Poster zum Film Das Böse unter der Sonne (1982) Pflichtprogramm — WatchGuide-Auszeichnung „Der Watcher"

Das Böse unter der Sonne (1982)

🏅 Pflichtprogramm 🎬 Film 111 Min. ThrillerKrimi
⚡ Kurz gesagt

Das Böse unter der Sonne ist ein würdiger Agatha Christie-Film, der mit exzellenter Besetzung, traumhafter Kulisse und eleganter Inszenierung überzeugt. Peter Ustinov liefert einen charmanten Poirot ab, die 30er-Jahre-Atmosphäre stimmt perfekt und die Cole Porter-Musik ist ein Genuss. Zwar ist das Tempo gemächlich und einige Plot-Elemente etwas konstruiert, aber für Fans klassischer Krimis ist das ein Muss. Die Mallorca-Aufnahmen sind atemberaubend und machen den Film auch visuell zu einem Erlebnis. Watcher-Score 8,1/10.

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Die Kritik

von Tribun
Mallorca, Mord und Hercule Poirot – wenn das nicht nach einem perfekten Krimi-Cocktail klingt! „Das Böse unter der Sonne“ von 1982 entführt uns in die Glamourwelt der 1930er Jahre, wo zwischen Palmen und Luxus ein eiskalter Mord geschieht. Peter Ustinov schlüpft erneut in die Rolle des berühmten belgischen Detektivs und muss zwischen illustren Hotelgästen einen Killer entlarven. Ein Agatha Christie-Klassiker mit Starbesetzung und traumhafter Mittelmeer-Kulisse – aber hält der Film auch, was er verspricht?

Quick Answer: Ist Das Böse unter der Sonne sehenswert?

Kurze Antwort: JA – Ein stilvoller Krimi mit grandiosen Schauspielern und traumhafter Kulisse, der trotz kleinerer Schwächen unterhält.

Für wen geeignet: Agatha Christie-Fans, Krimi-Liebhaber, Nostalgiker der 80er Jahre, Fans klassischer Whodunits.

Nicht geeignet für: Action-Fans, moderne Thriller-Liebhaber, Zuschauer die schnelle Schnitte brauchen.

Mein Urteil: Ein würdiger Christie-Film mit Charme und Klasse. Ustinov ist ein fantastischer Poirot und Mallorca war noch nie schöner gefilmt worden.

Worum geht es in Das Böse unter der Sonne?

Hercule Poirot wird zu einem Diamanten-Betrugsfall in ein luxuriöses Inselhotel gerufen, wo er sich plötzlich mit einem Mordfall konfrontiert sieht. Die extravagante Schauspielerin Arlena Stuart wird tot am Strand aufgefunden, und jeder der illustren Hotelgäste hatte ein Motiv für die Tat. Zwischen Eifersucht, Liebesdreiecken und dunklen Geheimnissen muss Poirot den wahren Täter entlarven.

Als ich „Das Böse unter der Sonne“ das erste Mal in den 80ern gesehen habe, war ich sofort von der Atmosphäre gefangen. Der Film spielt in einem exklusiven Resort auf einer abgelegenen Mittelmeerinsel, wo sich die High Society der 1930er Jahre tummelt. Hercule Poirot, gespielt von Peter Ustinov, reist eigentlich wegen eines Diamantenschmuggelfalles an, findet sich aber schnell in einem klassischen locked-room-mystery wieder.

Die Geschichte beginnt harmlos genug: Die berühmte Schauspielerin Arlena Stuart (Diana Rigg) genießt ihren Urlaub mit ihrem deutlich älteren Ehemann Kenneth Marshall und ihrer missgelaunten Stieftochter Linda. Doch Arlena ist nicht gerade die beliebteste Person im Hotel. Sie flirtet schamlos mit dem verheirateten Patrick Redfern, sehr zum Unmut seiner Frau Christine. Auch der exzentrische Produzent Rex Brewster und das mysteriöse Ehepaar Gardener haben ihre Geheimnisse.

Als Arlena schließlich ermordet am Strand gefunden wird, hat Poirot die Qual der Wahl – praktisch jeder im Hotel hatte einen Grund, sie umbringen zu wollen. Was folgt, ist ein klassisches Whodunit im besten Christie’schen Stil, komplett mit falschen Spuren, versteckten Motiven und natürlich Poirots spektakulärer Aufklärung am Ende.

