Okay Leute, ich sag’s wie es ist: Bleach: Thousand-Year Blood War hat mich komplett zerlegt.
Zehn Jahre war Bleach weg. Zehn Jahre lang war der letzte Anime-Arc dieses verschwommene, hastige Ding aus 2012 das niemand so richtig mochte. Und dann kommt Studio Pierrot 2022 zurück und liefert drei Cours ab die auf MyAnimeList kurzzeitig Fullmetal Alchemist: Brotherhood vom Thron gestoßen haben. 9.2 von 10 – no cap, der Anime hat ein neues Level erreicht.
Ich fang einfach an. Bleach: Thousand-Year Blood War hat mich komplett überrascht. Nicht weil ich keine Erwartungen hatte – die waren riesig nach zehn Jahren Warten. Sondern weil diese Serie die Erwartungen genommen und zerbröselt hat. Im guten Sinne. 40 Folgen, drei Cours, kein einziger Filler, Animation auf einem Level das Studio Pierrot nie zuvor gezeigt hat. Ichigos Story bekommt endlich die Erzählung die sie verdient. Die Kämpfe sind wild. Der Soundtrack ist peak. Und Yhwach als Antagonist? Final Boss Energy vom Feinsten. Ich hab mir die drei Cours zweimal angeschaut. Beim zweiten Mal war
Quellen & Einordnung
Beitrag aus dem Archiv. Die bisherige Note und der Text sind noch nicht nach unserem seit 10. Oktober 2026 geltenden Quellenverfahren überprüft. Die Kinokreis-Stimme ist eine fiktive Figur; ihre Ich-Formulierungen belegen keine persönliche Filmsichtung. Die bisherige Note bleibt bis zur Einzelprüfung als Archivwertung erkennbar.
Unsere Einordnung
von WatchGuide-RedaktionZehn Jahre. Dann das.
Man muss sich das mal vorstellen. 2012 endet der Bleach Anime mittendrin – der Thousand-Year Blood War Arc, Tite Kubos letzter großer Manga-Arc, wird einfach nicht adaptiert. Die Gründe kennt jeder der sich für Anime interessiert: Einschaltquoten runter, Filler-Müdigkeit bei den Fans, der Manga selbst hatte es schwer im letzten Drittel. Das wars dann also, dachten wir alle.
2020 kommen dann diese Ankündigungen. Ich saß in meinem Zimmer in der WG, Linus war in der Küche und hat Nudeln gekocht, und ich hab geschrien. Wortwörtlich geschrien. Linus dachte ich hätte mich verbrannt. Nein, Linus. Bleach kommt zurück. „Und das ist… gut?“ Ja, Linus. Das ist verdammt gut.
Was Studio Pierrot dann am 10. Oktober 2022 abgeliefert hat, war nicht einfach ein Comeback. Das war ein Statement. Die erste Episode allein (Ichigos Bankai-Szene am Ende, diese Animation, diese Farben) ich saß allein in meinem Zimmer und hatte wortwörtlich Gänsehaut. Das war der Moment wo klar wurde: Die machen hier kein Pflichtprogramm. Die haben zehn Jahre gewartet und jetzt drehen sie komplett durch.
40 Folgen. Kein Filler. Ich wiederhole: KEIN FILLER.
Leute. Bleach hatte in der Originalserie über 160 Filler-Episoden. Hundertundsechzig. Fast die Hälfte der ganzen Serie war Zeug das im Manga nie vorkam. Man konnte buchstäblich halbe Staffeln skippen ohne was zu verpassen. Und jetzt? Drei Cours, 40 Episoden, und JEDE EINZELNE zählt. Kein Padding, kein Zeitschinden, nichts. Tite Kubos Manga wird nicht nur 1:1 adaptiert, er wird verbessert. Szenen die im Manga zu kurz kamen werden erweitert. Kämpfe die auf Papier schon krass waren bekommen die Animation die sie verdienen.
Cour 1 (Oktober 2022, 13 Episoden) setzt die Messlatte sofort auf Maximum: Die Quincies fallen in die Soul Society ein, und innerhalb von Minuten sterben Charaktere die seit Hunderten von Episoden Teil der Serie waren. Kein Plot Armor. Boom. Stefan würde jetzt sagen „sauber gearbeitet“ oder sowas in der Art. Ich sage: das war der krasseste Anime-Auftakt den ich seit Attack on Titan Season 4 gesehen habe.
