose Relevanz macht den Film besonders wertvoll.

Technisch ist der Film makellos. Kamera, Schnitt, Ausstattung, KostĂŒme – alles stimmt perfekt. Harron und ihr Team erschaffen eine Welt, die gleichzeitig verfĂŒhrerisch und abstoßend wirkt. Das ist schwieriger, als es aussieht.

Genial ist auch die narrative Struktur. Die Ungewissheit, ob Batemans Morde real sind oder nicht, macht den Film zu einem Puzzle, ĂŒber das man noch Jahre spĂ€ter diskutieren kann. Diese Mehrdeutigkeit verhindert, dass der Film zu eindeutig oder plakativ wird.

Wo liegen die SchwÀchen des Films?

Trotz aller Brillanz hat „American Psycho“ durchaus SchwĂ€chen: Der Film ist stellenweise so kalt und distanziert, dass emotionale Verbindungen schwer fallen. Manche Szenen wirken mehr wie intellektuelle Übungen denn wie echtes Kino, und die satirischen Elemente können ĂŒberladen wirken.

Mein grĂ¶ĂŸtes Problem: Die schiere KĂ€lte des Films macht ihn manchmal schwer ertrĂ€glich. Ja, das ist Absicht, aber es fĂŒhrt dazu, dass man als Zuschauer emotional abgeschnitten wird. Nach 100 Minuten Bateman sehnt man sich nach einem warmen, menschlichen Moment – den der Film nur selten bietet.

Einige satirische Elemente sind zu dick aufgetragen. Die Restaurant-Szenen mit ihren absurden Speisekarten und die Mode-Obsessionen werden manchmal zur Karikatur. Was als clevere Kritik beginnt, wird gelegentlich zur Polemik.

Die Frauendarstellung ist problematisch. Ja, es spiegelt Batemans misogynen Weltblick, aber die meisten weiblichen Charaktere bleiben eindimensional. Nur Chloë Sevignys Jean bekommt echte Persönlichkeit, der Rest sind Klischees oder Opfer.

Das Ende ist unbefriedigend – wieder absichtlich, aber trotzdem frustrierend. Die AmbiguitĂ€t zwischen RealitĂ€t und Wahnsinn ist clever, aber lĂ€sst den Zuschauer mit zu vielen unbeantworteten Fragen zurĂŒck. Manche werden das als kunstvoll empfinden, andere als unvollstĂ€ndig.

FĂŒr wen eignet sich American Psycho besonders?

American Psycho ist ideal fĂŒr Cineasten, die intelligente, verstörende Filme schĂ€tzen, fĂŒr Fans gesellschaftskritischer Satire und fĂŒr alle, die Christian Bales schauspielerische WandlungsfĂ€higkeit bewundern. Der Film spricht besonders Zuschauer an, die Ambivalenz und moralische Mehrdeutigkeit im Kino mögen.

Perfekt geeignet fĂŒr Liebhaber von Autorenfilmen, die mehr wollen als oberflĂ€chliche Unterhaltung. Wer Regisseure wie David Lynch oder Paul Thomas Anderson schĂ€tzt, wird auch Harrons subtile Inszenierung zu wĂŒrdigen wissen.

Fans von 80er-Jahre-Kultur bekommen ein faszinierendes Zeitdokument. Die akkurate Darstellung der Yuppie-Ära macht den Film zu einer Zeitkapsel – allerdings einer sehr dunklen.

Thriller-Fans, die psychologische Spannung körperlicher Gewalt vorziehen, sind hier richtig. Der Film lebt von mentaler Verstörung, nicht von Blut und GedÀrm. Das macht ihn anspruchsvoller, aber auch nachhaltiger.

Studenten der Filmwissenschaft finden hier ein LehrstĂŒck in Sachen Adaptierung: Wie verwandelt man einen „unverfilmbaren“ Roman in ein filmisches Kunstwerk? Harron zeigt es exemplarisch.

Absolut ungeeignet fĂŒr: Zartbesaitete, Fans seichter Unterhaltung, Menschen mit Trauma-Erfahrungen bei Gewalt, Zuschauer die eindeutige moralische Botschaften erwarten. Dieser Film polarisiert – und das ist gut so.

Wer spielt in American Psycho mit?