Wie inszeniert Guy Hamilton Das Böse unter der Sonne?

Regisseur Guy Hamilton inszeniert den Krimi als visuelles Fest mit beeindruckenden Landschaftsaufnahmen von Mallorca und einer nostalgischen 30er-Jahre-Atmosphäre. Seine Regie ist klassisch-elegant, setzt auf Charakterentwicklung statt Action und lässt den Schauspielern viel Raum für ihre Performance. Hamilton nutzt die traumhafte Kulisse geschickt, um den Kontrast zwischen Schönheit und Verbrechen zu verstärken.

Guy Hamilton, bekannt für seine James Bond-Filme wie „Goldfinger“ und „Leben und sterben lassen“, wechselt hier geschickt das Genre und beweist sein Können auch im klassischen Detektivfilm. Seine Inszenierung ist bewusst gemächlich und lässt der Geschichte Zeit zu atmen – ein wohltuender Gegensatz zu heutigen schnelllebigen Thrillern.

Hamilton versteht es meisterhaft, die Spannung aufzubauen, ohne auf billige Schockeffekte zu setzen. Stattdessen arbeitet er mit subtilen visuellen Hinweisen und lässt die Kamera oft länger auf den Gesichtern der Verdächtigen verweilen, um deren Emotionen einzufangen. Die berühmte Schlussszene, in der Poirot den Fall auflöst, ist klassisches Theater-Kino – alle Verdächtigen versammelt, während der Detektiv Schritt für Schritt die Wahrheit enthüllt.

Besonders gelungen ist Hamiltons Entscheidung, den Film komplett auf Mallorca zu drehen. Die spanische Insel steht hier für eine mediterrane Idylle, die durch den Mord gestört wird. Die Kontraste zwischen den sonnigen Strandszenen und den dunklen Geheimnissen der Charaktere schaffen eine faszinierende Atmosphäre.

Die Kameraführung von Christopher Challis ist elegant und unaufdringlich. Er fängt sowohl die Schönheit der Landschaft als auch die subtilen Spannungen zwischen den Charakteren ein, ohne jemals zu theatralisch zu werden.

Wer glänzt in der Besetzung von Das Böse unter der Sonne?

Peter Ustinov liefert als Hercule Poirot eine charmante und authentische Performance ab, die sowohl Humor als auch Intelligenz ausstrahlt. Diana Rigg ist als berechnende Arlena Stuart ebenso faszinierend wie unsympathisch, während Maggie Smith als Hotelbesitzerin Daphne Castle mit ihrer gewohnt trockenen Art überzeugt. James Mason und Roddy McDowall runden das Ensemble mit professionellen Leistungen ab.

Peter Ustinov ist für mich nach wie vor der beste Poirot nach Albert Finney. Er bringt eine wunderbare Mischung aus Genialität und Warmherzigkeit in die Rolle, ohne je arrogant zu wirken. Seine kleinen Marotten – das penible Styling des Schnurrbarts, die eleganten Gesten, der leicht belgische Akzent – sind nie Karikatur, sondern verleihen der Figur Tiefe und Glaubwürdigkeit.

Diana Rigg, frisch von ihrer Zeit als Emma Peel in „Mit Schirm, Charme und Melone“, ist perfekt besetzt als die manipulative Arlena. Sie schafft es, eine Figur zu spielen, die gleichzeitig faszinierend und widerwärtig ist – keine leichte Aufgabe. Ihre Arlena ist nicht nur oberflächlich und egoistisch, sondern auch gefährlich clever in ihrer Art, Menschen zu manipulieren.

Maggie Smith brilliert in ihrer Rolle als Hotelbesitzerin Daphne Castle. Mit ihrer charakteristischen Art, zwischen übertriebener Höflichkeit und scharfer Beobachtung zu wechseln, stiehlt sie fast jede Szene, in der sie auftaucht. Sie verleiht ihrer Figur eine Komplexität, die über das hinausgeht, was im Drehbuch steht.

James Mason als der mysteriöse Odell Gardener und Roddy McDowall als der exzentrische Produzent Rex Brewster liefern solide Nebenrollen ab. Besonders McDowall gelingt es, seinen Charakter sowohl komisch als auch verdächtig erscheinen zu lassen – eine schwierige Balance.