Cour 2 geht nochmal härter rein. Yhwach als Antagonist hat final boss energy wie sonst wenige in der Shounen-Geschichte. Der Typ ist nicht einfach der böse Endgegner der wartet bis Ichigo sein nächstes Power-Up bekommt – er hat eine Philosophie, einen Plan, und die Mittel um ihn durchzuziehen. Cour 2 hatte Episoden die auf MAL einzeln über 9.0 bewertet wurden, und eine davon hat kurzzeitig FMAB von Platz 1 verdrängt. Historisch.
Cour 3 (ab Oktober 2024, 14 Episoden) bringt dann die Bankais. Mehr sag ich nicht. Wer Shunsui Kyorakus Bankai im Manga gelesen hat, weiß was kommt. Wer es nicht kennt – umso besser. Das müssen eure Augen selbst sehen.
Ichigo.
Ichigo Kurosaki ist lowkey einer der am meisten unterschätzten Protagonisten im Anime. Alle reden über Goku, Naruto, Luffy – aber Ichigo war immer anders. Kein typischer Shounen-Held der einfach stärker wird und alles gewinnt. Der Typ verliert. Oft. Und TYBW nimmt das ernst.
Seine Identitätskrise in diesem Arc (wer ist er wirklich, was ist sein Zanpakuto, was bedeutet sein Erbe) das ist kein billiges Setup für ein Power-Up. Das ist echte Charakterentwicklung. Der Moment wo er vor Old Man Zangetsu steht und die Wahrheit erfährt – ich hab Anke die Szene beim Kinokreis gezeigt, weil sie meinte Anime-Protagonisten hätten kein echtes Drama. Sie hat danach nichts mehr gesagt. Punkt für mich.
Die Animation. Also. Die ANIMATION.
Studio Pierrot wird im Anime-Fandom oft gehasst. Zu Recht, manchmal – Naruto Shippuden hatte Episoden wo die Charaktere aussahen als hätte sie jemand in Paint gezeichnet. Aber Pierrot bei TYBW? Komplett anderes Level. Die Kämpfe hier sind auf einem Standard der mit Jujutsu Kaisen und Demon Slayer mithalten kann. Teilweise sogar übertrifft.
Episode 17 von Cour 2 ist für mich die beste einzelne Anime-Episode die ich 2023 gesehen habe. Die Farbpalette, die Kamerawinkel, diese eine Sequenz – nein, ich will wirklich nicht spoilern. Aber wenn ihr die gesehen habt, wisst ihr welche ich meine. Absolut wild.
Und dann der Soundtrack. Sagisu Shirou, der Mann der schon die Original-Serie und nebenbei auch Evangelion vertont hat, liefert hier seinen besten Score ab. Das Main Theme von TYBW klingt erwachsener, filmischer als alles was vorher in Bleach war. Die OPs und EDs von Tatsuya Kitani und SennaRin sind lowkey die besten Anime-Openings seit „Again“ von YUI – Fullmetal Alchemist: Brotherhood-Fans wissen exakt wovon ich rede. Der Soundtrack slaps.
Die Leute die diesen Anime zum Leben bringen
- Masakazu Morita als Ichigo Kurosaki: der Mann IST Ichigo seit 2004, und in TYBW hat er nochmal ein komplett neues Level gefunden
- Takahiro Sakurai als Byakuya Kuchiki
- Fumiko Orikasa: Rukia Kuchiki. Punkt. Ihre Performance in Cour 3 ist heartbreaking.
- Romi Park als Hitsugaya (auch Edward Elric in FMAB – ja, DER Romi Park)
- Takahiro Kimura: Yhwach. Final Boss Energy personifiziert. Seine Stimme allein macht jede Szene bedrohlicher.
- Noriaki Sugiyama als Uryuu Ishida: underrated Performance die in Cour 3 richtig zündet
- Tite Kubo (Mangaka) – kein Voice Actor, aber der Mann war bei der Produktion so involviert dass er eigentlich Credits verdient. Kubo hat ganze Szenen neu geschrieben für den Anime.