  • Christian Bale als Patrick Bateman – Investmentbanker und Psychopath
  • Willem Dafoe als Donald Kimball – Privatdetektiv
  • Jared Leto als Paul Allen – Batemans Kollege und Opfer
  • Reese Witherspoon als Evelyn Williams – Batemans oberflĂ€chliche Verlobte
  • Samantha Mathis als Courtney Rawlinson – Batemans Geliebte
  • ChloĂ« Sevigny als Jean – Batemans SekretĂ€rin
  • Josh Lucas als Craig McDermott – Batemans Kollege
  • Justin Theroux als Timothy Bryce – Yuppie-Freund
  • Bill Sage als David Van Patten – Wall Street-Kollege

Fazit: Lohnt sich American Psycho?

Nach ĂŒber 20 Jahren hat „American Psycho“ nichts von seiner verstörenden Kraft verloren. Mary Harrons Verfilmung ist ein seltenes Beispiel dafĂŒr, wie man kontroversen Stoff intelligent und verantwortungsvoll adaptiert, ohne die provokante Wirkung zu verwĂ€ssern.

Christian Bales Performance als Patrick Bateman bleibt eine der beeindruckendsten Schauspielleistungen der 2000er Jahre. Er schafft es, einen Psychopathen zu spielen, der gleichzeitig faszinierend und abstoßend wirkt – eine Gradwanderung, die wenige Schauspieler hinbekommen hĂ€tten.

Der Film funktioniert auf mehreren Ebenen: Als Thriller, als schwarze Komödie, als Gesellschaftskritik. Diese Vielschichtigkeit macht ihn zu einem Werk, ĂŒber das man noch Jahre spĂ€ter diskutieren kann. Die zentrale Frage nach RealitĂ€t oder Wahnvorstellung bleibt bewusst unbeantwortet und macht jeden Zuschauer zum Interpretationsexperten.

Ja, „American Psycho“ ist verstörend. Ja, er ist stellenweise schwer ertrĂ€glich. Aber genau das macht ihn zu einem wichtigen Film. In einer Zeit, in der OberflĂ€chlichkeit und Materialismus wieder Hochkonjunktur haben, wirkt Harrons Satire erschreckend aktuell.

Wer bereit ist, sich auf ein verstörendes, aber brillantes Filmerlebnis einzulassen, wird mit einem modernen Klassiker belohnt. „American Psycho“ ist kein Film fĂŒr einen gemĂŒtlichen Abend – aber fĂŒr alle, die intelligentes, herausforderndes Kino schĂ€tzen, ist er unverzichtbar. 8.7/10 Punkte.

⚖

Bewertung

Watcher-Score · redaktionelle Einzelwertung

Bewertet von — eine Person, ein begrĂŒndetes Urteil.

Ein verstörendes Meisterwerk, das Satire und Horror zu einer unvergesslichen Gesellschaftskritik verschmilzt.— aus der Wertung von Tribun
American Psycho ist ein Film, der unter die Haut geht und dort bleibt. Mary Harrons Regie ist brilliant, Christian Bales Performance ikonisch, und die Gesellschaftskritik trifft auch heute noch ins Schwarze. Ja, der Film ist kalt und verstörend, aber genau das macht ihn zu einem wichtigen Werk. Wer intelligentes, herausforderndes Kino schĂ€tzt, kommt nicht um diesen modernen Klassiker herum. Allerdings nichts fĂŒr schwache Nerven oder Fans seichter Unterhaltung.
đŸ“ș

Wer streamt American Psycho?

VerfĂŒgbarkeit DE

Stand 12.08.2026: American Psycho lĂ€uft im Abo bei Netflix und Disney+ – mit deutscher Synchronfassung. Leihen oder Kaufen geht ab 3,99 €.

VerfĂŒgbarkeit Deutschland · Stand 12.08.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne GewĂ€hr, keine bezahlte Kooperation.

⚡

Schnelle Antworten

Antworten Schnelle Antworten zu American Psycho

Wo kann ich American Psycho streamen?

American Psycho lĂ€uft aktuell im Abo bei Netflix und Disney+; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, Google Play, YouTube, maxdome und freenet Video. Stand August 2026, Angaben fĂŒr Deutschland ohne GewĂ€hr.

Wie lange dauert American Psycho?

American Psycho hat eine Laufzeit von rund 101 Minuten (1 Stunde und 41 Minuten).

Lohnt sich American Psycho?