Jane Birkin und Nicholas Clay als das Ehepaar Redfern haben weniger Screentime, nutzen diese aber effektiv. Birkin spielt die betrogene Ehefrau mit einer Mischung aus Verletzlichkeit und unterdrückter Wut, die sehr überzeugend wirkt.

Wie sieht Das Böse unter der Sonne aus?

Visuell ist der Film ein echter Genuss – die Landschaftsaufnahmen von Mallorca sind atemberaubend und die 30er-Jahre-Ausstattung detailverliebt und authentisch. Kameramann Christopher Challis fängt sowohl die mediterrane Schönheit als auch die intimen Charaktermomente perfekt ein. Die Kostüme und das Produktionsdesign versetzen den Zuschauer glaubhaft in die Glamourwelt der 1930er Jahre.

Was mich bei „Das Böse unter der Sonne“ immer wieder begeistert, ist die visuelle Pracht. Der Film wurde komplett auf Mallorca gedreht, hauptsächlich in der Nähe des Naturschutzgebiets Sa Dragonera, und jede Einstellung ist ein Postkartenmotiv. Die türkisblauen Buchten, die schroffen Felsen und die üppige mediterrane Vegetation bilden eine Traumkulisse für diese dunkle Geschichte.

Das Produktionsdesign verdient besondere Anerkennung. Das fiktive Ferienresort wirkt authentisch luxuriös, ohne kitschig zu werden. Jedes Detail – von den Art-Déco-Elementen in der Hotellobby bis zu den eleganten Strandpavillons – atmet den Geist der 1930er Jahre.

Die Kostüme sind ein weiteres Highlight. Arlena Stuarts Garderobe ist ein Paradebeispiel für 30er-Jahre-Glamour – fließende Badeanzüge, elegante Abendkleider und diese charakteristischen breitkrempigen Sonnenhüte. Auch Poirots Kleidung ist perfekt: die weißen Anzüge, die immer blitzsauberen Schuhe und natürlich seine charakteristischen Accessoires.

Christopher Challis‘ Kameraarbeit ist elegant und zurückhaltend. Er versteht es, die Schönheit der Landschaft einzufangen, ohne dabei die Spannung der Geschichte zu vernachlässigen. Besonders gelungen sind die Einstellungen während Arlenas letztem Tag – die Kamera folgt ihr bei ihrem Gang zum Strand mit einer Vorahnung, die beim Zuschauer ein ungutes Gefühl hinterlässt.

Wie klingt Das Böse unter der Sonne?

Die Filmmusik basiert ausschließlich auf Kompositionen von Cole Porter, die von John Lanchbery für den Film arrangiert wurden. Diese Entscheidung verleiht dem Film eine authentische 30er-Jahre-Atmosphäre mit Jazz-Einflüssen und romantischen Melodien. Songs wie „I’ve Got You Under My Skin“ und „You’re the Top“ untermalen die Szenen perfekt und verstärken den nostalgischen Charme des Films.

Die Entscheidung, ausschließlich Cole Porter-Musik zu verwenden, war ein Geniestreich. John Lanchberys Arrangements fangen perfekt die Stimmung der 30er Jahre ein, ohne dabei museal zu wirken. Die swingenden Rhythmen und die romantischen Balladen passen ideal zur Atmosphäre des Films.

Besonders beeindruckend ist der Einsatz von „I’ve Got You Under My Skin“ während einer der Strandszenen. Die Ironie des Textes – angesichts der Tatsache, dass hier bald ein Mord geschehen wird – ist perfekt gewählt. Auch „You’re the Top“ wird geschickt eingesetzt, um die oberflächliche Glamourwelt der Hotelgäste zu unterstreichen.

Der Soundtrack funktioniert auf mehreren Ebenen: Er verstärkt die nostalgische Atmosphäre, kommentiert ironisch die Handlung und sorgt für die richtige emotionale Grundstimmung. Ohne aufdringlich zu werden, untermalt er die Szenen und lässt den Dialog und die Schauspielleistungen im Vordergrund stehen.

Was sind die Stärken von Das Böse unter der Sonne?