Warum ihr das JETZT schauen müsst
Cour 4 kommt im Juli 2026. Das Finale. Das große Ding. Wer jetzt noch nicht angefangen hat, hat genau die richtige Menge Content vor sich: 40 Folgen die man in ein paar Wochen durchbingen kann, und dann ist man rechtzeitig ready für den Abschluss. Besseres Timing gibt es nicht.
Und ja, man MUSS den Original-Anime kennen. Oder zumindest die wesentlichen Arcs. TYBW setzt voraus dass man die Soul Society, Hueco Mundo und Fake Karakura Town Arcs gesehen hat. Wer das nicht hat – es gibt Zusammenfassungen auf YouTube die deutlich besser sind als 160 Filler-Folgen. Nutzt sie.
Was mich am meisten beeindruckt: TYBW respektiert seine Zuschauer. Es gibt keine Rückblenden alle fünf Minuten die erklären was gerade passiert. Keine unnötige Exposition. Der Anime vertraut darauf dass du mitdenkst. Based.
Fast perfekt. Fast.
Ich wäre kein ehrlicher Reviewer wenn ich nicht auch sagen würde: der Manga-Endkampf gegen Yhwach war im Original umstritten. Viele Fans fanden das Ende zu abrupt für einen Gegner dieses Kalibers. Studio Pierrot hat mit Tite Kubo zusammengearbeitet um genau das zu fixen, und die bisherigen Erweiterungen in den Anime-Cours zeigen dass sie den Landeplatz vorbereiten. Ob Cour 4 das auch einlöst? Das ist die große Frage. Mein Bauchgefühl sagt ja. Mein Kopf sagt abwarten.
Und manche Episoden in Cour 2 hatten Pacing-Längen. Nicht auf Naruto-Filler-Level, nicht mal ansatzweise – aber in einer Serie die sonst so straff erzählt, fallen solche Momente auf. Minimale Kritik, muss aber erwähnt werden weil ich kein reiner Fanboy bin. Okay, ich bin ein Fanboy. Aber ein ehrlicher.
Was danach auf der Liste steht
Wenn euch TYBW packt, gibt es Anime die in dieselbe Kerbe schlagen. Jujutsu Kaisen hat ähnlich krasse Fight-Choreografie und einen vergleichbar starken Antagonisten. Attack on Titan liefert dasselbe Feeling eines finalen Arcs der alles auf den Kopf stellt. Fullmetal Alchemist: Brotherhood – der Anime den TYBW kurzzeitig auf MAL überholt hat. Naruto Shippuden ist der offensichtliche Vergleich, gleiche Ära und Zielgruppe, aber TYBW macht vieles besser. Und Death Note für alle die smarte Antagonisten lieben – Yhwach spielt in derselben Liga wie Light Yagami, nur mit mehr Feuerkraft. Wer tiefer ins Anime-Universum eintauchen will: hier ist der Einstieg.
Bewertung
Bisherige EinschätzungArchivwertung: Quellenbasis und Gewichtung noch nicht nach dem neuen Verfahren geprüft. Quellen & Einordnung
Bewertet von WatchGuide-Redaktion, die Wertung steht oben.
Dafür
- Animation auf absolutem Top-Niveau
- Kein einziger Filler in 40 Episoden
- Yhwach als einer der besten Shounen-Antagonisten
- Sagisu Shirous bester Soundtrack
Dagegen
- Vorwissen aus 300+ Original-Folgen nötig
- Einzelne Pacing-Längen in Cour 2
- Manga-Ending bleibt Risikofaktor für Cour 4
Bankai.Aus der Wertung von WatchGuide-Redaktion
Wer streamt Bleach?
Verfügbarkeit DEStand 14.10.2026: Bleach läuft im Abo bei Disney+, mit deutscher Synchronfassung.
Stand 14.10.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB), Movie of the Night · ohne Gewähr
Staffeln & Folgen
aus der WatchGuide-DatenbankS1Staffel 1· 366 Folgen · ab Okt. 2004▾
S2Staffel 2· 40 Folgen · ab Okt. 2022▾
Besetzung
5 Rollen- Ichigo KurosakiMasakazu Morita
- Rukia KuchikiFumiko Orikasa
- Yasutora SadoHiroki Yasumoto
- Orihime InoueYuki Matsuoka
- Uryu IshidaNoriaki Sugiyama


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