Unsere Redaktion vergibt American Psycho einen Watcher-Score von 8,7 von 10. American Psycho ist ein Film, der unter die Haut geht und dort bleibt. Mary Harrons Regie ist brilliant, Christian Bales Performance ikonisch, und die Gesellschaftskritik trifft auch heute noch ins Schwarze. Ja, der Film ist kalt und verstörend, aber genau das macht ihn zu einem wichtigen Werk. Wer intelligentes, herausforderndes Kino schĂ€tzt, kommt nicht um diesen modernen Klassiker herum. Allerdings nichts fĂŒr schwache Nerven oder Fans seichter Unterhaltung.

FĂŒr wen ist American Psycho geeignet?

American Psycho ist vor allem etwas fĂŒr Thriller und Drama-Fans und alle, die herausragende Filme suchen.

Worum geht es in American Psycho?

Auf den ersten Blick ist Patrick Bateman ein stinknormaler, egomanischer Wall-Street-Yuppie, doch hinter der Fassade des proper gewandten Lebemannes verbirgt sich ein mörderischer Abgrund aus Hass und Sadismus.

🎬

Trailer

🎭

Besetzung

Christian BalePatrick Bateman
Justin TherouxTimothy Bryce
Josh LucasCraig McDermott
Bill SageDavid Van Patten
Chloë SevignyJean
❓

FAQ zu American Psycho

Sind Patrick Batemans Morde real oder nur Fantasie?
Das ist die zentrale Frage des Films, die bewusst unbeantwortet bleibt. Mary Harron inszeniert die Mordszenen so, dass sowohl eine reale als auch eine imaginÀre Interpretation möglich ist. Diese AmbiguitÀt macht den Film zu einem anhaltenden Diskussionsgegenstand.
Warum wurde Christian Bale fĂŒr die Rolle ausgewĂ€hlt?
Mary Harron wĂ€hlte Bale bewusst gegen den Trend. Statt eines etablierten Stars wollte sie einen unbekannteren Schauspieler, der die Rolle ohne Starimage angehen konnte. Bales klassisches, aber irgendwie leeres Aussehen war perfekt fĂŒr den oberflĂ€chlichen Bateman.
Wie unterscheidet sich der Film vom Buch?
Der Film ist deutlich weniger explizit als Ellis' Roman. Harron entschÀrfte die extremsten Gewaltszenen und fokussierte mehr auf die satirischen Elemente. Die Grundstruktur und Kernbotschaft bleiben erhalten, aber die Darstellung ist filmtauglicher.
Welche Bedeutung haben die Musikanalysen im Film?
Batemans obsessive Pop-Analysen enthĂŒllen seine gestörte Persönlichkeit. Er redet ĂŒber Musik wie ĂŒber Waren - technisch, emotionslos, völlig am kĂŒnstlerischen Kern vorbei. Es zeigt seine UnfĂ€higkeit zu echter emotionaler Verbindung.
Ist American Psycho ein Horrorfilm oder eine Satire?
Beides gleichzeitig. Der Film funktioniert als psychologischer Thriller, schwarze Komödie und Gesellschaftssatire. Diese Genre-Ambivalenz macht ihn so einzigartig und diskussionswĂŒrdig.
Warum spielt der Film in den 1980er Jahren?
Die 80er Jahre stehen symbolisch fĂŒr ungezĂŒgelten Kapitalismus und OberflĂ€chlichkeit. Die Reagan-Ära mit ihrer "Gier ist gut"-MentalitĂ€t bietet den perfekten historischen Rahmen fĂŒr Batemans moralische Verkommenheit.
📣

Der Saal

Community — getrennt von der Redaktion

Schon gesehen? Bewerte in 2 Sekunden — deine Stimme zĂ€hlt fĂŒr den Saal, nie fĂŒr den Watcher-Score.

🌟 Community Bewertung
★★★★★★★★★★
8,0 / 10
⭐ Sehr gut
1 Bewertung
đŸŒ±
1 Zuschauer hat bereits bewertet
📝 Deine Bewertung
★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★
Klicke zum Bewerten (wird temporÀr gespeichert)
💬

Wie reagierst du auf das Review?

đŸ—Łïž

Diskutiere mit · 0 Kommentare

0 Kommentare

đŸšȘ

Ähnliche Filme

aus derselben Kammer
Cookie Consent mit Real Cookie Banner