Der Film punktet mit einer exzellenten Besetzung, traumhafter Kulisse und einer authentischen 30er-Jahre-Atmosphäre. Peter Ustinov ist ein brillanter Poirot, die Rätsel-Struktur ist klassisch Christie und die visuelle Umsetzung ist beeindruckend. Die Mischung aus Glamour und düsteren Geheimnissen funktioniert perfekt, und die Cole Porter-Musik verleiht dem ganzen eine zeitlose Eleganz.

Eine der größten Stärken des Films liegt in seiner Authentizität. Während viele moderne Krimis auf Schockeffekte und Gewalt setzen, vertraut „Das Böse unter der Sonne“ auf die Kraft der Charaktere und des Rätsels. Das ist klassisches Storytelling im besten Sinne.

Die Charakterzeichnung ist durchweg gelungen. Jeder der Verdächtigen hat eine glaubwürdige Motivation und eine interessante Hintergrundgeschichte. Niemand ist nur Staffage – selbst die kleineren Rollen haben Tiefe und Persönlichkeit.

Der Film schafft es auch, trotz des ernsten Themas Mord immer wieder humorvolle Momente einzubauen, ohne dabei albern zu werden. Ustinov ist ein Meister darin, Poirots exzentrische Art mit seinem scharfen Verstand zu verbinden.

Die Auflösung des Falls ist fair gespielt – alle Hinweise sind da, aber geschickt versteckt. Christie-Fans werden die typischen red herrings und plot twists zu schätzen wissen, während Krimi-Neulinge einfach eine spannende Geschichte erleben.

Die technische Umsetzung ist tadellos. Von der Kameraarbeit über das Produktionsdesign bis zur Musik stimmt einfach alles. Der Film sieht auch heute noch großartig aus und hat nichts von seinem visuellen Charme verloren.

Wo schwächelt Das Böse unter der Sonne?

Das gemächliche Tempo mag moderne Zuschauer abschrecken, und einige Nebenhandlungen wirken etwas konstruiert. Die Laufzeit von über zwei Stunden fühlt sich stellenweise gedehnt an, und nicht alle Charaktere bekommen genug Entwicklung. Zudem sind einige Plot-Elemente auch für Christie-Verhältnisse recht weit hergeholt.

Wenn ich ehrlich bin, ist „Das Böse unter der Sonne“ nicht ganz so straff erzählt wie andere Christie-Verfilmungen. Das liegt teilweise daran, dass der Film versucht, zu viele Charaktere und Nebenhandlungen unterzubringen. Bei einer Laufzeit von über zwei Stunden hätte man durchaus etwas straffen können.

Einige der romantischen Verwicklungen wirken etwas konstruiert. Besonders die Dreiecksbeziehung zwischen Arlena, Patrick und Christine hätte mehr Tiefe vertragen können. Die Motivationen sind zwar klar, aber emotional nicht immer nachvollziehbar.

Der Film leidet auch darunter, dass er versucht, sowohl Krimi als auch Charakterstudie zu sein. Manchmal hätte ich mir gewünscht, dass er sich für eine Richtung entscheidet. Die Balance zwischen Spannung und Charakterentwicklung ist nicht immer perfekt.

Ein weiteres Problem ist, dass einige der clues für den modernen Zuschauer zu offensichtlich sind. Was in den 80ern vielleicht noch überraschend war, wirkt heute teilweise vorhersehbar. Das liegt aber weniger am Film selbst als daran, dass wir inzwischen mit den Konventionen des Genres vertrauter sind.

Manchmal wünschte ich mir auch, dass Hamilton mutiger gewesen wäre. Der Film hält sich sehr nah an die Christie-Formel, ohne wirklich etwas Neues zu wagen. Das ist nicht unbedingt schlecht, aber es macht den Film manchmal etwas vorhersehbar.

Für wen ist Das Böse unter der Sonne geeignet?

Der Film richtet sich an Fans klassischer Krimis, Agatha Christie-Liebhaber und Zuschauer, die atmosphärisches Kino schätzen. Auch Nostalgiker der 80er Jahre und Anhänger britischer Produktionen kommen auf ihre Kosten. Wer elegante Unterhaltung mit Starbesetzung und traumhafte Kulissen mag, ist hier richtig.

Ich empfehle „Das Böse unter der Sonne“ besonders allen, die sich nach intelligentem Krimi-Entertainment sehnen. In einer Zeit, in der viele Thriller auf Gewalt und Schockeffekte setzen, ist dieser Film eine wohltuende Rückbesinnung auf die Kunst des Rätsellösens.

Christie-Fans werden den Film lieben, auch wenn er nicht ihre beste Verfilmung ist. Die typischen Elemente sind alle da: der geniale Detektiv, der closed circle der Verdächtigen, die roten Heringe und die spektakuläre Auflösung.

Für Liebhaber klassischer Hollywood-Unterhaltung ist der Film ein Muss. Die Starbesetzung, die opulente Ausstattung und die elegante Inszenierung erinnern an die große Zeit des Studio-Systems.

Auch als Reisefilm funktioniert „Das Böse unter der Sonne“ hervorragend. Die Mallorca-Aufnahmen sind so schön, dass sie Lust auf Urlaub machen – auch wenn man dort hoffentlich keinen Mord aufklären muss.

Familien können den Film durchaus gemeinsam schauen. Trotz des Mordthemas ist er nicht brutal oder verstörend, sondern eher wie ein raffiniertes Puzzlespiel.

Wer allerdings moderne, schnellgeschnittene Thriller gewöhnt ist, könnte das gemächliche Tempo als langatmig empfinden. Auch Action-Fans werden hier nicht glücklich – der Film lebt von Dialogen und Charakterinteraktionen, nicht von Verfolgungsjagden oder Explosionen.

Wer spielt in Das Böse unter der Sonne mit?

  • Peter Ustinov als Hercule Poirot
  • Diana Rigg als Arlena Stuart
  • Maggie Smith als Daphne Castle
  • James Mason als Odell Gardener
  • Roddy McDowall als Rex Brewster
  • Sylvia Miles als Myra Gardener
  • Jane Birkin als Christine Redfern
  • Nicholas Clay als Patrick Redfern
  • Denis Quilley als Kenneth Marshall
  • Emily Hone als Linda Marshall
  • Colin Blakely als Sir Horace Blatt

Fazit: Lohnt sich Das Böse unter der Sonne?

„Das Böse unter der Sonne“ ist klassische Krimi-Unterhaltung vom Feinsten. Der Film mag nicht die beste Christie-Verfilmung aller Zeiten sein, aber er ist definitiv eine der stilvollsten. Peter Ustinov als Poirot, die traumhafte Mallorca-Kulisse und die nostalgische 30er-Jahre-Atmosphäre machen ihn zu einem Vergnügen für alle Sinne.

Wer sich auf das gemächlichere Tempo einlässt und klassisches Storytelling schätzt, bekommt hier einen Film, der auch nach über 40 Jahren nichts von seinem Charme verloren hat. Die Rätselstruktur ist fair, die Charaktere sind interessant und die Auflösung befriedigend.

Für mich ist „Das Böse unter der Sonne“ der perfekte Film für einen entspannten Abend, wenn man Lust auf intelligente Unterhaltung mit Stil und Eleganz hat. 8.1/10 Punkte.

⚖️

Bewertung

Watcher-Score · redaktionelle Einzelwertung

Bewertet von — eine Person, ein begründetes Urteil.

Ein stilvoller Christie-Krimi mit Ustinov in Bestform und Mallorca als Traumkulisse – klassische Detektivunterhaltung vom Feinsten.— aus der Wertung von Tribun
Das Böse unter der Sonne ist ein würdiger Agatha Christie-Film, der mit exzellenter Besetzung, traumhafter Kulisse und eleganter Inszenierung überzeugt. Peter Ustinov liefert einen charmanten Poirot ab, die 30er-Jahre-Atmosphäre stimmt perfekt und die Cole Porter-Musik ist ein Genuss. Zwar ist das Tempo gemächlich und einige Plot-Elemente etwas konstruiert, aber für Fans klassischer Krimis ist das ein Muss. Die Mallorca-Aufnahmen sind atemberaubend und machen den Film auch visuell zu einem Erlebnis.
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Wer streamt Das Böse unter der Sonne?

Verfügbarkeit DE

Stand 18.08.2026: Das Böse unter der Sonne läuft im Abo bei Prime Video – mit deutscher Synchronfassung. Leihen oder Kaufen geht ab 3,99 €.

Verfügbarkeit Deutschland · Stand 18.08.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.

Schnelle Antworten

Antworten Schnelle Antworten zu Das Böse unter der Sonne

Wo kann ich Das Böse unter der Sonne streamen?

Das Böse unter der Sonne läuft aktuell im Abo bei Prime Video; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, Google Play und YouTube. Stand August 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.

Wie lange dauert Das Böse unter der Sonne?

Das Böse unter der Sonne hat eine Laufzeit von rund 111 Minuten (1 Stunde und 51 Minuten).

Lohnt sich Das Böse unter der Sonne?

Unsere Redaktion vergibt Das Böse unter der Sonne einen Watcher-Score von 8,1 von 10. Das Böse unter der Sonne ist ein würdiger Agatha Christie-Film, der mit exzellenter Besetzung, traumhafter Kulisse und eleganter Inszenierung überzeugt. Peter Ustinov liefert einen charmanten Poirot ab, die 30er-Jahre-Atmosphäre stimmt perfekt und die Cole Porter-Musik ist ein Genuss. Zwar ist das Tempo gemächlich und einige Plot-Elemente etwas konstruiert, aber für Fans klassischer Krimis ist das ein Muss. Die Mallorca-Aufnahmen sind atemberaubend und machen den Film auch visuell zu einem Erlebnis.

Für wen ist Das Böse unter der Sonne geeignet?

Das Böse unter der Sonne ist vor allem etwas für Thriller und Krimi-Fans und alle, die solide Genre-Unterhaltung suchen.

Worum geht es in Das Böse unter der Sonne?

Broadway-Diva Arlena Marshall liegt erdrosselt am griechischen Strand. Meisterdetektiv Poirot nimmt die Hotelgäste unter die Lupe. Und: Jeder hätte ein Motiv! Der eifersüchtige Gatte etwa, oder Produzent Odell, in dessen Show die Tote nicht auftreten wollte.

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Trailer

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Besetzung

Peter UstinovHercule Poirot
James MasonOdell Gardener
Sylvia MilesMyra Gardener
Roddy McDowallRex Brewster
Maggie SmithDaphne Castle
Jane BirkinChristine Redfern
Nicholas ClayPatrick Redfern
Diana RiggArlena Stuart Marshall
Denis QuilleyKenneth Marshall
Colin BlakelyHorace Blatt

FAQ zu Das Böse unter der Sonne

Ist Das Böse unter der Sonne eine originalgetreue Christie-Verfilmung?
Der Film nimmt einige Änderungen an der Buchvorlage vor, besonders bei der Verlegung des Schauplatzes von einer britischen Insel ins mediterrane Mallorca. Die Grundstruktur und das Rätsel bleiben aber erhalten.
Wo wurde Das Böse unter der Sonne gedreht?
Der komplette Film wurde auf Mallorca gedreht, hauptsächlich in der Nähe des Naturschutzgebiets Sa Dragonera. Die traumhaften Landschaftsaufnahmen zeigen die Schönheit der Baleareninsel.
Warum wurde Cole Porter-Musik für den Soundtrack verwendet?
Die Produzenten entschieden sich bewusst für die Werke des amerikanischen Komponisten, um eine authentische 30er-Jahre-Atmosphäre zu schaffen. John Lanchbery arrangierte die bekannten Songs neu für den Film.
Ist Peter Ustinov ein guter Hercule Poirot?
Ustinov gilt als einer der besten Poirot-Darsteller überhaupt. Seine Mischung aus Intelligenz, Humor und Warmherzigkeit trifft den Charakter perfekt, ohne ins Karikaturhafte zu verfallen.
Eignet sich der Film für Kinder?
Trotz des Mordthemas ist der Film nicht brutal oder verstörend. Familien können ihn durchaus gemeinsam schauen, auch wenn jüngere Kinder dem komplexen Plot möglicherweise schwer folgen können.
Gibt es weitere Ustinov-Poirot-Filme?
Peter Ustinov spielte Hercule Poirot insgesamt sechsmal, davon dreimal im Kino ("Tod auf dem Nil", "Das Böse unter der Sonne", "Rendezvous mit einer Leiche") und dreimal im Fernsehen.
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